Winterbehandlung 2017/2018

Von Nosema über Faulbrut, Varroose, Sackbrut, Kalkbrut, Kleiner Beutekäfer, Großer Beutekäfer, Wachsmotten, Wespenplage, Mäuse etc.

Moderator: Johannes

Postkugel
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Re: Winterbehandlung 2017/2018

Beitrag von Postkugel » Freitag 26. Januar 2018, 13:18

Der freundliche Erfahrungsaustausch ist eine der Staerken dieses Forums und seiner Teilnehmer.

Der seelige Hans Beer hat uebrigens nach seinen Angaben zuletzt auch nur noch Thymol (Apilifevar) in Kombination mit Bienenwohl verwendet.

Aber bitte nichts durcheinanderbringen: Der Hauptwirkstoff von "Bienenwohl" ist die Oxalsaeure.

Thymol allein taugt m.E. (ich kenne nur Erfahrungsberichte und habe es selbst noch nicht verwendet) kaum zur Hauptentmilbung sondern mindert lediglich den Anstieg der Milbenpopulation. Und auch dessen Rueckstaende im Wachs und die potentielle Raeubereigefahr finde ich nicht so doll, wenngleich es sicherlich Schlimmeres gibt und Thymianhonig auch lecker ist :mrgreen:

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Rönsahler
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Re: Winterbehandlung 2017/2018

Beitrag von Rönsahler » Freitag 26. Januar 2018, 19:38

Na ja,
so muss ein jeder Imker eben selber seine Erfahrungen machen, nur leider ist es immer dasselbe,
wir können nur versuchen zu lindern, aber richtig bekämpfen mit Ausrottung ist leider immer noch nicht gegeben.
Und wir leben in Deutschland, dort darf offiziell nur das verwendet werden, was auch durch die Institute erlaubt ist.
Genau wie in der Humanmedizin........
ich werde wohl bei Apilive und Bienenwohl bleiben, und ich rede mir ein, das ich zufrieden sein muss.
Heinz

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Re: Winterbehandlung 2017/2018

Beitrag von Silas » Freitag 26. Januar 2018, 21:09

Hallo Miteinander
Mann weiß das die Varoa 4monate lebt Wissenschaftlich festgestellt. Schaut doch mal die Berichte vom Königinisolator an ,wen alle es so machen würden wäre in 2 Jahren keine Varoa mehr dar. Ich werde 2018 nur noch Milchsäure, Totale Brutentnahme und Königinisolator nehmen. Völker Verluste im ersten Jahr 1Volk seit dem nicht mehr und stand vom Donnerstag alle 13 Völker leben also kann ich von mir sagen, mann muß nicht immer mit Chemie" wie ich es ausdrücke" nehmen. Mein Ziel ist es komplett auf Ameisensäure , Milchsäure usw.zu verzichten. Gruß Marcus

PS. Das ist mein Ziel und ich freue mich immer wen andere es auch ausprobieren.

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Re: Winterbehandlung 2017/2018

Beitrag von Ole86 » Donnerstag 3. Mai 2018, 22:08

Hi zusammen,

um mal ein Résumé zu ziehen, ich halte die genannte geringe Dosierung für absolut richtig. Ein Vorfall veranlasst mich besonders zu dieser Behauptung:

Ich hatte ein Volk auf zwei M+ Zargen eingewintert. Dieses bekam eine recht geringe Dosis OS um die 15 ml. Gegen Ende Februar Anfang März, sah das Volk extrem schlecht aus. Die Traube war so klein, dass ich es für nötig hielt das Volk auf eine Zarge zu komprimieren und zu Füttern.

Als ich die entfernte Zarge untersuchte (es war die untere Zarge), ist mir besonders eine kleine verkümmerte Traube aufgefallen. Das Bild ähnelte einem Erfrierungszustand. Und genau dieses Bild habe ich auch bei meinen schlimmen Verlusten im Vorjahr gesehen.

Ein hohes Bienensterben durch die OS verkleinert das Volk radikal. Es kann sich kaum noch wärmen und hinzu kommt, dass die Restmilben evtl. ein prozentual höhereren Anteil haben, als vor der Behandlung, da die Bienenmasse im Vergleich zur Milbenanzahl geringer geworden ist. Auf diese weise hat man die Milbe zwar mengenmäßig reduziert, jedoch nicht prozentual.

Die Folge ist klar. Das Volk erfriert, da die Milben die Volksstärke immer weiter reduzieren.

Das Volk samt Königin hat übrigens nach einer Brutwabenspende überlebt. Auch insgesamt sind alle Völker bis auf ein Volk gut durch den Winter gekommen.

Ich rate jedem die Dosierung von Oxavur bei Jungvölkern der Stärke der Völker anzupassen.

LG, Ole!

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Re: Winterbehandlung 2017/2018

Beitrag von robirot » Freitag 4. Mai 2018, 21:20

Nein, Bienenqohl ist mitlereweile nichts anderes als Ox 3,5 das Propolis uns die Äth. Öle sind nicht mehr drinnen.

Amitraz Verbrennen im Winter mag das gehen, das Problem dabei sind aber nicht einmal die Rückstände, sondern viel mehr die Resistenzbildung. Heute würde Perizin bestimmt auch wieder gute Ergebnisse zeigen, das war ja mal anders.

Zu ALV kann ich nur sagen, super Mittel bei einzargigen Ablegern. Einmal mit 5 ml AS vorweg um die ansitzenden Milben zu töten und dann ALV rein.

Bei richtig starken Wirtschaftsvölkern bzw. Zweizargern hätte ich bedenken.

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