Seite 2 von 4

Re: Königinnen-Isolator

Verfasst: Mittwoch 3. Januar 2018, 11:32
von Silas
Hallo Rene
Mir ist nichts aufgefallen weil ein Teil der Völker hat die Königin von 2016 /2017 die im Isolator war und jetzt ihr 2tes jahr im Isolator ist. Gruß Marcus

Re: Königinnen-Isolator

Verfasst: Mittwoch 3. Januar 2018, 17:22
von Rene
Dankeschön für eure Gedanken / Antworten.
Ja, diese Beispiele sprechen eine andere Sprache. Das ist klar.
Danke nochmals.
L.G. Rene

Re: Königinnen-Isolator

Verfasst: Donnerstag 4. Januar 2018, 08:40
von dirk2210
Hallo Markus
Dieser Isolator:
Hab ich das richtig verstanden, ist so wie eine Bannwabe,nur ohne Wabe.!!
Ist das einfach ausgedrückt so richtig ?
2tens.Du schreibst die Königin soll in unseren Breiten von Oktober bis April darin gehalten werden !
Ist das nicht etwas zu lange?
Der Bien fängt doch im Februar wieder an zu brüten und zu wachsen.
Fehlen dir da nicht Bienen für die Frühtracht
Danke für deine Zeit
L.G. Dirk

Re: Königinnen-Isolator

Verfasst: Donnerstag 4. Januar 2018, 09:30
von Silas
Hallo Dirk 2210!
Ja es ist wie eine bandwabe nur vieeeel dünner, der Isolator ist nur 1 cm im Innenmaß ,das Außenmaß betrug 2 cm mit den knipsen. Und wen du den Text von die -honigmacher .de gelesen hast .Da die Varroa 4 Monate überleben kann ,heißt 120 Tage ,man hat aber auch schon festgestellt dass 140 bzw 160 Tage die Varroa lebt,deswegen habe ich immer mindestens 170 Tage den Isolatorin in der Beute. Mit der Bienen Masse hatte ich keine Probleme im letzten Jahr . Gruß Marcus

Ps; Bin übrigens bei den Imker Tagen in Celle am Samstag den 20.01 vor Ort.

Re: Königinnen-Isolator

Verfasst: Donnerstag 4. Januar 2018, 09:47
von Johannes
Also mir missfällt ja auch die elend lange Zeit im Isolator und da die Frühtracht bei mir sehr wichtig ist, würde ich das auch so niemals machen, schätze ich. Denn Ende März / Anfang April sollen ja die Honigräume drauf und da brauche ich massig Brut.
Ich würde einen Kompromiss suchen:
Königin im Oktober rein, zu Weihnachten normal mit OS behandeln und die Königin gleich oder spätestens Anfang März wieder raus lassen. Damit behandelt man definitiv im brutfreien Zustand und büßt trotzdem keine Bienenmasse zur Frühtracht ein.

Ich weiß, das hebelt die Grundidee des Isolators ganz schön aus, aber mit fast einem halben Jahr ohne Brut kann ich mich nicht anfreunden. Das widerspricht auch zu sehr der Natur eines mitteleuropäischen Bienenvolkes.

LG Johannes

Re: Königinnen-Isolator

Verfasst: Donnerstag 4. Januar 2018, 11:00
von Silas
Hallo miteinander
Ich kann gerne weiter berichten meine Königin sind bis zum 17 März gekoffert und mit der früh Tracht hatte ich trotz Naturbau immer noch 16kg pro Volk zum ernten. Gruß Marcus

Re: Königinnen-Isolator

Verfasst: Donnerstag 4. Januar 2018, 11:03
von Johannes
Hallo Marcus,

klar kannst / sollst du weiter berichten! Ich finde das äußerst spannend! Nur kann ich mich zum jetzigen Zeitpunkt nicht mit der langen Dauer anfreunden. Aber das muss ja nicht heißen, dass es nicht trotzdem ein gangbarer Weg und vielleicht sogar die Zukunft ist!

LG Johannes

Re: Königinnen-Isolator

Verfasst: Donnerstag 4. Januar 2018, 11:31
von Didi
Moin,
es wird schon soviel gegen die Natur gearbeitet, wo wir uns zu recht aufregen und jetzt machen wir das auch so?
Sollte der Weg nicht sein ein Gleichgewicht zwischen Wirt und Parasit herzustellen? Denn ausrotten werden wir ihn in 1000 Jahren nicht, egal welche Tricks wir anwenden. Die Natur ist auf Dauer stärker.
Nur meine persönliche Meinung und ich mag ja ausnahmsweise mal Unrecht haben.
LG Dieter

Re: Königinnen-Isolator

Verfasst: Donnerstag 4. Januar 2018, 13:49
von imkerforum-nordbiene
Silas hat geschrieben:
Donnerstag 4. Januar 2018, 11:00
Hallo miteinander
Ich kann gerne weiter berichten meine Königin sind bis zum 17 März gekoffert und mit der früh Tracht hatte ich trotz Naturbau immer noch 16kg pro Volk zum ernten. Gruß Marcus
Ja bitte. :P

Re: Königinnen-Isolator

Verfasst: Donnerstag 4. Januar 2018, 14:22
von Postkugel
@Didi
Das wird leider etwas OT, vielleicht sollten wir dazu lieber einen eigenen Faden starten. Nur soviel: Es gehen jedes Jahr genuegend Schwaerme verloren, welche durchaus auf natuerlichen Wege irgendwann mit der Milbe klarkommen koennten. Vielleicht entdeckt mal einer so einen. Leider laufen derartige Prozesse jedoch seeehr langsam ab. Da reicht ein Menschenleben nicht.

Ich sehe die Sache etwas anders. Wir leben in einer vom Menschen gestalteten Kulturlandschaft. Ich begreife den Menschen mit seinem Gestaltungswillen als Teil dieser Landschaft und als natuerlichen Prozess. Der Mensch hat die Milbe eingeschleppt. Und Menschlein versucht nun, weil eines seiner wichtigsten Haustiere durch selbige massiv bedroht ist, dieser Situation herr zu werden, aber dennoch sein Haustier weiter zu nutzen. Menschlein wird Irrwege begehen, aber sicherlich auch irgendwann, in evulutionaeren Zeitraeumen, eine Loesung finden. Was wir hier tun, ist Teil dieses Prozesse.

Ob nun ein so langes Einsperren der Koenigin einer der vielen Irrwege ist, oder der richtige Weg, oder vielleicht ein falscher Weg der knapp am richtigen Weg entlang fuehrt, dass soll hier diskutiert werden. Ich finde, biotechnische Massnahmen deutlich weniger invassiv wie den Einsatz von Saeuren. Es mag sein, dass es die Koenigin nicht angenehm findet, in einen Kaefig gesprerrt zu werden (wer weiss das von uns Menschen schon?). Aber wenn ich mir das Leid der Bienen anschaue, welche Kai beim Einsatz des Nassenheiders im vergangenen Sommer dokumentiert hat, ist es doch schon einmal ein Fortschritt, wenn nur noch ein Tier "gequaelt" werden muss.

Ich denke, der Hauptfehler, den viele "Oekofraeks" machen, ist jener, den Menschen nicht als wichtigen Teil der Evolutiuon und der Kulturlandschaft zu begreifen. Ich muss mir doch nur anschauen, welche Wald- und Bodenschaeden hier bei uns im Nationalpark Hochharz durch diesen Irrglauben angerichtet werden. Deren Motto "Natur Natur sein lassen" ist in unserer dicht besiedelten Kulturlandschaft, die sich seit Jahrtausenden unter menschlichen Einfluss entwickelte, totaler Schwachsinn. Solche Schaeden hat nicht einmal das sog. "Waldsterben" in den 80ern angerichtet. Auf der einen Seite industrielle Waldnutzung ("Panzerfahren" [Harvester, Forwarder] im Wald macht viel Freude), und ein paar km weiter ploetzlich "Natur Natur sein lassen". Geht's nicht einfach mal normal?

Wenn wir das weiter diskutieren wollen, sollten wir jedoch einen eigenen Fred aufmachen.

LG

Re: Königinnen-Isolator

Verfasst: Donnerstag 4. Januar 2018, 21:11
von Silas
Hallo miteinander
Erstmal muss ich euch alle ein Kompliment machen, hier wird sachlich und kompetent drüber diskutiert bzw.geschrieben das finde ich super.

Ich habe mich noch mal mit einem polnischen Imker unterhalten er meinte zu mir 155 Tage sollten eigentlich reichen . So macht er es mir hat er gesagt das medikamente; Oxalsäure sehr teuer sind .Und Sie sich für die russische Variante entschieden haben. Sie verdienen nicht so viel Geld im Monat

Und er kennt kein Imker der es so nicht macht und wie gesagt im letzten Jahr hat es bei mir funktioniert und in diesem Jahr werde ich dann sehen Anfang März. Grüße Marcus 8)

Re: Königinnen-Isolator

Verfasst: Freitag 5. Januar 2018, 16:38
von klaus
Hallo Imkerfreunde,

ich möchte mich auch mal wieder melden, wünsch noch ein gesundes Neues.

Marcus du hast hier ein gutes Thema angeschnitten, ich befasse mich schon eine Weile damit. Im YouTube Kanal (Imkerfreund Johann Schmidt), berichtet auch einiges darüber. Ein Königinisolator für 3 Wochen Einsatz nach der Lindentracht hab ich mir schon gebaut, ein größerer Isolator für den Winter ist noch in Arbeit, die kommen dieses Jahr dann zum Einsatz (erst mal Probe an 2 Völker).
Ich wollte es 2017 schon aus probieren, habe es aber dann doch sein lassen.
P1060144.JPG
P1060142.JPG
P1060141.JPG

Re: Königinnen-Isolator

Verfasst: Freitag 5. Januar 2018, 17:06
von Silas
Hallo Klaus
Ja die guten Tips von Johann kenne ich ,aber wenn mann die ganzen Einzelteile zusammen kauft kommt es teurer als wenn man bei lukaszewicz den Isolator fertig bestellen.Gruß Marcus

Re: Königinnen-Isolator

Verfasst: Freitag 5. Januar 2018, 17:30
von klaus
Hallo Marcus,

zum Ausprobieren werden bei mir Materialrester verwendet, die hat man überall rumliegen.
Zum Testen sollte das erst mal genügen wenn es sich bewährt, so kann man immer noch kaufen, 4,98 Euro Sonderangebot hab ich schon längst im Auge. Auch ich bin ein Gegner der Chemie.

Re: Königinnen-Isolator

Verfasst: Freitag 5. Januar 2018, 17:50
von Silas
Hallo Klaus
Wo gibt es den Isolator für 4.98 Euro aktuell kostet er 6.10 Euro. Ich hatte es auch erst an 3 Völker am außen stand 2016/17 gemacht und 2017/18 jetzt alle Völker. Werde aber diesesmal in der ersten März Woche die Königinnen frei lassen. Gruß Marcus