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Re: Königinnen-Isolator

Verfasst: Dienstag 20. November 2018, 15:13
von Postkugel
Sicherlich gibt es fuer die Bienen schoenere Dinge, wie die Koenigin in einen Isolator gesperrt zu bekommen. Drohnenbrutschneiden finde ich schlimmer (und die Varroa am schlimmsten).

Ich kenne noch die Imkerei ohne Varroa. Seither sind wir auf der Suche nach dem besten Kompromiss. Was auch immer den Einsatz von TAM reduziert, ist besser wie Selbige. Wer nur auf den Einsatz von TAM setzt, zuechtet fleissig an der Supermilbe. Aber auch biotechnische Methoden gehoeren auf den Pruefstand. Drohnenbrutschneiden foerdert die "falschen" Milben und verschlechtert die genetische Basis. Wenn varroageschadigte Drohnen es irgendwie doch schaffen sollten, eine Koenigin zu begatten, dann sind sie milbenresistent. Und diese Eigenschaft sollten sie unbedingt weiter geben.

Ich habe das grosse Glueck, hier oben derzeit noch keine Isolatoren zu brauchen (vor der Tuer tobt gerade mal wieder ein Winterstrum). Nur befuerchte ich, dass es mit voranschreitender Klimaerwaermung fuer die Bienen mit der winterlichen Brutpause immer schwieriger wird. Die Varroa dann noch intensiver mit TAM zu bekaempfen zu wollen, geht in die falsche Richtung. Nicht umsonst sind in Sued/Osteurope die Isolatoren recht populaer.

Die Isolatoren allein werden das Varroaproblem nicht loesen. Aber sie koennen helfen, die Folgen der Klimaerwaermung zu reduzieren.

Re: Königinnen-Isolator

Verfasst: Dienstag 11. Dezember 2018, 22:53
von Silas
Hallo Postkugel
Ich habe mir das Buch von Eva Radebacher bestellt bin mal gespannt ob es wirklich so interessant ist oder ob ich das dann wieder für 90euro wieder verkaufe :lol: Gruß Marcus

Re: Königinnen-Isolator

Verfasst: Donnerstag 13. Dezember 2018, 12:32
von Postkugel
Na, da hast Du Dich ja in Unkosten gestuerzt. Ich bin mal gespannt, was sie zu der Langlebigkeit der Milben im Winter genau schreibt.

Re: Königinnen-Isolator

Verfasst: Donnerstag 13. Dezember 2018, 22:56
von Silas
Hallo Miteinander
@Postkugel
Zitat von Eva Rademacher
Die Lebensdauer der Varoa-Milbe beträgt im Sommer etwa zwei bis drei Monate im Winter sechs bis acht Monate
( Aussage von POLTEV1973; LANGHE etal. 1976). SADOS 1979 hat gemeint die Winter Varroa-Milben nehmen die Brut ab Oktober erst auf.

Ohne Biene und Bienenbrut lebt Varoa jacobsoni maximal sieben Tage.

Das war ein Zitat aus dem Buch von Eva Die völlig neu Überarbeitete Version von 1990

1 VERSION 1984
2 Version 1985
3 Version überarbeitete 1986
4 Version komplett Überarbeitet 1990

Wo bei ich die Version von 1990 habe.
Ich sagen muß wen ich das lese und ich meine Bienen alle im Oktober in den Königinnen Isolator setzte das ich Varoa frei sein müsste! Bin ich aber nicht!

Und wenn mein Bericht den ich in einer Bienen Zeitung mal gelesen hatte kann die Varoa nur 4 Monate als Parasit am Abdomen einer Arbeiterin überleben, der Bericht ist von 1987.

Also kann ich sagen wir sind weiter hin auch nicht schlauer der eine hat ein älteres Buch der andere ein neueres Buch.

Mein Fazit jeder macht es so wie er es für sinnvoll hält und behandelt seine Immen so wie er es meint.
Mit freundlichen Grüßen Marcus

Re: Königinnen-Isolator

Verfasst: Donnerstag 13. Dezember 2018, 23:58
von Postkugel
Vielen Dank. Offensichtlich ist es wie so oft: 3 Wissenschaftler, vier Meinungen...

Ich denke schon, dass es durch Kombination derzeitiger Methoden gelingen kann, Bienenvoelker milbenfrei zu bekommen. Leider bleiben sie das aber nicht, weil sich irgendwann wieder irgend eine Biene/Drohn mit einem blinden Pasagier im Pelz verfliegt und das Spiel geht von vorn los.

Und leider ist es auch so, dass es in der urspruenglichen Heimat der Varroa auch sehr lange Winter gibt. Und weil sich die Milbe auf der Cerana nur in der Drohnenbrut vermehrt, die ja auch nicht ueber das gesamte Jahr zur Verfuegung steht, musste die Milbe wohl lernen, auch mit sehr langen Brutpausen zurecht zu kommen. Fuer ein ausgeglichenes Wirt-Parasit-Verhaeltnis sind Brutpausen jedoch unabdingbar. Milde Winter werden zu einer echten Gefahr fuer unsere Voelker.

Re: Königinnen-Isolator

Verfasst: Freitag 14. Dezember 2018, 20:40
von Silas
Hallo Miteinander
@Postkugel

Ich bin bei dem Buch von Eva Rademacher ;

Und muß festellen das sie viele Methoden von Smirnov1979, Kostecki 1983 die damals in ihrem Buch die komplette Brut Entnahme vor dem Winter und mit neuen Mittelwände die Völker über Wintern ließen und im April die Waben wieder entnommen hatten und wieder neue Mittelwände gegeben hatten schreibt Frau Dr. Eva Radebacher das das eine aufwändige und Teure Methode ist aber die Milben Zahl um bis zu 90% reduzieren kann.

Und was Kostecki in sein Buch 1994 schreibt zum Thema Isolator kombiniert mit dieser Arbeitsweise du sogar wenn alle Imker das machen du innerhalb von 3 Jahren keine Milbe mehr hast.

Aber das sagt mir mal wieder alle wissen wie es Funktioniert aber was in der UDSSR und den anderen Osteuropa Ländern nieder geschrieben wurde fand der Deutsche blöd den der wollte immer die Chemie von den großen Konzernen haben.


In dem Buch sind alle Methoden die mit Chemie zu tun haben beschrieben.

Na egal ich werde meine Methode mit frischen wabenwerk vor den Winter und den Isolator weiter fortsetzen, so lange es Funktioniert werde ich dran fest halten, da ist mir egal was andere sagen, die kaufen dann im Frühjahr bei mir dann wieder ihre Völker und ich freue mich.
Imkerliche Grüße Marcus

Re: Königinnen-Isolator

Verfasst: Montag 17. Dezember 2018, 14:28
von Marko
Hallo Silas!
Wünsche Dir viel Erfolg mit dieser Methode. Es sollt auch nicht immer auf andere gehört werden, der Erfolg zählt. Bitte berichte weiter, sobald es wieder etwas Neues gibt.
LG Marko

Re: Königinnen-Isolator

Verfasst: Montag 17. Dezember 2018, 19:00
von Silas
Hallo Miteinander
Ich werde am 18.12.18 alle Völker die bei mir zu Hause stehen mit 15%Milchsäure behandeln es sind 12 Stück, den ich hatte heute komplett Varoa Kontrolle gemacht und endschieden das ich behandlen werde da teilweise 2- 8 Varoas in 10 Tagen gefallen sind. Ganz besonders die Ligustica Völker hatten die meisten (13), (16). Wie sieht es bei euch aus habt ihr schon behandelt trotz Isolator.
:D :D :D
@Marko
Danke für die Wünsche es ist jetzt das 3te Jahr das ich so arbeite. Und es wird weiter so geimkert nur auf meine Milchsäure werde ich wohl nie verzichten können. Gruß Marcus :P

Re: Königinnen-Isolator

Verfasst: Montag 17. Dezember 2018, 21:33
von klaus
Hallo Marcus,

das Entnehmen der Waben, bei diesen Temperaturen, ist nicht nur eine enorme Störung und Belastung der Bienen. Für mich wäre es ein Horror, wenn ich 16 Völker öffnen und besprühen sollte. Bei Brutfreiheit werden sie mit OS behandelt und ich kann ruhig schlafen.

Re: Königinnen-Isolator

Verfasst: Montag 17. Dezember 2018, 21:52
von Silas
Hallo Klaus
Ich werde jeweils außen die futterwaben herausnehmen und besprühe sie mit einer so genannten pump sprüher, den kennen die meisten als Unkraut sprüher. Ich brauche auch nicht länger wie manche Imker Kollegen mit OS erst von links dann von rechts. Ich habe jeweils ein Brett auf einer Seite bis zur Hälfte, da mein Isolator in der Mitte ist. Und weil neue Rähmchen drin sind kann man sie ganz leicht verschieben da sie nicht so heftig verkittet sind. Gruß Marcus

Re: Königinnen-Isolator

Verfasst: Dienstag 18. Dezember 2018, 12:42
von Marko
Hallo Silas!
Deine Methode mit dem Isolator in allen Ehren, aber von einer Milchsäurebehandlung zu dieser Jahreszeit halte ich nichts. Du hast die Königin doch isoliert, also dürfte keine Brut mehr vorhanden sein. In diesem Fall wird verdampfen oder träufeln von Oxalsäure genauso wirksam sein. Die Winterruhe der Bienen sollte nicht gestört werden. Das ist zumindest eine Grundregel von mir.

LG Marko

Re: Königinnen-Isolator

Verfasst: Dienstag 18. Dezember 2018, 13:42
von Silas
Hallo Miteinander
@Marko

Ich weiß garnicht warum sich immer alle so aufregen über Milchsäure Behandlung im Dezember, denkt ihr meine Bienen stehen draußen im kalten! Die habe ich bei ein befreundeten Bauer auf den heuboden stehen und da ist es relativ warm, heute waren da 11grad nur die fluglöcher sind mit außen verbunden. Unten die Kühe oben das heu, nur im sommer habe ich meine Bienen draußen in unterstände stehen oder im Freien unter Bäumen. Gruß Marcus und Frohe Weihnachten

Re: Königinnen-Isolator

Verfasst: Dienstag 18. Dezember 2018, 14:31
von Marko
Hallo Silas!
Wünsche Dir auch schöne Weihnachten und ein erfolgreiches neues Jahr.

LG Marko

Re: Königinnen-Isolator

Verfasst: Mittwoch 19. Dezember 2018, 00:01
von Postkugel
Hallo Marcus,

ich sehe das auch so: Bei +11 Grad ist eine Spruebehandlung optimal. Traeufeln macht da mangels Traube keinen Sinn. Bei solch hohen Temperaturen ist m.E. auch der Isolator notwendig.

Hier sind es derzeit zw. -4 und +2 Grad. Bienen sitzen in der Traube und die Traeufelbehandlung funktionierte wieder einmal perfekt. Der Nachteil des Spruehens bei geeigneten Temperaturen besteht darin, dass die Wirkung der Behandlung max. 1/4 so lange andauert, wie beim Traeufeln im optimalen Temp.-Bereich. Das merkt man auch bei den sommerlichen Spruehbehandlungen, wo die Wirkung der Oxalsaeure bereits nach 4 Tagen verpufft ist, waehrend sie jetzt im Winter etwa 4 Wochen anhaelt.

Sofern man die 50ml/Volk nach Packungsbeilage bei der Traeufelbehandlung mit Oxalsaeure nicht wirklich ausreizt, halten sich die Bienenschaden bei mir doch sehr in Grenzen (irgendwie bekomme ich das Traeufeln immer besser hin wie das Spruehen). Ich arbeite mit 5ml/Wabengasse bei Dadant. Im Fruehling kann ich bei dieser Dosis hinsichtlich der Volksstaerke keinen Unterschied zu unbehandelte Voelkern feststellen.

Aber es zeigt sich auch mal wieder, das ein jeder fuer seinen Standort mittels Herz und Hirn die optimale Betriebsweise auskobeln muss. Das braucht etwas Zeit, aber dann ist die Varroa eigentlich kein Problem mehr sondern lediglich Fleissarbeit.

Re: Königinnen-Isolator

Verfasst: Mittwoch 19. Dezember 2018, 00:51
von Silas
Hallo Miteinander
@Postkugel

Bei uns ist die Außentemperatur auch bei+ 2, + 6.

Wen ich den Kuhstall nicht hätte dann hätte ich Anfang November die letzte Behandlung gemacht weil es da immer noch recht warm ist, aber ich kann sagen das meine Bienen hier bei mir in den letzten Jahren immer gut in der Traube sitzen wegen den Isolator und immer Brutfrei sind.

Ich hatte im letzten Jahr drei Völker bei dem Bauer stehen gehabt :) mit dem Isolator, ich habe keine negativen Erfahrungen gemacht, außer das der Bauer in diesem Jahr seine Völker auch die Königin in den isolator gepackt hatte und alle Völker in der Traube saßen, wir recht schnell 6volle Rähmchen mit meiner Methode Ruck zuck 29 Völker behandelt hatten Za-Dant, Dadant, Zander und DN.

Der Rest des Tages hatten wir mit schlachten verbracht und Abens hatten wir mein Honiglikör, frisches steinofen Brot, schlachte Wurst vernichtet :lol: Gott sei Dank war ich zu Fuß nach 10min zu Hause.

Achso ich sollte vieleicht noch erwähnen das die Bienen im Bienen Haus 8grad+ hatten und wir die heute auch nur mit Milchsäure behandelt hatten es waren insgesamt 8 Stück.

Und von 37 Völker 3stück etwas schwach waren aber im großen und ganzen sind wir mit unsere Arbeit in diesem Jahr ganz zu Frieden und von den 27Völker die für den Verkauf sind, sind auch schon fast alle weg. Gruß Marcus