Resistentere Bienen durch kleinere Zellen

Von Nosema über Faulbrut, Varroose, Sackbrut, Kalkbrut, Kleiner Beutekäfer, Großer Beutekäfer, Wachsmotten, Wespenplage, Mäuse etc.

Moderator: Johannes

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Ole86
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Re: Resistentere Bienen durch kleinere Zellen

Beitrag von Ole86 » Dienstag 23. Dezember 2014, 19:29

Nachtrag:

Die Aussage, dass Bienen immer die Y-Anordnung im Naturbau wählen, ist nicht korrekt. Ich wurde noch einmal darauf angesprochen, dass Beobachtungen an Völkern, die im Naturbau leben, dieses nicht durchgehend bestätigen konnten. Mit diesem Argument ist für meine Begriffe die ganze Theorie hinfällig.

Besten Gruß, Ole!

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imkerforum-nordbiene
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Re: Resistentere Bienen durch kleinere Zellen

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Donnerstag 8. Januar 2015, 14:12

HAllo,

hier eindeutige Antworten auf die Frage Resistentere Bienen durch kleinere Zellen?:

http://www.imkerforum.de/showthread.php ... post451751

Antwort: Nein, kleinere Zellen haben keinerlei Auswirkungen auf Varooen bzw. Resistenzen.

LG
kai
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Richthofen

Re: Resistentere Bienen durch kleinere Zellen

Beitrag von Richthofen » Sonntag 11. Januar 2015, 21:29

Hallo Zusammen
Ich bin seit 2014 Neuimker und pflege momentan 2 Völker Dunkle in Stohkörben .
Von der Theorie der kleinen Zellen und der Wabenanordnung bin ich sehr angetan , das werde ich versuchen umzusetzen . Wie auch immer , hier und im verlinkten Bienenforum ist das Urteil darüber niederschmetternd ?!
Mein Imkerpate imkert seit Jahren auf kleinen Zellen - er ist überzeugt davon . Wabenanordnung nach Housel hat er versucht - da kam er auf keinen grünen Zweig .
Ich werde hier nicht für eine Idee schreiben die ich selber nicht in der Praxis seit Jahren kenne . Noch werde ich Betriebsweise und Resultate meines Paten der eine Belegstelle führt hier weitergeben . Es scheint mir Zeitverschwendung .
Drum nur eine Frage : Gilt es als unbestritten dass das Zellenmass vor ca. 100 Jahren( ? ) von einem Belgier initiiert vereinheitlicht und angehoben wurde ?

Gruss Markus

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Richthofen

Re: Resistentere Bienen durch kleinere Zellen

Beitrag von Richthofen » Sonntag 11. Januar 2015, 21:52

https://www.youtube.com/watch?v=Lb2rigB9Co0

Darin wird das ja behauptet , der Bellgier U. Baudoux soll das gewesen sein - stimmt das etwa nicht ?

Vielen Dank
Gruss Markus

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Marakain

Re: Resistentere Bienen durch kleinere Zellen

Beitrag von Marakain » Sonntag 11. Januar 2015, 22:10

Moin,

also das mit den kleineren Zellen usw. liest man ja immer wieder in diversen Foren und Internetquellen.

Auch wenn ich Bernhard Heuvel nicht persönlich kenne vertraue ich doch da mehr seinen Worten aus dem anderen Forum. Zumal ich von ihm auch schon in "seriösen" Büchern in der Imkerliteratur z.B. des Kosmos oder Ulmerverlages gelesen habe.

Ebenso bin ich der Meinung wenn das ganze wirklich funktionieren würde, ja dann würden sich doch heute nicht die Mehrheit aller mit der Varroa rumplagen bis kapitulieren und Völker verlieren. Den immer wieder auftauchenden Geschichten von Imkern bei denen es angeblich funktioniert.... sorry die kann ich einfach nicht (mehr) glauben. Wobei mir natürlich sehr klar ist das der Wunsch ein sehr starker Vater sein kann.

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Richthofen

Re: Resistentere Bienen durch kleinere Zellen

Beitrag von Richthofen » Montag 12. Januar 2015, 11:42

Hallo Zusammen
Soeben habe ich diesen Beitrag gelesen ,
von : Ewout - " fatal error "

Auch interessant , da steht man schnell wieder am Anfang . :oops:
Ich verfolge das trotzdem .

Gruss Markus

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tinafalke
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Re: Resistentere Bienen durch kleinere Zellen

Beitrag von tinafalke » Montag 12. Januar 2015, 12:15

Hallo!
Kleine Zellen sind kaum zu gebrauchen,
um die Varroa zu behindern.
Brutentzug und Brutpause sind da wirkungsvoller.
Das zeigt uns auch die Biene
die uns die Varroa bescherte.
Varroa sind wie Ratten, nimm ihr die Brut,
dann sind sie nicht weg, aber der Massendruck.
So handelt auch die Biene
Sie verläßt ihre Behausung und fängt neu an.
Gruß Fooke

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Johannes
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Re: Resistentere Bienen durch kleinere Zellen

Beitrag von Johannes » Mittwoch 19. Oktober 2016, 07:52

Hallo Rene,

da du im anderen Thema den Blick auf Y und Zellgröße legst, möchte ich dir zur Vorsicht raten. Das ist alles graue Theorie.
Ich kenne einen Imker aus Irland, der letzten Winter alle Völker verloren hat. Er hat nicht behandelt, sondern seit Jahren auf kleine Zellen gesetzt.

LG Johannes

Das Bestellformular auf meiner Webseite wird vorübergehend noch geschlossen bleiben. Ich möchte die Zucht erst mal anlaufen lassen und ein paar Verpflichtungen erfüllen.
Je nach Kapazität werde ich im Juli aber bestimmt noch Königinnen anbieten können. Ich bin bei der Planung aber lieber bescheiden, um niemanden zu enttäuschen!

Herbert
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Re: Resistentere Bienen durch kleinere Zellen

Beitrag von Herbert » Mittwoch 19. Oktober 2016, 09:49

Hallo zusammen,
Johannes hat geschrieben:Hallo Rene,

da du im anderen Thema den Blick auf Y und Zellgröße legst, möchte ich dir zur Vorsicht raten. Das ist alles graue Theorie.
ja die leidigen Themen,habe mich auch schon mehrfach hinreissen lassen,mich dazu zu äussern alles ist
sehr mühsam.Ich betreibe Wabenhygiene wie ich es gelernt habe,und nach jedem Brutdurchgang verengen
sich die Zellen sowieso,hat aber mit den Varoen nichts zu tun.

LG Herbert

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Rene

Re: Resistentere Bienen durch kleinere Zellen

Beitrag von Rene » Mittwoch 19. Oktober 2016, 10:47

Hallo,

Nun ich verstand es ehr als Ergänzung, die Zellen so auszurichten. Wenn die Bienen eh bauen wie sie wollen, sogar auf einer Wabe, wie ich hier gelesen habe, dann kann diese Ausrichtung ja nicht schaden.
An der Milbenbehandlung ändert das aber nichts, es sei denn, es gibt plötzlich keine Milben mehr :D Naja. Wäre zu schön....
Eine Umstellung auf kleine Zellen kommt jetzt für mich eh nicht in Frage. Das ist mir im Moment viel zu aufwendig und zu teuer. Da gibts Wichtigeres.Vielleicht wenn ich Rentner bin und viel Zeit habe.
Interessant finde ich den Gedanken aber dennoch.
L.G. Rene

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Re: Resistentere Bienen durch kleinere Zellen

Beitrag von Ole86 » Samstag 22. Oktober 2016, 12:10

Hi zusammen,

durch die Argumentation, dass Völker selbst im Naturbau nicht viel für die beschriebene Wabenanordnung über haben, bin ich von der Richtigkeit der Theorie einfach nicht mehr überzeugt. Viel wichtiger erscheint mir, die von den Bienen gewählte Anordnung im besten Fall nicht oder nur in Ausnahmefällen zu beeinflussen. Stressminimierung erscheint mir halt schon ein wichtiges Thema zu sein, aber die Theorien aus dem Video sind mir mittlerweile einfach zu wild :D

Beste Grüße, Ole!

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Rene

Re: Resistentere Bienen durch kleinere Zellen

Beitrag von Rene » Samstag 22. Oktober 2016, 12:19

Moin Ole,

Das ging mir so, als ich auf der Homepage bissl quergelesen habe. Nicht so sehr auf spezielle Fragen bezogen, sondern als Gesamteindruck. http://resistantbees.com/
Wenn ich im nächsten Jahr die Damen mal selbst bauen lasse, nur mit Anfangsstreifen, dann werde ich mal.darauf achten, was die Y Ausrichtung betrifft...

L.G. Rene

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Re: Resistentere Bienen durch kleinere Zellen

Beitrag von ck1 » Donnerstag 27. Oktober 2016, 13:37

Weil dies hier so - glaub ich - noch nicht diskutiert wurde: es heisst ja bei resistantbees, dass die Entwicklung der Biene vom Ei zur fertigen Biene bei den großen, künstlichen Zellmaßen 1-3 Tage länger als früher beschrieben dauert (früher 18-19 Tage, heute 20-21 Tage)... Dadurch kann die Varroa statt zwei, bis zu vier Nachkommen hinterlassen ... Damit kommt sie.dann schnell über die Schadschwelle.

Ich hab in meinen alten Büchern jetzt auf die Schnelle nix gefunden, was das stützt, aber ich schaue die alten Bücher nachher mal durch ...

Sollte es wirklich stimmen, dass Zellmaße > 5mm zu 1-2 Tagen mehr Verdeckelung führen und mit kleinen Zellmaßen durch 1-2Tage weniger Verdeckelung die Varroa daran gehindert wird sich allzu explosiv zu vermehren, macht das schon Sinn ...

Aber wie.gesagt, ist nicht meine Argumentation und ich schaue nachher mal, ob ich in einem alten Buch was finde, dass dies stützt ... In den Büchern auf meinem Handy (Thür, Adam, Christ, gravenhorst, Warre und ein paar moderne .. ) steht immer 20-21 Tage für die Entwicklung der Arbeiterin.

VG Christian

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Re: Resistentere Bienen durch kleinere Zellen

Beitrag von ck1 » Donnerstag 27. Oktober 2016, 14:11

Also es scheint nicht zu stimmen ... Ich hab jetzt etlich der online lesbaren alten Bücher durchstöbert und auch bei bpsw. Sebastian Kneipp - Bienen=Büchlein von 1896 heißt es auf Seite 10-11 von Band 1: Die Arbeitsbiene braucht zu ihrer Entwickung vom Ei an,
bis sie aus der Zelle kriecht, 20 bis 22, auch 23 Tage, je nachdem Hohegrad der Wärme im Stocke. Neuneinhalb Tage vergehen, bis die Zelle bedeckelt wird, und elf Tage, bisbdie junge Biene
auskriecht.

... Also scheint dies ein Märchen zu sein ... Schade, mal sehen ob ich bei Mehring, der hat ja die Mittelwände erfunden, noch was finde ...

VG Christian

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Re: Resistentere Bienen durch kleinere Zellen

Beitrag von ck1 » Donnerstag 27. Oktober 2016, 14:45

Im Schweizer Bienenvater von 1901 stehen auch 20-21 Tage ...

So logisch es für mich klingt, aber ich finde auf die Schnelle in der mir zugänglichen Akten Imkerliteratur keine Belege dafür, dass die Entwicklung früher schneller ging ... Auch hier ist immer von 20-21 manchmal gar bis 23 Tagen die Rede ... http://www.resistantbees.com/zelle.html

VG Christian

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