Video: Varomor Oxalsäure professionell verdampfen

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Moderator: Johannes

Richthofen
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Re: Video: Varomor Oxalsäure professionell verdampfen

Beitrag von Richthofen » Montag 27. November 2017, 21:34

Hi Kai
Zur Säure-Konzentration : mich umtreibt schlicht die Frage was die Bienen maximal "ertragen" bei Oxuvar sind es eben 3.5 % . Du fährst da schon ein anderes Geschütz auf .
Deine Frau würde Dir zu destiliertem Wasser, analog zum Bügeleisen, raten .

Gruss Markus

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Re: Video: Varomor Oxalsäure professionell verdampfen

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Montag 27. November 2017, 21:44

HAllo MArkus,

für die Bienenverträglichkeit ist Säurekonzentration unerheblich, denn:

Was wollen wir erreichen? Einen feinen Staub OS möglichst auf allen Bienen. Dieser Staub besteht aus 100% reiner Oxalsäure. Dies ist das Ziel, und dies halten die Bienen aus, aber nicht die Varroa.

LG
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Re: Video: Varomor Oxalsäure professionell verdampfen

Beitrag von Rolf » Montag 27. November 2017, 23:35

es ist schon erstaunlich wie manche Leute wissen "was die Bienen aushalten" und sich selber aber mit Gummihandschuhen und Atemmaske schützen.

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Re: Video: Varomor Oxalsäure professionell verdampfen

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 28. November 2017, 00:07

Rolf hat geschrieben:
Montag 27. November 2017, 23:35
es ist schon erstaunlich wie manche Leute wissen "was die Bienen aushalten" und sich selber aber mit Gummihandschuhen und Atemmaske schützen.
NA, dieser Beitrag ist aber wenig konstruktiv. Was hast Du denn für Erfahrung gesammelt in Bezug auf eine mögliche Bienenunverträglichkeit der OS? Oder möchtest Du hier gar nicht konstruktiv diskutieren? :shock:

Fakt ist doch, dass Oxalsäure per se den Bienen überhaupt nicht schadet, es sei denn, die Bienen nehmen dies oral auf. Fakt ist auch, dass Oxalsäure den Menschen schädigt, selbst über den Hautkontakt. Deshalb muss der Anwender sich selbstverständlich schützen.
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Re: Video: Varomor Oxalsäure professionell verdampfen

Beitrag von Richthofen » Dienstag 28. November 2017, 00:36

Hallo Kai
Ausgehend vom Varrox-Verdampfer : Oxalsäuredihydrat wird unter Verwendung der geringst möglichen Menge Wasser-das es enthält - sublimiert , dieser gewünschte "Rauch" - Staub würde es wohl besser beschreiben , ist trocken und schadet nach wissenschaftlichen Untersuchungen den Bienen
selbst bei Hochdosierung nicht .
Säure und Wasser , da geschieht bisweilen das Ungeheure . Also lassen wir das Wasser sicher weg , auch das destilierte . Denn der Varomor würde dann 30%+ Säuredampf erzeugen der sich niederschlägt - analog der Sommerbehandlung bei der die Säurekonzentration in der Stockluft auch eine verträgliche Obergrenze kennt .
Deshalb der Alkohol der sich in der Menge nicht niederschlagen kann und eben dafür die mit 30 % , zehnmal höher benötigte Konzentration .
Deshalb verwenden die Amerikaner zum Anmischen auch gerne Öl - und giessen sich den Moonshine hinter die Binde . :wink:
So mein Fazit - es deckt sich mit dem Verabreichen von Oxuvar3.5% mittels Ultraschall- Vernebelung .
Bei den Amis sind das die Fogger - wobei es da wie bei denen üblich richtig haarig zur Sache geht .
Gruss Markus

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Re: Video: Varomor Oxalsäure professionell verdampfen

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 28. November 2017, 08:22

Danke Markus, so dürfte es sich verhalten. :P

LG
Kai
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Re: Video: Varomor Oxalsäure professionell verdampfen

Beitrag von Bienen Sepp 2 » Dienstag 28. November 2017, 10:15

Hollo
Ich bin neu im Forum!
Habe mir auch den selben Varomor gekauft.(September)
Die Anschlagschraube ist bei meinen Verdampfer fest am Gehäuse der Membrane
mit einer durchgangs Schraube befestigt.
Am Hitzeschutz habe ich 2/3 mit einen Dosenblech verschloßen.
Das Rohr habe ich um 20cm gekürtzt.
Ich verwende 69,9% Prima Sprit und 30g OS.
Eine vorwärmung von 5 Minuten ist nötig.

Guß Josef

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Re: Video: Varomor Oxalsäure professionell verdampfen

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 28. November 2017, 10:28

Bienen Sepp 2 hat geschrieben:
Dienstag 28. November 2017, 10:15
Hollo
Ich bin neu im Forum!
Habe mir auch den selben Varomor gekauft.(September)
Die Anschlagschraube ist bei meinen Verdampfer fest am Gehäuse der Membrane
mit einer durchgangs Schraube befestigt.
Am Hitzeschutz habe ich 2/3 mit einen Dosenblech verschloßen.
Das Rohr habe ich um 20cm gekürtzt.
Ich verwende 69,9% Prima Sprit und 30g OS.
Eine vorwärmung von 5 Minuten ist nötig.

Guß Josef
HAllo Josef,

danke schön, und herzlich Willkommen. :D
Eine vorwärmung von 5 Minuten ist nötig.
Auch für diesen Hinweis vielen DAnk. Dies war auch mein Fehler, ich habe zu wenig gewartet.

Den Hinweis mit dem Dosenblech zur Wärmeisolierung und die Einkürzung des Rohres finde ich super. Vorstellbar, dass die Verdampfung dann noch besser geht.
LG
Kai
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Re: Video: Varomor Oxalsäure professionell verdampfen

Beitrag von Rolf » Sonntag 3. Dezember 2017, 16:35

Hallo Freunde der Varomor-Technik,

Oxalsäure zersetzt sich bei einer Temperatur von 157°C. Um Oxalsäure-Rauch mit dem Gerät zu erzeugen, müsste im "Heizbereich" eine Temperatur von unter 157°C sicher eingehalten werden. Bei der Konstruktion kann ich mir das nur schwer vorstellen. Es kommen also aus dem Rohr entweder Oxalsäure, deren Zersetzungsprodukte oder Reationsprodukte mit Alkohol heraus, je nachdem welche Temperatur das Rohr gerade hat. Ein Zersetzungsprodukt der Oxalsäure ist Kohlenmonoxid. Für Menschen ein starkes Atemgift. Wie es auf Bienen wirkt, weiß ich nicht. So eine Behandlung halte ich für sehr fragwürdig. Der von Kai benutzte Mundschutz ist übrigens für Kohlenmonoxid durchlässig.
LG
Rolf

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Re: Video: Varomor Oxalsäure professionell verdampfen

Beitrag von Johannes » Sonntag 3. Dezember 2017, 17:16

Hallo Rolf,

rein von der Theorie und Chemie her hast du Recht. Aber entscheidend ist nicht (allein) die Hitze des Brenners, sondern die Kontaktzeit der OS mit der heißen Spirale. In Kai´s Video mit der zu hoch eingestellten Hubmenge sieht man, dass dort Ethanol vorne raus spritzt. Das heißt ja, dass die Kontaktzeit nicht ausreichte, um die Mischung auf über 70 °C zu erhitzen. Das ist schon krass. Da muss man auf jeden Fall die Hubmenge reduzieren. Denn zumindest der Alkohol muss spontan verdampfen und dadurch die OS-Kristalle mitreißen. Ich glaube nicht, dass hier eine nennenswerte Zersetzung eintritt. Man muss auch bedenken, dass die Verdampfung des Alkohols eine endotherme Reaktion ist. Sie zieht Wärmeenergie aus dem System und kühlt somit vermutlich sogar die OS wieder etwas ab.
Im Freien ist jede Sorge wegen dem bisschen Kohlenmonoxid zu vernachlässigen. Auch die Bienen werden daran nicht sterben. Es handelt sich doch um eine winzige Menge, die da in eine Beute gepustet wird.

Schade finde ich nur, dass es aus der Ukraine keine übersetzte Anleitung oder gar Versuchsergebnisse zu dem Gerät gibt. Ich wüsste gerne, wo der Unterschied zwischen 96 % Ethanol, 70 % Ethanol und Wasser als Lösungsmittel liegt.

LG Johannes
Derzeit sind keine Königinnen mehr verfügbar.
Im nächsten Jahr wird es wieder Nachzuchten von Mellifera und Ligustica geben.
Bestellungen nehme ich aber erst nach der Auswinterung entgegen.

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Re: Video: Varomor Oxalsäure professionell verdampfen

Beitrag von Rolf » Sonntag 3. Dezember 2017, 19:17

Hallo Johannes,
in dem Video sieht man eine Flüssigkeit vorne austreten. Ob das Ethanol ist, kann ich nicht erkennen.
LG Rolf

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Re: Video: Varomor Oxalsäure professionell verdampfen

Beitrag von kleffmann » Sonntag 3. Dezember 2017, 19:50

Insgesamt scheint mir doch das Verdampfen kristalliner Oxalsäure vernünftiger zu sein - wenn es nur bei uns zugelassen wäre...
Schöne Grüße,
Tom

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Re: Video: Varomor Oxalsäure professionell verdampfen

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Sonntag 3. Dezember 2017, 20:51

kleffmann hat geschrieben:
Sonntag 3. Dezember 2017, 19:50
Insgesamt scheint mir doch das Verdampfen kristalliner Oxalsäure vernünftiger zu sein - wenn es nur bei uns zugelassen wäre...
Schöne Grüße,
Tom
HAllo Tom,

das hatte ich ausprobiert. Bei mir stiegen die Dämpfe nur ca 20 cm hoch - zu wenig für einen Zweizarger. Mittlerweile merken das auch andere Anwender des Pfannenverdampfers.

LG
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Re: Video: Varomor Oxalsäure professionell verdampfen

Beitrag von Bienen Sepp 2 » Sonntag 3. Dezember 2017, 22:29

Hallo
Ein Hub darf nicht mehr als 1g betragen.
Man muß 5 Sekunden warden bis zum nähsten Hubstoß und das Vorheizen nich vergessen.
In der Ukraine verwendet man keine OS sondern Bebin hat mir jemand gesagt.
Ich weiß nicht was das ist.

Gruß Josef

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Re: Video: Varomor Oxalsäure professionell verdampfen

Beitrag von robirot » Sonntag 3. Dezember 2017, 23:16

Bepin ist amitraz.
Und nein eine Überhitzt ist nicht möglich, dafür kühlt der Alkohol zu stark beim verdampfen.
Des weiteren ist Oxalsäure(mono/di)ethanolat nicht beständig

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