Bienen einfüttern: Zucker oder Sirup? Oder Futterteig?

  • Hallo allerseits,


    ein Thema, bei dem man lange diskutieren kann: Zucker oder Sirup?


    Beides hat Vor- und Nachteile. Was verwendet Ihr für die Winterauffütterung? Zucker? Sirup? Oder gar Futterteig?

    Was gefällt Euch warum am besten?


    LG

    Kai

  • Moin Kai,


    kommt ganz auf das Volk an. Wo noch ausgebaut werden soll / muss füttere ich erstmal Zuckerwasser und später dann Sirup zum einlagern.

    Ansonsten erfolgt das reine Auffüttern mit Sirup.


    Ab nächstem Jahr sollen die allerdings ihren Honig behalten, so wie bei dir auch.


    Summende Grüße

    Mario

  • Hallo Kai,


    ich gebe meinen Bienen schon so lange wie ich Imkere nur Zuckerlösung im Verhältnis 3:2,

    – sehr schnelle Zubereitung und brauch kein heißes Wasser


    Bei einem Mischungsverhältnis von 2:1, da ist die Zuckerkonzentration sehr hoch, die ich keinem Imker empfehlen würde, weil lässt sich nur mit heißem Wasser zubereiten. Restmengen im Futterfass oder im Futtergeschirr kristallisieren aus und machen unnötig Mühe bei der Weiterverarbeitung.


    Eine Fütterung mit Sirup, da kann ich leider keine Auskunft geben, weil ich es noch nie gekauft habe, wäre mir auch zu Kostspielig.


    Futterteig für den Winter ist nicht zu empfehlen, die Bienen brauchen viel zu lange um es aufzunehmen und meine Winterbienen werden Belastet ohne Ende, dass ist das was ich als Imker nicht haben will. Mit Flüssiglösung arbeiten sich die Altbienen ab und meine Winterbiene wird mit arbeiten nicht belastet.


    Futterteig bekommen meine Bienen nur im Frühjahr wenn erforderlich.

  • Mit Futterteig habe ich auch gemischte Erfahrungen. Zum "nicht verhungern", für nen Futterstrom, Ableger etc, ok. Sehr starke Völker lassen sich damit auch sicher auffüttern. Arbeit haben sie aber viel damit. Ich denke mit Sirup haben sie am wenigsten tu tun und es wird schnell abgenommen. Räubereigefahr is auch geringer. Der Preis is halt hapig...:/:|

    kommt ganz auf das Volk an. Wo noch ausgebaut werden soll / muss füttere ich erstmal Zuckerwasser und später dann Sirup zum einlagern.

    Ansonsten erfolgt das reine Auffüttern mit Sirup.

    :thumbup::thumbup:


    Gruß

  • Warum sollte die Räubereigefahr höher sein mit Zucker als mit Sirup? Der lockt doch wesentlich stärker.


    Futterteig ist auch ne super Sache, beschäftigt die Bienen halt sehr lange und die Bienen kommen super durch, Abarbeiten tut es die Bienen nicht wirklich, das Problem ist viel mehr das der Futterstrom nochmal für mehr Brut sorgt und da hat man dann die Abarbeitung durchs Brüten und einen höheren Futterverbrauch.

  • Bei einem Mischungsverhältnis von 2:1, da ist die Zuckerkonzentration sehr hoch, die ich keinem Imker empfehlen würde, weil lässt sich nur mit heißem Wasser zubereiten. Restmengen im Futterfass oder im Futtergeschirr kristallisieren aus und machen unnötig Mühe bei der Weiterverarbeitung.


    Futterteig für den Winter ist nicht zu empfehlen, die Bienen brauchen viel zu lange um es aufzunehmen und meine Winterbienen werden Belastet ohne Ende, dass ist das was ich als Imker nicht haben will.

    Mit heißem nicht, aber mit warmem Wasser. Die wenigen Restkristalle sind m.E. zu vertreten. Vorteil ist, daß die Bienen den "Kunsthonig" nicht so aufwendig aufkonzentrieren müssen.


    Im Winter verlassen die Bienen ihre Traube nur ungern und mit Risiko, ernähren sich wegen eingeschränkter Mobilität und Agilität naheliegender- und natürlicherweise aus den Waben. Was soll da Futterteig?!

  • Sirup is geruchlos. Zumindest der, den ich hab. Warmes Zuckerwasser hat einen Duft, den die Bienen eher warnehmen.

    Nunja, Sirup ist doch auch nur dick-/zähflüssiges Zuckerwasser?!


    Zucker(wasser) und Sirup haben im engeren Sinne keinen Geruch, da chemisch stabil und auch nicht verdunstend. Es gibt keinen gasförmigen Zucker, und maximal ganz wenige Zuckermoleküle in der Luft.


    Dennoch scheinen sie irgendetwas an die Luft abzugeben, ja, müssen es tun, wenn man bedenkt, wie schnell, zielsicher und gierig meistens zuerst die Wespen und recht bald auch die Bienen zur Stelle sind. Vielleicht doch ganz wenige Zuckermoleküle, wenn bei der Verdunstung keine Wassermoleküle, sondern in Ausnahmefällen Mikro- oder Nanotropfen aufsteigen?


    Nun, auch Elefanten können sehr fein riechen, z.B. Grundwasser und Wasserstellen, und das, obwohl jede irdische Luft Wasser in Form der Luftfeuchtigkeit enthält. Müssen demnach weitere Stoffe im flüssigen Wasser vorhanden sein, die deren Rüssel reizen.

  • ... Zucker(wasser) und Sirup haben im engeren Sinne keinen Geruch, da chemisch stabil und auch nicht verdunstend. Es gibt keinen gasförmigen Zucker, und maximal ganz wenige Zuckermoleküle in der Luft....

    Hallo, das stimmt, und gerade deshalb wundere ich mich jedesmal wieder, dass frisch gemischte, warme Zuckerlösung einen ganzen leichten, süßlichen Duft verströmt.


    Woher mag das kommen? Wirklich Zuckermoleküle, die in die Luft diffundieren? Oder sind das irgendwelche Aromamoleküle, die beim Lösen frei werden?


    Hat jemand eine Erklärung?


    LG

    Kai

  • Nunja, Sirup ist doch auch nur dick-/zähflüssiges Zuckerwasser?!

    Die Zuckerarten unterscheiden sich. Sirup, Fructose, Glucose, Saccharose. Zuckerwasser, wenn ich mich nicht irre, ausschließlich Saccharose? Vielleicht is da der Grund zu finden... Mach doch nen Versuch;) Bei mir sind sie auf Zuckerwasser extrem scharf. Vielleicht konditioniert? :/Sirup dagegen, da müssen sie schon direkt "daneben" sein, bis sie es kapieren. Merke ja selbst wie warmes Zuckerwasser duftet:). Aber wie ich schon sagte, eigentlich egal wenn man aufpasst...


    Gruß

  • Es gibt Einfach-, Zweifach- und Mehr-/Vielfachzucker.


    Zu letzterem gehören z.B. Stärke und Zellulose.


    Zu ersterem Trauben- und Fruchtzucker (Glukose und Fruchtzucker).


    Zu zweitem der Rüben- bzw. Haushaltszucker (Sacharose), der zu gleichem Anteile aus den beiden genannten Einfachzuckern besteht. Kann mit Säuren und/oder Fermenten in diese beiden aufgespaltet werden. Das können nicht nur wir, sondern auch unsere lieben kleinen Stecher.


    Es gibt zudem noch unzählige andere Zucker(arten), von denen zumindest die niedrigmoleküligen mehr oder minder süß schmecken und für höherentwickelte Lebewesen verdaulich sind. Zur Verdauung der Zellulose benötigen die Pflanzenfresser hingegen Bakterien, allein bekommen sie die nicht aufgespaltet.