Völkerverluste Winter 2014/2015

  • Hallo zusammen,


    das parallele Lesen in anderen Foren (imkerforum.de & landlive.de) veranlasst mich zu diesem Thema.


    Dort wird eifrig über die ersten Verluste diskutiert.
    Für alle die, die nicht selber alles lesen wollen möchte ich das Geschriebene kurz zusammenfassen:
    - erhöhte Verluste schon vor der Winterbehandlung (manche mehr als andere)
    - anscheinend erhöhte Verluste bei Königinnen aus 2014


    Wie ich schon im anderen Thema geschrieben habe, habe ich bislang 2 Völker verloren. Eines recht sicher durch die Varroa (Königin 2013) und ein weiteres (Königin 2014) durch Wespen und evtl. auch stille Räuberei.


    Zu den vermehrten Verlusten der Völker aus 2014 (wie in den genannten Foren beschrieben) habe ich keine rechte Erklärung.
    Was meint ihr :?:
    Liegt es vielleicht an dem gut gemeinten erhöhten Einsatz von Ameisensäure?


    Und was machen eure Völker zum jetzigen Zeitpunkt :?:


    LG Johannes


    Zuchtkoordinator des Landesverbandes Dunkle Biene Sachsen

    http://www.dunkle-biene-sachsen.de
    Eine Mitgliedschaft in unserem Landesverband wäre ein guter Beitrag zum Erhalt unserer einheimischen Dunklen Biene. Selbstverständlich sind auch überregionale Mitglieder sehr willkommen!


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  • Nachtrag:


    Für mich gilt jedes Volk als Winterverlust, welches im September fertig eingefüttert war und für einwinterungsfähig befunden wurde!


    LG Johannes


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  • Ich kann noch nichts neues berichten, plane nächste Woche oder übernächste die Oxalsäurewinterbehandlung und bin gespannt welches Bild sich mir zeigt.


    Also neben der Summe an Möglichkeiten, die die Bienen schwächen, ist das Thema mit den mit dem zunehmenden Einsatz von Neonicotinoiden auch zu beachten. Dazu habe ich heute eine Petition unterzeichnet, die Pollinis ( allgemeine Webside : http://www.pollinis.org/de/) macht.


    Keine Ahnung ob das für diesen Aufruf der richige Treat ist, habe aber auch keinen gefunden, der mir besser erscheint, daher hier. Und bitte verschieben und nachsichtig mit mir sein, wenns wo anders besser untergebracht ist.


    Der Film zu der Petition (http://actions.pollinis.org/actions/stop-neonics-de/) ist „schlicht“ und mir vor allem am Anfang zu aufreißerisch, aber m.E. werden die Zusammenhänge korrekt wiedergegeben. Und wenn nur die Hälfte stimmen sollte, also übertreiben wurde, dennoch schlimm genug was mit dem zunehmenden Einsatz von Neonicotinoiden in Kauf genommen wird. Und sicher unsere Bienen zusätzlich schwächt. Die Unterzeichnung der Petition kann öffentliches Bewusstsein/Druck erzeugen.

    Hier der Aufruf von Pollinis


  • HAllo allerseits,


    noch kann ich selber nichts sicheres zu Völkerverlusten sagen, da ich erst zu Weihnachten behandele und dann Sicherheit habe. Ich vermute aber aufgrund weniger Zeit für die Völkerpflege im Sommer, dass ich mehr Verluste als in sonstigen Jahren haben werde. DA fällt mir z. B. ein Reservevolk ein, das sehr schwach in den Winter ging und auch nur wenig Futter aufnahm. Oder ein F2 Volk, welches ebenfalls nach einer Schwarmaktivität nur sehr schwach in den Winter ging. Oder aber auch zwei Völker, von denen ich aufgrund von vielen Bienen mit Flügeldeformationen im Sommer bereits davon ausging, dass sie den Herbst nicht erlebten (dies aber doch taten). Alles Wackelkandidaten. Hinzu kommen natürlich meine 5 Sicula-Völker in Miniplus-Beuten; ein Experiment.


    Den großen Hauptvölkern sowie den beiden Korbvölkern (ein drittes verlor ich bereits mit Sommerende aufgrund mangelnder Fütterung) und der Klotzbeute sowie dem Beobachtungsvolk geht es sehr gut.


    Ende des Jahres kann ich mehr berichten. Hauptschädiger ist und bleibt nach wie vor die (eingeschleppte) Varroa mit ihren Sekundärfolgen.


    LG
    Kai

  • Zitat von imkerforum-nordbiene

    ...Hauptschädiger ist und bleibt nach wie vor die (eingeschleppte) Varroa mit ihren Sekundärfolgen. ...


    Und diesen Satz halte für die wohl richtigste Aussage, die man machen kann!


    Wenn die Bienen nur das Problem der Varroa hätten, würden sie es vielleicht schaffen. Aber in Verbindung mit übertragenen Infektionen, die dann die ohnehin geschwächten Bienen befallen, wird es einfach zu viel. Wenn dann noch weitere äußere Beeinträchtigungen wie Stress durch den Imker oder noch viel schlimmer die PSM dazukommen, muss man sich wundern, dass es überhaupt noch Bienen gibt.


    LG Johannes


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  • Genau, Johannes. Ich glaube, die varroafreie Zeit haben wir beide noch erlebt?


    Als zweitgrößten Schädiger würde ich mich / den Imker / ansehen. Denn ich glaube, dass hier die zweitgrößte Fehlerursache liegt, z. B. zu geringe / falsche Fütterung, falsche Spätsommerpflege, etc. etc.


    LG
    Kai

  • Hallo Kai,


    da ich in einer imkerlich recht dünn besiedelten Gegend wohne, kam die Varroa tatsächlich erst in den 90er Jahren in voller Härte bei uns an. Daher konnte ich (wenn auch nur in frühen Kindertagen :) ) die varroafreie Zeit noch erleben. Aber dann häuften sich schlagartig die Verluste. Denn an hilfreiche Informationen zu kommen war da noch bedeutend schwieriger als heute. Fernab von Vereinen und dem Internet konnte sich mein Opa eigentlich nur im 30 km entfernten kleinen Imkerladen informieren und mit Behandlungsmitteln eindecken.


    Wenn ich daran zurück denke, kommt es mir schon recht unwirklich vor.
    Damals haben wir tatsächlich eine undefinierte Menge Ameisensäure auf 2 Bierdeckel gekippt und auf einer Folie unten in die Normbeute geschoben. Die Bienen haben wie wild gebraust und nach 10 Minuten mussten wir die Säure immer herausholen. ... So wurde es uns erklärt. :?


    Ein Wunder, dass wir nie einen Totalausfall hatten.


    LG Johannes


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  • Hallo zusammen,


    heute habe ich die OS-Träufelung vorgenommen.
    Dabei haben sich die Verlustzahlen leider als größer herausgestellt, als ich es erwartet habe.
    Am schlimmsten hat es die M+ getroffen. Von 10 Völkern waren 6 tod, obwohl letzte Woche noch 3 dieser 6 geflogen sind. :(
    Auch waren heute wieder 2 Reinzuchtköniginnen zu beklagen. Eine wirklich traurige und für mich fast schon dramatische Situation.


    Die Varroa ist und bleibt mein größter Feind! Und bisher ist sie einfach besser als ich. :cry:


    LG Johannes


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  • Hallo Johannes,


    tut mir Leid das zu hören :(


    Vermutest du bei den Verlusten im Bereich der Mini-Plus-Beuten einen direkten Zusammenhang mit dem Beutesystem oder siehst du die Verluste eher unabhängig von diesem?


    Besten Gruß, Ole!

  • Hallo Ole,


    eine interessante und wichtige Frage!
    JA, ich fürchte es hat in meinem Fall mit dem Beutentyp in Kombination mit der von mir dieses Jahr erstmalig angewendeten Thymovarbehandlung zu tun. Zum einen war mir die Dosierung etwas unklar, da es dafür kaum Quellen gibt, zum anderen hätte zwischen dem Thymovar und dem Beutendeckel mehr Freiraum sein müssen. Dadurch konnte wohl nur zu wenig verdampfen. Auch haben lediglich die M+Bienen das Thymovar mit Propolis quasi eingehüllt und damit wohl ebenfalls die Behandlung gestört.


    Das nächste Problem ist schlicht, dass es bei den üblichen Kunststoffböden fast unmöglich ist, eine stichhaltige Milbenzählung zu machen. Alle Maßnahmen stützen sich lediglich auf Vermutungen. Das muss ich ändern. Es gibt da Böden, die mein Problem vielleicht lösen können. Da werde ich wohl noch etwas investieren müssen.


    Zum Vergleich:
    Von 16 Zandervölkern sind lediglich 2 gestorben. Das wäre zu tolerieren.


    LG Johannes


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  • Hallo Johannes,


    interessante Einschätzung. Ich hatte ja auch erst vor, mir zwei Mini-Plus-Beuten für 2015 zuzulegen, allerdings werfen mich meine Winterverluste momentan etwas zurück und werde das Projekt auf 2016 verschieben. Ich bin dann auf jeden Fall auf deine Erfahrungen im nächsten Jahr gespannt, evtl. sind deine Optimierungen ja Erfolgreich.


    Heute wurden ersteinmal die gazen Waben der Winterverluste eingeschmolzen. Mit meinem 15 l Zinkeimer, war ich hiermit ersteinmal 12 Stunden beschäftigt. Der Rücken dankt es auch schon, in so fern werde ich mir fürs nächste Jahr auf jeden Fall mal Gedanken um einen Wachsschmelzer machen :)


    Ich selber muss leider meine Völkerverluste selber verantworten. Ich vermute ich habe zu wenig mit AS behandelt. Ich erstelle für 2015 gerade einen Plan der mindestens vier AS-Behandlungen beinhaltet.


    Beste Grüße, Ole!

  • Guten Tag!


    Johannes, und alle die schon Verluste erleiden mussten - mein herzliches Beileid! Die RZ-Königinnen... ja das ist dann das i-Tüpfelchen :(:cry:
    Bezüglich M+, lieber Johannes, will ich eh noch was ansprechen, da auch ich die gewöhnlichen Böden etwas unpraktisch finde. Ich schreibe dazu im M+-Thread rein ok?


    Varroatechnisch habe ich bis jetzt nur einen Verlust zu beklagen, dass EHM-Volk (mit diesem Maß hab ich vorerst noch nie gearbeitet) starb ganz ganz klar an Varroaschaden. Die Ameisensäure hat offensichtlich nicht gut genug gewirkt. Wahrscheinlich war es der alte Fehler, dass Volk auf zwei Zargen überwintern zu lassen, nie wieder! Was bei Zander gilt, gilt sicher auch bei EHM...


    Punkto M+ Völker hatte ich noch keine Verluste.


    Ich glaube, diesen Winter habe ich mehr Problematik mit den vorhandenen Futtervorräten. Bis vor wenigen Tagen war bei uns noch Herbststimmung, erst jetzt haben wir wirklich Winter, tiefe Minusgrade und viel Schnee. Bis dort hin verbrauchten sie schon einiges an Futter, und jene Völker (nicht viele) die etwas länger brüteten (junge Königin) haben nun Engpässe (zwei Völker), da auch in diesem Jahr die spätsommerliche Gründüngung (Senf) und das Indische Springkraut komplett ausfielen... :(


    Also dann... möchte ich an dieser Stelle alle einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen, ohne weitere Winterverluste!


    GLG
    euer Michi

  • Zitat von Hainlaeufer

    ...Bezüglich M+, lieber Johannes, will ich eh noch was ansprechen, da auch ich die gewöhnlichen Böden etwas unpraktisch finde. Ich schreibe dazu im M+-Thread rein ok?...


    Hallo Michi,


    mach das!
    Ich hab mir auch schon Gedanken gemacht. Die Kunststoffböden sind echt eine Schwachstelle. Und das fiel mir nun schon bei mehreren verschiedenen Gegebenheiten im Jahresverlauf auf.


    LG Johannes


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  • Zitat von Johannes

    Hallo zusammen,


    heute habe ich die OS-Träufelung vorgenommen.
    Dabei haben sich die Verlustzahlen leider als größer herausgestellt, als ich es erwartet habe.
    Am schlimmsten hat es die M+ getroffen. Von 10 Völkern waren 6 tod, obwohl letzte Woche noch 3 dieser 6 geflogen sind. :(
    Auch waren heute wieder 2 Reinzuchtköniginnen zu beklagen. Eine wirklich traurige und für mich fast schon dramatische Situation.


    Die Varroa ist und bleibt mein größter Feind!


    HAllo Johannes,


    auch von mir nochmals auf diesem Weg mein Mitgefühl. Es ist immer ein Verlust, Völker zu verlieren, in die man viel Herzblut gesteckt hat. Umso mehr, wenn dann noch RZ-Königinnen verlustig geraten.


    Dass die Verluste aber aufgrund mangelnder Sommerbehandlung entstanden sind, vermute ich eher nicht. Denn wenn die letzte Winterbehandlung optimal war, würde jetzt kein Volk sterben, auch wenn im Sommer sogar die Behandlung ausfiele. Ich glaube da eher an eine verzögerte Auswirkuzng von ca. 1 Jahr. Wie war die letzte Winterbehandlung?


    Ursachenforschung tut jetzt not.


    Wie ich in einem anderen Thread schon schrieb, fand gestern am 29. meine OS-Behandlung statt. Ergebnis: alle Völker leben. Lediglich zwei viel zu kleine Sicula-Völker in Miniplus werden es nicht schaffen. Ursache ist hier aber nicht die Varroa. Ansonsten: alles im grünen Bereich.


    LG
    Kai

  • Hallo Kai,


    bezüglich der M+Verluste hab ich mittlerweile eine einfache, aber mein Gewissen belastende Vermutung:
    Ich habe aus 30 einzargigen Begattungseinheiten 10 dreizargige Überwinterungseinheiten zusammengestellt. Ohne zu bedenken, dass jetzt jedes Volk plötzlich die 3-fache Menge an Varroen enthielt wie vorher.
    Dann war höchstwahrscheinlich auch die Thymovarbehandlung im M+ nicht so effektiv wie in den Zandermagazinen. Das schiebe ich auf die Bauweise und meine nicht Vorhandene Erfahrung mit Thymovar.


    Im vergangenen Jahr (2013) habe ich meine ersten M+ aus Kunstschwärmen aufgebaut und nichts vereinigt. Auch arbeitete ich da noch mit der mir vertrauten AS. Die Verluste waren da nicht weiter dramatisch. (1 totes von 6 Völkern)
    Daher war ich dieses Jahr nicht sensibel genug auf die neuen Gegebenheiten zu reagieren.


    Ich bin davon überzeugt, dass es Varroaschäden sind. Aber ich bin daran wohl selber schuld. Hätte vorher länger darüber nachdenken müssen. Aber solch einen Fehler macht man nur ein mal im Leben. ...Hoffe ich zumindest. :|


    LG Johannes


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  • Hallo Leute,


    bei mir kommt es im Moment ganz dick. Nachdem auf der Arbeit Anfang Oktober gleich zwei Kollegen von einen Tag auf den anderen gegangen sind (bei insgesamt 12 Leuten) war die Arbeitsbelastung in den letzten 3 Monaten echt enorm (eigentlich jede Woche Mo-Sa gearbeitet und jeweils von 6-19 Uhr außer Haus). In der Weihnachtswoche habe ich so z.B. auch nur den ersten Weihnachtstag nicht gearbeitet aber dafür dann den Sonntag.
    Das das alles seine Spuren zeigt und wenn man quasi nur noch zum schlafen zu Hause ist auch nicht viel Zeit für anderes bleibt ist dann das übrige. Im Januar soll dann endlich schon mal wenigstens ein neuer anfangen und jemand anderes hat von 20 auf 30 Wochenstunden erhöht. Tja was erzähl ich euch das jetzt.
    Nachdem ich ja schon berichtet habe das eines meiner beiden Völker, ein Ableger von meiner Patin von diesem Jahr, verschwunden war blieb mir nur noch ein Wirtschaftsvolk. Das hat mir ja wirklich Sorgen gemacht da wie oben beschrieben meine Zeit echt knapp war, ich beim eigenverantwortlichen imkern ja das erste Mal in den Winter gegangen bin und die Berichte das es dieses Jahr mit den Winterverlusten arg werden wird nicht wenig waren.
    Gestern nun (ich bin diese Woche komplett krank geschrieben da irgendwann alles seine Spuren zeigt und ich nu ne Lungenentzündung hab) wollte ich die wichtige OS Behandlung durchführen. Bei uns hier im Bremerland waren die klimatischen Bedingungen ja mMn halbwegs passend. Anfang Dezember gab es mal ein paar Tage mit Frost weshalb die Bienen doch aus der Brut gegangen sein sollten. Bis vor 2 Tagen war es dann zwar wieder recht warm, vereinzelt sogar 10 Grad tagsüber, ich hatte aber die Hoffnung das die Damen nicht wieder anfangen zu brüten. Seit 2 Tagen war es nun auch hier knackig kalt mit zweistelligen Minusgraden. Die Damen sollten also schön eng sitze. Ich fuhr also an meinen Stand bereitete vorschriftsmäßig die OS vor, öffnete die Kiste und......nix
    :cry:


    Wie schon beim ersten Volk keine Biene mehr zu sehen.... einziger Unterschied war das bei der ersten Kiste gar keine einzige Biene mehr im Volk war. Hier waren jetzt wenigstens einige tote auf dem Bodenbrett unter den Rähmchen zu sehen.... zugegeben ein sehr schwacher Trost.



    Soweit die Lage bei mir. Ich hoffe bei euch geht es besser aus diesen Winter und ich muss nächstes Jahr von vorne anfangen.... :(




    P.S. Edit sagt bei allem Gejammer hab ich noch meinen konstruktiven Teil des Beitrages vergessen der sich primär an Johannes richtet. Wegen deiner M+ Problematik. Schon gesehen das es z.B. bei Holtermann auch extra Überwinterungsmagazine für M+ gibt?
    http://www.holtermann-shop.de/index.php/cPath/262_322
    bzw.
    http://www.holtermann-shop.de/index.php/cPath/262_227


    Bei dem Boden und Deckel sollten die dieses mal auftretenden Probleme doch nicht da sein oder?

  • Hallo Kalli,


    erst mal mein vollstes Mitgefühl mit deiner Situation. Das einzige Volk zu verlieren ist schon echt hart!!!
    Auch hier klingt alles nach einem Varroaschaden.


    Deine persönliche Situation ist ja auch nicht wirklich beneidenswert. Ich wünsche dir für´s neue Jahr, dass du dich erholst und mehr Zeit für dich und den Neuanfang mit der Imkerei bekommst!


    LG Johannes


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  • Danke Johannes,


    ja ich denke das kann ich niemand anderen als mir selber und der Varroa in die Schuhe schieben :(


    Danke für die Wünsche und ich hoffe ja auf Besserung. Jetzt bin ich ja erst einmal die ganze Woche krank geschrieben und kann wieder etwas Kraft schöpfen. Noch vor einem halben Jahr hab ich, nach 14 Jahren Bundeswehr und quasi Behördenleben, noch gesagt nie wieder. Inzwischen sehne ich mich zurück in die alte Nine to Five Welt ....

  • Huhu in die Runde,
    die leeren Beuten sind meistens auf die Nosema Ceranae zu führen. Letztes Jahr habe ich so zwei Völker verloren. Dieses Jahr war sehr günstig für die Entwicklung von Viren, dazu kam miserable Tracht im Spätsommer und Herbst. Auch das Herbstfütterung unterstütze die Vermehrung von Viren. Meine Biene überwintern immer auf Honig. Verloren habe ich bis jetzt die Nachswärme, die nicht mehr genügend Tracht finden konnten.
    Ich wünsche Euch allem gute Überwinterung
    herzlichst Debora