Beiträge von Postkugel

    Im genannten Fall war wohl die unzureichende Wirksamkeit der MS-Behandlung bei der Erstellung der Ableger oder ein hoher Ausgangsbefall das Problem, weshalb zur AS gegriffen wurde.


    Im Augenblick ist es mir fuer eine AS-Behandlung von Ablegern (fast) noch etwas zu frueh, weil die kommenden 14 Tage fuer die Winterbienen ganz wichtig sind. Haette der Kollege etwas aufgepasst, haette er mit OX bereits im August gut gegenhalten koennen. Ich hatte auch einige Problemableger, da hat das 1- bzw. 2malige Bespruehen mit OX trotz Brut die MIlben gut in Schach gehalten, dass ich mir noch 14 Tagen mit der AS Zeit lassen kann. Wer beobachtet...

    Dafuer hat es dann andere Proleme. Es bleibt immer eine Wahl zwischen "Pest und Cholera". Auch das Lithium wird uns vermutlich nicht aus diesem Dilemma befreien, falls es denn mal eine Zulassung erhaelt. Es gibt zwar gewisse Anzeichen, das dieses Mittel die Varroaentwicklung auch nach dem Ende der Behandlung bremst, aber es ist noch nicht untersucht, wie stark die Brutentwicklung der Bienen davon ebenfalls betroffen ist. Ob sich da evtl. eine Dosierung ergibt, welche die Fertilität der Milben hemmt ohne jene der Bienen nennenswert zu beeintraechtigen, wird spannend. Und eine Betriebsweise zu finden, welche den EIntrag des Mittels in den Honig verhindert, ebenfalls. Ich hoffe nur, dass die Bieneninstitute in diese Richtung forschen. Denn das kann ein Imker schon aufgrund der zu gerigen Zahl moeglicher Versuchsvoelker, von denen ja kein Honig geerntet werden kann, nicht leisten. Von der fehlenden Analysetechnik mal abgesehen.


    Es belibt wie immer: Jeder muss den fuer sich passenden Weg durch den Jungle der Vor-/Nachteile finden.


    PS: Das Video von Piratbee finde ich richtig gut. Allerdings teile ich seine Einschaetzung an manchen Stellen nicht. Ich sehe da zunaechst recht alten Wabenbau und vermutlich auch Schadwachs (die grossen Loecher auf der Wabenflaeche sind nicht normal). Und es mag sein, dass der hohe Bienenabgang und das zerstoerte Brutnest indirekt auf das Konto der Milben geht. (wobei man auch das Brutnest gesunder Voelker bei ausreichender Behandlungsdauer mit AS kaputt bekommt). Nur, muss man solch ein Volk dann im Sommer mit AS behandeln? Ist eine TBE in solch einem Fall nicht der bessere Weg?

    Ich vermute, es geht um das Kaefigen? Silas macht das wohl regelmaessig. Ziel ist es, eine definierte brutfreie Zeitspanne zu erreichen, in der sich die Varroa nicht vermehrt und moeglichst an Altersschwaeche verstirbt. So will man sich m.E. die Winterbehandlung mit Ox sparen (Prinzip: Es ist besser, nur eine Biene zu quaelen anstatt alle). Ich bin da bezueglich der Akzeptanz der Koenigin nach dem Freilassen im Fruehling etwas skeptisch, habe jedoch selbst keine Erfahrungen.

    Ich war heute doch sehr erschrocken, wie wenig Tracht in den vergangenen 3-4 Wochen noch hereingekommen ist. Obwohl es hier und da immer noch blueht (Reste vom Weidenroesschen, Springkraut, sogar etwas Heide), musste ich heute mit Entsetzen feststellen, dass saemtliche Miniplus mit den Weiseln fuer die Vatervoelker der kommenden Zuchtsaison praktisch komplett ohne Futter waren =O


    Zugegeben, ich habe den betreffenden Kaestchen in den vergangenen Wochen ob der Milbenschlacht an den Wirtschaftsvoelkern kaum Beachtung geschenkt, weil die alle im August mit 2 vollen Futterwaben von der Belegstelle zurueck kamen. Und da die Kisten nicht fuer die Ueberwinterung vorgesehen sind, muss ich da normal auch nichts einfuettern. :sleeping:


    Heute nun fand ich an einem Kasten durch Zufall edliche tote Bienen vor dem Flugloch und auf dem Gitterboden...Alarm :huh:


    Ich vermute, aufgrund der momentanen Trockenheit hat die Tracht voellig harzuntypisch nahezu unbemerk ein jaehes Ende gefunden. Nur mal gut, dass ich nicht erst 3 Tage spaeter geschaut habe....pfffff....nochmal gutgegangen. 8o

    Für mich heist das, ich verwende nur noch Futter auf dem "Bienenfutter" drauf steht. Allerdings tue ich einen Teufel und kaufe nur für mich vertrauenswürdigen Herstellern.

    Dein "Bienenfutter" stammmt exakt aus dem selben Produktionsprozess wie der Zucker fuer die menschliche Ernaehrung. Es gib in Deutschland keine Bienenfutterzuckerfabrik. Lediglich die Weiterverarbeitung des Weisszuckers zu Haushaltszucker (Raffination) bzw. zu Bienenfutter (Invertierung) unterscheiden sich. Und bis zum vergangenen Jahr gab es auch nur einen einzigen Betrieb, der in D Biozucker herstellte (Suedzucker, Werk Warburg).

    @roirot

    Da muss ich jedoch aktiv werden, geht nicht automatisch. Oder ich habe andere Fuetterer? Ich denke, dass Prinzip der Adamfuetterer ist bekannt und hier auch OT.


    Ich frage mich manchmal, ob Dinge, die kaum verderben wollen, wirklich so gesund sind. Wenn schon der schnoede Schimmel da nicht ran will oder die Milch, die nicht sauer wird...kann sich jeder seinen Teil bei denken.


    Ich kann die Zuckerkritik auch nicht richtig nacgvollziehen. Der seelige Hans Beer (Stichwort "geteilter Brutraum") erzaehlte weiland, dass er bei sich im Schwarzwald mal einen Grossversuch bezueglich Zucker vs. Invertzuckerfuetterung machte. Das Ergebnis (Auswinterungsstaerke) war wohl so eindeutig, dass er nachher nur nochZucker verwendete. Er sagte fast woertlich: "Das einig gute am Fertigfutter ist, dass man es so schoen herumpumpen kann".

    Er meint vermutlich, dass einmaal angeschimmeltes Futter auch nicht besser wird, wenn es von den Bienen aus dem Fuetterer in die Waben umgetragen wurde.


    Wer Schimmelprobleme bei der Zuckerfuettterung hat, macht was falsch. Problemmatisch sind m.E. Futtergeschirre, welche die Bienen nicht selbst reinigen koennen. Die Adamfuetterer sind diesbezueglich optimal. Habe ich mir inzwischen auch fuer die M+ gebaut, weil die Styroporteile diesbezueglich der letzte Mist sind.

    Zur Frage wg. dem Fuettern des Brutlings: Dieser verliert fast alle Flugbienen und ist zunaechst ohne Koenigin ein fast perfektes Raeuberopfer. Wenn sich dort jetzt auch noch Zuckerduft breit macht...


    Aus diesem Grund warte ich mit dem Fuettern bis Tag X+21. Dann ist (meist) eine begattete Koe. vorhanden und genuegend Flugbienen nachgewachsen, die das Haus effektiv bewachen. Es muss nict genau Tag 21 sein, aber an dem Tag muss ich wg. der OX-Behandlung sowieso ran und ich bilde mir ein, dass eine OX-Spruehbehandlung auch besser wirkt, wenn gleichzeitig gefuettert wird (vermutlich weil mehr Bewegung im Stock ist und sich die Saeure deshalb besser unter den Bienen verteilt).

    Hast du auch eine Begründung für den Brutling? War meine Vermutung korrekt, nicht genug Flugbienen, um das Futter anzunehmen?

    Das komplette Futter im Brutling war angenommen im Flugling hingegen komplett nicht

    Wie meinen? Ich habe es zunaechst so verstanden, dass der Flugling das Futter nicht abgenommen hat??? Dem fehlten einfach die Bienen. Flugbienen ignorieren ggf. eine Koe., wenn der Kasten nicht "ihr zu Hause" ist. Haeng einfach mal 2 Futterwaben mit ansitzenden Bienen + Koenigin aber ohne Brut in eine Kiste und stelle diese am selben Stand, aber an einen Platz, wo vorher nix stand. Bei Flugwetter ist spaetestens am 3. Tag die Kiste bis auf die Koe. leer, selbst wenn oben der Fuetterer drauf steht.

    Auch lernte ich im Varroakurs das eben spätestens Anfang September die Varroabehandlung mit AS in SH abgeschlossen sein sollte.

    Ich denke, dass in SH die Bedingungen bezueglich AS nicht unguenstiger sind, wie in den Hochlagen des Harzes. Man muss auch nicht 2 Wochen behandeln, sondern es reicht ein Zeitfenster von 4-5 Tagen, in denen das Wetter passen sollte.


    Richtig ist, bis Anfang September sollte die Hauptentmilbung der Wirtschaftsvoelker abgeschlossen sein.


    Was ich vermutlich nie wirklich verstehen werde: Warum die AS vor dem 1.9. ueberhaupt zugelassen ist und warum die 85iger AS hierzulande keine Zulassung besitzt. Man kann mit der 85iger bis weit in den Oktober hinein bei nur minimalen Bienenschaeden sehr gut arbeiten. Es ist wohl so, dass der aktuelle Stand der Zulassung von Varroamitteln einige Jahre dem hinterher laeuft, was man allgemein "gute fachliche Praxis" nennt. Vermutlich ist dies dem aufwendigen Zulassungsverfahren und den nur geringen Verdienstmoeglichkeiten geschuldet.

    Die Fragestellung selbst passt nicht, wiel die Antwort nicht ja/nein lauten kann. Die Fragestellung muesste lauten "welche Begattungswahrscheinlichkeit gibt es an dem Stand im September unter beruecksichtigung moeglicher Wetterlagen." Fuer die Antwort braucht es mehrere Voelker und Jahre. Du kommst jedoch nur zu einer Aussage "bei Volk X hat es im Jahr Y und Wetter Z funktioniert". Ein Induktivschluss ist mit dieser Datenbasis jedoch noch nicht moeglich.


    Uebrigens lasse ich die Flugloecher der Fluglinge immer wie sie sind. Weil dort hernach die ganzen alten, "boesen" Flugbienen sitzen. Innert 3 Tagen haben die ihre Torwache gut organisiert, warum sollten die dann noch einen Raeuber an ihr Futter lassen?

    - Fehler 1: Der Flugling gehoert, incl. Fluglochausrichtung exakt an den Platz, an dem das Volk bisher stand. Sost finden ihn die Raeuber schneller wie die eigenen Flugbienen

    - Fehler 2: Der Flugling gehoert erst ab den 3. Tag gefuettert, weil sich die Torwache zunaechst organisieren muss

    - Fehler Nr. 3: Der Brutling gehoert erst gefuettert, wenn er eine (vermutlich) begattete Koenigin hat (ich fuettere den immer erst am Tag X+21, wenn ich die OX gesprueht habe)


    Warum machst Du jetzt TuB, wenn Du das Volk schon vor 3 Wochen mit AS behandelt hast? Eigentlich macht man mit Altvoelkern erst TuB und dann ggf. im Herbst nochmal AS, weil mit fortschreitender Jahreszeit die Begattungsaussichten fuer die Nachschaffungs-Ko. des Brutlings immer schlechter werden. Und eigentlich ist es auch nicht erforderlich, einen Ableger bereits im August mit AS zu maltretieren, wenn er bei der Erstellung 2x mit MS oder 1x mit Ox eingesprueht wurde. Sollte ein Ableger - warum auch immer - im August etwas zu viele Milben haben, kannman 1-3 mal OX (nach meinen Beobachtungen bienenvertraeglicher wie MS) im Block alle 7 Tage spruehen und so die Milbenpopulation bis zur AS-Behandlung ausreichend bremsen.

    Der Nachbar (aelteres Semester) ist fest der Meinung, dass ich allen Bienen im Winter eine Spritze verpasse, nachdem er mich bei der OX-Traeufelung damit hat handieren sehen. Man kann zwar erklaeren, was jedoch mit fortschreitenden Alter der Zuhoerer nicht immer von Erfolg ist. Was jedoch immer klappt, ist die Weiterverteilung des so erworbenen Halbwissens...

    Ja, Persoenliche Schutzausruestung. Bei AS ziehe ich ein paar Gummihandschuhe und lange Sachen an und stelle zur Sicherheit noch einen Eimer Wasser neben die Beute. Sieht also aus wie immer. OK, beim Umfuellen verwende ich noch einen Gesichtsschutz, aber da ist niemand dabei.


    Wenn ich jedoch mit Atemschutz und irgendwelchen Raeucherapparaten herumhandiere und es dann noch aus den Kisten heraus qualmt, dann fuerchtet die Nachbarschaft sicher einen Giftgasangriff. Die werden zwar nicht gleich das SEK rufen, aber unschoene Fragen kommen da bestimmt...

    Wobei es allg. Konsesns sein duerfte, das man bei Altvoelkern nicht auf die nat. Brutfreiheit warten darf, weil sich diese bei starkem Befall im Prinzip nie einstellt (die Bienen versuchen auf's sprichwoertliche Verderben gegen die Milbe, selbst noch im Winter, anzubrueten).


    OX-Blockbehandlugen in stark vermilbte Voelker mit Brut hinein brigen keinen ausreichenden Erfolg (siehe Jahresbericht Hohenheim 2017). Mein Ziel ist es immer, moeglichst wenig in die Voelker einzugreifen. Und wenn ich eingreife, dann muss es moeglichst effektiv sein. Also Brutfreiheit herstellen und dann Behandeln. TBE/TuB sind da m.E. das augenblickliche Optimum, weil man mehrere imkerliche Eingriffe (Honigernte-Bauerneuerung-Weiseltausch-Entmilbung-Auffuettern-Voekervereinigung) in einem Prozess vereint. Klar sind das ein paar Wochen "Zirkus", aber dann ist man fertig und kann die Bienen wieder weitgehend ihrem Geschick ueberlassen.


    Was mich uebrigens am Sublimieren stoert, ist die martialische PSA. Wenn mich in dem Aufzug jemand hier sehen wuerde, bin ich mit Sicherheit einige Honigkunden los.

    Der Weg sollte sein,dass die Bienen mit nur Minimaler Unterstützung

    des Imkers mit der Milbe klar kommen.

    Nicht Medikamenten Abhängige Tiere.

    Gefuehlt geht der allg. Trend aber leider eher in Richtung Dauerbehandlung (siehe Varromed). Fortschrittlich sind fuer mich jedoch nur Mittel+Methoden, bei denen ich die Voelker weitgehend in Ruhe lassen kann. Und nein, mit Zuechtung wird das mittelfristig nicht gelingen.


    Ziel muss es sein, die Behandlung so weit zu verbessern, dass man mit einem konzertierten EIngriff ganze Staende, ggf. Regionen, moeglichst milbenfrei bekommt. Koennte man die Herbst- oder Winterbehandlung weglassen, waere das auch schonmal ein Fortschritt. Das setzt aber voraus, das die durchgefuehrte Behandlung nachwirkt, also nicht nur die vorhandenen Milben abtoetet sondern auch in den kommenden 1-2 Brutzyklen die Milbenvermehrung deutlich gehemmt ist. Naja, schaumermal...