„Mondscheinbegattung“

Alles zur Zucht, Aufzucht, Königinnen- und Völkervermehrung

Moderator: Johannes

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Kianoush

Re: „Mondscheinbegattung“

Beitrag von Kianoush » Mittwoch 9. Dezember 2015, 20:57

Hallo allerseits,

ist es eigentlich möglich eine Mondscheinbellegstelle einzurichten? Also ein Gebiet wo kein anderer eine Mondscheinbegattung durchführen darf. :)

LG Kianoush

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imkerforum-nordbiene
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Re: „Mondscheinbegattung“

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Mittwoch 9. Dezember 2015, 21:12

Johannes hat geschrieben:Hallo zusammen,

da ich per PN gebeten wurde eine Skizze mit Maßen zur Verfügung zu stellen, möchte ich das nun gerne hier öffentlich nachholen. :)
Ich hoffe, es ist alles ersichtlich. Sonst bitte nachfragen!

Ich selbst mache nie Skizzen und schreibe mir auch keine Maße auf. Deshalb musste ich jetzt erst Kai um die Maße bitten. ... Danke Kai! :P

LG Johannes

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Toll, Johannes. :P

Magst Du noch ein Wort oder Bild verlieren zu den eingesetzten Maschinen? Ich als Laie habe nur eine Stichsäge. Was benötigt man genau?
Bislang habe ich meine Leimholzplatten stets im Baumarkt in größerer Stückzahl zuschneiden lassen. Das ging. :P
Danke.

@Kianoush: Nein, das ist leider nur auf gesetzlich geschützten Belegstellen möglich, aber da brauchst Du ja keine Mondscheinbegattung.
LG
Kai
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Johannes
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Re: „Mondscheinbegattung“

Beitrag von Johannes » Mittwoch 9. Dezember 2015, 22:00

imkerforum-nordbiene hat geschrieben:...Magst Du noch ein Wort oder Bild verlieren zu den eingesetzten Maschinen? Ich als Laie habe nur eine Stichsäge. Was benötigt man genau?
Bislang habe ich meine Leimholzplatten stets im Baumarkt in größerer Stückzahl zuschneiden lassen. Das ging. :P
Danke....
Hallo Kai,

gerne fotografiere ich dir am Wochenende meine Maschinen. Vorerst musst du dich mit Links zu vergleichbaren zufrieden geben. :P

Die Frage, ob man die braucht, ist dann noch mal eine ganz andere.
Eine Kappsäge braucht man schon mal nicht, wenn man entweder sehr akkurat freihändig sägen kann, oder es eben nicht so genau nimmt. :wink:
Eine Kreissäge war in meinem Fall unerlässlich, da ich sonst nicht Nut und Feder hätte entfernen können.
Die Lochsäge braucht man für das Loch hinten in der Einlegeplatte. Mit einer Stichsäge ginge es aber zur Not auch.
Sachen wie 3 mm Bohrer, Senker, Schrauben und dazugehörigen Akkubohrschrauber verstehen sich von selbst.

Kappsäge: http://www.ach-shop.com/bosch-kappsaege ... GwodYuMHug
Kreissäge: http://www.hellweg.de/Maschinen-Werkzeu ... S-920.html
Lochsäge: http://www.wolfcraft.de/de/produkte/p/p ... index.html
Senker: http://www.steinershopping.at/wolfcraft ... 19-mm.html

LG Johannes
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Re: „Mondscheinbegattung“

Beitrag von bema » Donnerstag 10. Dezember 2015, 10:34

Hallo,
das Labyrinth macht nur Sinn, wenn die Königin und die Drohnen durch das Labyrinth wie durch eine Bienenflucht, zurückkehren können. Drohnen und Königin werden nur noch raus gelassen und kehren selbstständig durch das Labyrinth zurück. Man braucht nicht mehr warten bis alle zurückgekehrt sind bevor man das zweite Flugloch wieder schließt. In den Zwischenboden kommt, direkt über dem Flugloch ein Loch mit Absperrgitter, durch das die Bienen ein und aus fliegen. Dazu den Zwischenboden einfach um 180° drehen und ein zweites, kleineres Loch ohne Gitter am Ende des Labyrinths anbringen. Das Gitter am Flugloch entfällt.

LG Bernd

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Re: „Mondscheinbegattung“

Beitrag von Johannes » Donnerstag 10. Dezember 2015, 12:14

Hallo Bernd,

das sehe ich nicht so!

Das ASG vor dem unteren Flugloch muss darüber hinaus auch unbedingt den ganzen Tag davor bleiben. Sonst sammeln sich dort unten tagsüber fremde Drohnen, welche durch die Pheromone der Königin angelockt werden.

Ich sehe absolut keinen Grund, warum es angeblich nur in der von dir beschriebenen Konstellation Sinn ergeben sollte. :wink:

Wenn man das zweite Flugloch einfach gegen 22 Uhr schließt, sind sicher Königin und Drohnen längst wieder zu Hause.

LG Johannes
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Re: „Mondscheinbegattung“

Beitrag von bema » Donnerstag 10. Dezember 2015, 13:24

Johannes hat geschrieben:
...Das ASG vor dem unteren Flugloch muss darüber hinaus auch unbedingt den ganzen Tag davor bleiben. Sonst sammeln sich dort unten tagsüber fremde Drohnen, welche durch die Pheromone der Königin angelockt werden. ....
Hallo Johannes,
dass zufliegen von fremden Drohnen habe ich in der tat nicht berücksichtigt, die könnten über das Labyrinth in das Völkchen gelangen.
Johannes hat geschrieben:
...Wenn man das zweite Flugloch einfach gegen 22 Uhr schließt, sind sicher Königin und Drohnen längst wieder zu Hause. ....
Aber würde dann ein ASG vor dem Flugloch nicht ausreichen und das ganze Labyrinth überflüssig machen.

LG Bernd

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Kianoush

Re: „Mondscheinbegattung“

Beitrag von Kianoush » Donnerstag 10. Dezember 2015, 14:26

Aber würde dann ein ASG vor dem Flugloch nicht ausreichen und das ganze Labyrinth überflüssig machen.

LG Bernd

Hallo Bernd,

das Labyrinth ist nur dafür da, dass kein Sonnenlicht reinkommt. Sonnst würden die Königin und Drohnen Mittags versuchen rauszukommen und sich am ASG verletzten :wink: .


LG Kianoush

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Re: „Mondscheinbegattung“

Beitrag von bema » Donnerstag 10. Dezember 2015, 14:30

Wieder was gelernt.

Danke Bernd

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Re: „Mondscheinbegattung“

Beitrag von Johannes » Donnerstag 10. Dezember 2015, 14:56

Genau so ist es. Kianoush hat völlig Recht! :D

Drohnen und Königinnen haben ja ein gewisses Gefühl für die natürliche Paarungszeit. Zu dieser würden sie nun versuchen durch das ASG zu kommen, wenn sie auf der anderen Seite Licht sehen. Dabei würden sie sicher Haare lassen (vergleichbar dem Gerangel bei der Räuberei) und sich womöglich auch ernsthafter verletzen. Wer kennt nicht das Bild von Drohnen, die tot mit dem Kopf voran im ASG stecken, weil sie versehentlich in den HR gelangten?! Einzig dieser Grund rechtfertigt und erzwingt das Vorhandensein eines Labyrinths.
Im Gegenzug ist sicher auch damit zu rechnen, dass auch die Arbeitsbienen in den ersten Tagen nach Bildung des Völkchens etwas dumm gucken und das Flugloch nicht gleich finden. Auch sie reagieren ja auf den Lichtreiz.

LG Johannes
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Re: „Mondscheinbegattung“

Beitrag von Haiko » Donnerstag 10. Dezember 2015, 18:00

Hallo an alle.

Ich würde das ASG am unteren Flugloch allerdings auch weglassen, wenigstens am Tag.
Und es erst kurz vor dem Öffnen des oberen Flugloches einsetzen um die angelockten Fremddrohnen sicher zurückzuhalten.
Oder habe ich da einen Denkfehler?

Grüße, Haiko
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Re: „Mondscheinbegattung“

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Donnerstag 10. Dezember 2015, 18:13

HAllo Haiko,

die Mondscheinbegattung kenne ich in der Praxis noch nicht, aber vom Gefühl her würde ich auch dieses äußere Gitter auf jeden Fall belassen, um zu verhindern, dass dort tagsüber (fremde) Drohnen oder gar eine weiter Königin eindringen und womöglich das innenliegende Gitter verstopfen.

LG
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Re: „Mondscheinbegattung“

Beitrag von Johannes » Donnerstag 10. Dezember 2015, 18:19

Haiko hat geschrieben:Hallo an alle.

Ich würde das ASG am unteren Flugloch allerdings auch weglassen, wenigstens am Tag.
Und es erst kurz vor dem Öffnen des oberen Flugloches einsetzen um die angelockten Fremddrohnen sicher zurückzuhalten.
Oder habe ich da einen Denkfehler?

Grüße, Haiko
Hallo Haiko,

einen Denkfehler sehe ich nicht. Nur unnötige Arbeit. :wink:
Wenn de Arbeitsbienen durch ein ASG passen, passen sie auch durch ein zweites!

Und wie Kai richtig schreibt, ist es eine doppelte Sicherheit, die durchaus ihren Sinn hat.

Außerdem habe ich es fest eingebaut. :P

LG Johannes
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Re: „Mondscheinbegattung“

Beitrag von Mauee » Dienstag 15. Dezember 2015, 18:57

Guten Abend.

Ich habe mich ja schon letztes Jahr mit dem Thema befasst.
Dabei bin ich beim Bauen und herumprobieren auf die Frage gestoßen, wie es mit ausreichender Belüftung aussieht.
Hat da jemand schon Erfahrungen gemacht?

lg Mauee
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Re: „Mondscheinbegattung“

Beitrag von Johannes » Dienstag 15. Dezember 2015, 19:09

Hallo Mauee,

also von Erfahrungen diesbezüglich bin ich noch sehr weit entfernt. Aber ich würde zumindest dazu raten, das Kästchen nicht in die pralle Mittagssonne zu stellen. Sonst könnte man gleich einen Sonnenwachsschmelzer draus brauen. :mrgreen:

Hast du denn schon solche Kästchen gebaut? Fotos wären sehr interessant. :)

LG Johannes
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Re: „Mondscheinbegattung“

Beitrag von lutz » Mittwoch 23. Dezember 2015, 13:03

Hallo Johannes,
finde die Konstruktion dieses Unterbodens ganz toll und werde im Winter mehrere davon bauen. Ich kenne solche Labyrinthe zum vorsetzen an 5-Wabenkästen. Da die benötigte Bienenmenge bei mini plus geringer ist finde ich das viel besser. Wenn meine Zuchtvölker gut ins Frühjahr kommen werde ich mit ersten Versuchen sehr zeitig anfangen.
Bei den mir bekannten Labyrinthen wurde die Innenseite mit dem Gasbrenner geschwärzt um eine Lichtstreuung zu vermeiden. Ich werde so etwas auch machen aber dann mit Tusche oder Plakatfarbe. Bei dem Geruch der nach dem Anbrennen der Oberfläche entsteht müssen die Bienen ja immer denken das ihre Hütte brennt.
Gruß Lutz

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