Ablegerbildung im 10er DN Kaltbau

Alles zur Zucht, Aufzucht, Königinnen- und Völkervermehrung

Moderator: Johannes

Benutzeravatar
Ole86
Beiträge: 1030
Registriert: Samstag 22. März 2014, 14:50
Postleitzahl: 28832
Ort: Achim
Land: Deutschland
Telefon: 01512 - 2970464
Imker seit: 1. Apr 2014
Völkerzahl ca.: 15
Homepage: olebruens.de
Bienen"rasse": Mellifera (Bjurholm, Norge110, Bön2, Sikas)
Zuchtlinie/n: Keine eigenen Zuchtlinien

Ablegerbildung im 10er DN Kaltbau

Beitrag von Ole86 » Mittwoch 31. Mai 2017, 17:00

Hi zusammen,

heute habe ich zwei Ableger mit der 10er Liebig DN Kompaktbeute gebildet. Jeder Ableger bekam drei verdeckelte Brutwaben aus einem soliden Volk (auf dem Foto rechts), welches wie ich zu meiner Überraschung feststellte, sogar ein Brutnest über drei Zargen besaß. Um noch etwas mehr Bienenmasse zu erreichen, habe ich zusätzlich noch je drei Waben abgeklopft.

Bild

Ich habe mich bei dem Volk das die Waben spendieren musste zunächst etwas gewundert, da ich keine offene Brut finden konnte. Erst als ich die bereits abgenommene dritte Zarge, welche eigentlich eher als Honigraum gedacht war (kein ASG), untersuchte, erkannte ich des Rätsels Lösung. Die Königin stiftete lieber nahe beim Futter und hatte auch diverse Waben in der dritten Zarge besetzt.

Beim Schreiben fällt mir gerade auf, dass ich mal wieder meine Wildbausperren vergessen habe :? Das werde ich wohl in den Abendstunden nachholen, denn diese sind bei den Hochböden mMn unumgänglich. Oder meint ihr es ist besser den Ableger erstmal ein paar Tage in Ruhe zu lassen? Ganz so schnell wird sicher kein großer Wilbau entstehen. Wie seht ihr das?

Ein 10er System finde ich persönlich für Ablegerbildung optimal. Es besteht nicht so viel Raum, dass ich einen Schied für nötig halte und DN Waben sind auch nicht zu groß, dass die Bienen beim Bauen nicht vorran kommen. Im Kaltbau habe ich die Waben jetzt bei einem kleinen Flugloch links wie folgt angeordnet: 1 Futterwabe -> 3 Brutwaben -> 1 Leerwabe -> 5 Waben mit MWs

Nächste Woche treffen die Königinnen ein, dann mache ich noch ein paar weitere Aufnahmen und berichte ein wenig.

Abschließend wollte ich noch kurz in die Runde fragen, ob ihr einen Unterschied zwischen Futterwaben aus dem Vorjahr und neuen Futterwaben seht. Gibt es da bei der Ablegerbildung Vor- oder Nachteile? Ich habe jetzt unbesetzte Futterwaben aus dem Vorjahr verwendet.

Beste Grüße, Ole!

Benutzeravatar
imkerforum-nordbiene
Site Admin
Beiträge: 5766
Registriert: Dienstag 11. Dezember 2007, 16:42
Postleitzahl: 24247
Ort: Mielkendorf
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 14. Jul 1979
Völkerzahl ca.: 14
Homepage: www.deutsche-biene.de
Bienen"rasse": Dunkle Biene, Sicula
Zuchtlinie/n: Värmdö, sowie F1
Kontaktdaten:

Re: Ablegerbildung im 10er DN Kaltbau

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Mittwoch 31. Mai 2017, 20:24

Ole86 hat geschrieben:
Mittwoch 31. Mai 2017, 17:00
...Jeder Ableger bekam drei verdeckelte Brutwaben aus einem soliden Volk (auf dem Foto rechts), welches wie ich zu meiner Überraschung feststellte, sogar ein Brutnest über drei Zargen besaß. Um noch etwas mehr Bienenmasse zu erreichen, habe ich zusätzlich noch je drei Waben abgeklopft....
HAllo Ole,

ich würde auf jeden FAll raten, jeden der nächsten drei Tage die Bienenmasse in den Ablegern zu kontrollieren. Es besteht bei weisellosen Ablegern immer noch die Gefahr, dass der Anteil der zurückfliegenden Bienen noch zu groß ist. Vor 3 Tagen gab ich einem am Wochenende gebildeten 2-Waben-Ableger Bienen von weiteren 12 Waben dazu. Es reichte gerade so!

Wenn die Futterwaben trocken und verdeckelt sind, spielt es keine Rolle, ob aus diesem oder aus letztem Jahr.

LG
Kai
Große Gemeinschaft Dunkle Biene: Neu, kostenlos, seriös. Mit vielen Bezugsquellen. Bitte hier klicken: Gemeinschaft Dunkle Biene.

Benutzeravatar
imkerforum-nordbiene
Site Admin
Beiträge: 5766
Registriert: Dienstag 11. Dezember 2007, 16:42
Postleitzahl: 24247
Ort: Mielkendorf
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 14. Jul 1979
Völkerzahl ca.: 14
Homepage: www.deutsche-biene.de
Bienen"rasse": Dunkle Biene, Sicula
Zuchtlinie/n: Värmdö, sowie F1
Kontaktdaten:

Re: Ablegerbildung im 10er DN Kaltbau

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Mittwoch 31. Mai 2017, 20:30

Ole86 hat geschrieben:
Mittwoch 31. Mai 2017, 17:00
...Im Kaltbau habe ich die Waben jetzt bei einem kleinen Flugloch links wie folgt angeordnet: 1 Futterwabe -> 3 Brutwaben -> 1 Leerwabe -> 5 Waben mit MWs...
Nachtrag: Wenn dies die Reihenfolge vom Flugloch aus betrachtet ist, ist sie falsch. Die Futterwabe ist immer fluglochfern! Die erste Wabe am Flugloch ist immer eine Brutwabe! Also erst die 3 Brutwaben, dann eine Leerwabe und dann erst die Futterwabe. Die Mittelwände kannst Du Dir erstmal sparen, bis auf eine meinetwegen.

LG
Kai
Große Gemeinschaft Dunkle Biene: Neu, kostenlos, seriös. Mit vielen Bezugsquellen. Bitte hier klicken: Gemeinschaft Dunkle Biene.

Benutzeravatar
Johannes
Beiträge: 3849
Registriert: Freitag 30. März 2012, 08:34
Postleitzahl: 06122
Ort: Halle
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 0- 0-1998
Völkerzahl ca.: 20 Völker & M+
Homepage: www.dunkle-bienen.eu
Bienen"rasse": Mellifera und Ligustica
Zuchtlinie/n: Krokvag, Föllinge, Flekkefjord u.a.

Re: Ablegerbildung im 10er DN Kaltbau

Beitrag von Johannes » Mittwoch 31. Mai 2017, 21:00

imkerforum-nordbiene hat geschrieben:
Mittwoch 31. Mai 2017, 20:30
Ole86 hat geschrieben:
Mittwoch 31. Mai 2017, 17:00
...Im Kaltbau habe ich die Waben jetzt bei einem kleinen Flugloch links wie folgt angeordnet: 1 Futterwabe -> 3 Brutwaben -> 1 Leerwabe -> 5 Waben mit MWs...
Nachtrag: Wenn dies die Reihenfolge vom Flugloch aus betrachtet ist, ist sie falsch. Die Futterwabe ist immer fluglochfern! Die erste Wabe am Flugloch ist immer eine Brutwabe! Also erst die 3 Brutwaben, dann eine Leerwabe und dann erst die Futterwabe. Die Mittelwände kannst Du Dir erstmal sparen, bis auf eine meinetwegen.

LG
Kai
Hallo Kai,

siehst du darin zum jetzigen Zeitpunkt wirklich eine Relevanz?

Also bei meinen M+Ablegern habe ich es genau so gemacht wie Ole und ich habe die heute kontrolliert. Da ist alles okay! Räuberei ist jetzt noch lange kein Thema. Zumindest bei mir nicht. Und ich würde immer gleich alles mit MW auffüllen. Das ist viel besser als hinterher Wildbau mit frischem Nektar oder gar Stiften entfernen. ... So meine Erfahrung!

LG Johannes
Hallo Freunde,

aufgrund des schlechten Wetters und damit einhergehender Verzögerungen nehme ich vorerst keine Bestellungen mehr an. Vielleicht gibt es im Juli noch Nachschub. :)

Vielen Dank für das große Interesse. Ich bin überwältigt!

Benutzeravatar
imkerforum-nordbiene
Site Admin
Beiträge: 5766
Registriert: Dienstag 11. Dezember 2007, 16:42
Postleitzahl: 24247
Ort: Mielkendorf
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 14. Jul 1979
Völkerzahl ca.: 14
Homepage: www.deutsche-biene.de
Bienen"rasse": Dunkle Biene, Sicula
Zuchtlinie/n: Värmdö, sowie F1
Kontaktdaten:

Re: Ablegerbildung im 10er DN Kaltbau

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Mittwoch 31. Mai 2017, 21:08

Johannes hat geschrieben:
Mittwoch 31. Mai 2017, 21:00
imkerforum-nordbiene hat geschrieben:
Mittwoch 31. Mai 2017, 20:30
Ole86 hat geschrieben:
Mittwoch 31. Mai 2017, 17:00
...Im Kaltbau habe ich die Waben jetzt bei einem kleinen Flugloch links wie folgt angeordnet: 1 Futterwabe -> 3 Brutwaben -> 1 Leerwabe -> 5 Waben mit MWs...
Nachtrag: Wenn dies die Reihenfolge vom Flugloch aus betrachtet ist, ist sie falsch. Die Futterwabe ist immer fluglochfern! Die erste Wabe am Flugloch ist immer eine Brutwabe! Also erst die 3 Brutwaben, dann eine Leerwabe und dann erst die Futterwabe. Die Mittelwände kannst Du Dir erstmal sparen, bis auf eine meinetwegen.

LG
Kai
Hallo Kai,

siehst du darin zum jetzigen Zeitpunkt wirklich eine Relevanz?

Also bei meinen M+Ablegern habe ich es genau so gemacht wie Ole und ich habe die heute kontrolliert. Da ist alles okay! Räuberei ist jetzt noch lange kein Thema. Zumindest bei mir nicht. Und ich würde immer gleich alles mit MW auffüllen. Das ist viel besser als hinterher Wildbau mit frischem Nektar oder gar Stiften entfernen. ... So meine Erfahrung!

LG Johannes
Hallo Johannes,

ja, ich finde ja. Erstens ist es die von den Bienen vorgesehene Anordnung (also Honig fluglochfern), und zweitens besteht zumindest hier im Kieler Raum bereits eine sehr deutliche Lust zur Räuberei. Von daher gehe ich da auf Nummer sicher, und "wie von den Bienen gewünscht". :P

Die Fluglinge habe ich auch komplett aufgefüllt. Die Ableger nicht, da ich aufgrund von Trachtmangel wohl in Kürze einen Klumpen Futterteig auf das Bodenbrett legen will. Dafür bietet sich der leere Raum an. Bei Volltracht und genug Flugbienen wäre das natürlich nicht notwendig.

LG
Kai
Große Gemeinschaft Dunkle Biene: Neu, kostenlos, seriös. Mit vielen Bezugsquellen. Bitte hier klicken: Gemeinschaft Dunkle Biene.

Benutzeravatar
Ole86
Beiträge: 1030
Registriert: Samstag 22. März 2014, 14:50
Postleitzahl: 28832
Ort: Achim
Land: Deutschland
Telefon: 01512 - 2970464
Imker seit: 1. Apr 2014
Völkerzahl ca.: 15
Homepage: olebruens.de
Bienen"rasse": Mellifera (Bjurholm, Norge110, Bön2, Sikas)
Zuchtlinie/n: Keine eigenen Zuchtlinien

Re: Ablegerbildung im 10er DN Kaltbau

Beitrag von Ole86 » Donnerstag 1. Juni 2017, 11:38

Hi zusammen,

danke für die Infos.
imkerforum-nordbiene hat geschrieben:
Mittwoch 31. Mai 2017, 20:24
...ich würde auf jeden FAll raten, jeden der nächsten drei Tage die Bienenmasse in den Ablegern zu kontrollieren. Es besteht bei weisellosen Ablegern immer noch die Gefahr, dass der Anteil der zurückfliegenden Bienen noch zu groß ist. Vor 3 Tagen gab ich einem am Wochenende gebildeten 2-Waben-Ableger Bienen von weiteren 12 Waben dazu. Es reichte gerade so!
Also bei der Bienenmasse habe ich auch die meisten Bedenken. Da werde ich auf jeden Fall noch einmal kontrollieren und im Zweifel auch noch ein paar Waben abfegen. Die Brutwaben waren so mittelgut besetzt und die sechs abgeklopften Waben waren auch nicht überragend besetzt. Desweiteren waren auch relativ viele Drohnen zwischen den Bienen, deswegen werde ich das auf jeden Fall im Auge behalten müssen. Kontrollieren kann ich zum Glück auch ohne Hilfe, da ich nicht Heben muss. Hoffe ich kann in ein paar Wochen wieder vernüftig laufen, das hält momentan echt auf und macht selbst kleinere Eingriffe zu einer echten Aktion :?

imkerforum-nordbiene hat geschrieben:
Mittwoch 31. Mai 2017, 20:30
Nachtrag: Wenn dies die Reihenfolge vom Flugloch aus betrachtet ist, ist sie falsch. Die Futterwabe ist immer fluglochfern! Die erste Wabe am Flugloch ist immer eine Brutwabe! Also erst die 3 Brutwaben, dann eine Leerwabe und dann erst die Futterwabe. Die Mittelwände kannst Du Dir erstmal sparen, bis auf eine meinetwegen.
Mit der Anordnung ist das natürlich so eine Sache. Ich hatte mich im Vorfeld kurz privat mit Johannes ausgetauscht und wir hatten hier erstmal keine Bedenken. Die Fluglöcher sind auch nur außen aus dem Fluglochkeil rausgesägt und so wirklich sehr gut zu verteidigen. Mache mir ehrlich gesagt eher Sorgen wegen Räuberei durch Wespen, das werde ich auf jeden Fall auch im Auge behalten.

Ich habe kurz mal das Foto gezoomt, damit man die Geschichte mit dem Flugloch erkennen kann. Das Prinzip habe ich mal von Johannes übernommen. Einfache eine super Idee! :idea: :D

Bild

Beim Auffüllen mit MWs sehe ich persönlich garkeine Probleme. Klar, wenn man noch Futter geben möchte ist das hilfreich. Bei mir erledigt das allerdings der Hochboden :wink: Evtl. spendiere ich noch etwas Futter, sobald die Königinnen akzeptiert sind. Bei den 10er DN Systemen in Verbindung mit Sommerwetter sollte dieses auch nicht in der Entwicklung stören. Darf mMn jeder handhaben wie es ihm beliebt, da ich hier einfach keine großen Vor- oder Nachteile sehe.

Johannes hat geschrieben:
Mittwoch 31. Mai 2017, 21:00
Das ist viel besser als hinterher Wildbau mit frischem Nektar oder gar Stiften entfernen. ... So meine Erfahrung!
Das ist natürlich auch ein Argument. Das würde ich mir auch gerne sparen.

Beste Grüße, Ole!

Benutzeravatar
Ole86
Beiträge: 1030
Registriert: Samstag 22. März 2014, 14:50
Postleitzahl: 28832
Ort: Achim
Land: Deutschland
Telefon: 01512 - 2970464
Imker seit: 1. Apr 2014
Völkerzahl ca.: 15
Homepage: olebruens.de
Bienen"rasse": Mellifera (Bjurholm, Norge110, Bön2, Sikas)
Zuchtlinie/n: Keine eigenen Zuchtlinien

Re: Ablegerbildung im 10er DN Kaltbau

Beitrag von Ole86 » Samstag 3. Juni 2017, 15:53

Hi zusammen,

ich habe heute Nachmittag die Bienenmasse überprüft und war eigentlich ganz zufrieden. Alle drei Waben sind recht ok besetzt und die Futterwabe wird fleißig bearbeitet. Angesichts der fast schlupfreifen Brutwaben gehe ich davon aus, dass die Bienenmasse ausreichen wird.

Ich habe mich mittlerweile entschlossen die Königinnen wieder mit dem GRZ (gelbes rundes Zusetzgitter -> siehe viewtopic.php?f=113&t=1723) einzuweiseln. Ich halte diese Methode für sehr erfolgsversprechend und vor allem gut zu handhaben. Ein weiteres Plus ist natürlich, dass ich mit diesem Vorgehen bereits Erfahrung gesammelt habe.

Ich habe ein paar Aufnahmen durch die Folien gemacht, allerdings sind diese durch die Reflexion der Sonne nicht ganz so gut geworden. Habe die Bilder mal gebündelt...

Bild

Beste Grüße, Ole!

Benutzeravatar
Johannes
Beiträge: 3849
Registriert: Freitag 30. März 2012, 08:34
Postleitzahl: 06122
Ort: Halle
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 0- 0-1998
Völkerzahl ca.: 20 Völker & M+
Homepage: www.dunkle-bienen.eu
Bienen"rasse": Mellifera und Ligustica
Zuchtlinie/n: Krokvag, Föllinge, Flekkefjord u.a.

Re: Ablegerbildung im 10er DN Kaltbau

Beitrag von Johannes » Samstag 3. Juni 2017, 16:34

Hallo Ole,

die Ableger sind gut besetzt in meinen Augen!
Das wird bestimmt gut. ;)

LG Johannes
Hallo Freunde,

aufgrund des schlechten Wetters und damit einhergehender Verzögerungen nehme ich vorerst keine Bestellungen mehr an. Vielleicht gibt es im Juli noch Nachschub. :)

Vielen Dank für das große Interesse. Ich bin überwältigt!

Benutzeravatar
Ole86
Beiträge: 1030
Registriert: Samstag 22. März 2014, 14:50
Postleitzahl: 28832
Ort: Achim
Land: Deutschland
Telefon: 01512 - 2970464
Imker seit: 1. Apr 2014
Völkerzahl ca.: 15
Homepage: olebruens.de
Bienen"rasse": Mellifera (Bjurholm, Norge110, Bön2, Sikas)
Zuchtlinie/n: Keine eigenen Zuchtlinien

Re: Ablegerbildung im 10er DN Kaltbau

Beitrag von Ole86 » Freitag 9. Juni 2017, 21:39

Hi zusammen,

heute war es nach ein paar Schwierigkeiten mit der Post endlich so weit und ich durfte eine tolle Flekkefjord-F1 sowie eine wunderschöne Stavershult-F1 zusetzen. Die Königinnen kamen parallel mit einem heftigen Starkregen. So musste ich leider erstmal den Keller abdichten, bevor dieser unter Wasser steht. Zur Belohnung brachte das Wetter Sonnenschein und Windstille.

Ich hatte mich entschieden die Königinnen doch lieber in einem Kellerraum in die Gelben-Runden-Zusetzgitter zu überführen, dann hat man im Notfall noch eine Chance die Königin wieder zu finden. Das Überführen ist auch nicht immer ganz einfach und es gehen mir auch immer ein paar Begleitbienen verloren. Nun ja, soweit ist eigentlich alles gutgegangen.

Bild

Die Ableger sahen auf den ersten Blick nicht so gut wie erhofft aus. Es war etwas Brut ausgekühlt oder es handelte sich um Kalkbrut. Die Bienenmasse war so lala, deswegen werde ich noch je eine verdeckelte Brutwabe zugeben, sobald die Königinnen angenommen wurden. Soweit so gut :D Die Waben sind jetzt samt Königin und GRZ wieder in den Völkern und es bleibt erstmal nur zu hoffen.

Beste Grüße, Ole!

Benutzeravatar
Ole86
Beiträge: 1030
Registriert: Samstag 22. März 2014, 14:50
Postleitzahl: 28832
Ort: Achim
Land: Deutschland
Telefon: 01512 - 2970464
Imker seit: 1. Apr 2014
Völkerzahl ca.: 15
Homepage: olebruens.de
Bienen"rasse": Mellifera (Bjurholm, Norge110, Bön2, Sikas)
Zuchtlinie/n: Keine eigenen Zuchtlinien

Re: Ablegerbildung im 10er DN Kaltbau

Beitrag von Ole86 » Dienstag 13. Juni 2017, 23:39

Hi zusammen,

nachdem ich Sonntag die Öffnungen der GRZs geöffnet und durch einen Stopfen aus Futterteig ersetzt hatte, wollte ich heute die Gitter und den zur Befestigung eingesetzten Draht entfernen.

Die Stavershult wurde bereits befreit und lief Munter über die Waben. Da diese glücklicherweise auf einer anderen Wabe als die mit dem GRZ unterwegs war, konnte ich hier das GRZ problemlos entfernen.

Bei der Flekkefjord war der Zuckerpropfen soweit entfernt, dass diese sich locker aus dem GRZ hätte befreien können. Dennoch befand sich die Königin weiterhin unter dem GRZ. Parallel sind auch keine Bienen in das GRZ eingedrungen. Als ich die Wabe mit dem GRZ aus der Beute nahm, begannen die sich auf dem GRZ befindlichen Bienen zu sterzeln. Ich habe daraufhin das GRZ entfernt und die Wabe samt Königin vorsichtig in die Beute zurück gesetzt. Ich konnte kein feindliches Verhalten der Bienen erkennen und lasse beide Ableger jetzt ersteinmal in Ruhe.

LG, Ole!

Benutzeravatar
Ole86
Beiträge: 1030
Registriert: Samstag 22. März 2014, 14:50
Postleitzahl: 28832
Ort: Achim
Land: Deutschland
Telefon: 01512 - 2970464
Imker seit: 1. Apr 2014
Völkerzahl ca.: 15
Homepage: olebruens.de
Bienen"rasse": Mellifera (Bjurholm, Norge110, Bön2, Sikas)
Zuchtlinie/n: Keine eigenen Zuchtlinien

Re: Ablegerbildung im 10er DN Kaltbau

Beitrag von Ole86 » Dienstag 20. Juni 2017, 00:26

Hi zuammen,

heute Abend habe ich die Ableger kontrolliert. Die Stavershult stiftet bereits fleißig und scheint definitiv angenommen zu sein. Die Flekkefjord hingegen stiftet noch nicht, ist aber am leben. Evtl. habe ich auch erste Stifte übersehen und warte nun erstmal ein paar Tage ab.

Rückblickend erscheinen mir allerdings Drei-Wabenableger bei eher geringer Bienenmasse nicht so gut zu sein. Ich habe vor kurzem noch zwei weitere Drei-Wabenableger gebildet und auch hier das vergleichbare Problem: Es kommt zu Brutverlusten, die an Kalkbrut erinnern. Ich vermute, die Brut kühlt einfach zu stark aus und stirbt ab. Aus diesem Grund werde ich in Zukunft auf Zwei-Wabenableger setzen und umso mehr Bienen abfegen. Ich tendiere nun zu zwei Brutwaben, einer besetzten Futterwabe und tatsächlich mindestens fünf abgelopften Waben aller Art. Parallel möchte ich lieber zwei qualitativ wirklich gute Brutbretter verwenden, als drei durchschnittlich gut besetzte. Auf diese Weise verspreche ich mir deutlich mehr Erfolg und vor allem ein besseres Gewissen.

Sobald mein kleines Futterproblem gelöst ist, dass ich hier nicht näher beschreiben möchte, erhalten die Völker erstmal eine kleine Futterkur um sich entwickeln zu können. Wenn folglich ein Anstieg der Bienenmasse festgestellt werden kann, gibt es eine dreifache MS-Behandlung über 9 Tage. Soweit so gut...

Beste Grüße, Ole!

Benutzeravatar
imkerforum-nordbiene
Site Admin
Beiträge: 5766
Registriert: Dienstag 11. Dezember 2007, 16:42
Postleitzahl: 24247
Ort: Mielkendorf
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 14. Jul 1979
Völkerzahl ca.: 14
Homepage: www.deutsche-biene.de
Bienen"rasse": Dunkle Biene, Sicula
Zuchtlinie/n: Värmdö, sowie F1
Kontaktdaten:

Re: Ablegerbildung im 10er DN Kaltbau

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 20. Juni 2017, 15:55

Ole86 hat geschrieben:
Dienstag 20. Juni 2017, 00:26
Rückblickend erscheinen mir allerdings Drei-Wabenableger bei eher geringer Bienenmasse nicht so gut zu sein. ... Es kommt zu Brutverlusten, die an Kalkbrut erinnern. Ich vermute, die Brut kühlt einfach zu stark aus und stirbt ab. .....
HAllo Ole,

ja so ist das mit den Ablegern am Heimatstand.- Das Problem kenne ich. Pro Brutwabe gebe ich (in "normalen" Jahren) noch Bienen von jeweils 3 weiteren Brutwaben dazu. Also bei einem Dreiwabenableger müsstest Du noch Bienen von weiteren 9 Brutwaben dazugeben.

Dieses JAhr allerdings reichte es nicht. Meinen 2-Wabenablegern habe ich teilweise Bienen von 40 (vierzig!) Waben dazu gekippt. Knapp war es trotzdem. Der Großteil der Bienen fliegt wieder zum Ursprungsvolk. Denn: bereits 2 Tage nach dem Schlupf machen Jungbienen ihren ersten Orientierungsflug..

Also: Ableger am Heimatstand immer überstark mit Bienen versorgen. Alles andere geht schief.

LG
Kai
Große Gemeinschaft Dunkle Biene: Neu, kostenlos, seriös. Mit vielen Bezugsquellen. Bitte hier klicken: Gemeinschaft Dunkle Biene.

Benutzeravatar
Ole86
Beiträge: 1030
Registriert: Samstag 22. März 2014, 14:50
Postleitzahl: 28832
Ort: Achim
Land: Deutschland
Telefon: 01512 - 2970464
Imker seit: 1. Apr 2014
Völkerzahl ca.: 15
Homepage: olebruens.de
Bienen"rasse": Mellifera (Bjurholm, Norge110, Bön2, Sikas)
Zuchtlinie/n: Keine eigenen Zuchtlinien

Re: Ablegerbildung im 10er DN Kaltbau

Beitrag von Ole86 » Donnerstag 22. Juni 2017, 01:24

imkerforum-nordbiene hat geschrieben:
Dienstag 20. Juni 2017, 15:55
Pro Brutwabe gebe ich (in "normalen" Jahren) noch Bienen von jeweils 3 weiteren Brutwaben dazu. Also bei einem Dreiwabenableger müsstest Du noch Bienen von weiteren 9 Brutwaben dazugeben.
Hallo Kai,

sehe ich auch so. Nennen wir es mal die 3zu1 Regel :D

Ich denke die Dimension ist aber genau richtig. Das mit den 40 Brutwaben ist natürlich heftig, solch einen Verflug konnte ich bis jetzt zum Glück noch nicht feststellen.

Der Gedankengang mit den Heimatstand gefällt mir aber. Das macht sicherlich einen Unterschied.

LG, Ole!

Benutzeravatar
Ole86
Beiträge: 1030
Registriert: Samstag 22. März 2014, 14:50
Postleitzahl: 28832
Ort: Achim
Land: Deutschland
Telefon: 01512 - 2970464
Imker seit: 1. Apr 2014
Völkerzahl ca.: 15
Homepage: olebruens.de
Bienen"rasse": Mellifera (Bjurholm, Norge110, Bön2, Sikas)
Zuchtlinie/n: Keine eigenen Zuchtlinien

Re: Ablegerbildung im 10er DN Kaltbau

Beitrag von Ole86 » Freitag 23. Juni 2017, 00:24

Hi zusammen,

die Flekkefjord stiftet jetzt auch und beide Ableger erhalten fortan einen kontinuierlichen Futterstrom. In den Hochböden lässt sich der Futterteig übrigens prima platzieren.

Ich hatte vor zwei Tagen allerdings noch zwei andere Königinnen mit dem GRZ zugesetzt und eine wurde durch das GRZ abgestochen. Ich möchte damit zum Ausdruck bringen, dass diese Methode natürlich auch nicht absolut sicher ist. Ich habe den Ableger allerdings auch nur ca. 7 Tage weisellos gelassen, evtl. muss ich mir hier auch selber einen Vorwurf machen.

Beste Grüße, Ole.

Benutzeravatar
Ole86
Beiträge: 1030
Registriert: Samstag 22. März 2014, 14:50
Postleitzahl: 28832
Ort: Achim
Land: Deutschland
Telefon: 01512 - 2970464
Imker seit: 1. Apr 2014
Völkerzahl ca.: 15
Homepage: olebruens.de
Bienen"rasse": Mellifera (Bjurholm, Norge110, Bön2, Sikas)
Zuchtlinie/n: Keine eigenen Zuchtlinien

Re: Ablegerbildung im 10er DN Kaltbau

Beitrag von Ole86 » Montag 26. Juni 2017, 19:23

Ole86 hat geschrieben:
Freitag 23. Juni 2017, 00:24
Ich hatte vor zwei Tagen allerdings noch zwei andere Königinnen mit dem GRZ zugesetzt und eine wurde durch das GRZ abgestochen. Ich möchte damit zum Ausdruck bringen, dass diese Methode natürlich auch nicht absolut sicher ist. Ich habe den Ableger allerdings auch nur ca. 7 Tage weisellos gelassen, evtl. muss ich mir hier auch selber einen Vorwurf machen.
Hi zusammen,

da ich demnächst eine neue Königin in den besagten Ableger, in dem zuvor eine Königin durch das GRZ abgestochen wurde, einweiseln möchte, habe ich das einigermaßen gute Wetter genutzt um den Ableger auf Herz und Nieren zu prüfen. Schon beim Betrachten der ersten Wabe staunte ich nicht schlecht: Es waren frische Stifte zu sehen.

Bei genauerer Kontrolle fand ich dann eine große ungezeichnete Königin. Ich muss also beim Bilden der Ableger die Königin aus dem Muttervolk erwischt haben. Entsprechend verschulde ich selber den Verlust der zugesetzten Königin, denn wenn sich bereits eine intakte Königin im Ableger befindet, hilft natürlich auch kein Gitter mehr.

Folglich begutachtete ich das Mutterfolg. Mein Verdacht bestätigte sich sofort. Schon auf der ersten gezogenen Brutwabe fand ich vier Weiselzellen. Auf den weiteren ebenfalls immer mehr als eine. Es stand also fest, dass das Muttervolk zumindest zeitweise weisellos war.

Da ich nicht beurteilen konnte, ob bereits eine Königin geschlüpft ist, entschloss ich mich einen weiteren Ableger zu bilden und die Bienen via ASG zu "sieben".

Da ich die Schwarmtendezen mittlerweile als relativ gering einstufe, lasse ich das Muttervolk selber eine neue Königin nachziehen und setze die neue Ligustica in den "gesiebten Ableger".

Die beiden Ableger mit der Flekkefjord-F1 und der Stavershult-F1 scheinen sich typisch zu entwickeln. Beide hatten schöne neue runde Brutflächen erarbeitet und die ganze ausgekühlte Brut rausgeschmissen. Wenn die Bienenmasse noch etwas zunimmt, würde ich sagen, dass beide erstmal übern Berg sind.

LG, Ole!

Antworten

Zurück zu „Zucht, Vermehrung, Belegstellen, Besamung, Zusetzen“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Bing [Bot] und 1 Gast