Dokument: Bienenvergiftungen durch kontaminiertes Wachs

Von Nosema über Faulbrut, Varroose, Sackbrut, Kalkbrut, Kleiner Beutekäfer, Großer Beutekäfer, Wachsmotten, Wespenplage, Mäuse etc.

Moderator: Johannes

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Dokument: Bienenvergiftungen durch kontaminiertes Wachs

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Samstag 19. August 2017, 17:47

HAllo allerseits,

hier mal ein möglicherweise wichtiges Dokument von Imker Bernhard Heuvel: Bienenvergiftungen durch kontaminiertes Wachs

Hierin beschreibt er seine Gedanken und Beobachtungen zum Thema. HAt jemand ähnliche Beobachtungen machen klönnen? Was haltet Ihr davon?

LG
Kai
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Re: Dokument: Bienenvergiftungen durch kontaminiertes Wachs

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Samstag 19. August 2017, 22:18

So, dann fange ich mal an. Bislang konnte ich keine besonderen Symptome feststellen. Habe ehrlich gesagt aber auch noch nicht auf die beschriebenen Symptome geachtet. DA will ich mal näher hinschauen. Die Entwicklung meiner Völker, auch und gerade der Jungvölker, war sehr gut.

Vielleicht habe ich auch einfach Glück gehabt. Denn mein letzter Mittelwandkauf liegt schon mindestens 1 Jahr, wahrscheinlich noch länger zurück.

LG
Kai
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Re: Dokument: Bienenvergiftungen durch kontaminiertes Wachs

Beitrag von hiasl25 » Samstag 19. August 2017, 23:36

Mittelwände immer von bekannten Imkerversandhandelsunternehmen kaufen! Mal nen Euro mehr ausgeben statt bei Ebay!!! Hatte bisher keine Probleme!

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joerg
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Re: Dokument: Bienenvergiftungen durch kontaminiertes Wachs

Beitrag von joerg » Samstag 19. August 2017, 23:41

Danke für den Hinweis, ist sehr interessant.

Ein Grund mehr sich der Mühe des eigenen Mittelwandgießens, zu unterziehen.

Wenn den Umarbeitern die Kunden weglaufen, verändern sie vielleicht ihre Streckmethoden oder stellen sie ganz ein.

Jörg

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Re: Dokument: Bienenvergiftungen durch kontaminiertes Wachs

Beitrag von bienengral » Sonntag 20. August 2017, 00:35

Das liegt nicht nur an den Umarbeitern. Seriöse Händler lassen sich ein Wachszeritfikat geben. Nur werden diese eben auch gefälscht. Zweitens gibt es für Mittelwände keine Norm was reines Bienenwachs für Mittelwände ist. Es gibt definitionen für die Kosmetik und Pharmaindustrie, Lebensmittelindustrie und für die Kerzenhersteller. Bei den Kerzenhersteller handelt es sich um reines Bienenwachs wenn 4% Parafin drin ist. Bei Pharma wird auf Parafin getestet aber der Test spricht erst ab 5 % Parafin an.
Der eigene Wachskreislauf ist derzeit wohl das beste was man machen kann.

Grüße Thomas

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Re: Dokument: Bienenvergiftungen durch kontaminiertes Wachs

Beitrag von Tine » Sonntag 20. August 2017, 16:29

Da bin ich wieder einmal froh mich für den Naturbau entschieden zu haben....

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Re: Dokument: Bienenvergiftungen durch kontaminiertes Wachs

Beitrag von lilie » Montag 21. August 2017, 10:44

Bei Naturbau reicht es für die Vergiftung trotzdem, wenn kontaminierte Anfangsstreifen verwendet werden...

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Re: Dokument: Bienenvergiftungen durch kontaminiertes Wachs

Beitrag von elk030 » Montag 21. August 2017, 16:41

Ich denke, viele Ausfälle, die wir der Varroa zugeschrieben haben, kommen durch schlechtes Wachs.
Gute Sache, die Bernhard hier macht.
Elk

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Re: Dokument: Bienenvergiftungen durch kontaminiertes Wachs

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Montag 21. August 2017, 17:12

Finde ich auch.

Kann es sein, dass hauptsächlich die Imker betroffen sind, die Eigenwachs umarbeiten ließen zu (Bio-) Mittelwänden? Und dass eher die Imker, die zertifizierte Mittelwände (FABI-Zeichen) kauften, eher verschont blieben?

LG
Kai
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Re: Dokument: Bienenvergiftungen durch kontaminiertes Wachs

Beitrag von Didi » Montag 21. August 2017, 18:10

Wer sagt denn das die ihr "Biowachs " überhaupt zurückbekommen haben? Läßt sich doch teuer in der Kosmethikbranche vertickern.
LG Dieter

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Re: Dokument: Bienenvergiftungen durch kontaminiertes Wachs

Beitrag von robirot » Dienstag 22. August 2017, 12:15

Genau das ist doch das Riesen Problem gewesen, ein gewisser Umarbeiter hat sich doch sogar offen dazu bekannt, das er bei der Eigenwachsumarbeitung, v. a. Bio-Wachs komplett gegen Surrugat getauscht hat und dann natürlich die volle Umarbeitung berechnet.

Leider sehr erschreckend was dort passiert ist. Kenne auch einen Imker der dort umarbeiten lassen hat, war sehr überzeugt davon wie gut das Wachs umgearbeitet wurde und wi gut die Mittelwände aussahen und flexibel waren. Hat leider über den Sommer ein paar Völker verloren und will nicht glauben das es an den Mittelwänden liegen könnte.

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Re: Dokument: Bienenvergiftungen durch kontaminiertes Wachs

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 22. August 2017, 12:31

Hallo allerseits,

ich bin da komplett verunsichert und völlig ahnungslos, was Schwere und Ausmaß des Desasters betrifft. Kann jemand von Euch sagen, welche(n) Wachslieferanten bzw. Marken es NICHT betrifft? Wer kann aufatmen?

Ich habe bislang immer Mittelwände mit FABI-Zeichen gekauft; bislang konnte ich keine Schäden feststellen. :shock:

LG
Kai
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Re: Dokument: Bienenvergiftungen durch kontaminiertes Wachs

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 22. August 2017, 13:05

Nachtrag:

Zitat des Herstellers von Mittelwänden mit FABI-Zeichen, Fachverband Bienenzuchtausrüstung FBA:

Zitat aus: http://shop.silkes-imkereibedarf.de/de/ ... ttelwaende

"Wegen der derzeitigen Diskussion um verfälschte Mittelwände möchten wir wie folgt informieren:

Wir (Fa.Müller) nehmen Rückstellmuster von jeder Mittelwandproduktion, diese Rückstellmuster werden chronologisch aufbewahrt. Wir haben die gesammelten Muster monatlich untersuchen lassen.
Die Prüfergebnisse zeigen, dass die von uns im Jahr 2016 gelieferten Mittelwände unverfälscht sind.

Wir werden zukünftig unsere Mittelwände für den Verbraucher eindeutig kennzeichnen, um unser sehr gutes Produkt vor Verwechslungen zu schützen.

In den letzten Jahren haben wir feststellen müssen, dass wir wiederholt preislich sehr stark unterboten wurden. Das war nur möglich mit billigen Verfälschungen."



Vielleicht hilft das?

LG
Kai
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Re: Dokument: Bienenvergiftungen durch kontaminiertes Wachs

Beitrag von robirot » Dienstag 22. August 2017, 15:36

Meine Mittelwände sind fast alle selbst gegossen, bzw. aus Umarbeitung von Froh. Da habe ich bisher noch keine Probleme mit.

Von Geller weiß ich, dass sie schon lange Rückstellproben von den Chargen nehmen.
Leider hat es mit einer eigenen Walze dieses Jahr nicht geklappt.

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Re: Dokument: Bienenvergiftungen durch kontaminiertes Wachs

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Donnerstag 24. August 2017, 10:22

HAllo,

danke für die Aufklärung.

Was ich mich gerade frage: Ist es realistisch, dass, so wie es Bernhard schreibt, jeder Imker von Giftwachs betroffen ist, jedes Volk, und jede Mittelwand, die wir kaufen, verpanscht und vergiftet ist? Und dass im Winter 80% wegen des Giftwaches sterben?

Ist das realistisch?

Bei meinen Völkern, die sich dieses Jahr super entwickelten, mag ich dies nicht glauben.

LG
Kai
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