Drohnen fliegen im Oktober

  • <t>Drohnen fliegen auch bei mir im OKTOBER</t> 13

    1. <t>ja schon öfters beobachtet</t> (11) 85%
    2. <t>nein konnte ich noch nie beobachten</t> (2) 15%

    Hallo liebe Forumsteilnehmer
    Unter Ihr fragt, Nordbiene antwortet. ist von Kai zulesen
    Also: kein Grund zur Sorge, wenn jetzt im Oktober noch Drohnen vorhanden sind


    Diese Feststellung hab ich auch schon mehrmals bei den Nordbienis machen können.
    Igendwie hab ich laienhaft den Eindruck das dies bei den dunklen Bienis häufiger zu beobachten ist.irgend welche Gründe wird das wahrscheinlich auch haben wenn die Natur dies ermöglichst.Mich würde mal intressieren ob andere Nordbienisbetreuer dies auch so zum Teil beobachten können
    imkerliche Grüße

    ABER DIE NATUR VERSTEHT GAR KEINEN SPASS, SIE IST IMMER WAHR, IMMER ERNST, IMMER STRENGE; SIE HAT IMMER RECHT UND DIE FEHLER UND IRRTÜMER SIND IMMER DES MENSCHEN. J. W. V. GOETHE
    Wir sind alle nur Gast auf dieser schönen Erde

  • Hallo
    Leider hatte niemand groß seiner Zeit Intresse an dieser Fragestellung gezeigt ich hatte damals schon gedanklich die Idee im Kopf rumgeistern mal zu probieren wie sich nee Standbegattung im September erfolgsmäßig zeigt.Mich würde daher mal intressieren ob vielleicht jemand unter dunklen Bienen Forumsfreunden sich damit schon mal versucht hat.Wenns optimal abläuft somit nee Möglichkeit günstige Bedingungen für dunkle Bienenherkünfte begattungsmäßig positiv zu unterstützen sicherlich benötigt man auch eine gewisse Völkeranzahl um dies optimal zu erreichen aber wenn man dann im August bewusst noch versucht Drohnen zu erzeugen sollte sich doch nee gewisse Drohnenreinheit für den Monat einstellen wo dann anschließend die erzeugten Königinnen noch ein geweiselt werden können.
    Dies ist mir persönlich sinnvoller als nee Mondscheinbegattung zu versuchen die ja schwieriger um zu setzen ist.
    Könnte meine Praxisbeobachtung drüber abgeben aber obs überhaupt jemand intressiert jedenfalls hab ich schon öferts nach August begattungen beobachten können wenns auch bisher mehr Spielereien in Mini Plusbeuten zwecks Beobachtungerknntnisse waren aber ein Weg der nicht schädlich ist
    imkerliche grüße

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  • Moin
    Dieses Jahr beobachte ich ein frühzeitiges Ende der Drohnensaison und da machen die Dunklen (F1,F2) keine Ausnahme.
    Vielleicht hängt es damit zusammen. daß meine Völker jetzt durch die Bank sehr stark sind oder halt nicht reinerbig sind.
    LG Elk

  • Hallo Hobbyimker und Elk,


    vielen Dank für das Wiederaufgreifen des Themas.


    Nach meinen Erfahrungen ist es mit dem Vorhandensein von Drohnen im September, ja sogar Oktober, sehr unterschiedlich. Da ist jedes Jahr und auch jedes Volk anders, und vor allem auch das Tun eines jeden Imkers und die Trachtbedingungen der Umgebung haben hier großen Einfluss.


    Vor allem ein stetiger Futterstrom (ggfs. durch Dauerfütterung) und ein gutes Pollenangebot wirken sich hier günstig aus. Auch die reichliche Wintereinfütterung kann so manches Volk veranlassen, nochmals Drohnen aufzuziehen, so dass tatsächlich im Oktober hier und da noch Drohnen vorhanden sein können.


    Spätzuchten habe ich nie gemacht; ich selber habe lediglich Erfahrungen mit der Begattung von Nachschaffungsköniginnen im September, und da ist eine erfolgreiche Begattung bei weitem nicht mehr so sicher wie im Frühsommer. Unter normalen Bedingungen würde ich mit einem Begattungserfolg von 50% im September ausgehen; hinzu kommt ja noch das dann oftmals schlechte Wetter.


    Aber: wenn man seine Völker "so richtig" bei Laune hält durch die o.g. Maßnahmen, dann mag die Situation besser sein.


    LG
    Kai

  • Hallo,


    auch wenn das Thema vom letzten Jahr ist und ich noch keine DB halte oute ich mich mal als Nicht-Drohnenschneider.


    Gründe:


    - In der ersten Zeit habe ich keine bis wenig Milben in der Drohnenbrut gefunden (Baurahmen verwendet, wie es gelehrt wurde usw.)


    - Da wir Naturmenschen sind, haben wir uns gedacht, das die Natur es am besten wissen wird und besonders die Bienen nichts ohne Grund machen und haben daher bereits
    in der 3. Saison keine Drohnen mehr geschnitten bzw. den Baurahmen in Rente geschickt


    Wir stören unsere Völker im allgemeinen nur selten (auch in der Schwarmzeit reissen wir nicht wie gelehrt jede Woche das Brutnest auseinander um nach Schwarmzellen zu schauen). Folge davon sind wie wir finden sanftmütige Bienen...in den Völkern leben viele Drohnen....sie leben dort recht lange....der Bien scheint dadurch ausgeglichener.


    Ich hatte z. B. 2012 durch Mißgeschickt ( :oops: ) Ende August eine Kö verloren....Ende Sepember war im Volk eine neue Kö, kurz darauf jede Menge Stifte in den Zellen und bei einem Blick ins Volk letzte Woche war die Bude richtig schön voll. Die Kö wurde mit Sicherheit nicht durch Drohnen meiner schneidenden Imkernachbarn begattet. :wink:


    Ich habe auch betreffend der Varroa scheinbar (durch Gespräche erfahren) nicht mehr oder weniger Milben/Behandlungen.


    Gruß Andreas

  • Hallo Andreas, ich imkere nach Warre´und da gibt es ein Drohnenschneiden so wie so nicht. Meine zwei Völker sind gesund und friedlich.
    Das eine Volk habe ich zuletzt am 7. 11. 2011 mit 60 % AS langzeitbehandelt nach Nassenheider. Das 2. Volk, ein Ableger vom Vorgenannten, habe ich zuletzt am 5. 7. 2012 ebenso behandelt.
    Ich lege jeden 1. im Monat von April bis Dezember für drei Tage eine Windel ein und erst wenn mehr als drei Milben gefallen sind, behandele ich.
    Das Drohnenschneiden halte ich für Unsinn. So bald die Drohnenwabe geschnitten ist, wandern die Varroen zur Arbeiterbrut.
    Die Drohnen sind nicht nur zur Begattung da, sondern auch für die Brutpflege wichtig. Durch ihre größeren Flügel halten sie die Temperatur bei Hitze niedrig und die Arbeiterinnen können sich um ihre Brut kümmern.
    Ich kann bestätigen, daß in den Völkern mehr Harmonie vorhanden ist.
    Eine Durchsicht findet bei mir nie statt, ich kippe höchstens, um nach den Weiselzellen zu seh.en. Wenn es geht, lasse ich schwärmen und versuche diesen Schwarm zu lenken. Bei der Honigentnahme nehme ich dann eine Futterkranzprobe für die AFB und übergebe sie dem Imkerverein, der diese sammelt und einmal jährlich einschickt.
    Arbeit fällt so gut wie keine an, gebe mich aber gerne der Fluglochbeobachtung hin.

  • Hallo,


    beim Thema Fluglochbeobachtung bin ich noch ein absoluter Anfänger...ich versuche mich jedes Jahr zu bessern. Finde das immer faszinierend, wenn mein ehemaliger Pate vorbeischaut...kurz zu den Bienen geht und mir dann sagt, was da und dort so vor sich geht. Da möchte ich auch hin...aber ich denke das kommt mit der Zeit. :)


    Gruß Andreas


    PS: Ich habe letztes Jahr zwei MiniPlus-Beuten gekauft (zwei große Türme mit Futterzargen usw. aus Holz)...da will ich dieses Jahr mal Schwärme einschlagen und Naturbau machen lassen :wink:



  • Hallo zusammen,


    möchte dieses alte Thema noch einmal ansprechen um vielleicht den ein oder anderen Jungimker beruhigen.


    Ich habe ein Volk, Schwarm von diesem Jahr, immer noch recht Volksstark. Es fielen mir immer wieder Drohnen auf zu dieser fortgeschrittenen Jahreszeit. Sie durften unbehelligt passieren.
    Das letzte Wochenende war es mir dann doch etwas mulmig. Die näheren Untersuchungen lassen mich aber ruhiger schlafen.


    Schritt 1: Fluglochbeobachtung! Der Bienenflug war "normal". Es gab aber einige Bienen, die immer wieder am Flugloch auf- und abgingen. Erst dachte ich an suchende Bienen wie bei Weisellosigkeit, aber beim längeren Beobachten konnte man feststellen, dass es die recht agile Fluglochwache ist.


    Schritt 2: Volk geöffnet. Es waren keine brausenden Bienen erkennbar. Das Volk verhielt sich ruhig. AN DIESER STELLE KANN MAN MEINER MEINUNG NACH ABBRECHEN mit den Untersuchungen/Störungen. Es ist prinzipiell alles im grünen Bereich.


    Schritt 3: Ich wollte es genauer wissen und habe die zweite Zarge abgenommen und in der Ersten Fluglochnah eine vermeintliche Brutwabe gezogen (vorher die Randwaben im Block vorsichtig weggeschoben). Auf dieser Wabe habe ich Brut und die Königin gefunden. Wabe vorsichtig zurück gehängt, Randwabenblock ebenfalls wieder vorsichtig rangeschoben. Dann zweite Zarge aufsetzen, Volk verschließen.


    Ergebnis: Ruhiger Schlaf!



    Ich möchte damit sagen, Schritt 3 wäre nicht nötig gewesen. Wenn man die Völker beobachtet und zu deuten weis, was normales Verhalten ist und was nicht, dann muss man nicht unnötig in den Völkern rumscharren, vor allem nicht in dieser Jahreszeit. Abgesehen von den Störungen besteht damit auch immer Gefahr für die Königin, wenn sie denn vorhanden ist.


    Also liebe Jungimker, und da zähle ich mich dazu, erlernt die Beobachtung am Flugloch und den Rythmus des Biens kennen.
    Dies wird Zeit brauchen, viel Zeit, aber diese ist gut investiert.


    Es Grüßt!
    Ape

  • Hallo,


    wenn es nur einige wenige Drohnen sind mach dir keine Sorgen. Es gibt immer wieder Völker die Drohnen mit über den Winter nehmen, warum auch immer.


    Viele Grüße aus Oberbayern


    Philipp