Oxalsäure bedampfen oder träufeln?

Von Nosema über Faulbrut, Varroose, Sackbrut, Kalkbrut, Kleiner Beutekäfer, Großer Beutekäfer, Wachsmotten, Wespenplage, Mäuse etc.

Moderator: Johannes

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darkbee
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Re: Oxalsäure bedampfen oder träufeln?

Beitrag von darkbee » Donnerstag 4. Februar 2016, 17:17

imkerforum-nordbiene hat geschrieben:Die Hoffnung stirbt ja zuletzt
Bei mir auch wie z.B bei der Jungimkerin das Volk mit dem Varroaschaden. Leider nichts mehr zu machen.... :(

Bishlang siehts bei meinen Völkern auch ganz gut aus. Zumindest habe ich alle summen gehört hoffe die Königin ist auch bei allen da.
Für den Samstag plane ich Futterkontrolle zu machen da habe ich auch unterschiedliche Meldungen gehört... na mal sehen.

Grüße
Michael

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imkerforum-nordbiene
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Re: Oxalsäure bedampfen oder träufeln?

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Montag 7. März 2016, 15:17

Hallo allerseits,

zur rechtlichen Betrachtung der Oxalsäureverdampfung gibt es eine schöne Ausarbeitung, siehe: https://www.landlive.de/boards/thread/4 ... age1893516

Zitat:
Stoffe oder Zubereitung, die nicht zu therapeutischen Zwecken bestimmt sind, unterliegen nicht dem AMG. Hinsichtlich der Verwendung, gibt es bezüglich der hier in Frage kommenden Stoffe, auch keine Beschränkungen, hinsichtlich ihrer Art der Verwendung, nach dem Chemikaliengesetz. Mir ist keine Rechtsvorschrift bekannt, die bestimmt, dass nur zugelassene Arzneimittel, für therapeutische Zwecke, eingesetzt werden dürfen; weder für humanmedizinische Behandlungen, noch bei Tieren.
...
Bei Anwendung derartiger Stoffe besteht keine Dokumentationspflicht im Bestandsbuch. Anwendung von apotheken- und verschreibungspflichtigen Arzneimitteln müssen eingetragen werden, aber nicht die Anwendung von Stoffen, die keine Arzneimittel sind oder Arzneimittel die der Apothekenpflicht nicht unterliegen (MS, AS). Dies mag zwar „unsinnig“ erscheinen, es ist aber so!
Vor dem Staatsanwalt muss also kein Bedampfer Angst haben. :P
LG
Kai
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Didi
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Re: Oxalsäure bedampfen oder träufeln?

Beitrag von Didi » Montag 7. März 2016, 17:36

Moin Kai,
wenn die Hersteller von Apitraz ihren Schrott nicht loswerden könnte es vielleicht anders werden. Ich könnte mir durchaus vorstellen, daß OX verdampfen dann auf einmal für Bienen und Honig, also Verbraucher, schädlich ist. Aber bis es so weit ist, sollte man die schonenste Behandlung für die Bienen weiter perfektionieren.
LG Dieter

Herbert
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Re: Oxalsäure bedampfen oder träufeln?

Beitrag von Herbert » Montag 7. März 2016, 18:24

Moin ihr beiden,
ich wende Ox.nr im brutlosen Volk an.Soweit ich weiss ist das Verdampfen von Ox. in Deutschland nur
verboten,weil die Anwendung für den Menschen zu gefährlich ist,aber nicht für die Bienen schädlich
oder gefährlich,auch keine Rückstände im Honig,wenn ich mich ordentlich schütze,eigentlich kein Problem.
Warum sollen Imker auch Biologisch bekämpfen?Wenn es so schöne Chemiekeulen gibt :!: :mrgreen: :mrgreen:

LG Herbert

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Didi
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Re: Oxalsäure bedampfen oder träufeln?

Beitrag von Didi » Montag 7. März 2016, 19:26

Moin Herbert,
OX verdampfen ist in D nicht verboten, sondern nur als Behandlungsmethode nicht zugelassen. Das verdampfen in Völkern mit Brut zeigt aber auch sehr gute Ergebnisse, man muß nur mehrfach bedampfen. Bei den Völkern zeigen sich dabei keine negativen Folgen. So habe ich gehört :roll:
LG Dieter

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Re: Oxalsäure bedampfen oder träufeln?

Beitrag von Herbert » Montag 7. März 2016, 19:53

Ja Dieter,
Du beschreibst es besser,aber verboten oder nicht zugelassen liegt doch dicht beieinander.
Bedampft habe ich noch nicht,kann mir aber gute Ergebnisse vorstellen. Scheiss-Varroa :twisted: :twisted: :mrgreen:

LG Herbert

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Re: Oxalsäure bedampfen oder träufeln?

Beitrag von Didi » Montag 7. März 2016, 19:59

Hallo Herbert,
ich kann mir vorstellen, daß in Zukunft ein Mix aus Brutentnahme nach der Ernte und Behandlung mit Ox und MS zu guten Ergebnissen führen könnte. Konsequente Durchführung natürlich vorausgesetzt.
LG Dieter

Herbert
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Re: Oxalsäure bedampfen oder träufeln?

Beitrag von Herbert » Montag 7. März 2016, 20:47

Dieter,
nach der Honigernte füttere ich meine Völker möglichst schnell auf,benötige auch alle Bienen die jetzt schlüpfen ,es sind Winterbienen ohne die das Bienenvolk warscheinlich die Winterhalbzeit nicht überleben würden. Kann es mir mit der Brutentnahme nicht vorstellen :!: :!:

LG Herbert

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Re: Oxalsäure bedampfen oder träufeln?

Beitrag von Didi » Dienstag 8. März 2016, 15:08

Moin Herbert,
nach der Honigernte werden sämtliche Brutwaben den Völkern entnommen und in einem Brutsammler zusammengefaßt. Auf diesen Brutwaben sind nur wenige Bienen da ja laufend Bienen schlüpfen. Im Altvolk ist die Königin mit allen Flugbienen und abgefegten Pflegebienen. Dieses System will ich dies Jahr ausprobieren. Google mal unter totale Brutentnahme(TBE).
LG Dieter

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Re: Oxalsäure bedampfen oder träufeln?

Beitrag von darkbee » Dienstag 8. März 2016, 17:19

Hallo,
OS bedampfen ist halt eine Grauzone hier in D. Aber bevor ein Volk an Varroa zu Grunde geht bedampfe ich lieber. Bis Dezember zum träufeln schaffen es manche Völker nicht mehr.
Brutentnahme würde ich nur als aller letztes Mittel machen wenn der Varroabefall enorm hoch ist. Es gibt welche die gleich die Brutwaben einschmelzen, schade um die Jungbienen die getötet werden.....
Bei wenigen Völkern kann man eher sowas machen aber bei vielen Völkern ist die Brutentnahme aus meiner Sicht zu aufwendig und zu der Zeit Juli/August wegen Räuberbienen auch nicht so schön.

VG
Michael

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Re: Oxalsäure bedampfen oder träufeln?

Beitrag von Didi » Dienstag 8. März 2016, 17:31

Hallo Michael,
die Brutwaben werden nicht entsorgt, sondern nachdem alle Bienen geschlüpft sind kann man aus dieser Bienenmasse Kunstschwärme erstellen. Begattete Königin dazu und bevor die neue Brut verdeckelt ist gegen Varroa behandeln, womit auch immer. Wenn du Altvolk und Kunstschwärme nach Erstellung dann zuerst mit Zuckerwasser 1:1 vorsichtig fütterst bekommst du winterstarke Völker.
Der Vorteil dieser Methode; brutfreie Einheiten und neuer Wabenbau. Das funktioniert auch bei mehr als 10 Völkern. Vorausgesetzt genug Beuten :wink: Will man sich aber nicht vergrößern, kann man ja auch die Altvölker mit Bienen des Brutsammlers verstärken.
VG Dieter

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Re: Oxalsäure bedampfen oder träufeln?

Beitrag von darkbee » Dienstag 8. März 2016, 17:47

Didi hat geschrieben:die Brutwaben werden nicht entsorgt
das die Brutwaben in einer Brutscheune gesammelt werden und wieder beweiselt werden weiß ich schon.
Jedoch kenn ich welche die es eben nicht machen und die Brutwaben einschmelzen.....
Didi hat geschrieben:Der Vorteil dieser Methode; brutfreie Einheiten und neuer Wabenbau. Das funktioniert auch bei mehr als 10 Völkern. Vorausgesetzt genug Beuten :wink: Will man sich aber nicht vergrößern, kann man ja auch die Altvölker mit Bienen des Brutsammlers verstärken.
Also so wie TuB....
Ist mir trotzdem zuviel Arbeit :wink: :lol: :mrgreen:

VG
Michael
Zuletzt geändert von darkbee am Dienstag 8. März 2016, 18:01, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Oxalsäure bedampfen oder träufeln?

Beitrag von Didi » Dienstag 8. März 2016, 17:58

Michael,
du weißt doch:"Vor den Erfolg hat der liebe Gott den Schweiß gesetzt!"
VG Dieter

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Re: Oxalsäure bedampfen oder träufeln?

Beitrag von Hans Aichinger » Mittwoch 16. März 2016, 21:29

Grüß Euch!
Warum macht ihr zur Varroareduzierung im Juli nicht einen Ableger mit der Königin und ihrer verdeckelten Brut. Der Ableger wird nur einige Meter weit vom Muttervolk mit dem Flugloch in eine andere Richtung aufgestellt. Die Flugbienen fliegen zum Muttervolk zurück - die alte Königin hat keine Flugbienen mehr, die Tracht einbringen, somit entsteht eine Brutpause im Ableger. Das Muttervolk hat keine Königin, weil sie sich erst eine ziehen müssen, also auch wieder eine Brutpause. Die Varroa befindet sich zu 85% in der Brut zur Vermehrung, somit entsteht dadurch eine Varroareduktion und eine Völkervermehrung. So mache ich das und nur mehr eine Restententmilbung in der brutfreien Zeit.
Viele Grüße
Hans

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Re: Oxalsäure bedampfen oder träufeln?

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Donnerstag 17. März 2016, 17:55

Hans Aichinger hat geschrieben:Grüß Euch!
Warum macht ihr zur Varroareduzierung im Juli nicht einen Ableger mit der Königin und ihrer verdeckelten Brut. ....?
Viele Grüße
Hans
Hallo Hans,

das eine schließt das andere ja nicht aus. :P Mein Schwerpunkt liegt aber definitiv in der winterlichen Restentmilbung.

LG
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