Starken Varroa Befall im April bekämpfen

Von Nosema über Faulbrut, Varroose, Sackbrut, Kalkbrut, Kleiner Beutekäfer, Großer Beutekäfer, Wachsmotten, Wespenplage, Mäuse etc.

Moderator: Johannes

Postkugel
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Re: Starken Varroa Befall im April bekämpfen

Beitrag von Postkugel » Mittwoch 10. April 2019, 23:35

Hainlaeufer hat geschrieben:
Mittwoch 10. April 2019, 18:32
Postkugel @ Interessant, inwiefern würdest du behaupten bzw. aus welcher Erfahrung heraus meinst du, dass Milchsäure doch nicht so "harmlos" ist?
Bei Oxalsäure ist man sich momentan sicher, dass sie besonders den Darm der Biene schädigt. Bei Oxalsäure sollte man nur Verdampfen, zumindest ist man da auf der sicheren Seite."
Die Erfahrung ist folgende: Wenn man staerker varroabelastete Voelker gegen Abend (nach Einstellung des Flugbetriebes) mit Milchsaeure spruebehandelt, gehen anschl. massiv Bienen ab. Einfach mal eine Stunde am Flugloch beobachten... Und nein, die Bienen waren von der MS nicht durchnaesst. Diese Beobachtung habe ich nach OX-Spruehbehandlungen so nicht gemacht. Das sich OX, vor allem bei Traeufelbehandlung, subletal auf die Bienen auswirkt, ist bekannt. Aber wurden solche Untersuchungen ueberhaupt mal mit MS angestellt?

Ich arbeite gern mit OX. Allerdings nur bei brutfreien Voelkern. Bei uns im Verein wurden damit schon echte Problemfaelle im Winter mittels Spruehbehandlung gerettet. Blockbehandlungen bei bruetenden Voelkern sind mir suspekt. Weil ich das Verfahren bezueglich seiner Wirksamkeit bezogen auf die eingebrachte Wirkstffmenge anzweifle. Das kann man sicherlich auch anders sehen. Bekanntlich fuehren viele Wege nach Budweis.

Joey94
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Re: Starken Varroa Befall im April bekämpfen

Beitrag von Joey94 » Donnerstag 11. April 2019, 11:18

Moin, ihr alle.
Danke für die aufschlussreichen Ideen. Ich habe mit dem Seuchenwart nochmal drübergeschaut.
Seine Einschätzung liegt auch hauptsächlich auf der Varroa. Da es eh geplant war, alle Völker nach der Frühtracht von dem uralten Wabenwerk runter, auf frisches Wabengut umzusiedeln, wird das jetzt vorgezogen. Er empfahl mir aber noch die aktuelle Kältewelle abzuwarten, damit die Bienen eine Chance haben zu überleben. Das Volk zieht um auf einen anderen Stand, von dem wir wissen, dass sich "offiziell" kein weiterer Stand im Umkreis von 4 km befindet. Das Volk kann sich dort erholen. Behandelt wird mit Milchsäure. Ggf. Werden Bienen aus stärkeren Völkern zugesetzt.

Ich werde dann hier den Ausgang schildern. Ich versuche das eventuell auch anschaulich mit Bild und Videomaterial festzuhalten, sofern es die Arbeit nicht behindert.

Euch nochmals vielen Dank für die Tipps.

Joey94
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Re: Starken Varroa Befall im April bekämpfen

Beitrag von Joey94 » Samstag 20. April 2019, 20:17

Endergebnis:
Das Volk musste aufgelöst werden. Das Volk wurde am neuen Standort von Wespen überfallen. Die Königin ist dabei gestorben. Ca. 400 Bienen befanden sich am Ende noch im Volk.
Ich habe das Volk aufgrund fehlender offener Brut und der allgemeinen Schwäche aufgelöst. Alle Bienen mit Milchsäure behandelt. Das Wachs eingeschmolzen.

Nochmals Danke für die vielen Tipps.

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Re: Starken Varroa Befall im April bekämpfen

Beitrag von EPY » Sonntag 21. April 2019, 08:01

Das tut mir leid für dich. Ich bin nur etwas irritiert, sind Wespen Völker schon im April so stark? Oder war das Volk bereits so schwach? Normalerweise kommt die Wespen erst jetzt langsam hoch. Dir alles gut.

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