Sublimox Bedienungsanleitung - Oxalsäure-Blockbehandlung 7 Mal alle 3 Tage?

  • HAllo allerseits,


    wie auch schon beim Varomor geschehen, soll für den Sublimox von Swienty ebenfalls hier eine Bedienungsanleitung aus der Praxis heraus entstehen. :) Seid gern dabei.


    Dazu eine Frage zur Sommerbehandlung: ich las schon öfters von 7 Behandlungen mit jeweils einem Abstand von 3 Tagen. Welche Erfahrung habt Ihr damit? Wo kann man was nachlesen?


    LG

    Kai


    Siehe auch Video:


  • In der Anfangszeit habe ich mit gutem Ergebnis alle 3 Tage bedampft. In den ganzen Jahren keine Winterverluste. Jetzt bedampfe ich nur noch nach Notwendigkeit. Keine Milben, keine Behandlung bzw. höchstens 2 mal Dampf.


    LG

    Dieter

  • In der Anfangszeit habe ich mit gutem Ergebnis alle 3 Tage bedampft. In den ganzen Jahren keine Winterverluste. Jetzt bedampfe ich nur noch nach Notwendigkeit. Keine Milben, keine Behandlung bzw. höchstens 2 mal Dampf.


    LG

    Dieter

    Danke, Dieter. Bedampfen also wie beschrieben in der Sommerszeit, Juni, Juli, August, trotz Vorhandensein von Brut?


    Und 2 Mal nur Bedampfen im Sommer zeigt diesen Erfolg? Das wäre ja super, und man bräuchte nicht mehr dieses AS-Teufelszeug.


    LG

    Kai

  • Hallo Kai,

    Dazu eine Frage zur Sommerbehandlung: ich las schon öfters von 7 Behandlungen mit jeweils einem Abstand von 3 Tagen. Welche Erfahrung habt Ihr damit?

    Habe auch gerade den Sublimox erhalten, dein Video hat mich überzeugt ;)


    Laut deren Anleitung 4 Behandlungen im Abstand von 4 Tagen = 12 Tage
    Ich werde 5 Behandlungen jeden 4. Tag = 16 Tage machen.

    Bei 12 Tagen schafft man es, jede ehemals verdeckelte Arbeiterinnenbrutzelle nach dem Schlupf erwischt zu haben, bei 16 Tagen auch jede Drohnenbrutzelle.


    Gruß,

    Christian

  • Bis eben (20:30) habe ich einige Völker bedampft. Geht super gut. Und der Dampf verteilt sich schön in der ganzen Beute. Ich habe mal probeweise einen Deckel abgehoben. Feinste Nebelschwaden überall, und keine einzige Biene kommt zu Schaden.


    Toll.


    LG

    Kai

  • Für mich hört sich das nach Zahlendreher an.


    3 mal alle sieben Tage wär sinniger.


    Und wir wollen doch keine Resistenzen heraufbeschwören.:evil:



    Mfg

  • Moin Biene77,


    eigentlich müsste man sogar noch viel länger bedampfen. 18 x alle 4 Tage, also insgesamt ein Zeitraum von 72 Tagen.

    Aber wie vielfach berichtet hat sich ein Zyklus von 7x alle 3 Tage, also ein Zeitraum von 21 Tagen in der Praxis bewährt.


    Von den Milben gibt es im Bienenstock zwei Arten.

    1. Jungmilben


    Diese verlassen die Zellen, wenn sie frisch zur Welt kommen. Bis zur Geschlechtsreife benötigen sie einige Tage, um außerhalb der Zellen zu reifen. Diese Milben erwischen wir mit der Bedampfung alle 4-5 Tage relativ gut.


    2. Muttermilben

    Sie kommen auch aus der Zelle, verschwinden aber dann recht rasch wieder in einer neuen Zelle. Wie lange das dauert, finden sich unterschiedliche Angaben. Angenommen sie verschwindet innerhalb weniger Stunden wieder in einer neuen Zelle. Diese Milben erwischt man dann nur sehr schlecht, weil sie sofort wieder in der schützenden Zelle steckt.

    Eine Milbe kann sich 5-6 mal vermehren, bevor sie eines natürlichen Todes stirbt. Ein Zyklus dauert ca. 12 Tage (Verdeckelungszeit Arbeiterinnenbrut). Das wären also 6*12 = 72 Tage. Spätestens dann sind die Muttermilben weg.

    In einem Zeitraum von 72 Tagen bedampft man in der Regel ca. 18 mal (72 : 4 Tage).


    Summende Grüße

    Mario

  • Man kann es aber auch übertreiben. Da ein Brutzyklus ja meistens 21 Tage beträgt, reichen eigentlich 5 mal dampfen aus. Der OS Staub wirkt ja auch noch ein paar Tage nach. @ Kai, wenn kein Totenfall ist bedampfe ich in der Regel nur 2x. Das setzt aber anschließende genaue Kontrolle voraus. Sollten da viele Milben fallen, so wird das volle Programm gefahren.


    LG

    Dieter

  • Da sich der Oxalsäuredampf oder -rauch niederschlägt und erst allmählich "verbraucht", halte ich das Wochenintervall für ausreichend (las ich auch irgendwann mal irgendwo, weiß leider aber nicht mehr, wo). Und die Anzahl der Behandlungen? Flexibel soviel wie nötig, bis kaum bis gar keine Biester mehr fallen! Dafür gibt es ja schließlich die Bodenschieber. Aber sogar bei Korbvölkern gibt es untersuchbares "Gemüll".

  • Freitag, 2. August:


    Hallo allerseits,


    so, hier ein weiterer Erfahrungsbericht mit dem Sublimox:


    Heute (Freitag, 2. August) habe ich erstmals (das wollte ich schon im Juli getan haben) alle Völker bedampft. Wie bei jedem anderen technischen Gerät sitzen auch beim Sublimox die perfekten Handgriffe und Techniken erst nach einer gewissen Zeit. Aber: es geht relativ schnell; nach 2-3 Völkern hat man den richtigen Dreh, im wahrsten Sinne des Wortes.


    Das Teflonschälchen fülle ich mit Oxalsäure kristallin, soviel wie reingeht, angehäufelt, das sind ca. 2 gramm. Ein altes Handtuch zum Abdichten des Flugloches, das befüllte Gerät mit Schwung umgedreht und gleichzeitig eingeführt, halbe Minute warten, fertig. Das Flugloch lasse ich noch für ca 10 Minuten geschlossen. Probeöffnungen des Deckels haben ergeben, dass wirklich überall Nebel ist, der sich aber auch überall (!) in der Beute niederschlägt. Überall!


    Manch Biene, die direkt getroffen wurde und "bemehlt" aussieht, stürzt tot zum Flugloch hinaus. Macht nichts.


    Nach 10 Minuten öffne ich das Flugloch, und das Volk ist so, als ob nie etwas gewesen wären. Man hört lediglich ein etwas lauteres Brausen im Volk.


    Ich bin mir sicher: keine Milbe außerhalb der Brutzellen überlebt diesen Nebel.


    Ich mache eine Blockbehandlung: alle 3 Tage. 7 Mal das ganze! Nach 3 Wochen bin ich damit durch. Bienenschonend.


    LG

    Kai


    Nachtrag: die übliche Schutzkleidung plus Gasmaske sind wichtig!!! Und: ich empfehle anschließendes Duschen und natürlich Wechsel der Wäsche. OS-Nebel ist recht "anhänglich". :P

  • So, gestern (3 Tage später) erneut bedampft im Rahmen der OS-Blockbehandlung, langsam bekommt man Routine. :P


    Ich bin froh, dass ich mir den Sublimox und nicht den Verdampferaufsatz mit Heißluftfön gekauft habe. Denn Bienen, die direkt getroffen werden, versterben. Beim Sublimox sind das ungefähr 10 Bienen pro Volk. Bei stärkerem Strahl dürfte der Totenfall deutlich höher liegen.


    Zeitaufwand für 10 Völker: ca 1 Stunde. Bei gut 20 bis 25 Völkern war ich gestern also etwas mehr als 2 Stunden aktiv. Man wundert sich, wie schnell die Zeit vergeht.


    LG

    Kai

  • Kai

    Hat den Titel des Themas von „Sublimox Bedienungsanleitung - 7 Mal alle 3 Tage?“ zu „Sublimox Bedienungsanleitung - Blockbehandlung 7 Mal alle 3 Tage?“ geändert.
  • Bei stärkerem Strahl dürfte der Totenfall deutlich höher liegen.

    Nun, der "stärkere Strahl" hat dafür aber eine geringere Rauchkonzentration.


    Ein größeres Problem könnte sein, daß man mit dem warmen, gar heißen Luftstrom der Heißluftpistolen den Bienen zu arg einheizt. Also Vorsicht!


    Sublimox und ProVap 110 hin, Heißluftpistolenaufsätze (Lega & Co.) her, zuguterletzt von den beiden VMVaporizern ganz zu schweigen, das Leben wird für die Milben dank der nun recht professionellen OS-Rauch-Applikationsmethoden immer schwieriger.

  • Ich benutze die Pfanne und bin mit ihr sehr zufrieden. Bedampfungszeit pro Volk 2 min. und tote Bienen nur wenn sie in die Pfanne fallen.


    LG

    Dieter

  • Ich benutze die Pfanne und bin mit ihr sehr zufrieden. Bedampfungszeit pro Volk 2 min. und tote Bienen nur wenn sie in die Pfanne fallen.


    LG

    Dieter

    Hallo Dieter, danke schön.


    Wie lange hälst Du das Flugloch beim Bedampfen verschlossen (falls überhaupt)?


    LG

    Kai

  • Hallo@ All,


    ich habe die Beobachtung gemacht, dass Bienen die in Holzbeuten gehalten werden bei Außentemperaturen um die 37- 39 Grad sich derart aufheizen so um die 40-41 Grad, keine Milben zu finden sind, aber Ableger die ich in Schaumbeuten habe, die musste ich behandeln, habt ihr ähnliches festgestellt, ich denke das hierbei der Klimawandel eine Rolle spielt, was meint ihr. Ansonsten behandle ich mit Oxalsäure Verdampfung.

  • Moin Kai,

    ich habe in der Anfangszeit die Fluglöcher geschlossen, jetzt nicht mehr. Das bißchen was da rauskommt kann man, glaub ich, vernachlässigen.

    klaus ,

    ich habe Holzbeuten und wenig bis keinen Totenfall. Das Volk meines Sohnes, Segeberger 2zargig ist eine Milbenschleuder. Da habe ich schon 3x behandelt, mehr Milben als Bienen.

    LG

    Dieter

  • Hallo Klaus,

    Ich habe bisher keine Vergleichsmöglichkeiten. Die Völker vom Sohn stehen nur über winter bei mir. Das ich vergleichsweise wenig Milben habe, habe ich nicht mit der Beute in Zusammenhang gebracht sondern eher mit der geringen Imkerdichte bei mir und dem Rauchmittel für den Smoker.


    LG


    Dieter

  • dann sind wohl wir zwei die einzigen Imker die dasbeobachten, komisch wo es hier so viel Imker gibt.

    Woher soll ich vergleichen können, wenn ich nur Holzbeuten habe? Und warum die Varroen fallen oder nicht, hängt von so vielen Faktoren ab, wie soll ich da auf die Beute kommen, bzw. auf die Temperatur? Zumal es ja von Volk zu Volk unterschiedlich ist. Aber danke für die Erinnerung, ich habe den Fall vom letzten Wochenende noch gar nicht eingetragen :)

  • ich habe in der Anfangszeit die Fluglöcher geschlossen, jetzt nicht mehr. Das bißchen was da rauskommt kann man, glaub ich, vernachlässigen.

    Man kann es noch sportlicher sehen und auch die Menge/Masse Oxalsäure pro Bienenvolk freiweg egal sein lassen. Da die sublimierte, feinkristalline Oxalsäure die Bienen kaum schädigt, kann man einfach "satt" hineinblasen, ein zuviel gibt es da nicht so schnell. Wenn ich mir die YouTube-Filmchen der US-Imker ansehe, wie beherzt die dicke Oxalsäurewolken in die Beuten blasen...für die ist erst Schluß, wenn es aus der Beute genauso dick wieder herausquillt.