PZM zur Störung des Varroa-Populationsrhythmus

Von Nosema über Faulbrut, Varroose, Sackbrut, Kalkbrut, Kleiner Beutekäfer, Großer Beutekäfer, Wachsmotten, Wespenplage, Mäuse etc.

Moderator: Johannes

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agni terra
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PZM zur Störung des Varroa-Populationsrhythmus

Beitrag von agni terra » Montag 10. April 2017, 11:34

Hallo allerseits,

hat bereits jemand hier praktische Erfahrung mit der Puderzucker-Methode (PZM)?
Ehrlich gesagt war ich Anfangs auch sehr skeptisch und dachte die nächste Sau würde durchs Dorf getrieben... Ich habe meine Vorurteile dann aber mal beiseite gelegt, schließlich hatte ich zuvor mal von einer Varroadiagnose mit Puderzucker gehört.

Meine selbstständige Recherche hat mich dann so sehr überzeugt, so dass ich dieses Verfahren zur Dezimierung der Varroa-Population ausprobieren werde.

Hierzu habe ich mir einen Pulverzerstäuber gekauft.

Sollte jemand bereits Erfahrungen mit PZM gemacht haben, wäre es sehr nett, wenn er hier darüber berichten könnte.

Beste Grüße,

agni terra

robirot
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Re: PZM zur Störung des Varroa-Populationsrhythmus

Beitrag von robirot » Montag 10. April 2017, 18:55

Wozu den der Zerstäuber, bei der Methode wird der Puderzucker eigentlich mit einem normalen #20 Sieb oben auf die Oberträger aufgestreut und in die Wabengassen gefegt, nicht die Waben ziehen und bedudern (und die offene Brut töten).
Funktionieren tut es, allerdings musst du nicht erwarten das du dir damit eine Sommerbehandlung ersparen kannst.
Bei der Diagnose mit Puderzucker funktioniert das besser da du viel stärker schüttelst. Allerdings gibt es wohl auch da Probleme mit Milben im Brustbereich.

agni terra
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Re: PZM zur Störung des Varroa-Populationsrhythmus

Beitrag von agni terra » Montag 10. April 2017, 22:07

Der Zerstäuber hat den Vorteil, dass ich mit deutlich unter 50 g Puderzucker pro Volk auskomme und die Bienen nicht im Puderzucker "ertränke". Ich ziehe die Rähmchen nicht, sondern sprühe von oben in die Wabengasse. Der Puderzucker wird durch ein Sieb und einen Trickter in den Tank gegeben. Dann kanns los gehen. Der Puder wird deutlich feiner verteilt und bleibt länger in der Luft. Der feine Staub wird von den Haaren der Bienen eingefangen und bildet einen dünnen weißen Film.

Allerdings muss man den Zerstäuber nach der Behandlung der Völker reinigen, damit die Düse bei der nächsten Behandlung nicht verstopft ist.

Beste Grüße,
agni terra

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Johannes
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Re: PZM zur Störung des Varroa-Populationsrhythmus

Beitrag von Johannes » Dienstag 11. April 2017, 07:36

Folgendes hält mich davon ab, diese Methode zu versuchen:
- Anlocken von Ameisen durch Puderzucker vor und unter der Beute.
- Provokation von Räuberei zu einer späteren Jahreszeit.

LG Johannes
Hallo Freunde,

aufgrund des schlechten Wetters und damit einhergehender Verzögerungen nehme ich vorerst keine Bestellungen mehr an. Vielleicht gibt es im Juli noch Nachschub. :)

Vielen Dank für das große Interesse. Ich bin überwältigt!

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Re: PZM zur Störung des Varroa-Populationsrhythmus

Beitrag von Ole86 » Samstag 15. April 2017, 10:58

Hi Johannes,

ich sage es mal so: Die Methode ist einfach, kostengünstig und richtet zumindest bis Ende des Frühsommers wenig Schaden an. Dann folgt ja eh bald schon die Sommerbehandlung. Könnte also eine gute Option sein, um das Volk in dieser Zeit zu unterstützen, deswegen sollte man es auf jeden Fall einmal ausprobieren. Denke auf den Zug springe ich mit auf :D

Beste Grüße, Ole!

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