Varroabehandlung effizient

Von Nosema über Faulbrut, Varroose, Sackbrut, Kalkbrut, Kleiner Beutekäfer, Großer Beutekäfer, Wachsmotten, Wespenplage, Mäuse etc.

Moderator: Johannes

lucikleo
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Re: Varroabehandlung effizient

Beitrag von lucikleo » Montag 24. April 2017, 23:39

Hallo Johannes,
Beides kannst du als "unwirksam" verbuchen! Das klappt einfach nicht (gut genug).
ja, eigentlich auch klar... sonst wäre das Ganze wohl nicht so ein Problem. Trotzdem beruhigend, dass Du Glück wenigstens halbwegs gelten lässt! ^^

Das Problem ist halt, dass es die Milbe hier erst seit wenigen Jahrzehnten gibt, eingeschleppt vom Menschen. Daher kann auch eine noch so alte und angepasste europäische Biene nicht dagegen resistent sein.
Da hatten unsere Bienen ja dann auch noch nicht soo viel Zeit, sich da drauf einzustellen, da ist es ja kein Wunder, dass sie erst mal nicht viel entgegensetzen können, vielleicht wird das noch…

Naja, bevor ich weiter theoretisch herumspekuliere, muss ich die Bienen ja sowieso erst einmal aus nächster Nähe kennenlernen und dafür müssen sie am Leben bleiben, daher werde ich sie auch erst einmal so gegen die Varroa behandeln, wie es erfahrene Bienenhalter und Imker empfehlen.

LG Caro

Herbert
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Re: Varroabehandlung effizient

Beitrag von Herbert » Freitag 12. Mai 2017, 17:43

Hallo zusammen,
das jetzige Thema OS sprühen,gibt mir zu denken!?
Wir haben hier ein Riesenproblem mit dem Völkersterben,meiner Meinung nach
ist der Hauptübeltäter die Varroa.
Ich kann nicht verstehen,das einige Imker sich negativ gegenüber AS oder OS äußern,
wenn sie teils 50% oder mehr Völker in diesem Jahr verloren haben.Trotz alledem noch
an ihrem Varroakonzept festhalten,und somit ihre Bienen wissentlich schädigen.
Die Zeit des Ausprobierens sollte Geschichte sein,denn was ist schlimmer? Eine Säure AS
oder OS die Fachgerecht eingesetzt dem Bienenvolk hilft,oder irgendwelche Mittelchen
vielleicht noch Chemie,die vielleicht helfen oder nicht!Wir haben Verantwortung unseren
Bienen gegenüber.
Meine Jahrelange Erfahrung mit Verlusten von 1-2 Völkern von 30,sagt mir ich bin auf dem richtigen Weg.Starke Weiselrichtige Bienenvölker jedes Jahr.

LG Herbert

Herbert
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Re: Varroabehandlung effizient

Beitrag von Herbert » Samstag 5. August 2017, 12:51

Hallo zusammen,
Warnung an alle,vergesst nicht die Varroa!!!
habe in diesem Jahr letzten Montag mit der Varroabehandlung begonnen,
ich zähle die Milben nicht aus,aber bei meinen Wirtschaftsvölkern sind nach der
ersten AS behandlung wesentlich mehr Milben als sonst die Jahre gefallen.
Es ist ernst!!

LG Herbert

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Didi
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Re: Varroabehandlung effizient

Beitrag von Didi » Samstag 5. August 2017, 13:12

Moin Herbert,
danke für die Warnung aber ich bin sehr besorgt da bei mir bisher, ich habe schon behandelt, keine Milben fallen.
Ich werde die Völker aufmerksam weiter beobachten damit nicht im September das böse erwachen kommt.
LG Dieter

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Ape
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Re: Varroabehandlung effizient

Beitrag von Ape » Samstag 5. August 2017, 21:01

Hallo Herbert,

auch Dank von mir. Das hat mich sehr nachdenklich gemacht. Habe nach der letzten Windelkontrolle (am 30.06.) bei meinen 2 Ablegern kaum Milbenfall feststellen können. Ableger 1 hatte 1 Milbe/Tag, bei Ableger 2 konnte ich umgerechnet nur 0,7 Milben/Tag feststellen. Habe extra wegen der Ameisen die Windel mit in Sonnenblumenöl getränken Küchentüchern ausgelegt, um Verfälschungen so weit wie möglich ausschließen zu können. Die Brutableger wurden mit Königin gebildet (die Königin von 2016), d.h. die Ableger waren nie im brutfreien Zustand. Kann es normal sein, dass sich so eine geringe Milbenlast darstellt? Habe die Ableger auch nicht mit Milchsäure behandelt. Komisch, auch mein Nachbarimker konnte bislang nur eine geringe Last feststellen.
Natürlicher Milbenfall hin oder her, ich traue dem Braten nicht. Auch wenn das Ergebnis auf den ersten Blick schön erscheinen mag. Die Milben sind definitiv da!

Wie gesagt, mich lässt deine Warnung recht grübelnd drein schauen. Sollte ich vielleicht doch schon mit Ameisensäure behandeln oder noch bis Mitte August warten? Was sagt dir deine Erfahrung bzw. Bauchgefühl? Danke Vorab für deine offene Antwort.

Grüße
Steve

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Re: Varroabehandlung effizient

Beitrag von ck1 » Samstag 5. August 2017, 21:11

Was haltet ihr eigentlich von der s.g. Vitalzucht? Also so wie es von resitantbees (hattet ihr ja schon erwähnt) und anderen postuliert wird? Also Verluste in Kauf nehmen, nur auf Vitalität und Überleben selektieren? Diese Selektion bedeutet auch, weniger Ertrag, stichigere Völker ... ich hab mir mal so ein eBook gekauft (lohnt aber nicht wirklich), wo jemand über Maßnahmen rund um die Vitalzucht berichtet ... in den ersten Jahren bis zu 95% Verluste, später 70% ... und nach etlichen Jahren, pendelt es sich dann in einem normalen Bereich ein ...

Hat das jemand auf einem Stand wirklich mal praktiziert?
Die meisten die ich kenne haben entweder Mitleid mit der armen Biene und behandeln schweren Herzens, damit sie nicht sterben muss (aber ohne eigene Erfahrung) und die anderen wollen/möchten/brauchen den Ertrag, friedfertige Bienen, reinrassige Bienen etc. und behandeln, weil es eben so ist und nicht anders geht ... ich kenne niemanden, der mal einen Stand von 20/30/50 Völkern hergibt, um zu testen was wirklich passiert... ich bin auch noch nicht soweit. ;)

Ich kann mir vorstellen, dass die Kombination aus Vitalzucht (Selektion auf Überleben), 100% Naturbau der irgendwann zur optimalen Zellgröße führt und dadurch weniger Störungen im Volk, über die Jahre auch zu resitenteren Bienen führt, die nicht mehr behandelt werden müssen. Belege/Behauptungen dafür gibt es im Internet einige - auch wenn ich niemanden kenne ... ich kenne aber auch niemanden, der sich 5-10 Jahre lang richtig Arbeit macht, um sich aus den überlebenden 5-20% immer wieder eine erkleckliche Völkerzahl zusammen zu züchten, um dann weniger zu ernten und öfter gestochen zu werden. ;)

Ein interessanter Ansatz ist es aber allemal ... ;)

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Re: Varroabehandlung effizient

Beitrag von Rene » Samstag 5. August 2017, 23:14

Herbert hat geschrieben:
Freitag 12. Mai 2017, 17:43
Ich kann nicht verstehen,das einige Imker sich negativ gegenüber AS oder OS äußern,
wenn sie teils 50% oder mehr Völker in diesem Jahr verloren haben....
LG Herbert

Hallo Herbert,

Ich mag AS auch nicht. Gar nicht! Das Aufheulen der Bienen ist da.ein Grund. Auch das Thema Königinninverluste.
Man muss aber auch klar sagen, jedes Mittel hat seine Tücken, es ist nur die Frage welche Risiken man bereit ist einzugehen.

Gar nichts zu tun halte ich für nicht richtig.

Dennoch, jede Debatte lässt uns hoffentlich besser verstehen, auch die Milbe.
Neue Ergebnisse der Forschung und neue Wege sind immer interessant
Liebe.G. Rene

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Re: Varroabehandlung effizient

Beitrag von ck1 » Sonntag 6. August 2017, 00:37

Rene hat geschrieben:
Samstag 5. August 2017, 23:14
Gar nichts zu tun halte ich für nicht richtig.
... und doch ist es genau das, was die Leute von resitentbees / vitalzucht etc. fordern, um auf Varroaresitenz zu selektieren ...

VG Christian

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Re: Varroabehandlung effizient

Beitrag von ck1 » Sonntag 6. August 2017, 00:39

wobei ich auch behandle ... also nicht, dass ich falsch verstanden werde. Ich habe mich dieses Jahr für die Totale Brutentnahme + Milchsäure entschieden, mal schauen wie es klappt ...

VG Christian

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Re: Varroabehandlung effizient

Beitrag von Rene » Sonntag 6. August 2017, 00:57

Hallo Christian.

ja, ich weiß, Aber mal ehrlich, bringst du es übers Herz die Bienen sich selbst zu überlassen und einen totalen Zusammenbruch aller Völker zu riskieren? Nur die Hoffnung auf ein paar überlebende Prozente...?
Die Bienen können nichts dafür, dass der Mensch sie quasi mit den Milben ins Unglück schickte...
Mir täte es sehr leid.
L.G. Rene

Herbert
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Re: Varroabehandlung effizient

Beitrag von Herbert » Sonntag 6. August 2017, 08:26

Hallo Steve,
Ape hat geschrieben:
Samstag 5. August 2017, 21:01
Hallo Herbert,

auch Dank von mir. Das hat mich sehr nachdenklich gemacht. Habe nach der letzten Windelkontrolle (am 30.06.) bei meinen 2 Ablegern kaum Milbenfall feststellen können. Ableger 1 hatte 1 Milbe/Tag, bei Ableger 2 konnte ich umgerechnet nur 0,7 Milben/Tag feststellen. Habe extra wegen der Ameisen die Windel mit in Sonnenblumenöl getränken Küchentüchern ausgelegt, um Verfälschungen so weit wie möglich ausschließen zu können. Die Brutableger wurden mit Königin gebildet (die Königin von 2016), d.h. die Ableger waren nie im brutfreien Zustand. Kann es normal sein, dass sich so eine geringe Milbenlast darstellt? Habe die Ableger auch nicht mit Milchsäure behandelt. Komisch, auch mein Nachbarimker konnte bislang nur eine geringe Last feststellen.
Natürlicher Milbenfall hin oder her, ich traue dem Braten nicht. Auch wenn das Ergebnis auf den ersten Blick schön erscheinen mag. Die Milben sind definitiv da!

Wie gesagt, mich lässt deine Warnung recht grübelnd drein schauen. Sollte ich vielleicht doch schon mit Ameisensäure behandeln oder noch bis Mitte August warten? Was sagt dir deine Erfahrung bzw. Bauchgefühl? Danke Vorab für deine offene Antwort.

Grüße
Steve
unsere Ableger haben in der Regel jetzt sehr viel Brut,da die Milbe sich ja
bekanntlich in Brut vermehrt,kann es durchaus sein das zur Zeit wenig Milben
fallen.Da jetzt die Zeit ist,wo das Volk die ersten Winterbienen macht,möchte
ich jetzt auch die möglichst geringste Belastung durch Varroa haben.
Aber ich behandel nicht nach Bauchgefühl,sondern konsequent/kompromisslos
mit 60% AS auf Schwammtuch.
Königinnenverluste durch AS,kenne ich so gut wie garnicht,wenn man das Wetter
Temperaturen etc.immer etwas im Auge hat.
Ich will nicht sagen,das jeder jetzt behandeln soll,ich mache es erfolgreich seit
einigen Jahren,möglichst schnell nach der Sommerhonigernte (wenn die Temp.+
Luftfeuchte stimmen).

Was spricht gegen den jetzigen Behandlungsbeginn?

LG Herbert
Zuletzt geändert von Herbert am Sonntag 6. August 2017, 08:32, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Varroabehandlung effizient

Beitrag von dirk2210 » Sonntag 6. August 2017, 08:29

Jeder der bisher hier geantwortet hat ,hat irgendwo recht.
Herbert schreibt ,,vergisst die Varoa nicht"
Das ist meiner Meinung nach der wichtigste Satz überhaupt.

Didi schreibt ,,kontrollieren und beobachten" Super Satz und genau so wichtig.

Man sollte halt unterscheiden wo man wohnt.In Berlin -Bremen - Dortmund - München ist die Situation immer eine andere.
Deshalb beobachte und kontrollieren.

Warum keine AS und Ox benutzen!!Sie funktionieren doch .Bei richtiger Anwendung gibt es keine Probleme im Wachs oder Honig.
Mit AS erst im August zu beginnen halte ich für einen Monat zu spät.
Wie man in der ADIZ lesen kann sind Mittel wie apitraz und Milchsäure im erfolg auch nicht das gelbe von Ei.
Und schon wieder kommen neue Mittelchen auf den Markt. Poly Var Varro Med usw.
Und was sind die Inhaltsstoffe ???
Komisch As und Ox...
Warum also nicht beim alt bewerten bleiben.
Ich denke die Chemie Industrie hat von der Angst der Imker Wind bekommen,und damit ist gut Geld zu verdienen.
Oder wie ist es mit dem Varroa Killer Sound...??? .Bin gespannt was da noch so alles auf uns zu kommt.
Ich denke wenn man sich nicht sicher ist sollte man Leute wie hier zb. Herbert oder andere erfahrene Imker die schon lange erfolgreich gesunde Bienen halten fragen.
So ,nun genug
Einen schönen Sonntag Gruß an alle
Dirk

Herbert
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Re: Varroabehandlung effizient

Beitrag von Herbert » Sonntag 6. August 2017, 08:46

Hallo Rene,
Rene hat geschrieben:
Samstag 5. August 2017, 23:14
Herbert hat geschrieben:
Freitag 12. Mai 2017, 17:43
Ich kann nicht verstehen,das einige Imker sich negativ gegenüber AS oder OS äußern,
wenn sie teils 50% oder mehr Völker in diesem Jahr verloren haben....
LG Herbert

Hallo Herbert,

Ich mag AS auch nicht. Gar nicht! Das Aufheulen der Bienen ist da.ein Grund. Auch das Thema Königinninverluste.
Man muss aber auch klar sagen, jedes Mittel hat seine Tücken, es ist nur die Frage welche Risiken man bereit ist einzugehen.

Gar nichts zu tun halte ich für nicht richtig.

Dennoch, jede Debatte lässt uns hoffentlich besser verstehen, auch die Milbe.
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Liebe.G. Rene
wie ich schon geschrieben habe,Königinnenverluste durch AS kenne ich so gut wie
garnicht,die Bienen heulen bei mir nicht mehr,als wenn sie sich weisellos fühlen
und das nur kurzzeitig,habe früher von unten behandelt,das mache ich aber nicht
mehr,weil sich immer wieder Bienen trotz Gitter verätzt haben,jetzt nur noch von
oben.
Interessant finde ich das Thema VSH,werde mir in Zukunft mal 2 Königinnen davon
bestellen.

LG Herbert

Rene
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Re: Varroabehandlung effizient

Beitrag von Rene » Sonntag 6. August 2017, 09:19

Guten Morgen in die Runde und Dankeschön für die Antworten.
Ich denke auch, dass man im Juli schon beginnen muss. Wie hier geschrieben. Die ersten Winterbienen .... und die sollen gesund sein. Die Brut nimmt ab und die MilbenBelastung in der weniger werdenden Brut nimmt zu. Ist schon rein rechnerisch logisch. Darum behandeln.

Mit Schwammtuch habe ich noch nicht behandelt. Das müsste ich mir erst live ansehen. Ich hatte den Nassenh. Verd. Letztes Jahr und diese Gelstreifen auf AS Basis. Besonders letztere Streifen hatten trotz Anwendung nach Packungsbeilage viele Tote Bienen vor dem Volk und auch tote Königin zur Folge. Eine.gleich und eine etwas später.
Von daher.....
Ich will schauen wie meine Behandlung in diesem Jahr funktioniert. Dann schaue ich weiter.
Zur Kritik an MS, die wurde tatsächlich für die Winterbehandlung entwickelt habe ich mir sagen lassen. Naja. Muss man dann im Dezember entscheiden. Milben oder Volk auseinander reißen oder OS träufeln...
Ich fand Letzteres am sinnvollsten...
VSH - da werde ich auch Mal drauf achten....
Liebe.G. Rene

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Re: Varroabehandlung effizient

Beitrag von Ape » Montag 11. September 2017, 18:21

Herbert hat geschrieben:
Sonntag 6. August 2017, 08:26
Hallo Steve,
Ape hat geschrieben:
Samstag 5. August 2017, 21:01
Hallo Herbert,

auch Dank von mir. Das hat mich sehr nachdenklich gemacht. Habe nach der letzten Windelkontrolle (am 30.06.) bei meinen 2 Ablegern kaum Milbenfall feststellen können. Ableger 1 hatte 1 Milbe/Tag, bei Ableger 2 konnte ich umgerechnet nur 0,7 Milben/Tag feststellen. Habe extra wegen der Ameisen die Windel mit in Sonnenblumenöl getränken Küchentüchern ausgelegt, um Verfälschungen so weit wie möglich ausschließen zu können. Die Brutableger wurden mit Königin gebildet (die Königin von 2016), d.h. die Ableger waren nie im brutfreien Zustand. Kann es normal sein, dass sich so eine geringe Milbenlast darstellt? Habe die Ableger auch nicht mit Milchsäure behandelt. Komisch, auch mein Nachbarimker konnte bislang nur eine geringe Last feststellen.
Natürlicher Milbenfall hin oder her, ich traue dem Braten nicht. Auch wenn das Ergebnis auf den ersten Blick schön erscheinen mag. Die Milben sind definitiv da!

Wie gesagt, mich lässt deine Warnung recht grübelnd drein schauen. Sollte ich vielleicht doch schon mit Ameisensäure behandeln oder noch bis Mitte August warten? Was sagt dir deine Erfahrung bzw. Bauchgefühl? Danke Vorab für deine offene Antwort.

Grüße
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unsere Ableger haben in der Regel jetzt sehr viel Brut,da die Milbe sich ja
bekanntlich in Brut vermehrt,kann es durchaus sein das zur Zeit wenig Milben
fallen.Da jetzt die Zeit ist,wo das Volk die ersten Winterbienen macht,möchte
ich jetzt auch die möglichst geringste Belastung durch Varroa haben.
Aber ich behandel nicht nach Bauchgefühl,sondern konsequent/kompromisslos
mit 60% AS auf Schwammtuch.
Königinnenverluste durch AS,kenne ich so gut wie garnicht,wenn man das Wetter
Temperaturen etc.immer etwas im Auge hat.
Ich will nicht sagen,das jeder jetzt behandeln soll,ich mache es erfolgreich seit
einigen Jahren,möglichst schnell nach der Sommerhonigernte (wenn die Temp.+
Luftfeuchte stimmen).

Was spricht gegen den jetzigen Behandlungsbeginn?

LG Herbert


Hallo Herbert,

bitte entschuldige meine sehr späte Rückantwort. Arbeit, Famile und div. andere Projekte haben mir wenig Zeit gelassen. Natürlich habe ich dabei die Bienen nicht vergessen.
Zu deiner Frage: Es spricht für meine nicht vorhandene Erfahrung (also nur vom log. Verständnis her) nichts dagegen, die Behandlung, auch bei Ablegern, schon Anfang August zu vollziehen. Es erscheint mir auch am sinnvollsten, denn wie du schreibst, werden zu diesem Zeitpunkt schon die ersten Winterbienen erbrütet, die mit wenig Belastung aufgezogen werden sollen. In sofern, decken sich meine Überlegungen mit deinen Erfahrungen und Vorschlägen. Danke dafür!
Ich habe mich auch für AS60%, LD, entschieden.

Liebe Grüße
Steve

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