Wabenlagerung und Wabenhygiene bei Völkerverlust

Moderator: Johannes

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Rene

Wabenlagerung und Wabenhygiene bei Völkerverlust

Beitrag von Rene » Sonntag 25. März 2018, 13:03

... Und generell.

Gesegneten Palmsonntag allerseits.

Weil das o. g. oft zu lesen ist, alle Waben einschmelzen Frage ich mal in die Runde, muss man die Waben von einem Volk das über den Winter eingegangen ist zwingend alle einschmelzen?
Wenn Kot aufdecken Wachs zu sehen ist gut.
Aber selbst auf den Rähmchen... mit Soda im Waschwasser abgebürstet und bissl nachgespühlt langt nicht?
Was bei mir eingegangen ist, liegt wohl an zu geringer Bienen Masse, denn vor der sehr kalten Phase lebte noch alles und Futter war auch vorhanden. Milben wurden auch bekämpft....

Auch ein Wort zur Lagerung. Im Keller aufbewahrt, der leider nicht so kühl ist wie gewünscht, ab wann fängt nicht verdeckeltes Futter an zu gähren, sodass die Bienen ggf mit Hefesporen belastet werden könnten?
Genügt ein Ausschleudern des Restfutters um die Waben weiter zu verwenden? Oder besser doch einschmelzen?

Ich denke mal, das beschäftigt viele Anfänger. Gehört einfach dazu.

Vielen Dank schon all für eure Gedanken.
L. G. Rene

robirot
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Re: Wabenlagerung und Wabenhygiene bei Völkerverlust

Beitrag von robirot » Sonntag 25. März 2018, 14:15

Tatsächlich ist es Erfahrungsgemäß so, das es besser ist die Waben einzuschmelzen.
Futterwaben kannst du ausschleudern und das Futter erneut verfüttern.
Bei einem eindeutigen Varroaschaden würde es zwar auch ohne gehen, aber mach es lieber. Dann mach dir im Mai einen Ordentlichen Kunstschwarm und dein VOlk startet auf frischem Wabenbau, der auch extrem schnell wieder ausgebaut ist.

Vor allem wenn du mal Nosema o.ä. hast, passiert es sonst sehr schnell das du dies Verschleppst und dann sind alle Völker dran. Außerdem hat man gerne mal Waben für Ableger über, im April wir es wieder Warm, im MAi sind sie dank der Wachsmotte plötlich weg. Es lohnt sich einfach nicht.
Falls du extra Waben brauchst, setzt lieber einem Volk eine Zarge mit Mittelwänden zwischen Brutraum und Honigraum.

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Didi
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Re: Wabenlagerung und Wabenhygiene bei Völkerverlust

Beitrag von Didi » Sonntag 25. März 2018, 14:28

Moin,
lohnt es sich für 1,4 € Zucker die nächsten Völker aufs Spiel zu setzen? Ich bin auch ein sparsamer Mensch aber bei mir werden solche Waben eingeschmolzen.
LG Dieter

Silas
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Re: Wabenlagerung und Wabenhygiene bei Völkerverlust

Beitrag von Silas » Sonntag 25. März 2018, 18:26

Hallo Miteinader
Bei mir werden keine Rähmchen aufgehoben .

Es wird bei mir am gleichen Tag der Wachsschmelzer und der Brenner angeworfen.
Egal ob das Volk durch Krankheit oder wie auch immer gestorben ist.

Meine Ableger bekommen Biozuckertee gleich bei der Bildung und das wird jede Woche mit 2liter aufgefüllt im kompletten Naturbau . Und nach 3jahren als Anzünder für den Ofen benutzt.


Achso die Waben mit Rest Futter werden eingeschmolzen und Abgeflammt. Das ist guter Natur Bau Wachs und der wird im Verkauf gut gehandelt 1kg Preis ;sauber und rein bei 29.20 Euro

Wer gesunde Völker haben will der soll meiner Meinung nicht daran sparen.

Der kann meiner Meinung ja mal ein 500 g Glas Honig für 8-9euro anbieten die Kunden kaufen das schon wen mann es richtig vermarktet wie zum Beispiel 250g für 4euro die gehen weg wie warme Semmel.

Bei der Königin Zucht wird ja auch nicht gespart

Achso Dieter ich bin voll und ganz deiner Meinung geizt ist bei den Bienen fehl am Platz

Gruß Marcus :wink:
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Rene

Re: Wabenlagerung und Wabenhygiene bei Völkerverlust

Beitrag von Rene » Sonntag 25. März 2018, 19:27

Danke euch für die Statements.
Wie ist das mit der Frage der Lagerung generell? Hatte im Herbst ein paar Waben mit Restfutter rausgenommen und ab in den Keller. Nun ist der aber wegen Fernwärme usw nicht sonderlich kühl...

Silas
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Re: Wabenlagerung und Wabenhygiene bei Völkerverlust

Beitrag von Silas » Sonntag 25. März 2018, 20:01

Hallo Rene
Bei mir wird nichts aufgehoben alles andere halte ich für eine Gefährdung für die Bienen. Du hebst deine Brot Stulle doch auch nicht Monate auf oder etwa doch :lol: . Gruß Marcus

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Rene

Re: Wabenlagerung und Wabenhygiene bei Völkerverlust

Beitrag von Rene » Sonntag 25. März 2018, 21:06

Lach 😁
Nun ich dachte eher an Futterwaben für Ableger o.ä. und weniger an Stullen...
Hihihi

Herbert
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Re: Wabenlagerung und Wabenhygiene bei Völkerverlust

Beitrag von Herbert » Montag 26. März 2018, 18:14

Moin Rene,
lass dich bloß nicht verunsichern,das Futter in den Bienenvölkern wird auch nicht gekühlt,und wenn es nicht sauer ist kannst
du es für die Ableger wunderbar nutzen.
Natürlich Futterwaben die Vollgekotet sind, würde ich Komplett aufbrennen.

Das ganze hat auch nichts mit Geiz zu tun,punkt.

LG Herbert

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Re: Wabenlagerung und Wabenhygiene bei Völkerverlust

Beitrag von Ape » Montag 26. März 2018, 20:16

Hallo Herbert,
Hallo Rene,

nun muss ich aber als Anfänger auch einmal nachfragen. Die Eingangsfrage war ja u.a. auch, wie die Lagerung der FW vorzunehmen wäre, Waben gesunder Völker natürlich vorausgesetzt.
Ich kenne das von unserem Nachbarimker. Er hat im Bienenhaus einen Wabenschrank. Die Lagertemperaturen entsprechen also, bis auf die Heizwärme bei Brutpflege im Volk, den Temperaturen in den Bienenkästen (natürlich HBB). Temperaturschwankungen sind ebenfalls vorhanden. Und es funktioniert. In sofern wäre meine logische Schlussfolgerung, angelehnt an die Aussage von Herbert, dass der Lagerung z.B. in einer bienendichten Zarge (umgedreht Metalldeckel drunter, oben Innendeckel drauf) im Keller bei relativ gleich bleibenden Temperaturen nichts entgegen spricht, sofern es nicht wie in der Tropfsteinhöhle drauf tropft. Wäre dieser Gedankengang die falsche Richtung?

LG
Steve

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Re: Wabenlagerung und Wabenhygiene bei Völkerverlust

Beitrag von Bettina » Montag 26. März 2018, 21:08

Ich hatte jetzt 2 Jahre nacheinander die Honigwaben, die ich nicht geschleudert hatte , im Winter draußen geparkt, bienen-mäusesicher als 2 Zargenturm über offenem Gitterboden. Dieses Frühjahr haben 2 Waben mit Blütenhonig begonnen zu gären. Auch spritzte der Honig aus den Waben . Habe ich natürlich sofort verworfen. Der ganze Rest, in dem ein hoher Anteil Blatthonig enthalten war, blieb stabil, lässt sich noch wunderbar essen und dient meinen Völkern jetzt als Notreserve.
Im nächsten Winter würde ich es aber anders machen und den Einzargern die Reservewaben als Futterzarge aufsetzen. Da bleibt das Futter gut temperiert.

Eine Frage noch:
Ich habe beim Einengen zwei unbebrütete Waben aus einem Zweizarger entnommen. Es ist Varroakot in den Waben.
Wäre sicher sinnvoll, diese auch einzuschmelzen, oder ?

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Rene

Re: Wabenlagerung und Wabenhygiene bei Völkerverlust

Beitrag von Rene » Montag 26. März 2018, 21:13

Hallo allerseits,

Genau. Die offenen FW im Keller stammen vom Herbst. Da ging die Frage ja ob die ggf zu gähnen anfangen... Wenn sie riechen muss man natürlich alles entsorgen.

Die eingegangenen Völker... bekotete Waben weg und den Rest könnte man doch nutzen, dachte ich.

Wenn es draußen zu kalt ist, dann gehen sie wohl drinnen aufs Klo. :)

L. G. Rene

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