Beiträge von Freizeitimker

    Seine Rechnung solltest du sofort (schriftlich) nicht anerkennen und zurückweisen.

    Sonnst könntest du in Verzug geraten und er hat die einfache Möglichkeit der Pfändung.

    Das bezweifele ich. Einer Pfändung muß ein vollstreckbarer Titel vorausgehen. Nur, weil ein Anwalt etwas fordert, ist das noch lang kein Titel.


    Mit der Nichtzahlung und/oder dem Schweigen wird die Nichtanerkenntnis der Forderung m.E. bereits hinreichend konkludiert.


    Auch ist es derzeit nicht unbedingt nötig, gleich einen Anwalt einzuschalten. Genausogut kann man es mit "Aussitzen" versuchen, denn beileibe nicht jeder Drohung folgt eine Klage (seriöse Anwälte raten realistischerweise auch mal davon ab). Jedenfalls ist die Klage bei Stillhalten m.E. unwahrscheinlicher, als daß man sie mit einer vorprozessualen Anwaltseinschaltung abwehren kann. Ein Gegenangriff kann die Gegenseite nämlich auch erst recht in Kampfstimmung versetzen.

    Bienen müssen weg, da das Halten von "übergroßen Bienenstöcken im vorliegenden Gebiet unzulässig" sei.

    Das "übergroß" wurde schon zurecht moniert. Ich beanstande das "unzulässig". Entscheidend ist lediglich, ob die Bienenhaltung "ortsüblich" ist. Und das ist sie mit Sicherheit, da es mehrere Imker gibt und diese - wenigstens teilweise - seit Jahrzehnten imkern. "Unzulässig" ohne Begründung, warum, ist völlig unsubstantiiert. Als Anwalt sollte und müßte er eigentlich wissen, daß das Vortragen/-bringen eines Begehrens zu begründen und notfalls zu beweisen ist.


    Eigentlich ist der Rechtsanwalt als zulassungspflichtiger Beruf ein Organ der Rechtspflege und darf seine überdurchschnittlichen Jurakenntnisse nicht dazu mißbrauchen, andere, juristisch unbedarftere zu täuschen (es auch nicht zu versuchen). Das ist nämlich Betrug und strafrechtsbewehrt. Wäre der Rechtsanwalt noch ein angesehener Beruf, und gäbe es in der BRD eine funktionierende Rechtsaufsicht, dann gäbe es solche Schreiben nicht bzw. der Anwalt hätte ein zulassungsprüfendes Verfahren am Halse!

    Vor meinem Post hatte ich selbstverständlich mit der Versicherung gesprochen. Die Auskunft stammt also von denen. Die kausale Ursache des Schadenfalles liegt in der Anpflanzung der Bäume / dem Aufstellen der Bienen, somit vor rund 28-30 Jahren. Telefonische Aussage Provinzial.

    Das ist dreist und falsch. Weder Bienen noch Bäume sind ein Schadensfall. Schon eher der Zuzug der Polen, aber genaugenommen natürlich auch nicht. Es gibt überhaupt keinen konkreten, datierbaren Schaden. Eines Tages fiel den Polen auf und ein, daß sie in der seit Jahrzehnten üblichen Lebensweise eines Einheimischen herumstänkern können und schritten zur Tat. Das ist der Eintritt des Schadensfalles!


    Wäre die Logik des Versicherers schlüssig, könnten auch viele Baurechtsstreitigkeiten nicht versichert sein, weil eben viele Gebäude seit Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten stehen.


    Der Versicherer wäre mich als Kunden sofort los (außerordentliche, fristlose Kündigung) und hätte eine Klage wegen nichterbrachter Vertragsleistung "an der Backe". Genaugenommen liegt hier ein Täuschungsversuch mit Vermögensvor- bzw. -nachteil, demnach ein Betrugsversuch, also eine Straftat vor.

    Falls ich AS anwende - als Notnagel, dann mit dem LD - das Ding ist wirklich Anfängersicher oder das Schwammtuch.

    Der Liebig-Dispenser war mir als Anfänger, der ich war, zu kompliziert. Diese Dochtanpassung nicht nur von der Beutengröße, sondern auch von der erwarteten Außentemperatur (bin ich Wetterfrosch?) abhängig zu machen, schreckte mich ab. Dann lieber nur drei Dochttypen, abhängig von der Beutengröße.


    Sein weiteres Manko ist, daß er offiziell nur mit 85%iger AS betrieben wird. Mal wieder illegal und etwas erschwert zu beschaffen. Nimmt man eben die 75%ige.


    Schwammtuch als Kurzzeitbehandlung ist möglich und wirksam, bekam sogar von Pia Aumeier seinen Segen.

    Also, ich empfinde diese junge Dame als sympathisch und natürlich.


    Allerdings ist wildes Campieren in ach dem freiesten Staat, den es je auf deutschen Boden gab, n.m.W. verboten (also kann man hierzulande nicht als Wildmensch, als Eremit leben, sondern wird in die Zivilisation gezwungen, auch über den Beschulungszwang, landläufig Schulpflicht genannt).


    Das Zündeln mag auch verboten sein, doch der Wald war feucht. Unqualifiziert ging sie nicht vor, und es blieb wohl folgenlos. Bleibt nur eben die schlechte Vorbild- und Signalwirkung.


    Wollen wir nicht mit dem Finger auf andere zeigen, weil wir selbst doch auch schlimme Finger sind: Teilweise verdampfen wir Oxalsäure, unsere Schleudern sind nicht alle aus Edelstahl, unsere Schleuderräume nicht alle bis zur Decke gefliest und mit Wasseranschluß und Bodenabfluß versehen...lebensmittel(erzeugungs)rechtlich sind wir z.T. doch auch mitteldeliquent?!

    Den Nassenheider Verdunster, besonders seine professionelle Variante (der bisher beste, der Wortbedeutung nach aber nichts für Hobbyimker), halte ich vom Konzept her für die bessere Idee als den Liebig-Dispenser (auch wenn Pia Aumeier, die Frau an Gerhard Liebigs Seite, das natürlich entgegengesetzt sieht).


    Allerdings fiel mir von Anfang an auf, wie klapperig das alles ist. Der Docht sitzt nicht mal halbwegs fest und kann daher in eine Schräglage kippen. Der Käfig darum ist so dünn, daß sein Sitz nicht vertrauenserweckend ist (allerdings meiden auch die Bienen zu starke Ameisensäurekonzentration freiwilig). Nach anfänglichem Immenfriedhof schnitt ich die Dochte etwas schmaler (inspiriert von den drei mitgelieferten Typen). Die Dochte zu kürzen wäre wohl besser, wirksamer gewesen (kommunizierende Röhren).


    Eigentlich habe ich es satt, für diesen immer noch unausgereiften Verdunster Betatester im Feldversuch zu sein.


    Eine solidere Verarbeitung (nicht dieser dünne, nachgebende Plastkrempel), stabile, verdunstungsbedarfsangepaßte Dochte und realistische (!) Ameisensäuredosen, die nicht die Bienen das Varroaschicksal teilen ließe, täten diesem Verdunster noch größere Akeptanz und Popularität bescheren.

    Ich würde ja gerne Bienensauna testen oder sublimox nutzen, beides aber für ein Volk etwas teuer :/

    Die Bienensauna funktioniert wohl grundsätzlich, hat aber zwei Probleme: Zum einen ist der wirksame, anwendare Temperaturbereich klein (so wie die Ameisensäure nur einen kleinen wirksamen Konzentrationsbereich bietet), zum anderen muß dieser kleine Temperaturbereich in der gesamten Beute vorherrschen. Schwierig zum einen nahe der Außenwände, zum anderen darf das Brutnest im Zentrum nicht überhitzen.


    Ich nähme den Sublimox.


    Ergänzung: Die Behandlung mit der Bienensauna ist langwierig und wird sehr lästig, wenn man mehr als nur wenige Bienenvölker hat.

    Hat jemand Erfahrung mit dem "Rohr -Oxalsäure-Verdampfer" von Bienen-Voigt?

    Ich habe das gute Gerät (käuflich erworben). Bei dem Preis konnte ich der Versuchung nicht widerstehen und mußte "zuschlagen". Es gibt sowohl nur den schnöden Auf-/Vorsatz (paßt wohl auf alle üblichen, gängigen Heißluftpistolen) als auch diesen inklusiv Heißluftpistole zu kaufen. Ich nahm beides, ist zusammen immer noch günstiger als andere bloße Vorsätze.


    Die einzige Erfahrung, die ich bisher damit habe, ist allerdings die, daß Bienen-Voigt und Warnholz diese(n) Artikel trotz des Hinweises "für den Export" kommentar- und nachfragelos auch an Adressen innerhalb Deutschlands versendet. War jedenfalls bei meiner Bestellung so.


    Ich werde in den nächsten Tagen, geplant ist es auf jeden Fall noch diese Woche, mit Hilfe dieses Gerätes / Aufsatzes meine Bienenvölker mit Oxalsäuredampf "quälen" (weniger als mit anderen Säuren und deren Anwendungsformen) und in diesem Forum darob berichten.

    Wie bei so vielen anderen Mitteln weiß ich nicht, ob dieses nun den durchbrechenden Erfolg bringt, oder nur ein kurzes Strohfeuer ist.

    Einen "durchbrechenden Erfolg" wird das höchstwahrscheinlich nicht bringen (wäre schön, wenn ich mich irren täte). Es werden zwei bisher bekannte Medikamente in bisheriger "zugelassener" Anwendungsform kombiniert. Was gegen Milben besonders wirksam sein könnte, wird dann aber mit großer Wahrscheinlichkeit auch gegen Bienen besonders wirksam sein.


    Ich probierte hingegen bisher nur ein Jahr die Oxalsäureverdampfung und nahm die Überlegenheit dieser Anwendungsform sofort wahr.

    Bienenverträglichkeit nach wie vor gut,


    ...


    möglicherweise dringt die OS nach einiger Zeit dann tiefer in die Zelle ein.

    Die Bienenverträglichkeit ist die eine Seite, wie steht es aber mit der Hauptwirkung - Milbenfall, Milbenanzahl?


    Nach wie vor halte ich mehr von einer bedarfsorientierten Behandlung, also Milbenfallserfassung wenigstens nach Augenmaß und Entscheidung daraufhin.


    Zur Oxalsäure: Natürlich diffundiert die im Honig, der ja Wasser enthält, von der Oberfläche in tiefere Schichten.

    Kieler_imker schrieb ja, es braucht Wasser, dass Basen bzw. Säuren ätzen, weil sonst die Hydroxidionen bzw. H3O+-Ionen nicht entstehen. War mehr so allgemein gedacht wohl.

    Eine Falschaussage wird nicht davon wahrer, daß ein Sprachrohr sie nachplappert.


    Viel Erfolg beim Selbstversuch, ob wasserlose Schwefelsäure ätzt oder doch vielleicht doch nicht.

    In Reinform sind viele Säuren und Basen ätzend. Natürlich erst bei Kontakt mit Wasser, sonst entstehen selten H3O+ oder OH- Ionen.

    Bei Kontakt mit Wasser werden diese "Säuren" ja verdünnt und erst tatsächliche Säuren. Trockene, feste Oxalsäure ist auch rein und zumindest auf trockener Haut nicht ätzend. Bei konzentrierter, wasserloser Schwefelsäure (am besten Oleum) sieht es hingegen anders aus, die zerfrißt so ziemlich alles, was Wasserstoff- und Sauerstoffatome enthält. Was die Hydroxidionen bei Säuren für eine Bedeutung haben sollen, ist mir unbekannt. Ein Hydroxidionenüberschuß gegenüber den Wasserstoff- bzw. Hydroniumionen ist vielmehr für Basen/Alkalien charakteristisch.

    Aber ansonsten, finde ich, gelten Säuren generell als ätzend und überdosieren kann man jeden Stoff.

    Prominentes Gegenbeispiel: Desoxyribonukleinsäure (DNS).


    Auch Oxalsäure ist in ihrer festen Form nichtätzend, sofern sie auf trockene Haut trifft (den Kontakt sollte man dennoch nicht unnötig ausdehnen, da Haut letztlich doch immer Feuchtigkeit abgibt).