„Mondscheinbegattung“

Alles zur Zucht, Aufzucht, Königinnen- und Völkervermehrung

Moderator: Johannes

Antworten
Benutzeravatar
Grzecznik
Beiträge: 20
Registriert: Sonntag 12. August 2012, 16:36
Postleitzahl: 85586
Ort: Munchen
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 1- 8- 0
Völkerzahl ca.: 5
Bienen"rasse":
Zuchtlinie/n:

„Mondscheinbegattung“

Beitrag von Grzecznik » Montag 24. September 2012, 21:58

Hallo !
hat jemand erfahrung mit „Mondscheinbegattung“ ?
Wie kann man bauen Begattungskasten für dieses verfahren?
Mfg. Rafael Grzecznik :shock:

Benutzeravatar
Walli

Re: „Mondscheinbegattung“

Beitrag von Walli » Dienstag 25. September 2012, 02:02

Hallo,

ich verwende einen ganz normalen sechs Waben Ablegerkasten.
Minni Plus geht auch.

Gruß

Walli

Benutzeravatar
Grzecznik
Beiträge: 20
Registriert: Sonntag 12. August 2012, 16:36
Postleitzahl: 85586
Ort: Munchen
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 1- 8- 0
Völkerzahl ca.: 5
Bienen"rasse":
Zuchtlinie/n:

Re: „Mondscheinbegattung“

Beitrag von Grzecznik » Dienstag 25. September 2012, 19:30

Muss man unbedingt jeden tag ins keller stellen?
Muss man getrennt Drohnenvolk biden oder Drohnen,Arbeiterinnen und Königin sind zusammen in einen Kasten?
Wie läuft genau dass verfahren ?
Um wieviel Uhr muss ich Kasten drausen stellen?

Mfg.Rafael Grzecznik :lol:

Benutzeravatar
Walli

Re: „Mondscheinbegattung“

Beitrag von Walli » Mittwoch 26. September 2012, 02:01

Hallo,

hab im Moment wenig Zeit.
Genaue Beschreibung kommt in 2-3 Wochen.

Gruß

Walli

Benutzeravatar
Grzecznik
Beiträge: 20
Registriert: Sonntag 12. August 2012, 16:36
Postleitzahl: 85586
Ort: Munchen
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 1- 8- 0
Völkerzahl ca.: 5
Bienen"rasse":
Zuchtlinie/n:

Re: „Mondscheinbegattung“

Beitrag von Grzecznik » Mittwoch 26. September 2012, 19:16

Vielen dank :)
Mfg.Rafael Grzecznik

Benutzeravatar
imkerforum-nordbiene
Site Admin
Beiträge: 5994
Registriert: Dienstag 11. Dezember 2007, 16:42
Postleitzahl: 24247
Ort: Mielkendorf
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 14. Jul 1979
Völkerzahl ca.: 16
Homepage: www.deutsche-biene.de
Bienen"rasse": Dunkle Biene, Sicula, Ligustica, Carnica, Buckfast
Zuchtlinie/n: Flekkefjord, sowie F1
Kontaktdaten:

Re: „Mondscheinbegattung“

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Freitag 2. November 2012, 15:11

Bin schon sehr gespannt.
LG
KAi
Große Gemeinschaft Dunkle Biene: Neu, kostenlos, seriös. Mit vielen Bezugsquellen. Bitte hier klicken: Gemeinschaft Dunkle Biene.

Benutzeravatar
Walli

Re: „Mondscheinbegattung“

Beitrag von Walli » Freitag 2. November 2012, 21:36

Hallo zusammen,
hier der erste Teil einer Beschreibung über die „Mondscheinbegattung“.
Begattung mit Apidea oder Mini Plus.
Vorbereitung der Kästchen ganz normal mit Anfangsstreifen und Futterteig.
Besetzen mit je einer Schöpfkelle voller Bienen.
Und jetzt kommt das besondere die Zugabe von 30 bis max. 40 Drohnen (wirklicher Höchstwert) die Handverlesen sind.
Die Drohnen sind geschlüpft über Absperrgitter im Honigraum in einer Wabentasche die mit Absperrgitter verschlossen ist und werden täglich Farblich gekennzeichnet und dann in den Honigraum entlassen.
Drei Tage Kellerhaft und dann ab den vierten Tag werden sie abends ab 18 Uhr mit den Flugloch gen Westen bis Sonnenuntergang aufgestellt.
Danach wieder zurück in den Keller.
Das wird 7 Tage wiederholt und immer auf den gleichen Platz muss das Kästchen stehen.
So das war die erste Beschreibung mit den kleineren Kästchen.
Die nächste beschreibt den Umgang mit 5 Waben Ablegerkästen der ein wenig einfacher ist.

Walli

Benutzeravatar
דבורה
Beiträge: 211
Registriert: Montag 23. April 2012, 00:15
Postleitzahl: 60386
Ort: Frankfurt am Main
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 0- 0-2111
Völkerzahl ca.:
Homepage: mellifera.jimdo.com/
Bienen"rasse": Mellifera, Carnica
Zuchtlinie/n: F2 Kampinoska Landbiene
Wohnort: 60386
Kontaktdaten:

Re: „Mondscheinbegattung“

Beitrag von דבורה » Montag 5. November 2012, 18:00

Walli hat geschrieben: Und jetzt kommt das besondere die Zugabe von 30 bis max. 40 Drohnen (wirklicher Höchstwert) die Handverlesen sind.

Walli
Hallo Walli,
danke für Dein Beitrag. Unsere Kollegen berichten, dass sie mit identischem Ablauf schlechte Erfolg verzeichnen konnten.

Außerdem würde mich interessieren, warum ist wichtig maximal 40 Drohnen zu verwenden?

Schöne Grüße
Debora
die höchste der Arzneien ist aber das Licht

elk030
Beiträge: 908
Registriert: Freitag 24. Oktober 2008, 22:32
Postleitzahl: 14057
Ort: Berlin
Land: Deutschland
Telefon: 03032678879
Imker seit: 0- 0- 0
Völkerzahl ca.: 60
Bienen"rasse": Mellfera/Landbiene
Zuchtlinie/n:

Re: „Mondscheinbegattung“

Beitrag von elk030 » Montag 5. November 2012, 18:16

Ich rate einfach mal:
Bei einer gestrichenen Schöpfkelle voll Bienen reicht das erforderliche Personal für max. 30 bis 40 Drohnen.
LG Elk

Benutzeravatar
דבורה
Beiträge: 211
Registriert: Montag 23. April 2012, 00:15
Postleitzahl: 60386
Ort: Frankfurt am Main
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 0- 0-2111
Völkerzahl ca.:
Homepage: mellifera.jimdo.com/
Bienen"rasse": Mellifera, Carnica
Zuchtlinie/n: F2 Kampinoska Landbiene
Wohnort: 60386
Kontaktdaten:

Re: „Mondscheinbegattung“

Beitrag von דבורה » Montag 5. November 2012, 18:24

Nach Herr Glock sollen zu viele Drohnen rausgeschmissen werden. Weiterhin soll Herr Glock aus Zeitmangel über keine Ergebnisse verfügen. Für ein Kurs, der man sich mit 50 Euro berechnet, finde ich dieses Argument nicht tragbar. Wie gesagt, tschechischen Kollegen haben es probiert, vermessen und sind nicht von den Ergebnissen begeistert.

Zitat GEDB:
Herr Glock hat auch einen neuen Bienenkasten für diesen Zweck entwickelt. Er ist größer als die bisher von ihm benutze Version
des Kirchheimer Kastens. Er basiert auf dem Köhlerschen Verfahren. Es ist ein altes Prinzip, das Ziel ist es, eine größere Menge an
Drohnen unterzubringen. Den 20 selektierte Drohnen pro Königin sind zu wenig, beim Begattungsflug konzentrieren sie sich auf
wenige Königinnen, die anderen gehen leer aus. Bei 40 zugegebenen Drohnen werden allerdings viele rausgeschmissen, die Bienen
behalten nur so viele, wie sich versorgen können. Deshalb hat Gerhard Glock einen normalen Kasten (Kombibeute für Zander und
Deutsch Normal) mit einem Absperrgitter gegen die Drohnen und Königinnen am Flugloch ausgerüstet. Dadurch können die
Arbeiterinnen den ganzen Tag ausfliegen. Die Drohnen und Königinnen dürfen allerdings kein Tageslicht sehen, da sie sonst am
Gitter zu Schaden kommen, deshalb wurde ein Labyrinth gestaltet. Es gibt ein weiteres Loch mit einem Minilabyrinth, das etwas
Tageslicht durchlässt. Verschlossen ist es mit einem Stopfen, der 14 Tage lang jeden Abend gezogen wird und morgens wider das
Loch verschliesst. Das ändert den Tagesablauf der Bienen, dann ist das Brutnest bebildet. Zu der weisellosen Brut kommt eine neue,
unbegattete Königin. Offene Brut drinlassen und neue Königin dazu geht nicht, sic wird dann abgestochen. Die Königin muss acht
Tage alt sein, erst dann wird sie brünftig. Dann kommen die Drohnen dazu, entweder aus einem Reinzuchtvolk oder selektiert. Die
Vaterseite kann hier noch mehr beeinflusst werden, so kann man am Stand selber züchten. Die Königin und die Drohnen sind den
ganzen Tag nur im dunklen Stock eingesperrt, beim Ziehen des Stöpsels kommen sie sofort heraus. Der Tagesablauf wird dadurch
zwar manipuliert, aber anders ist eine Zucht in dieser Umwelt kaum mehr möglich. Zudem wäre die Manipulation bei künstlicher
Besamung deutlich größer. Hr. Glock zieht die Königinnen auch aus dem dreitägigen Ei, das sich die Bienen natürlich ausgesucht
haben. Zudem besteht freie Drohnenwahl unter den vorhandenen aus allen Kästen. Da die Zeit bei der Mondscheinbegattung knapp
ist (das sehen sie am Sonnenstand) fliegen die Tiere nicht so weit zu einem Drohnensammelplatz. Zur Kontrolle sollte man aber
später die Bienen vermessen. Dazu hat Hr. Glock aber noch keine Ergebnisse, da die Messungen und Auswertungen sehr
zeitaufwendig sind (14 Tage pro Volk). Das neue Körprogramm für den PC ist noch nicht so weit, es wird diese Arbeit dann sehr
vereinfachen. Die bisherigen optischen Ergebnisse sind sehr positiv, können aber noch nicht durch Zahlen und Fakten untermauert
werden.
die höchste der Arzneien ist aber das Licht

Benutzeravatar
Walli

Re: „Mondscheinbegattung“

Beitrag von Walli » Sonntag 11. November 2012, 12:50

Hallo,
Elk hat recht, 40 Drohnen ist für ein Mini Plus das höchste.
Ich kenne Herrn Glocks Kästen nicht und will auch nichts mit ihm zu tun haben :evil: aber meine Ablegerkästen im Zandermaß sind ähnlich aufgebaut.
Im Boden ist ein kleines „Labyrinth“ aus Leisten damit wird der Eingang zu den Waben nach hinten verlegt.
Da hinten liegt ein Stück Absperrgitter drauf das die Königin und die Drohnen vom Ausflug abhält, die können dann am Abend durch ein extra Flugloch ausfliegen.
Das ganze hat den Vorteil das man die Kästen stehen lassen kann und ich gebe in diesen Kästen auch zwischen 50-100 Drohnen zu.
Die Reinheit gemessen von 2001-2005 mit Beewings (Disk.- Hantel.- Cub.) liegt bei den kleinen Kästchen zwischen 40-70% und bei den größeren zwischen 60-90%.

Gruß
Walli

Bienenfreund
Beiträge: 125
Registriert: Montag 8. Juni 2009, 20:56
Postleitzahl: 25938
Ort: Wyk
Land: Deutschland
Telefon: 04681 3208
Imker seit: 0- 0- 0
Völkerzahl ca.: 3
Bienen"rasse": Carnica, Mellifera
Zuchtlinie/n:

Re: „Mondscheinbegattung“

Beitrag von Bienenfreund » Montag 18. Februar 2013, 14:38

Hallo Walli, wie sieht so ein Labyrinth aus ? Kann man entsprechende Zargen kaufen ?

Benutzeravatar
Marakain

Re: „Mondscheinbegattung“

Beitrag von Marakain » Dienstag 27. August 2013, 22:10

Moin,

weil ich gerade hier war um was anderes zu posten ist mir dieser alte Thread aufgefallen.

Hat das inzwischen noch jemand probiert oder kann Walli vielleicht noch weiter berichten?

Ich frage mich nach dem bisher gelesenem (vorausgesetzt ich hab es richtig verstanden) in eine MiniPlus genauso max. 40 Drohnen reindürfen sollen wie bei der Apidea. Die MiniPlus ist doch einiges größer?

Ebenso frag ich mich jetzt folgendes. Soweit ich weiß muss ein Drohn bevor er "reif" ist mindestens einmal "zum Spaß" ausfliegen können. Zählt das jetzt zu den 7 Tagen?

Das mit dem Labyrinth ist mir auch noch nicht ganz klar. Wenn da ein Absperrgitter am Hauptflugloch ist durch das eh nur Arbeiterinnen passen warum dann noch das Labyrinth?

Benutzeravatar
Bschein
Beiträge: 206
Registriert: Samstag 22. Mai 2010, 19:57
Postleitzahl: 85200
Ort: Oberbayern
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 0- 0- 0
Völkerzahl ca.: 40+
Bienen"rasse": Mellifera und Buckfast
Zuchtlinie/n: Nigra, Braunelle, Belgische

Re: „Mondscheinbegattung“

Beitrag von Bschein » Dienstag 27. August 2013, 23:45

Das Labyrinth soll vermeiden, dass Tageslicht in die Beute fällt. Die Drohnen und die Königin könnten sonst am Absperrgitter schaden nehmen.

Viele Grüße aus Oberbayern

Philipp

Benutzeravatar
Gast02

Re: „Mondscheinbegattung“

Beitrag von Gast02 » Sonntag 1. September 2013, 17:47

Warum einfach wenns auch schwer geht, so sehe ich die künstlichen Methoden mit einer Handvoll Bienen. Ich las mal einen schönen Beitrag irgendwo zu diesem Thema. Es ist die "Paarungskontrolle durch eingeschränkter Fluchzeit"

Ich versuche es mal so kurz wie möglich zusammen zu fassen.
Der Aufbau der Drohnenvölker erfolgt genau so wie beim Betrieb einer Belegstelle.
Die Drohnen werden ab der Aufstellung und Reife solange ab 19.00 Uhr freigelassen wie die Begattung stattfinden soll.
Der Beutenboden muss zu diesem Zweck umgestaltet werden:
1 Unterboden-Rahmen mit Lüftungsgitter über die ganze Fläche, welche mit einem Schieber geschlossen werden kann und ein verschließbares Flugloch.
Auf den Unterboden kommt ein Absperrgitter (gerahmtes)
Darauf kommt ein Zwischenrahmen mit verschließbarem Flugloch.
Darauf wird der Brutraum mit den Drohnen gesetzt; Das Volk hat nun zwei Fluglöcher wobei eins immer verschlossen ist.
Solange noch keine Flugreifen Drohnen vorhanden sind bleibt das obere Flugloch geschlossen und die Bienen fliegen durch das untere Flugloch und müssen durch das Absperrgitter; fremd Drohnen können nicht eindringen.
Sind die Drohnen flugreif wird das untere Loch Abends (19.00 Uhr) geschlossen und das obere geöffnet und so können sich die Drohnen orientieren und abkoten.
Die Königinnenzucht erfolgt etwas später und die Begattungseinheiten (Kieler oder besser Apidae) werden mit einer schlupfreifen Zelle versehen und kommen in den Keller (20°C).
Jeden Abend werden die Völkchen an die verkürzte Flugzeit gewöhnt, dauert etwa 2-3 Tage.
Am 4. Tag fliegt die Königin zur Orientierung aus. Die Kästen werden jeden Abend bei Dunkelheit geschlossen und wieder in den Keller gebracht und am anderen Abend um 19.00 wieder aufgestellt.
Innerhalb von 10-14 Tagen ist die Königin in Eilage und das Völkchen wird an einen anderen Ort aufgestellt.

Ich hoffe alles gepackt zu haben, versuchts mal so.
Grüße, Horst

Antworten

Zurück zu „Zucht, Vermehrung, Belegstellen, Besamung, Zusetzen“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste