Königinnen-Isolator

Von Nosema über Faulbrut, Varroose, Sackbrut, Kalkbrut, Kleiner Beutekäfer, Großer Beutekäfer, Wachsmotten, Wespenplage, Mäuse etc.

Moderator: Johannes

Feuerstein
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Re: Königinnen-Isolator

Beitrag von Feuerstein » Sonntag 23. Dezember 2018, 08:06

Bei dem Thema stellt sich mir wieder die Frage der Wirksamkeit einer Oxalsäurebehandlung. Also zur letzten Tracht Königin käfigen, Brutfreiheit abwarten und bedampfen oder sprühen. Hätte man dann über diesen Umweg ähnliche Erfolge wie mit dem Ameisensäure? Für die Bienen wäre es vermutlich etwas entspannter. Bedenkt man noch die Variablen bei der Ameisensäurebehandlung wie Wetter, Königinnenverlust etc., denke ich wirklich darüber nach.

Silas
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Re: Königinnen-Isolator

Beitrag von Silas » Sonntag 23. Dezember 2018, 09:17

Hallo Miteinander

@Feuerstein
Ich mache nach der letzten Tracht erst komplette Brut Entnahme, im Anschluß Milchsäure Behandlung und habe festgestellt das ich nicht ohne die November bzw. Dezember Behandlung nicht auskomme. Aber zumindest sitzen alle Bienen in der Traube und verbrauchen nicht so viel Energie als wenn sie der königinnen in den Gassen hinterher laufen. Und ich würde auch sagen sie verbrauchen auch weniger Futter, aber das hatte ich noch nicht getestet also ist es nur eine Vermutung. Gruß Marcus

Feuerstein
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Re: Königinnen-Isolator

Beitrag von Feuerstein » Sonntag 23. Dezember 2018, 10:31

Also käme man, Königin zum Trachtende gekäfigt und so brutfrei gemacht, mit einer ordentlichen Bedampfung als Sommerbehandlung und eine Winterbehandlung aus. Soll ja effektiver als Milchsäure sein, oder? Man müsste dann den September beobachten, ob sich noch was tut mit der Varroa.

Postkugel
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Re: Königinnen-Isolator

Beitrag von Postkugel » Sonntag 23. Dezember 2018, 18:11

Das reicht oft, aber - je nach "Milbenpegel" - nicht immer. Und leider liefert die Windeldiagnose diesbezueglich keine sichere Aussage.

Die Sommerbehandlung mit OX oder MS setzt Brutfreiheit voraus. Sog. "Blockbedampfen" ist m.E. Schwachsinn, weil die Milbenvermehrung dabei nicht gestoppt wird. Das ist so, als woellte man mittels Schoepfeimer einen Wassereinbruch aus einem defekten Wasserrohr stoppen.

Ich sag'smal so: Die Brutfreiheit verschliesst das Wasserrohr, die TAM sind dann quasi der Wischlappen.

Leider ist es im Sommer aber so, dass OX und MS von den Bienen recht schnell ausgetragen werden. Deren Wirkung ist nach etwa 4 Tagen verpufft. Kein Vergleich zur Winterbehandlung. Ich schaetze den Wirkungsgrad von TBE+OX(MS) auf etwa 80%. Im Gegensatz zur Ameisensaeure ist die TBE jedoch eine sichere Bank. Der Erfolg ist unabhaengig vom Wetter. Und allein schon wegen der nuetzlichen "Nebeneffekte" (Bauerneuerung, Ziehen junger Koeniginnen, Einsatz waehrend noch Honigraeume auf den Voelkern stehen->Honigtrocknung am Trachtende, starke WIntervoelker) lohnt die TBE auf jeden Fall.

Bei niedrigen Milbenpegel (<500/Volk) genuegt das bis zur Winterbehandlung, wenn es lediglich um das Ueberleben der Voelker geht. Mir genuegt das nicht. Und das Schlimme ist: Ich weiss es nicht, wie viele Milben tatsaechlich in einem Volk sind. Die Windel kann man diesbezueglich vergessen. Als Techniker sage ich: Mit der Windel kann man zwar pruefen (keine/wenig/viele Milben), aber nicht messen.

Ich empfehle, unabhaengig von der Windeldiagnose, eine zusaetzliche Herbstbehandlung (je nach Wetter zw. Ende September/Anfang Oktober) mit 100ml 85%iger AS im Nassenheider Verdunster. Die Menge verdunstet in 4-5 Tagen. Das reicht nach einer TBE vollkommen aus und wird von den Bienen - im Gegensatz zur Sommerbehandlung - recht gut vertragen. Damit erreicht man dann zusammen mit der winterlichen Brutfreiheit/Winterbehandlung ein sehr niedriges Milbenniveau, dass man auf das Drohnenbrutschneiden im kommenden Fruehling verzichten kann.

Statt dem Schneiden von Drohnenbrut empfehle ich uebrigens die Bildung von je einem Brutableger pro Volk im Mai. Drohnenbrut schneide ich nur, wenn bei der Winterbehandlung innert 4 Wochen >100 Milben fallen (passiert bei herbstlicher AS-Behandlung nicht) oder wenn Ende Mai >1Milbe/Tag faellt. Das ist aber meiner Situation geschuldet, weil hier im Gebirge der Juli ein wichtige Trachtmonat ist (Brombeere), wo ich die Bienen noch nicht mit TAM behandeln kann.

Feuerstein
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Re: Königinnen-Isolator

Beitrag von Feuerstein » Sonntag 23. Dezember 2018, 18:40

Wir hatten ja ähnliche Themen schon besprochen. Nehmen wir mal den geschätzten Wirkungsgrad von 80%, evtl. 2x mit 4 Tagen Pause bedampft, ist ja immer noch günstig, weil sie es nicht schaffen dem Volk, was wieder explosiv in die Brut geht, den Winterbienen auf die Schnelle viel Schaden zuzufügen. Dann dürfte man die 80% noch anheben, oder? Ist man dann nicht übermäßig geizig und ersetzt den Wachs, hat man doch die Infektionsgefahr auch sehr reduziert?

(schaffen es Völker, zwei DNM Honigräume in einem Jahr auszubauen? Dann hätte man genug frische Waben...oder gar nach auslaufender Brut frisch auf Mittelwände setzen? Weiß nicht was da günstiger für die schnelle Volksentwicklung wäre)

Hat man dann Ende September/ Anfang Oktober wenig Totenfall, schafft man es auch bis zur Winterbehandlung ohne Probleme. Mein Imkerpate macht seit Jahren nur eine Sommerbehandlung und träufelt im Winter. Kaum tote Völker. Ob es bei meinem Stand auch funktioniert, keine Ahnung. Aber ich würde zu gern die oben beschriebene Theorie verfolgen. Obwohl sich bei mir nicht solche Dramen wie bei Kai abspielten, bin ich wegen der Ameisensäure doch alarmiert.

Silas
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Re: Königinnen-Isolator

Beitrag von Silas » Freitag 1. Februar 2019, 09:43

Hallo Miteinander
Vor 14 Tagen habe ich in meinen Bienenbeuten des bodenbrett hinein gegeben.
Heute musste ich feststellen das bei zwei Bienenbeuten kaum Müll drin ist (Wachs Reste), meine Vermutung ist jetzt das wahrscheinlich die Völker nicht mehr leben aber das kann ich im Augenblick noch nicht zu 100% sagen, weil bei uns ist es im Augenblick -2° und da werde ich keine Bienenbeuten aufmachen.

Was ich aber zu 100%sagen kann es sind Völker wo die Königin am 19.8.18 erst in eilage war und trotzt dass ich Brutwaben zugegeben habe, es wohl nichts genützt hat dass diese Völker über den Winter kommen.

5 Stück davon habe ich noch aus der 5ten Ableger Serie und da sieht es gut aus.

Im Moment sehen die anderen Völker alle sehr gut aus sehr wenig tote Bienen liegen unten.

So habe ich dann des Bodenbrett wieder rausgenommen und den gitterboden wieder hinein gegeben.
Gruß Marcus

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Re: Königinnen-Isolator

Beitrag von klaus » Freitag 1. Februar 2019, 11:20

Hallo Marcus,

ich habe vor ein paar Tagen eine Futterkontrolle durchgeführt, nun was soll ich sagen, es ist alles im grünen Bereich, auch meine 4 Gekofferten Königinnen sind wohl auf.
LG Klaus

Silas
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Re: Königinnen-Isolator

Beitrag von Silas » Freitag 1. Februar 2019, 11:43

Hallo Miteinander
@Klaus
Das freut mich zu hören das alles in Ordnung ist bei den gekofferten die sitzen bestimmt enger in der Traube! Ich hatte nicht die Zeit eine Kontrolle zu machen so muß ich es ein bißchen verschieben den ich muß ja noch eine futterkranz Probe machen wegen Völker Verkauf die meisten wollen ja immer was schriftliches und somit geht dann der Preis in die Höhe. Gruß Marcus

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Re: Königinnen-Isolator

Beitrag von klaus » Freitag 1. Februar 2019, 12:16

Erstmal abwarten und wenn es ein bisschen Wärmer ist dann mal schauen was los ist.

Naja, jeder will gesunde Bienenvölker kaufen und da ist es Wichtig die FKP zu machen, letztendlich ist es deine eigene Sicherheit.

Ich habe keine Waben gezogen sondern nur mit der Taschenlampe abgeleuchtet.
LG Klaus

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Re: Königinnen-Isolator

Beitrag von Silas » Freitag 1. Februar 2019, 16:35

Hallo Miteinander
Gute Nachricht habe es nicht ausgehalten und als heute die Sonne am Nachmittag so schön am Himmel hier bei uns war. Habe ich in den beiden Völker hinein gesehen, sie lebten das sagt mir so eine Müll Diagnose sagt nichts aus :P. Gruß Marcus

Postkugel
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Re: Königinnen-Isolator

Beitrag von Postkugel » Freitag 1. Februar 2019, 20:37

Hallo Marcus,

jaja, das liebe Windelorakel.

Wenn ich's vor Neugier nicht mehr aushalte, bevorzuge ich die Klopfprobe.

Wozu ich allerdigs die Windel gern hernehme, ist die Beurteilung der Futtersituation. Wenn die Wachskruemel so langsam in Richtung der hinteren Beutenwand landen, sollte man aufpassen.

Silas
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Re: Königinnen-Isolator

Beitrag von Silas » Freitag 1. Februar 2019, 21:22

Hallo Miteinander
@Postkugel
Ich hatte geklopft aber nichts gehört :cry:

In den Mini plus die lange Version die ich habe stehen so das ich sie an den Seiten und Hinten mit einer schutz Abdeckung zugehängt habe.

Und die Windel oder schiebebrett wie auch immer mann es nennen möchte, ist fast kein Wachs zu sehen deswegen hatte ich die befürchtung das sie nicht leben.

Aber wen ich an den ersten 2jahren denke wie unruhig ich war, bin ich total Tiefenentspannd, liegt wahrscheinlich daran dass ich mir keine Sorgen machen muß um meine Bienen Völker, selbst wen ein total Ausfall sein sollte bekomme ich immer für die neue Saison Brut waben wo ich mir Völker wieder aufbauen kann.

Ich verkaufe immer meine Königinnen so das immer eine brutwabe mit heraus springt an befreundete Imker Kollegen.

Eine Hand wäscht die andere :lol:
Gruß Marcus

Silas
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Re: Königinnen-Isolator

Beitrag von Silas » Freitag 15. Februar 2019, 17:54

Hallo Miteinander
Heute den 15.2 .19
Fürthe ich bei allen Völker eine Futter Kontrolle durch bei 2 Völker gab ich 2 neue futterrähmchen hinzu lieber ein bißchen mehr als zu wenig :lol: .

Bei der Gelegenheit habe ich auch meine Futterkranzproben durchgeführt und gleich abgeschickt.
Die Völker haben sich sehr dicht an den Isolator gedrängt, was mir wieder gezeigt hat das mann garnicht so viel Chemie in ein Bienenstock geben muß wenn man gesunde Völker haben möchte.

Zum Wetter es waren bei uns in der Sonne 24grad und im Schatten 15grad das war auch der Grund für meine Arbeiten an den Bienen :P

Es lebten alle Völker bis auf eins das hatte schon 2018 geschwächelt und es wurde durchgefüttert von mir es hat einfach nicht umgeweiselt und so hat die Natur den rest gemacht es war ein Volk aus der Klotzbeute.

Gruß Marcus :P

Postkugel
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Re: Königinnen-Isolator

Beitrag von Postkugel » Freitag 15. Februar 2019, 19:07

Hallo Marcus,

wie lange laesst Du die Weiseln noch im Isolator?

LG

Silas
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Re: Königinnen-Isolator

Beitrag von Silas » Freitag 15. Februar 2019, 19:16

Hallo Miteinander
@Postkugel
Bis zum 23.4.19 dann sind 170 Tage vergangen laut meinem Kalender. Kann aber sein das ich sie auch eine Woche vorher heraus lasse das mach ich Wetter abhängig. Im letzten Jahr waren es 161 Tage laut meinen Aufzeichnung. Ich gehe immer von 170 Tagen aus. Gruß Marcus

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