Die richtige Dokumentation

Nachbarschaftsrecht, Bienenhaltung in Wohngebieten, Ärger mit Nachbarn und Behörden, usw.

Moderator: Johannes

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Abramis
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Die richtige Dokumentation

Beitrag von Abramis » Sonntag 6. Dezember 2015, 14:11

Hallo zusammen,

durch das Oxalsäurethema kam ich heute auf die korrekte Dokumentation, die vom Imker zu führen ist :?: :!:
Ich habe von Grazer so ein kleines Heftchen als Standbuch gratis zur letzten Bestellung mit dazu erhalten.
Das fungiert für mich als Gedächtnisstütze und ich trage jede Durchsicht, jede Behandlung dort ein.
Ist sowas als Hobbyhalter bereits ausreichend?
Da ich beruflich regelmäßig mit Dokumentationen zu (technischen) Produkten zu tun habe bin ich hier grade etwas verunsichert. Das Thema kam im Hobbykurs etwas kurz, oder ich habe an dem Tag gefehlt - keine Ahnung.
Letztenendes geht es hier ja um ein Lebensmittel und ich möchte auch nichts falsch machen.

Wieviel und was muss der Hobbyhalter wirklich dokumentieren in seiner Bienenhaltung? Gibt es Vordrucke, Musterbögen, etc.?

Vielen Dank für Eure Hilfe!

Viele Grüße,
Heiko

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Didi
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Re: Die richtige Dokumentation

Beitrag von Didi » Sonntag 6. Dezember 2015, 17:34

Moin Heiko,
ab 2001 muß für alle Tierarten die der Gewinnung von Lebensmitteln dienen ein Bestandsbuch geführt werden.
Unten ein Auszug der Verordnung:

"Was muss in das Bestandsbuch eingetragen werden?
Jede Anwendung von apotheken- und verschreibungspflichtigen Arzneimitteln
muss in das Bestandsbuch eingetragen werden. Die Verpflichtung zur Eintragung
ist unabhängig davon, wer die Arzneimittel anwendet (Tierarzt oder Tierhalter). Verantwortlich
für die Eintragung ist der Tierhalter bzw. dessen Beauftragter".


Das bedeutet in meinen Augen, daß normale Mittel der Varroabehandlung nicht darunter fallen.
Aber es ist sinnvoll eine Tabelle anzulegen in die man z.B. Leergewicht der Beute, Durchsicht, Einfütterung und Maßnahmen der Bienengesundheit usw. zur eigenen Gedankenstütze einträgt. Ich als Rentner mache das grundsätzlich, weil ich nach 3-4 Tagen nicht mehr weiß was ich alles so gemacht habe. :wink:
LG Dieter

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Abramis
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Re: Die richtige Dokumentation

Beitrag von Abramis » Sonntag 6. Dezember 2015, 19:57

Moin Didi,

danke für die Antwort. Nu bin ich ja erstmal froh, dass ich eigentlich alles erfüllt habe. Durch das kleine Heftchen habe ich zumindest alle relevanten Daten.
Ich werde mir eine Tabelle anlegen, in der ich nochmal extra die Behandlungen aufführe. Nur für den Fall, dass jemand fragt.

Besten Dank! :wink:

Viele Grüße,
Heiko

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Johannes
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Re: Die richtige Dokumentation

Beitrag von Johannes » Sonntag 6. Dezember 2015, 20:30

Hallo Heiko,

letztlich muss zwar jeder seine eigene Lösung finden, aber ich möchte meine mal vorstellen.
Zu jedem Volk habe ich eine Excel-Tabelle angelegt. Da werden alle relevanten Daten erfasst wie Datum, Zargenanzahl & imkerliche Maßnahme. Allgemeine Arbeiten schreibe ich mit schwarzer Schrift, Behandlungen mit blau, Honigernte mit rot, ... So erkennt man schon beim Überfliegen alle relevanten Daten.

Für mich ist das eine sehr gute Lösung um alle Arbeiten an den Völkern sauber zu dokumentieren! :)

LG Johannes

Der Großteil Vorbestellungen ist nun erfüllt. Die letzten Königinnen gehen bis Mitte Juli raus. Den Rest der Saison möchte ich nutzen, um das Zuchtprogramm des Landesverbandes Dunkle Biene Sachsen e.V. zu unterstützen. Daher kann ich leider keine umfangreichen Anfragen mehr annehmen. In dringenden Fällen bitte einfach eine Anfrage per Mail schicken und ich werde sehen, was ich tun kann!

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