Alternative gegen Varroa

Von Nosema über Faulbrut, Varroose, Sackbrut, Kalkbrut, Kleiner Beutekäfer, Großer Beutekäfer, Wachsmotten, Wespenplage, Mäuse etc.

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Vladolino
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Alternative gegen Varroa

Beitrag von Vladolino » Freitag 8. Dezember 2017, 10:53

Hallo an alle,
mein Name ist Vlado, kümmere mich um Bienen erst seit vier Jahren, also relativ Anfänger, obwohl ich von klein auf meinen Opa immer geholfen habe sich um die Arbeiten über das Jahr zu kümmern.
Ich habe das Problem mit Varroa nicht, obwohl die Varroa natürlich bei meinen Bienen auch präsent ist. Gegen Varroa werden bei mir keine Säuren, Medikamente oder ähnliches benutzt, nur Kombination aus ätherischen Ölen die über verdampfen oder auch träufeln auf die oberträger verabreicht werden. Ich benutze es über das ganze Jahr, immer wenn ich mal bei den Bienen reinschaue, träufele ich die Flüssigkeit über die oberträger.
Hier mal kurz ein paar Daten von der ersten Behandlung 2017 mit verdampfen 16.07.2017 Juli:
Varroa fall Beute 4
17.07.2017 155 Stück
21.07.2017 150 Stück
25.07.2017 60 Stück
29.07.2017 0 Stück
02.08.2017 0 Stück

Meiner Meinung nach finde ich die behandlung sehr effektiv und einfach, muss nicht aufpassen auf Honig, Wachs und Brut da die ätherische Öle nichts verunreinigen können oder der Brut schaden können. Ich verstehe nicht warum das nicht mehr Leute die Bienen halten ausprobieren, ich weis das es einfacher ist mit Säure zu arbeiten da das ja ALLE machen und es funktioniert, aber wo findet die Biene selber in der Natur Oxalsäure und ähnliches um sich von der Varroa zu entlasten?
Neuer Trend bei Berufsimkern (zum Beispiel bei meinen Ortsansässigen Berufsimker), besser jedes Jahr neues Volk holen (möglichst billig aus Polen) als immer Geld ausgeben für die Behandlungen!!! Spitze oder?
Gruss Vlado

Bienen Sepp 2
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Re: Alternative gegen Varroa

Beitrag von Bienen Sepp 2 » Freitag 8. Dezember 2017, 15:29

Hallo

Welche ätherisch Öle sind das und wie wird das Gemischt!

Gruß Josef

Vladolino
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Re: Alternative gegen Varroa

Beitrag von Vladolino » Freitag 8. Dezember 2017, 17:35

Bienen Sepp 2 hat geschrieben:
Freitag 8. Dezember 2017, 15:29
Hallo

Welche ätherisch Öle sind das und wie wird das Gemischt!

Gruß Josef
Hallo Josef,
genaues Rezept wie es gemacht wird kenne ich nicht, ich weis nur das es aus Paraffinöl, junge hellgrüne triebspitzen von der Tanne, Salbeiblätter und Blüten und noch paar andere Kräuter sind. Ich glaube das alles wird noch gekocht. Rezepte oder Anbieter gibt es genug im Internet, Ich kriege es auch von einem alten Imker der das selber macht aber das genaue Rezept natürlich nicht verraten tut.

Wenn es jemand testen will bei einer Beute könnte ich es gerne versenden, aber nur mit ehrlichen Ergebnissen hier im Forum.

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Re: Alternative gegen Varroa

Beitrag von bienengral » Freitag 8. Dezember 2017, 20:16

Meiner Meinung nach finde ich die behandlung sehr effektiv und einfach, muss nicht aufpassen auf Honig, Wachs und Brut da die ätherische Öle nichts verunreinigen können oder der Brut schaden können.
Hallo Vlado,

das die ätherischen Öle nichts verunreinigen können glaube ich nicht. Die ätherischen Öle sind fettlöslich und somit reicheren sie sich im Wachs an. Über das Wachs komm sie dann auch in den Honig.

Wenn nicht genau feststeht wie die Rezeptur (Inhaltsstoffe) aussieht würde ich das nicht machen. Jedenfalls nicht während der Zeit in der Honig von den Bienen produziert wird.

Grüße Thomas

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Re: Alternative gegen Varroa

Beitrag von Hainlaeufer » Samstag 9. Dezember 2017, 10:08

Sei mir nicht böse Vlado, aber Paraffinöl und irgendwelche ätherische Öle würde ich nicht einmal im Traum bei den Bienen einsetzen wollen.
Wie schon oben geschrieben wurde, kann dieses Zeug in Wachs und Honig gelangen, und als Lebensmittelproduzent sollte man da echt die Finger davon lassen. Erdöl hat erst recht wirklich nichts in der Beute verloren.
Wie gesagt, sei mir nicht böse Vlado, aber ich schreibe das hier, um den einen oder anderen Imkereinsteiger davor zu bewahren!

Und was ich auch noch sehr merkwürdig finde:
Der von dir beschriebene "Trend bei Berufsimker" ist wirklich unglaubwürdig. Ich meine, das liegt doch auf der Hand, dass das nur kontraproduktiv und alles andere als wirtschaftlich wäre. Gerade für einen Berufsimker ist es das Allerwichtigste, dass die Völker überleben. Bienenfleisch kostet verdammt viel Geld, und selbst der billigste Kunstschwarm kostet noch richtig viel Geld...
Weißt du, was mit Berufsimker bei uns passiert, die große Verluste erleiden müssen? Sie müssen um ihre Existenz bangen, weil "gerade mal eben" 250 neue Völker zu bekommen, eine riiiiesen Menge Geld kostet und daher einfach kaum leistbar ist. In anderen Worten: Sie gehen in Konkurs!

Wie schon am Anfang geschrieben: Dies hier ist nur meine persönliche Kritik und ist nicht böse gemeint.
Bloß haben deine Worte mich so angetriggert, ich konnte es einfach nicht lassen.
Finde es eben nur schade, dass ich dir gleich für den Anfang auf die Füße getreten bin - denk ich mir zumindest.
Sorry!

LG

Silas
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Re: Alternative gegen Varroa

Beitrag von Silas » Donnerstag 21. Dezember 2017, 20:00

Hallo alle Miteinander
Gegen die Varoa nehme ich den königinisolator siehe Bericht Winterbehandlug und ich habe in den letzten 4 jahren 1volk im September vor der Milchsäure Behandlung an der varoa verloren. Gruß Marcus

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