Arbeiten mit Zadant

Formen der Bienenhaltung, Erfahrungen mit altbewährten und neuen Systemen, z. B. in Magazinen, Lagerbeuten, Hinterbehandlungsbeuten usw.

Moderator: Johannes

Hainlaeufer
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Re: Arbeiten mit Zadant

Beitrag von Hainlaeufer » Samstag 29. März 2014, 21:50

Ich denke, das kommt auf das Rähmchenmaß an. Ist es ein kleines Maß, so kann es vorkommen das der Drohnenbau sich auf einzelne Waben beschränkt. Hat man allerdings riesige Rähmchen und damit auch dementsprechend Naturwabenbau, wirst du sicher keine Drohnenbrutbretter haben, wenn dann eher aufgeteilt auf mehrere Waben. Zumindest sind das meine Beobachtungen. Allerdings denke ich mir eh, dass das Drohnenbrut schneiden für Pfleger der Dunklen eher tabu sein sollte oder :wink:

Was natürlich die Logik oder den Hintergrund des Naturwabenbaus wiederum querstellt oder gar dann hinterfragt, wäre die Gabe von Drohnenmittelwänden. Anders glaube ich, bekommt man sonst keine Drohnenbrutflächen die man dann ohne andere Brut zu erwischen, entfernen könnte.

LG
Michi

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Johannes
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Re: Arbeiten mit Zadant

Beitrag von Johannes » Sonntag 30. März 2014, 06:46

Hallo Michi,

danke dir für deine Einschätzung!

Vielleicht werde ich es doch mal probieren. Ich plane die 2 Völker erstmal auf 9 Rähmchen einzuschlagen. An Stelle des 10. kommt ein Brett. Wenn dann alle Waben ausgebaut sind, werde ich mal bei diesen beiden Völkern einen Baurahmen einhängen. Für die anderen Jungvölker die dieses Jahr noch gebildet werden sollen, spielt das ja eh keine Rolle.

Nur zum Verständnis:
Es geht mir nicht um das Drohnenbrutschneiden! Daher benutze ich ja auch geteilte Rahmen um nicht alles ausschneiden zu müssen. Ich würde auch gerne mal Scheibenhonig ausschneiden. :wink: Nur eben keine Arbeiterbrut.
Eigentlich geht es wirklich nur darum, dass Völker die in Schwarmstimmung kommen nicht mehr bauen. Und um dies zu erkennen, schon bevor die ersten Weiselzellen da sind, ist der Baurahmen ein tolles Hilfsmittel.

LG Johannes

Der Großteil Vorbestellungen ist nun erfüllt. Die letzten Königinnen gehen bis Mitte Juli raus. Den Rest der Saison möchte ich nutzen, um das Zuchtprogramm des Landesverbandes Dunkle Biene Sachsen e.V. zu unterstützen. Daher kann ich leider keine umfangreichen Anfragen mehr annehmen. In dringenden Fällen bitte einfach eine Anfrage per Mail schicken und ich werde sehen, was ich tun kann!

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Re: Arbeiten mit Zadant

Beitrag von Hainlaeufer » Sonntag 30. März 2014, 08:57

Guten Morgen Johannes!

Alles klar, verstehe :)

Die Sache mit dem Baurahmen ist natürlich ein interessanter Ansatz. Ich glaube, du könntest unter anderem auch die Schwarmvorbereitung an der Drohnenbrut lesen. Ich meine, das anlegen der Drohnenbrut ist ja schon eine Art von Vorbereitung :wink: aber sobald reife Drohnen unterwegs sind, wirds interessant. Und wenn dann auch noch die Baulust verschwindet, muss man aufpassen jo :mrgreen:

Schönen Sonntag,

LG
Michi

P.S.: Scheibenhonig, frisch aus dem Volke, Stockwarm, schmeckt einfach nur geil! *gg*

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Re: Arbeiten mit Zadant

Beitrag von elk030 » Montag 31. März 2014, 10:19

Ein mir bekannter Drohnenschneider hat das so gelöst, daß er Zanderrähmchen in Zadant einhängt.
Da bauen die Bienen dann die Drohnenbrut an die Unterleiste, wo man sie dann leicht abschneiden kann. Selbst schneide ich keine Drohnen.
Gruss, Elk

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Re: Arbeiten mit Zadant

Beitrag von Johannes » Samstag 5. April 2014, 17:32

Hallo ihr Freunde des Naturbaus! :P

Heute habe ich bei meinem ersten Volk einfach mal eine Zadant-Zarge untergesetzt.
Ausgangssituation:
Das Volk saß bisher auf 2 Zargen. Die oberste war schon reichlich mit Nektar gefüllt und der Platz für die Brut in der unteren Zarge wurde langsam aber sicher knapp. Also höchste Zeit für die Erweiterung.

Sicher wäre das Bilden eines offenen Kunstschwarmes besser gewesen. Aber auf diese Art der kompletten Brutentnahme hatte ich keine Lust, da ich das Volk zur Gewinnung von verdeckelten Brutwaben zur Königinnenzucht und zur Honigernte nutzen möchte.

LG Johannes

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Re: Arbeiten mit Zadant

Beitrag von Johannes » Samstag 5. April 2014, 17:49

Noch etwas für die Freunde der Y-richtigen Anordnung:

Ich hab heute mal bei einigen Völkern die Baurahmen kontrolliert, die ich letztes WE eingehängt habe.
Da war kein System in der Y-anordnung zu erkennen. :P
Mal wechselte des Y innerhalb eines Halbrähmchens mehrmals. Bei anderen war der obere und der untere Teil des geteilten Rähmchens entgegengesetzt ausgebaut.
Ich weiß noch nicht, was die Bienen mir damit sagen wollen. :? Aber ich werde das in Zukunft gerade bei den Zadant-Völkern auf Naturbau weiter beobachten!

LG Johannes

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Re: Arbeiten mit Zadant

Beitrag von Hainlaeufer » Samstag 5. April 2014, 18:31

Hallo Johannes!

Die Idee mit dem Untersetzen geht natürlich auch. Ich werde das wohl Morgen bei meinem EHM Volk auch machen, da es doch noch kühler werden kann hier aber das Volk schon deutlich an Größe zunimmt. Hier habe ich eigentlich im Grunde die selbe Situation wie du, fällt mir gerade auf. Das EHM Volk baute bislang nur auf ganze MW, ich werde zwar beim Untersetzen eine ausgebaute Wabe (die elfte Wabe, was in meine 10er Zarge nicht mehr passte) und zwei ganze MW (bzgl. der Einfachheit beim Umlarven) mittig anordnen, der Rest wird aber wie bei dir Naturbau. Bin gespannt wie sie dann mit Drohnenbau reagieren usw.

Was die Y Anordnung betrifft, habe ich diese mittlerweile total "vergessen" oder eher in den Hinterkopf verfrachtet. Mag sein das da was dran ist, oder auch nicht (der Stephan von dieser Insel besteht ja darauf) - für mich gilt nur mehr Naturbau. Wie die Bienen das dann anstellen, ist ihnen überlassen. Ich finde es aber gut von dir das du das selber überprüfst. Vlt. denke ich bei Gelegenheit auch einmal daran, wenn ich einen Kunstschwarm wo gebildet und komplett neu bauen gelassen habe, die Waben genauer zu betrachten (bzgl. Y).

Sind jetzt die Zadant-Rähmchen eigentlich so 40cm hoch? Möchtest du auch da mal mit Schied (wie bei Dadant) arbeiten?

Netten Samstag noch,

LG
Michi

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Re: Arbeiten mit Zadant

Beitrag von Johannes » Samstag 5. April 2014, 18:38

Hainlaeufer hat geschrieben:Hallo Johannes!

...
Sind jetzt die Zadant-Rähmchen eigentlich so 40cm hoch? Möchtest du auch da mal mit Schied (wie bei Dadant) arbeiten?

Netten Samstag noch,

LG
Michi
Hallo Michi,

nein, die Rähmchen haben die originale Dadant-Höhe. Also 285 mm. Sie sind halt nur ein paar cm schmaler als das Dadant-Original.
Mit einem Schied werde ich wohl sicher nicht arbeiten! In meine Zargen passen ja eh nur 10 Waben. Den Platz braucht die Königin sicher auch. Zusätzlich dürfen die Bienen bis zu AS-Behandlung im hohen Boden machen was sie wollen.

LG Johannes

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Re: Arbeiten mit Zadant

Beitrag von Bienenfreund » Donnerstag 10. April 2014, 18:54

Hallo Johannes, ohne Anfangsstreifen gibt es garantiert Wildbau, für die Bienen ist es eine wichtige Orientierungshilfe. Es gibt eine Reihe techniken für das anbringen. Wer den Honig pressen will, läßt beim Ausschneiden 1 cm Wabe stehen. Für Warre´gibt es Wabentaschen in die die ausgeschnittenen Honigwaben hineinkommen und geschleudert werden können.

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Re: Arbeiten mit Zadant

Beitrag von Johannes » Donnerstag 10. April 2014, 20:21

Hallo Freunde,

ich glaube, meine Frage mit den Baurahmen führt irgendwie zur Verwirrung. Das war nicht mein Ansinnen!
Ich bekomme hier ja einige sehr gut gemeinte Ratschläge, die mit meinem Thema aber gar nichts zu tun haben.
Ich will weder Drohnen schneiden, noch Honig pressen.

Nun mal zum Thema "Baurahmen". Ich versuche jetzt mal diese Art des Betriebsmittels zu erläutern, da ja scheinbar einige damit nichts anzufangen wissen. Das ist keine böse Unterstellung, nur eine langsam bei mir reifende Erkenntnis! :wink:

Der Baurahmen ist das einfachste Hilfsmittel um ein Volk schnell und störungsarm zu Beurteilen, wenn man sich damit auskennt!
Ich hänge also jedes Frühjahr pro Volk einen horizontal geteilten Baurahmen an den Rand des Brutnestes. Die Bienen bauen den dann aus und an der Art und Weise wie sie das machen kann man ihren Zustand beurteilen. Weil der Baurahmen direkt zwischen 2 Waben gehängt wird, braucht er auch keinen Anfangsstreifen oder so. Die Bienen können ihn ja nur parallel zu den Nachbarwaben ausbauen.


Wenn die Bienen eine schöne gleichmäßige Herzwabe bauen, dann ist alles in Ordnung.

Wenn die Bienen mehrere Wabenzipfel errichten, ist die Harmonie im Volk gestört. Das kann an einer vorangegangenen Störung durch den Imker liegen (z.B. wenn man die Wabenordnung im Brutraum sinnlos verdreht hat) oder an der Teilungsbereitschaft eines Volkes. (Also die Voraussetzung für das Schwärmen)

Wenn die Bienen dort gar nicht mehr bauen, dann steht das Schwärmen kurz bevor!


Um den Baurahmen in dieser Weise nutzen zu können, muss er natürlich immer ausgeschnitten werden, sobald er fertig ausgebaut ist.
Dabei ist es mir egal ob da nun Honig oder Drohnen drin sind! Wenn Arbeiterbrut da ist, dann kommt der Rahmen bis nach dem Schlupf in den Honigraum. Und unten kommt ein frischer rein. Das Entfernen dieser Drohnen würde ich nicht als "Drohnenschneiden" bezeichnen. Die Bienen haben bei mir im hohen Boden bis auf die Zeit der Varroabehandlung freie Hand und können dort so viele Drohnen erbrüten, wie sie wollen!


Ich hoffe jetzt etwas Licht ins Dunkle gebracht zu haben, falls bei einigen diese Betriebsweise unbekannt ist! :)


LG Johannes

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Re: Arbeiten mit Zadant

Beitrag von Johannes » Samstag 12. April 2014, 14:30

Hallo zusammen,

heute, eine Woche nach Untersetzen meiner ersten Zadant-Zarge, habe ich mal ein paar Fotos gemacht.
Bis jetzt bauen die Bienen nur Drohnenbau, aber ich bin mir sicher, dass sie davon auch mal genug haben und dann wieder Arbeiterbau errichten.

Soweit dazu erstmal. :D

LG Johannes

Bild
CIMG5117.JPG
Bild
CIMG5109.JPG
die blaue Zarge ist Zadant

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Re: Arbeiten mit Zadant

Beitrag von Johannes » Donnerstag 9. Oktober 2014, 19:20

Hallo zusammen,

nachdem der Start dieses Experiments ja nun schon etwas zurückliegt, möchte ich mal ein kurzes Statement geben.
Momentan sind 3 Zadant-Zargen im Einsatz. Zweimal so wie es soll (also einzargig) und beim dritten Volk hab ich es nicht übers Herz gebracht die volle Honigzarge im normalen Zandermaß runter zu nehmen. Dieses geht also trotz Zadant 2-zargig in den Winter.

Das mit dem Naturbau war an sich schon ein Reinfall. Bei der Verwendung von lediglich Anfangsstreifen haben die Bienen alles restlos mit Drohnenbau zugebaut. Da dieses erste Volk auf dem nur selten besuchten Außenstand war, wäre es fast eingegangen. Ich hab es aber durch kompletten Wabentausch retten können. Naturbau scheint mir nach wie vor die schönere Lösung, aber man braucht dazu wohl Schwärme oder sehr viel Nerven. Dann klappt es sicher! Schwärme habe ich quasi keine (dieses Jahr 2 Stück) und soo viel Zeit um in der ersten Phase dauernd Drohnenbau zu schneiden, hab ich nicht.

Das mit den Wachsplatten (also die selbst gegossenen ohne Zellprägung; siehe 2. Foto auf Seite 1) haben die Bienen überhaupt nicht verstanden. :?


Mein Kompromiss in den 3 verbliebenen Zargen ist, dass ich in jedes Zadant-Rähmchen eine normale Zander-MW eingelötet habe. Dann habe ich gesichert eine Zarge Arbeiterinnenbau und die Bienen haben noch einige Zentimeter um Drohnenbau oder was immer sie wollen zu errichten.


Nächstes Jahr mehr. :)

LG Johannes

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Re: Arbeiten mit Zadant

Beitrag von Stefan » Montag 21. März 2016, 22:24

Hallo Johannes,

ich möchte bei einigen einzargigen Völkern in einer Zander-Zarge mit einer Zadant-Zarge erweitern.

Gibt ja grundsätzlich folgende Optionen

1. Untersetzen oder draufsetzen

2. Was packe ich in die neue Zadant-Zarge?

Meine Beuten sind Heroldbeuten mit Flugloch nicht mittig - sondern rechts bei Blick auf Flugloch.


Mein Plan ist jetzt -

ich hänge drei Waben mit der Königin aus der Zander-Zarge in die Zadant-Zarge. Entfernt vom Flugloch an die andere Seitenwand.

Restliche Zadant-Rähmchen sind mit Zander-Mittelwänden versehen und auch ein Drohnen-Baurahmen mit schmalem Mittelwand-Streifen. Die fehlenden Zander-Rähmchen werden mit Rähmchen + Mittelwänden gefüllt.

Und ich setze die Zadant-Zarge unter die Zander-Zarge mit Königinnen-Absperrgitter dazwischen.


Macht Sinn? Gibts Gründe oder Erfahrungen, die dagegen sprechen?

Ich habe bei Draufsetzen oder Untersetzen der Zadant-Zarge ohne Umhängen von Brutwaben mit Königin kein gutes Gefühl. Und möchte, dass die Königin sobald wie möglich in Ihrer Zadant-Brutzarge ist und dort auch bleibt .... Deshalb das Umhängen und mit 3 Brutwaben, damit eine Brutraumbasis geboten wird ....


Habe lange schon gestöbert und überlegt wie das Ganze am Besten klappen kann ....


Schöne Grüße, Stefan
Bei Interesse an Königinnen oder Völkern der Dunklen Biene bitte eMail an stefan@bienentraum.de - Linie über Belegstelle Salzburger Alpenland nachgezogen.

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Re: Arbeiten mit Zadant

Beitrag von Johannes » Dienstag 22. März 2016, 07:57

Hallo Stefan,

ganz so simpel ist es meist nicht. Deine Gedanken sind schon mal ganz gut. Aber ich hab noch einige Tipps für dich.

Zunächst mal wirst du bei deiner Methode keine Freude mit den Zander-MW im Zadant-Rähmchen haben. Du bekommst im unteren Streifen (wo die MW nicht hinreicht) nur Drohnenbau. Da dieser etwas höher verdeckelt wird als Arbeiterbau und das auf allen Waben passiert, kannst du die Waben nur schlecht ziehen, bzw. rollst dabei immer Bienen, zumindest beim Ziehen der ersten Wabe.
Ich hab auch so angefangen und war mehr als unzufrieden mit dem Ergebnis! Seither nehme ich in dem Fall Dadant-MW und schneide auf einer Seite einen schmalen Streifen weg, damit es passt.

Ich halte nach anfänglichem Versuch von dem Unter- / Aufsetzen gar nicht mehr viel. Ich würde mit (Kunst)-Schwärmen starten.
Warte doch, bis das gewünschte Volk in Schwarmstimmung kommt und dann nimmst du den Schwarm als KS vorweg und schlägst diesen in eine Zadant-Zarge ein. ... Dann stören auch die Zander-MW nicht, da ein Schwarm erst mal nur Arbeiterbau errichtet.
Ich mache das mittlerweile nur noch so und benutze in dem Fall nur noch Anfangsstreifen. Das klappt wunderbar! :D


Natürlich kannst du auch deinen Plan verfolgen. Dann würde ich aber definitiv untersetzen! So wie du es beschrieben hast, könnte es schon klappen. Ich hab das auch einmal so gemacht und es klappte nicht wirklich gut. Aber ein Fehlversuch muss ja nichts heißen.
Aber wie oben beschrieben ist es bei deiner Methode vorteilhaft, wenn große MW drinne sind. Sonst wird es nicht schön. Aber du könntest dir dann das Drohnenrähmchen sparen! :mrgreen:

LG Johannes

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Re: Arbeiten mit Zadant

Beitrag von Stefan » Dienstag 22. März 2016, 10:20

Danke Johannes!!!

Seh auch das Haupt-Risiko in den Zander-Mittelwänden im Zadant-Rähmchen. Habe aber zur Zeit nur Zander Mittelwände. Gießform-Baukasten für große Mittelwände muss ich erst noch zusammenbauen.

Ich werde noch einen Mittelwand-Streifen unter die Zander-Mittelwand machen, so dass der von Dir beschriebene Drohnenwabenbau ausgeschlossen ist.

Schöne Grüße, Stefan
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