Neu gegen Varroa: Lithiumchlorid

Von Nosema über Faulbrut, Varroose, Sackbrut, Kalkbrut, Kleiner Beutekäfer, Großer Beutekäfer, Wachsmotten, Wespenplage, Mäuse etc.

Moderator: Johannes

Postkugel
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Re: Neu gegen Varroa: Lithiumchlorid

Beitrag von Postkugel » Mittwoch 31. Januar 2018, 18:43

So in diese Richtung habe ich auch schon gedacht. Man muss wohl eine Situation schaffen, in der die Bienen keine Moeglichkeit haben, Futter einzulager, welches spaeter an Brut verfuettert wird. Also Kunstschwaerme waehrend der Kellerhaft. Oder Brutscheunen im Rahmen von TBE, wenn im Anschluss eine Entsorgung des Wabenwerkes geplant ist.

Es scheint so, dass Li eine Alternative zu OX-Spruehen im Sommer sein koennte. Oder vielleicht in Kombination mit OX eingesetzt wird, um wirklich 100% der Milben zu erwischen, falls die Bienen das vertragen, was aufgrund der unterschiedlichen Wirkmechanismen denkbar ist. Aber das sind alles so Fragen, welche sich nur im Rahmen wissenschaftlicher Versuch klaeren lassen. Ich bin mal gespannt und hoffe, das in 2-3 Jahren aussagekraeftige Ergebnisse vorliegen.

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Re: Neu gegen Varroa: Lithiumchlorid

Beitrag von Hainlaeufer » Mittwoch 31. Januar 2018, 20:08

Falls noch nicht bekannt, einfach anschauen:


Bettina
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Re: Neu gegen Varroa: Lithiumchlorid

Beitrag von Bettina » Mittwoch 31. Januar 2018, 20:33

Die Frage ist aber auch, ob die nachfolgende Brut dann nicht auch geschädigt wird, wenn LCl über das Futter verabreicht wird und im Wachs verbleibt.
edit: zu spät gepostet, der Gedanke kam schon vorher

robirot
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Re: Neu gegen Varroa: Lithiumchlorid

Beitrag von robirot » Mittwoch 31. Januar 2018, 23:31

Nein LiCl wird sich nicht im Wachs ansammeln (ist ein Salz, nicht Polar). Citrat wäre das was in der Anwendung interessant ist.
Und genau da ist der Knackpunkt, in dem Patentn wird die Schädigung der Larven besprochen, in der Studie die Wirkung auf Kunstschwärme. Die Verbindung ist bisher noch nicht gemacht worden. d.h. es ist nicht sicher ob die Bienen das Li überhaupt an die Larven weitereben, ob sie es selber im Körper behalten, oder ob sie vll nur eine Teilmenge abgeben (das wäre das schönste, mit GLück liegt diese Konzentration dann so das sie die Milben schädigt aber die Larve nicht).

Da werden wir bis zum Sommer warten müssen, voher sieht es mit Tests schlecht aus.

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Re: Neu gegen Varroa: Lithiumchlorid

Beitrag von lucikleo » Sonntag 18. Februar 2018, 20:36

Also wenn ich das richtig gelesen habe, wird in der Patentschrift nicht erwähnt, ob es bei dem Larvenexperiment auch eine unbehandelte Kontrollgruppe gab. Wenn es gar nicht erst eine solche Kontrollgruppe gab, könnte theoretisch etwas anderes als das Lithium schuld am Tod der Brut gewesen sein (z.B. Fehler bei der Umbettung der Larven in die Behälter mit der Nährlösung, oder vllt. Dämpfe der Schwefelsäure, die um die Behälter herum war ...?) Wenn es eine Kontrollgruppe gab, scheinen auch aus dieser Gruppe alle Larven gestorben zu sein. Dazu finden sich meines Wissens keine näheren Angaben. Es heißt nur: "All larvae were lost within 72 hours implicating a strong lethal effect of LiCl on larvae." (https://patentscope.wipo.int/search/en/ ... escription)
Naja, das nur mal als kleine Korinthenkackerei am Rande ^^ ...vermutlich war trotzdem das Lithium schuld -.-

Wäre mal interessant, ob Bienenvölker, die in der Nähe von natürlichen Lithiumhaltigen Quellen leben, besser mit der Varroa klar kommen, oder?

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