Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Von Nosema über Faulbrut, Varroose, Sackbrut, Kalkbrut, Kleiner Beutekäfer, Großer Beutekäfer, Wachsmotten, Wespenplage, Mäuse etc.

Moderator: Johannes

Benutzeravatar
imkerforum-nordbiene
Site Admin
Beiträge: 6606
Registriert: Dienstag 11. Dezember 2007, 16:42
Postleitzahl: 24247
Ort: Mielkendorf
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 14. Jul 1979
Völkerzahl ca.: 16
Homepage: www.deutsche-biene.de
Bienen"rasse": Dunkle Biene, Sicula, Ligustica, Carnica, Buckfast
Zuchtlinie/n: Flekkefjord, sowie F1
Einverständniserklärung: Ja
Alter: 53
Kontaktdaten:

Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Mittwoch 15. August 2018, 12:52

klaus hat geschrieben:
Mittwoch 15. August 2018, 12:46
Na dann kann es an den Temperaturen nicht gelegen haben, mir persönlich sind die Nassen Heider zu Teuer, deswegen Schwammtuch Methode
Kannst du nicht Blockbehandlung durchführen 3 Mal a 6 Tage, vor allem ist es nicht schädlich für die Bienen.
Eben. 8) Von daher meine Vermutung / Beobachtung:

Behandlung mit dem Nassenheider ist untrennbar mit Brut- und Bienenverlusten verbunden. :roll: :roll: :roll:

Zum Varomor: 3x6 Tage wird nicht reichen, da "mit den Bienen schlüpfende" Varroen recht bald wieder in Zellen kriechen, kurz vor deren Verdeckelung. Nach meiner Einschätzung müsste man, wenn schon Blockbehandlung, alle 4 Tage für 3 Wochen lang bedampfen. das wären dann ca. 6 Behandlungen pro Volk.

LG
Kai
Mein Imker- und Video-Equipment: Bitte hier klicken
Youtube Nordbiene: Bitte hier klicken

klaus
Beiträge: 140
Registriert: Mittwoch 27. Mai 2015, 18:57
Postleitzahl: 06406
Ort: Bernburg
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 31. Mai 1978
Völkerzahl ca.: 16 & Mini+
Bienen"rasse": Carnica
Zuchtlinie/n:
Einverständniserklärung: Ja

Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von klaus » Mittwoch 15. August 2018, 12:56

Na dann ist es eben so, ist zwar mehr Aufwand aber du bist die Milben los und hast keine geschädigte Bienen.
LG Klaus

Benutzeravatar
imkerforum-nordbiene
Site Admin
Beiträge: 6606
Registriert: Dienstag 11. Dezember 2007, 16:42
Postleitzahl: 24247
Ort: Mielkendorf
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 14. Jul 1979
Völkerzahl ca.: 16
Homepage: www.deutsche-biene.de
Bienen"rasse": Dunkle Biene, Sicula, Ligustica, Carnica, Buckfast
Zuchtlinie/n: Flekkefjord, sowie F1
Einverständniserklärung: Ja
Alter: 53
Kontaktdaten:

Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Mittwoch 15. August 2018, 13:50

klaus hat geschrieben:
Mittwoch 15. August 2018, 12:56
Na dann ist es eben so, ist zwar mehr Aufwand aber du bist die Milben los und hast keine geschädigte Bienen.
Stimmt. Ich werde es wohl ab 2019 so machen. :P :P :P :P

Der Honig ist dann ja auch schon raus aus den Völkern.

LG
Kai
Mein Imker- und Video-Equipment: Bitte hier klicken
Youtube Nordbiene: Bitte hier klicken

Benutzeravatar
imkerforum-nordbiene
Site Admin
Beiträge: 6606
Registriert: Dienstag 11. Dezember 2007, 16:42
Postleitzahl: 24247
Ort: Mielkendorf
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 14. Jul 1979
Völkerzahl ca.: 16
Homepage: www.deutsche-biene.de
Bienen"rasse": Dunkle Biene, Sicula, Ligustica, Carnica, Buckfast
Zuchtlinie/n: Flekkefjord, sowie F1
Einverständniserklärung: Ja
Alter: 53
Kontaktdaten:

Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Mittwoch 15. August 2018, 13:55

"Bei jahrelanger Beobachtung der Verdunstungsmenge bei den AS-Behandlungen mit dem Nassenheider Verdunster viel uns und immer wieder auf, dass einzelne Völker extrem hohe Verdunstungsraten hatten (...siehe eine Dokumentation aus 2012). Vom Hersteller wurde uns beim ersten (freundlichen!) Kontakt mitgeteilt, dass Papierdochte für den Nassenheider Verdunster im Handel sind, die nicht vom Hersteller sind und daher eventuell minderwertige Papierqualität aufweisen. ..."

Zitat aus: https://bv-besigheim.de/news/papier-ist-geduldig.html
Mein Imker- und Video-Equipment: Bitte hier klicken
Youtube Nordbiene: Bitte hier klicken

Postkugel
Beiträge: 120
Registriert: Dienstag 19. September 2017, 19:32
Postleitzahl: 38644
Ort: Goslar
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 0- 0- 0
Völkerzahl ca.:
Bienen"rasse": Buckfast
Zuchtlinie/n:
Einverständniserklärung: _

Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von Postkugel » Mittwoch 15. August 2018, 14:50

Das die Vertikaldochte Probleme bereiten koennen, hatte ich ja bereits, auch mit Fotos, dokumentiert. Wenn die taegliche Verdunstungsmenge jedoch passt, dann sind sowohl die Dochte (ich verwende dafuer nur noch sog. "Bierfilze", das Originalmaterial taugt - weil zu duenn und nicht ausreichend saeurefest - m.E. wenig) als auch die Verschraubung in Ordnung.
imkerforum-nordbiene hat geschrieben:
Mittwoch 15. August 2018, 12:52
Behandlung mit dem Nassenheider ist untrennbar mit Brut- und Bienenverlusten verbunden. :roll: :roll: :roll:
Ich wuerde das anders und nicht so drastisch formulieren: Langzeit-Sommerbehandlungen mit Ameisensäure sind bei ausreichender Wirksamkeit oft mit erheblichen Brut- und Bienenverlusten verbunden.

Der Nassenheider macht - unter der Beachtung der zahlreichen von mir genannten "Wenn's", seinen Job ganz ordentlich. Nur nimmt man bei einer Ameisensaeure-Langzeitverdunstung, wenn noch viel Brut und nur kleine Futterkraenze ueber der Brut vorhanden sind, Bienenschaeden in Kauf. Deshalb empfielt Liebig, wenn schon AS benutzt werden soll, inzwischen fuer den Sommer auch nur Kurzzeitbehandlungen.

Das Bild sieht im Herbst aber wesentlich besser aus: Bei wenig Brut und dicken Futterkraenzen kann man 120ml AS in ca. 5 Tagen in den Nassenheidern durchaufen lassen, ohne das - bei guter Wirksamkeit - dabei wesentliche Bienenschaeden zu beobachten sind. Zu diesem Zeitpunkt werde ich die Nassenheider auch weiter verwenden, sofern eine Herbstbehandlung befallsbedingt angezeigt ist. Denn der Nassenheider ist m.E. der einzige Verdunster, welcher auch unter herbstlichen und oberharzer Bedingungen noch eine gleichmaessige und damit wirksame Verdunstung sicherstellen kann.

Benutzeravatar
imkerforum-nordbiene
Site Admin
Beiträge: 6606
Registriert: Dienstag 11. Dezember 2007, 16:42
Postleitzahl: 24247
Ort: Mielkendorf
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 14. Jul 1979
Völkerzahl ca.: 16
Homepage: www.deutsche-biene.de
Bienen"rasse": Dunkle Biene, Sicula, Ligustica, Carnica, Buckfast
Zuchtlinie/n: Flekkefjord, sowie F1
Einverständniserklärung: Ja
Alter: 53
Kontaktdaten:

Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Donnerstag 16. August 2018, 07:44

HAllo allerseits,

hier geht's zum aktuellen Video dazu: https://www.youtube.com/watch?v=sKm_c_2EJkg

Keine schönen Szenen, aber authentisch.

LG
Kai
Mein Imker- und Video-Equipment: Bitte hier klicken
Youtube Nordbiene: Bitte hier klicken

klaus
Beiträge: 140
Registriert: Mittwoch 27. Mai 2015, 18:57
Postleitzahl: 06406
Ort: Bernburg
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 31. Mai 1978
Völkerzahl ca.: 16 & Mini+
Bienen"rasse": Carnica
Zuchtlinie/n:
Einverständniserklärung: Ja

Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von klaus » Donnerstag 16. August 2018, 09:23

Hallo Kai,
da blutet mir das Herz wenn ich so etwas sehe.
LG Klaus

Feuerstein
Beiträge: 34
Registriert: Sonntag 3. Juni 2018, 19:19
Postleitzahl: 00000
Ort: Beutehausen
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 0- 0- 0
Völkerzahl ca.:
Bienen"rasse":
Zuchtlinie/n:
Einverständniserklärung: Ja

Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von Feuerstein » Samstag 18. August 2018, 08:25

Tut mir echt leid, so etwas zu sehen.

Ich habe zusammen mit dem Imkerpaten über 30 Völker behandelt, in zwei Etappen. 60% AS und mittlerer Docht. Er legt noch ein Fliegengitter zwischen Volk und Verdunster. So etwas wie bei Dir ist bei keinem Volk aufgetreten, keinerlei Anzeichen. Wir haben natürlich auch viel über dieses Thema gesprochen und er macht es seit Jahren auf genau diese Art & Weise. Ich kannte Dein älteres Video zu diesem Problem und war entsprechend "ängstlich" und skeptisch. Meine zwei Völkchen habe ich dort mit behandelt und erst dann zu mir geholt. Das er mir Mist erzählt schließe ich aus. Dazu war er bei der Behandlung zu entspannt. Ich war doch sehr angespannt die Tage, da man sogar am Flugloch weiße Ablagerungsspuren von der Säure auf den frisch grün gestrichenen Beuten sehen konnte.

Allgemein hat er wenig Probleme mit der Varroa, in zwei Völker entpuppten sich ein stärkerer Befall. Da hat er ein Schwammtuch eingelegt und per Spritze durch die Folie behandelt. Schon kurios zu sehen, dass knapp 30 Völker wenig Varroen haben, aber zwei viel. Und diese zwei standen auch irgendwo dazwischen, also nicht extra oder so.

Wir haben uns auch nach Abschluss der Behandlung mehrfach gesehen und über die Bienen gesprochen, eingefüttert, etc., bisher hat er mir nicht von irgendwelchen Langzeitproblemen erzählt. Würde er sicher tun, wenn es da was gäbe. Das hier und da eine Königin für 10-14 Tage aus der Brut geht, kommt vor, holen sie aber dann wieder auf. So mein momentaner Kenntnisstand.

Postkugel
Beiträge: 120
Registriert: Dienstag 19. September 2017, 19:32
Postleitzahl: 38644
Ort: Goslar
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 0- 0- 0
Völkerzahl ca.:
Bienen"rasse": Buckfast
Zuchtlinie/n:
Einverständniserklärung: _

Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von Postkugel » Samstag 18. August 2018, 09:38

Das die Koenigin aus der Brut geht und das Brutnest zerstoert wird, ist m.E. essentiell fuer eine ausreichende Wirkung der Ameisensaeure bei staerkerem Varroabefall.

Denn allein durch die Brutfreimachung wird die zukuenftige Varroapopulation halbiert.
Dazu muss keine einzige Milbe durch die AS getoetet werden, sondern es reicht aus, wenn dazu die Bienenbrut abstirbt. Wenn die Varroen ein paar Wochen (in denen die Vermehrungsrate meist ueber 2 liegt) keinen Nachwuchs bekommen, sinkt deren Anzahl allein schon mittels Austragung durch die Bienen und ihrer natuerlichen Mortalitaet.

Mich wuerde mal interessieren, ob es Untersuchungen gibt, welche belegen, dass AS Milben in der verdeckelten Brut toetet, ohne dabei die Brut zu schaedigen. Ich denke, das wird nur zu einem geringen Grad der Fall sein.

Benutzeravatar
imkerforum-nordbiene
Site Admin
Beiträge: 6606
Registriert: Dienstag 11. Dezember 2007, 16:42
Postleitzahl: 24247
Ort: Mielkendorf
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 14. Jul 1979
Völkerzahl ca.: 16
Homepage: www.deutsche-biene.de
Bienen"rasse": Dunkle Biene, Sicula, Ligustica, Carnica, Buckfast
Zuchtlinie/n: Flekkefjord, sowie F1
Einverständniserklärung: Ja
Alter: 53
Kontaktdaten:

Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Samstag 18. August 2018, 09:43

HAllo allerseitzs,

hier ein weiter, der morgens um 6 seine Völker mit Nassenheider überprüft hat:

"...ich war heute morgen bei meinen Bienen . Leider lag doch etliche ausgeräumte Brut vor der Beute ..."

Nachzulesen in den Kommentaren: https://www.youtube.com/watch?v=j4s4ijd ... 4875395623

LG
Kai
Mein Imker- und Video-Equipment: Bitte hier klicken
Youtube Nordbiene: Bitte hier klicken

Matze70
Beiträge: 1
Registriert: Mittwoch 22. August 2018, 06:54
Postleitzahl: 14471
Ort: Potsdam
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 0- 0- 0
Völkerzahl ca.:
Bienen"rasse":
Zuchtlinie/n:
Einverständniserklärung: Ja

Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von Matze70 » Mittwoch 22. August 2018, 14:51

Hallo Kai,

wie ich ja vor ein paar Tagen im Kommentar zu deinem YT-Video schrieb, habe ich jetzt einen Versuch bezüglich der Verdunstung von AS über den U-Docht( welcher ja eigentlich nicht mehr als Verdunstungsoberfläche dienen soll) bei unterschiedlicher Stock-Luftfeuchte durchgeführt und mit klarem Ergebnis abgeschlossen. Ausgehend von gemessenen Luftfeuchtewerten in zwei Völkern- eines ohne Bienenverluste, das andere mit Verlusten von frisch geschlüpften Bienen bei AS-Behandlung. Es ergaben sich mittlere Werte bei Volk1 von 62% rel. LF und Volk2 von 43% rel. LF. Volk 1 hatte dabei reichlich Futter - auch viel unverdeckelt frisch eingetragen- Volk 2 hatte deutlich weniger Futter. Die Futtermenge scheint- wenn man sich dein Video- Kai und die Videos von z.B. Dirk Unger durchaus relevant zu sein. Du beobachtetest, Bienenverluste bei AS-Behandlung traten vor allem bei Völkern mit wenig Futtervorrat auf - du bist ja jetzt nach der 1. AS-Behandlung beim Auffüttern. Dirk Unger beschrieb in seinem Video: erst wird aufgefüttert und direkt im Anschluss mit AS behandelt. Diese unterschiedliche Vorgehensweise könnte dann schon die unterschiedlichen Luftfeuchtigkeitswerte bei sonst gleichen Umgebungsbedingungen bedingen. So, was ist nun bei meinem Versuch, der die o.g. Bedingungen nachgestellt hat, herausgekommen? Bei LF-Bedingungen wie in Volk 1 wurden 24,5ml AS/d gefördert, bei Bedingungen wie in Volk 2 waren es39,5ml AS/d. Benutzt wurde der gleiche Verdunster- gefüllt mit AS 60% und beide Male derselbe (große)Docht, um herstellungsbedingte Streuungen auszuschließen. Es zeigt sich also, dass der Docht durchaus auch relevante Mengen an AS verdunsten kann, was er ja eigentlich nicht mehr tun sollte! Lösungsansatz wäre daher, den Docht äußerlich zu imprägnieren (diffusionsdicht?), so dass nur noch ein schmaler Bereich an der Ansaug- und Abtropfseite frei wäre.
VG
Matthias

Benutzeravatar
imkerforum-nordbiene
Site Admin
Beiträge: 6606
Registriert: Dienstag 11. Dezember 2007, 16:42
Postleitzahl: 24247
Ort: Mielkendorf
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 14. Jul 1979
Völkerzahl ca.: 16
Homepage: www.deutsche-biene.de
Bienen"rasse": Dunkle Biene, Sicula, Ligustica, Carnica, Buckfast
Zuchtlinie/n: Flekkefjord, sowie F1
Einverständniserklärung: Ja
Alter: 53
Kontaktdaten:

Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Mittwoch 22. August 2018, 17:19

Matze70 hat geschrieben:
Mittwoch 22. August 2018, 14:51
Hallo Kai,

wie ich ja vor ein paar Tagen im Kommentar zu deinem YT-Video schrieb, habe ich jetzt einen Versuch bezüglich der Verdunstung von AS über den U-Docht( welcher ja eigentlich nicht mehr als Verdunstungsoberfläche dienen soll) bei unterschiedlicher Stock-Luftfeuchte durchgeführt und mit klarem Ergebnis abgeschlossen. Ausgehend von gemessenen Luftfeuchtewerten in zwei Völkern- eines ohne Bienenverluste, das andere mit Verlusten von frisch geschlüpften Bienen bei AS-Behandlung. Es ergaben sich mittlere Werte bei Volk1 von 62% rel. LF und Volk2 von 43% rel. LF. Volk 1 hatte dabei reichlich Futter - auch viel unverdeckelt frisch eingetragen- Volk 2 hatte deutlich weniger Futter. Die Futtermenge scheint- wenn man sich dein Video- Kai und die Videos von z.B. Dirk Unger durchaus relevant zu sein. Du beobachtetest, Bienenverluste bei AS-Behandlung traten vor allem bei Völkern mit wenig Futtervorrat auf - du bist ja jetzt nach der 1. AS-Behandlung beim Auffüttern. Dirk Unger beschrieb in seinem Video: erst wird aufgefüttert und direkt im Anschluss mit AS behandelt. Diese unterschiedliche Vorgehensweise könnte dann schon die unterschiedlichen Luftfeuchtigkeitswerte bei sonst gleichen Umgebungsbedingungen bedingen. So, was ist nun bei meinem Versuch, der die o.g. Bedingungen nachgestellt hat, herausgekommen? Bei LF-Bedingungen wie in Volk 1 wurden 24,5ml AS/d gefördert, bei Bedingungen wie in Volk 2 waren es39,5ml AS/d. Benutzt wurde der gleiche Verdunster- gefüllt mit AS 60% und beide Male derselbe (große)Docht, um herstellungsbedingte Streuungen auszuschließen. Es zeigt sich also, dass der Docht durchaus auch relevante Mengen an AS verdunsten kann, was er ja eigentlich nicht mehr tun sollte! Lösungsansatz wäre daher, den Docht äußerlich zu imprägnieren (diffusionsdicht?), so dass nur noch ein schmaler Bereich an der Ansaug- und Abtropfseite frei wäre.
VG
Matthias
HAllo Matthias,

vielen vielen Dank für den überaus interessanten Versuch.

Das Ergebnis deckt sich mit meinen Beobachtungen zum Nassenheider, wo die Dochte äußerst unterschiedlich abtropfen bzw sogar tatsächlich verdunsten.

LG
Kai
Mein Imker- und Video-Equipment: Bitte hier klicken
Youtube Nordbiene: Bitte hier klicken

Biene77
Beiträge: 67
Registriert: Montag 21. Mai 2018, 10:28
Postleitzahl: 24598
Ort: Boostedt
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 6. Jun 2018
Völkerzahl ca.: 2
Bienen"rasse": Carnica/Buckfast
Zuchtlinie/n:
Einverständniserklärung: Ja
Alter: 41

Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von Biene77 » Donnerstag 23. August 2018, 17:43

Das ist alles grosser Mist.
Da ist ne manuelle Brutentnahme und dann ins Eisfach,humaner als diesen Säuremist in die Völker zu bringen und dann elendig die Bienen krepieren zu sehen.
Das letzte Video war ja nur zum heulen. :shock: :(

Mfg
Willst du eine Stunde glücklich sein,trinke Wein.Willst du ein Jahr glücklich sein,heirate.
Willst du dein Leben lang glücklich sein,werde Gärtner. In der Ruhe liegt die Kraft.
https://www.youtube.com/watch?v=Q6km-3ot8Qo

Herbert
Beiträge: 745
Registriert: Samstag 17. Oktober 2015, 12:57
Postleitzahl: 25821
Ort: Breklum
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 18. Apr 1979
Völkerzahl ca.: 25 Segeberger-Beute
Bienen"rasse": Carnica,Ligustica
Zuchtlinie/n:
Einverständniserklärung: _
Alter: 53

Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von Herbert » Freitag 24. August 2018, 09:43

Moin moin,
die AS ist besser als irgendeine Chemie,ohne Hilfe würden unsere Bienen krepieren.
Ich erlebe bei meiner Behandlung mit Schwammtuch AS,das die Völker die am meisten mitVarroen befallen sind auch mehrere
Bienen bei der Behandlung eingehen,bei den weniger befallenen Völkern nahezu keine toten Bienen.
Natürlich gehen die Aufnahmen mir auch unter die Haut!

LG Herbert

Benutzeravatar
imkerforum-nordbiene
Site Admin
Beiträge: 6606
Registriert: Dienstag 11. Dezember 2007, 16:42
Postleitzahl: 24247
Ort: Mielkendorf
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 14. Jul 1979
Völkerzahl ca.: 16
Homepage: www.deutsche-biene.de
Bienen"rasse": Dunkle Biene, Sicula, Ligustica, Carnica, Buckfast
Zuchtlinie/n: Flekkefjord, sowie F1
Einverständniserklärung: Ja
Alter: 53
Kontaktdaten:

Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Freitag 24. August 2018, 11:37

HAllo,

ich hatte ja Hoffnung auf die fehlerfreie Funktion des Nassenheiders. Dem ist nicht ganz so. Schwachpunkt sind die Dochte, die offenbar sehr unzuverlässig arbeiten.

Hier gibt es ein interessantes Versuchsergebnis zum Nassenheider Docht:

https://bv-besigheim.de/news/papier-ist-geduldig.html

Zitat aus der Seite:

"Die Fakten:
•Teilweise haben Dochte der Größe 1 (D1) eine deutlich größere Verdunstungsrate wie Dochte der Größe 3 (D3)
•Bei den Dochten der Größe 1 liegt die Streuung zwischen 9,7 ml/Tag und 28,9 ml/Tag
•6 von 17 Dochten der Größe 1 liegen deutlich über 20 ml/Tag
•Bei den (geprüften) Dochten der Größe 3 liegt die Streuung zwischen 17,4 ml/Tag und 28 ml/Tag

Ich glaube, da muss man jetzt nicht mehr viel dazu sagen..."


LG
Kai
Mein Imker- und Video-Equipment: Bitte hier klicken
Youtube Nordbiene: Bitte hier klicken

Antworten

Zurück zu „Bienenkrankheiten und -parasiten“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste