Saisonstart 2016: Vorbereitungen - Ziele - Möglichkeiten

Alles zur Zucht, Aufzucht, Königinnen- und Völkervermehrung

Moderator: Johannes

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Abramis
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Re: Saisonstart 2016: Vorbereitungen - Ziele - Möglichkeiten

Beitrag von Abramis » Samstag 6. Februar 2016, 16:51

Hallo zusammen!

Nach den Erfahrungen im letzten Jahr, verzögerte Volksentwicklung, zugige Beuten durch Wind, offene Böden und zu hohe Aufstellung, habe ich zu Lichtmess, Imbolc oder wie immer man es nennen möchte, die offenen Böden geschlossen. Gleichzeitig wollte ich mal oben reinschauen und nach dem Futter sehen.
Gleich beim ersten Deckel der Schock: der Kasten war leer, das Volk fand ich tot auf dem Gitterboden. Futter war noch vorhanden. Da bei der OS-Behandlung zu Weihnachten noch alles in Ordnung war, frage ich mich, ob der Totenfall nach der Behandlung zu groß war und das Volk dadurch zusammenbrach, oder ob der Varroaschaden zu groß war und das Volk auch ohne dem gestorben wäre. :?: Oder vielleicht mit OS-Verdampfung überlebt hätte ???

Die anderen drei Völker leben, aber das Futter war knapp, die Zargen wogen kaum mehr als ihr Leergewicht.
Einem Volk habe ich die Zarge mit dem Futter aufgesetzt, zwei weiteren je eine Portion Zuckerteig aufgelegt.
Wasser ist kein Problem, meist kommt es von oben und mit den geschlossenen Böden wird es auch bald an der Folie hängen.
Bei den Völkern war auch zu Weihnachten kein Kondenswasser an der Folie gewesen, ich denke also, ich habe brutfrei behandelt. Die drei Völker hatten auch weniger Totenfall auf dem Gitter.
Ich habe nicht in das Volk selbst geschaut, ich wollte die Traube nicht auseinander reissen. Nur "von oben" und wegen des Totenfalls einmal die ganze Zarge angehoben. Ohne das tote Volk hätte ich selbst das gelassen. Die Damen waren auch nicht begeistert und liefen mit ausgefahrenen Stacheln über die Oberträger. :?
Nu ist wieder zu und ich werde erst wieder zur Haselblüte reinschauen. Kann nicht mehr lange dauern, bei mir gucken schon erste Triebe von Narzissen, Krokussen und sogar die erste Tulpe aus dem Boden.
  • Weitere Planung:
  • Honiggewinnung mit den vorhandenen Völkern
  • Ablegerbildung zur Schwarmverhinderung
  • Einstieg in die Königinnenzucht um immer eigene Reserveköniginnen bereit zu haben.
  • Frühzeitigeres Einfüttern auch bei Jungvölkern, ab September/Oktober ist es hier im Norden einfach zu kalt, egal was der Doktor sagt!
Soweit in diesem Jahr. Langfristig will ich so mit eigenen F1-Wirtschaftsköniginnen arbeiten bei 1-2 Reinzuchtvölkern am Stand. Vielleicht auch mal mit einer Ligustica als drittes dabei? :wink:

Viele Grüße,
Heiko

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Johannes
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Re: Saisonstart 2016: Vorbereitungen - Ziele - Möglichkeiten

Beitrag von Johannes » Samstag 6. Februar 2016, 19:45

Abramis hat geschrieben:...Gleich beim ersten Deckel der Schock: der Kasten war leer, das Volk fand ich tot auf dem Gitterboden. Futter war noch vorhanden. Da bei der OS-Behandlung zu Weihnachten noch alles in Ordnung war, frage ich mich, ob der Totenfall nach der Behandlung zu groß war und das Volk dadurch zusammenbrach, oder ob der Varroaschaden zu groß war und das Volk auch ohne dem gestorben wäre. :?: Oder vielleicht mit OS-Verdampfung überlebt hätte ???...
Hallo Heiko,

es gibt durchaus viele Gründe, warum ein Volk stirbt. Einige lassen sich nicht erkennen. Zumindest nicht ohne Laboruntersuchung.
Wenn die Bienentraube noch im Kasten war, schließe ich einen Varroaschaden eigentlich so gut wie aus. Dabei fliegen allmählich alle Bienen ab und am Ende sitzt nur noch die Königin mit wenigen Bienen im Kasten.

Mal eine plumpe Annahme:
Zu Weihnachten war es ja recht mild. Da saß das Volk garantiert etwas locker. Folglich hast du es vielleicht größer eingeschätzt, als es war und zu viel OS geträufelt. Eine Überdosis könnte das Volk tatsächlich geschwächt haben.
Verdampfen wäre (falls obere Annahme stimmt) besser gewesen, da es hier keine Überdosierung gibt. Zumindest nicht mit schädigenden Folgen (laut Fischermühle).

LG Johannes

Der Großteil Vorbestellungen ist nun erfüllt. Die letzten Königinnen gehen bis Mitte Juli raus. Den Rest der Saison möchte ich nutzen, um das Zuchtprogramm des Landesverbandes Dunkle Biene Sachsen e.V. zu unterstützen. Daher kann ich leider keine umfangreichen Anfragen mehr annehmen. In dringenden Fällen bitte einfach eine Anfrage per Mail schicken und ich werde sehen, was ich tun kann!

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Re: Saisonstart 2016: Vorbereitungen - Ziele - Möglichkeiten

Beitrag von Marion » Sonntag 7. Februar 2016, 11:17

Hallo zusammen!

Ich habe am Wochenende ordentlich Geld ausgegeben :shock: 340 Rähmchen, 23 kg Mittelwände, Blechdeckel für die neuen Beuten und und und....
Ende März kommen dann die neuen Beuten für 9 Völker, im April dann 5 Carnicavölker.

Jetzt wird meine Abendbeschäftigung sein MW einzulöten. Aber eigentlich macht mir das (noch) Spaß :wink: .

Waren Samstag bei meinem Volk. Mache mir ein wenig Sorgen, da die nur noch ca. 10 kg Futter drin haben. Muss ich da jetzt schon nachfüttern? Wenn ja wie mache ich das am besten? Sie sitzen 2 zargig in einer Heroldbeute in der unteren Zarge.

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag. Hier regnet es wie die letzte Zeit wieder in Strömen. :roll:

VG Marion
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Re: Saisonstart 2016: Vorbereitungen - Ziele - Möglichkeiten

Beitrag von Johannes » Sonntag 7. Februar 2016, 11:23

Marion hat geschrieben:...Waren Samstag bei meinem Volk. Mache mir ein wenig Sorgen, da die nur noch ca. 10 kg Futter drin haben. Muss ich da jetzt schon nachfüttern? Wenn ja wie mache ich das am besten? Sie sitzen 2 zargig in einer Heroldbeute in der unteren Zarge....
Hallo Marion,

das erschließt sich mir noch nicht ganz. Wenn sie in der unteren Zarge sitzen, was ist dann in der oberen? Eigentlich müsste da dann doch noch Futter sein. Und eine volle Zarge hat 20 kg. ... Bitte kläre mich (uns) auf!
Solange das Volk noch nicht oben abgekommen ist, bringt das Auflegen von Futterteig noch nichts. Und 10 kg reichen auch noch 2 Monate.
Das größte Problem könnte werden, dass Futter an der falschen Stelle ist. Also ich meine, dass Futter in Randwaben kaum angerührt wird.

LG Johannes

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Re: Saisonstart 2016: Vorbereitungen - Ziele - Möglichkeiten

Beitrag von Marion » Sonntag 7. Februar 2016, 11:41

Hallo Johannes.
In der oberen Zarge sind verdeckelte Futterwaben, allerdings ist die Zarge nicht komplett voll damit. Randwaben sind leer. Habe Samstag nur durch die Folie geschaut, Bienen waren keine zusehen in der oberen Zarge.
Wiege die Beute regelmäßig.
In der unteren Zarge hört man, wenn man von außen das Ohr anlegt ein ruhiges Summen.

VG Marion
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Re: Saisonstart 2016: Vorbereitungen - Ziele - Möglichkeiten

Beitrag von Johannes » Sonntag 7. Februar 2016, 12:33

Hallo Marion,

solange mittig über der Traube noch volle Futterwaben sind, würde ich gar nichts machen!

LG Johannes

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Re: Saisonstart 2016: Vorbereitungen - Ziele - Möglichkeiten

Beitrag von darkbee » Sonntag 7. Februar 2016, 20:38

Hallo,

wenn die Wintertraube Kontakt zum Futter hat wie in dem Foto zu sehen ist alles in Ordnung. Gut zu sehen sind an den Oberträgern die verdeckelten Zellen im Zerrweg der Bienentraube. Die Wintertraube hat genügend Futter :)

Grüße
Michael

Bild
Wintertraube Futter.jpg

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Re: Saisonstart 2016: Vorbereitungen - Ziele - Möglichkeiten

Beitrag von Ole86 » Freitag 19. Februar 2016, 16:19

Ole86 hat geschrieben:Ich poste mal ein Foto, wenn alles angekommen ist...
Hi zusammen,

die versprochenen Fotos vom M+ aus Holz von Wagner sind jetzt in folgendem Thema zu finden:

viewtopic.php?f=261&t=2716


Beste Grüße, Ole!

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Re: Saisonstart 2016: Vorbereitungen - Ziele - Möglichkeiten

Beitrag von Topper » Freitag 19. Februar 2016, 19:16

Meine Ziele für diese Jahr sind nicht all zu hoch:

- mit den jetzt 4 wirtschaftsvölkern Honig produzieren. Da ich nach Warre Imker allerdings nur Presshonig und Wabenhonig
- 4 Warre Ableger erstellen und mit F1 Königinnen umweiseln um fürs nächste Jahr 4 Drohnen Völker zu haben.

Mal gespannt wie gut es läuft.

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Re: Saisonstart 2016: Vorbereitungen - Ziele - Möglichkeiten

Beitrag von elk030 » Samstag 20. Februar 2016, 18:57

Moin
Meine Hauptaufgabe dieses Jahr besteht darin meine Imkereiräumlichkeiten auf Vordermann zu bringen.
Fliesen legen, Regale bauen, aufräumen und letztendlich ein System entwickeln, daß es auch in Stess übersichtlich bleibt;
Das ist jetzt wichtig für mich, insbesonders da dieses Fachwerkhäuschen mitten im Wald an sich schon ein Gedicht ist.
Gute 40 Völker stehen zum Start bereit. Im Mai kommen noch die Ableger und Schwärme dazu.
Bald werden schon mal die Mittelwände gegossen.
Geniesst das letzte Stück Winter, Elk
ps Tip: Haltet euch ein Honigwabenlager, so daß ihr bei Futternot mühelos aushelfen könnt!

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Re: Saisonstart 2016: Vorbereitungen - Ziele - Möglichkeiten

Beitrag von Herbert » Sonntag 21. Februar 2016, 10:00

Moin moin,
mein Hauptziel in diesem Jahr ist reichlich Brutableger machen, mit den Carnicavölkern gut machbar,weil ich
sie in der Rapsblüte gut schröpfen kann und muss.
Ca.ein Drittel bis die Hälfte werde ich mit der Dunklen beweiseln. :P :P

LG Herbert

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