Kieler-BGK überwintern

Formen der Bienenhaltung, Erfahrungen mit altbewährten und neuen Systemen, z. B. in Magazinen, Lagerbeuten, Hinterbehandlungsbeuten usw.

Moderator: Johannes

Benutzeravatar
Johannes
Beiträge: 3921
Registriert: Freitag 30. März 2012, 08:34
Postleitzahl: 06122
Ort: Halle
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 0- 0-1998
Völkerzahl ca.: 20 Völker & M+
Homepage: www.dunkle-bienen.eu
Bienen"rasse": Mellifera und Ligustica
Zuchtlinie/n: Krokvag, Stavershult, Flekkefjord u.a.

Kieler-BGK überwintern

Beitrag von Johannes » Freitag 21. August 2015, 16:43

Hallo zusammen,
ich plane da wieder mal etwas ungewöhnliches.
Die bebrüteten Waben der aufgelösten BGK habe ich in Aufsatzzargen für das Kieler gesammelt. Ich hatte dafür noch eine F2 übrig. Das Völkchen besetzt jetzt 4 Zargen und ich füttere es langsam mit Teig in 2 Futtertaschen auf.

Hat schon mal jemand hier sowas versucht einzuwintern?

Wenn ich die Königin nicht noch für einen Notfall brauche, werde ich es wohl mal mit der Überwinterung versuchen. :P ... Keine Ahnung ob das klappt. Ich frage mich nur, ob ich den Kasten draußen lassen soll oder ab dem ersten Frost in den Keller verfrachte. Ich weiß, das ist jetzt alles noch sehr theoretisch und ich weiß auch nicht, ob es soweit kommt. Aber ich mach mir halt schon mal Gedanken.

Vielleicht hat ja jemand Erfahrung!

LG Johannes

Bild
Dateianhänge
download_20150821_161908.jpeg
Aktuell vom 13.09.2017
Habe noch ein paar begattete, ungezeichnete F2 in Eilage. Diese müssen in den nächsten Tagen raus. ... Nur so lange der Vorrat reicht!

Benutzeravatar
Johannes
Beiträge: 3921
Registriert: Freitag 30. März 2012, 08:34
Postleitzahl: 06122
Ort: Halle
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 0- 0-1998
Völkerzahl ca.: 20 Völker & M+
Homepage: www.dunkle-bienen.eu
Bienen"rasse": Mellifera und Ligustica
Zuchtlinie/n: Krokvag, Stavershult, Flekkefjord u.a.

Re: Kieler-BGK überwintern

Beitrag von Johannes » Sonntag 6. September 2015, 18:25

Hi,

scheinbar hat das hier noch niemand gemacht. Ich hab die Tage durch Zufall im Imkerforum.de Beiträge zu dem Thema gelesen. Da werden Fragende immer mit dem Wort "Spielerei" abgespeist und ernten Kritik für ihr Vorhaben. Die mutigen Imker, die es dennoch versucht haben, haben überwiegend gute Erfahrungen damit gemacht. ... Das macht mir doch Mut! :P

Letztes Wochenende habe ich noch eine Zarge mit Leerwaben zwischengeschoben und eine neu gekaufte Futterzarge (gibt es tatsächlich für das Kieler) aufgesetzt. Bisher sind 7 kg Futter drinne und 10-12 sollen es werden.

Bild
Dateianhänge
20150906_165833.jpg
Aktuell vom 13.09.2017
Habe noch ein paar begattete, ungezeichnete F2 in Eilage. Diese müssen in den nächsten Tagen raus. ... Nur so lange der Vorrat reicht!

Benutzeravatar
Heiko
Beiträge: 443
Registriert: Montag 3. Mai 2010, 21:51
Postleitzahl: 24111
Ort: Kiel
Land: Deutschland
Telefon: 0178 - 7287019
Imker seit: 1. Jun 2010
Völkerzahl ca.: maximal 18
Bienen"rasse": Mellifera/Landbienen
Zuchtlinie/n:
Wohnort: Kiel

Re: Kieler-BGK überwintern

Beitrag von Heiko » Sonntag 6. September 2015, 21:22

Hallo Johannes,

so muss es aussehen, wenn einem die Kästen ausgegangen sind :?: :)

Theoretisch kann das funktionieren. Praktisch wird nicht das (Haupt-) Problem sein: zu kalt - sondern: was passiert wenn es zu "warm"/mild ist? Wenn die unten das Brüten anfangen, kann der Weg zum Futter bei Temperaturschwankungen ziemlich weit werden.

Bei wirklich "zu kalt" möchte ich noch folgenden Gedanken beisteuern: Bienen in Vorsatzverblendschalen haben quasi keinen Platz zur Kugelbildung und gehen ein. Nun ist ein Kieler schon etwas breiter als eine Luftschicht hinter einem Verblender aber eine optimale Kugel bekommt man da vielleicht auch nicht so hin. Also, ich glaube das hängt sehr vom Witterungsverlauf ab, ob das bis ins Frühjahr klappt.

Für mich eher eine Notlösung; aber eine, die wie so vieles was wir die Bienen "zumuten," funktionieren wird.

Viele Grüße! Heiko

Benutzeravatar
Johannes
Beiträge: 3921
Registriert: Freitag 30. März 2012, 08:34
Postleitzahl: 06122
Ort: Halle
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 0- 0-1998
Völkerzahl ca.: 20 Völker & M+
Homepage: www.dunkle-bienen.eu
Bienen"rasse": Mellifera und Ligustica
Zuchtlinie/n: Krokvag, Stavershult, Flekkefjord u.a.

Re: Kieler-BGK überwintern

Beitrag von Johannes » Montag 7. September 2015, 06:27

Hallo Heiko,

ja, du hast die Sache richtig interpretiert. ... All meine Kästen sind voll. :mrgreen: Nicht eine einzige M+Zarge habe ich mehr leer. Und mir taten diese Kieler-Brutwaben leid. Da das Einbinden in normale Rähmchen in den letzten Jahren aber auch nie zufriedenstellend war, versuche ich es jetzt mal so.

Das Hochwandern, dem Futter nach, sehe ich jetzt nicht so sehr als Problem. Denn der Turm ist nicht höher als die M+Beuten. Auch haben die Bienen durch die Fütterung die Waben schön bündig ausgebaut, sodass zwischen den Zargen kein freier Raum ist.

Es wird sich zeigen, was passiert. Ein schlechtes Gewissen habe ich jedenfalls nicht. Schief gehen, kann immer etwas.


Das mit der Kugel sollte nach meinem Empfinden auch klappen. So irre viele Bienen sind ja nicht drin und eine Kugel über 2 Zargen scheint mir machbar.

LG Johannes
Aktuell vom 13.09.2017
Habe noch ein paar begattete, ungezeichnete F2 in Eilage. Diese müssen in den nächsten Tagen raus. ... Nur so lange der Vorrat reicht!

Benutzeravatar
Heiko
Beiträge: 443
Registriert: Montag 3. Mai 2010, 21:51
Postleitzahl: 24111
Ort: Kiel
Land: Deutschland
Telefon: 0178 - 7287019
Imker seit: 1. Jun 2010
Völkerzahl ca.: maximal 18
Bienen"rasse": Mellifera/Landbienen
Zuchtlinie/n:
Wohnort: Kiel

Re: Kieler-BGK überwintern

Beitrag von Heiko » Montag 7. September 2015, 21:55

Hallo Johannes,

ein schlechtes Gewissen brauchst du auch nicht zu haben - vom (meinem) Gefühl her ist halt eine Geschichte, die man im Frühjahr gut im Auge behalten sollte. Aber da mache ich mir bei dir keine Sorgen drum.

Ich habe keinerlei Erfahrung mit M+. Darum kommt mir halt alles, was noch kleiner ist, schon sehr klein vor.

LG Heiko

Benutzeravatar
Johannes
Beiträge: 3921
Registriert: Freitag 30. März 2012, 08:34
Postleitzahl: 06122
Ort: Halle
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 0- 0-1998
Völkerzahl ca.: 20 Völker & M+
Homepage: www.dunkle-bienen.eu
Bienen"rasse": Mellifera und Ligustica
Zuchtlinie/n: Krokvag, Stavershult, Flekkefjord u.a.

Re: Kieler-BGK überwintern

Beitrag von Johannes » Dienstag 8. September 2015, 08:05

Heiko hat geschrieben:...Ich habe keinerlei Erfahrung mit M+. Darum kommt mir halt alles, was noch kleiner ist, schon sehr klein vor....
Kein Problem, Heiko. :)
Es lohnt sich wirklich mal darauf einzugehen und darüber nachzudenken. Wir schweifen damit zwar vom Thema hier etwas ab. Aber was solls. :mrgreen:

Ich bin der Meinung, dass der Querschnitt der üblichen Magazine zu groß ist für die Überwinterung.
Die Bienentraube füllt längst nicht den ganzen Raum und es gibt viel unbesetzte (ungepflegte) Wabenfläche. Besonders die Randwaben scheinen mir bei meinen 10er-Zanderbeuten völlig unbeachtet im Winter. Diese wurden noch nie leergefressen (bei 2-zargiger Überwinterung) und zeigen im Frühling oft Schimmelbefall.
Verglichen damit habe ich bei den 6er-Zanderbeuten (2-zargige Ablegerkästen) bei der Überwinterung so etwas nie festgestellt. Die Bienentraube reicht oft über alle 6 Waben und wandert schön dem Futter nach. Kein Schimmel auf den Randwaben. Ähnlich ist es mir bei den M+ aufgefallen. Die Bienentraube füllt die Zarge komplett aus und reicht oft bis an alle Wände. Sie verschließt den Hohlraum der Beute quasi wie ein Korken und wandert so nach oben. Ungenutzte Bereiche (im Querschnitt!) gibt es auch hier nicht.

Soweit die Beobachtung!
Jetzt könnte man interpretieren, dass die großen Beuten für die Bienen stressiger zu kontrollieren sind, als die kleinen. "Kontrollieren" im Bezug auf Temperaturregelung und Eindringlinge oder Schimmelbefall.
In meinen Augen ist die Hochwabe für die Bienen des logistisch beste. Besonders im Winter. Damit wären mehrzargige M+ und auch dieses Kieler (es bleibt trotzdem eine Notlösung) geeigneter für die Überwinterung, als z.B. einzargige Beuten im Znader-/DN-maß. Bei letzteren sind die Waben breiter als hoch und die Bienen können nicht einfach nur nach oben wandern, um immer dem Futter zu folgen, sondern sie müssen gleichzeitig von vorne nach hinten und im Notfall sogar Wabengassen wechseln. Gerade letzeres scheint mir ab und an ein Problem darzustellen.
Folgendes Szenario:
Die Wintertraube startete mittig in einem 10er-Magazin und besetzte 4 Wabengassen. Im Laufe des Winters sind die 4 Waben leer gefressen und das Volk entscheidet sich zum Wabenwechsel auf die linke Seite. Dies gelingt auch und der Vorrat reicht wieder für einige Wochen. Nun lässt der Frühling auf sich warten und das Volk müsste Futter von ganz rechts holen oder dort hin wechseln. Beides gelingt bei Kälte nicht. Sie müssten ja mindestens 2 der zu Beginn leer gefressenen Waben überwinden. Das Volk verhungert also auf der linken Seite, obwohl rechts noch 4 kg Futter sind. Das klingt jetzt zwar sehr theoretisch, aber genau das ist mir mit Zander (einzargig) schon passiert!

Von daher sollte man auch kleine Kästen nicht verachten und zumindest im Winter ihnen einen zunächst paradox wirkenden Vorteil eingestehen. :P

LG Johannes
Aktuell vom 13.09.2017
Habe noch ein paar begattete, ungezeichnete F2 in Eilage. Diese müssen in den nächsten Tagen raus. ... Nur so lange der Vorrat reicht!

Benutzeravatar
tinafalke
Beiträge: 252
Registriert: Mittwoch 15. Dezember 2010, 09:08
Postleitzahl: 26452
Ort: Sande
Land: Deutschland
Telefon: 04422/1031
Imker seit: 26. Dez 1954
Völkerzahl ca.: Mal mehr mal weniger
Bienen"rasse": Mellifera Sicula Carnica
Zuchtlinie/n:

Re: Kieler-BGK überwintern

Beitrag von tinafalke » Dienstag 8. September 2015, 10:11

Hallo!
Solche Bienenbehausungen sind nichts ungewöhnliches.
Ich kenne Bäume aber auch Schornsteine, die gerne von
Bienen angeflogen werden.
Auch dieses Jahr gibt es einen Schornstein, der noch besetzt
ist. Leider wird er es wohl nicht durchhalten. ( Futtermangel )
Somit sind solche Beuten schon geeignet , sofern die Brücken
von Rahmen zu Rahmen gut ausgebaut sind.
Auch sind unsere Beuten gegenüber früher viel zu groß.
Daher habe ich auch umgestellt auf kleine Magazine.
Meine allerersten überhaupt.
Gruß Fooke

Bild

Bild
P8290119.JPG
10 Mini Plus im Warmbau
P8050116.JPG
oder 7 Freudenstein in Kaltbau

Benutzeravatar
Heiko
Beiträge: 443
Registriert: Montag 3. Mai 2010, 21:51
Postleitzahl: 24111
Ort: Kiel
Land: Deutschland
Telefon: 0178 - 7287019
Imker seit: 1. Jun 2010
Völkerzahl ca.: maximal 18
Bienen"rasse": Mellifera/Landbienen
Zuchtlinie/n:
Wohnort: Kiel

Re: Kieler-BGK überwintern

Beitrag von Heiko » Dienstag 8. September 2015, 10:46

Moin, moin,

ein jeweils "angepasster" Raum ist durch aus ein wichtiges Thema. Im Winter denke ich das "besetzter" Raum das Maß vorgeben sollte. Im Sommer kann man auch ruhig mal in einer Leerzarge "rum lümmeln" :wink:

Kleine Räume sind halt schnell voll = Schwarm, darum "außer Mode."

LG Heik

Benutzeravatar
tinafalke
Beiträge: 252
Registriert: Mittwoch 15. Dezember 2010, 09:08
Postleitzahl: 26452
Ort: Sande
Land: Deutschland
Telefon: 04422/1031
Imker seit: 26. Dez 1954
Völkerzahl ca.: Mal mehr mal weniger
Bienen"rasse": Mellifera Sicula Carnica
Zuchtlinie/n:

Re: Kieler-BGK überwintern

Beitrag von tinafalke » Dienstag 8. September 2015, 11:12

Hallo!
Schwärme sind in.
Da fast Varroa frei.
Und dann der neu Aufbau bis zur Brut.
Gruß Fooke

Bild
P7120067.JPG

Benutzeravatar
Johannes
Beiträge: 3921
Registriert: Freitag 30. März 2012, 08:34
Postleitzahl: 06122
Ort: Halle
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 0- 0-1998
Völkerzahl ca.: 20 Völker & M+
Homepage: www.dunkle-bienen.eu
Bienen"rasse": Mellifera und Ligustica
Zuchtlinie/n: Krokvag, Stavershult, Flekkefjord u.a.

Re: Kieler-BGK überwintern

Beitrag von Johannes » Dienstag 8. September 2015, 11:52

Heiko hat geschrieben:...Kleine Räume sind halt schnell voll = Schwarm, darum "außer Mode."...
tinafalke hat geschrieben:...Schwärme sind in...
:lol: Ja, da gehen die Meinungen nun auseinander! :lol:

LG Johannes
Aktuell vom 13.09.2017
Habe noch ein paar begattete, ungezeichnete F2 in Eilage. Diese müssen in den nächsten Tagen raus. ... Nur so lange der Vorrat reicht!

Benutzeravatar
Heiko
Beiträge: 443
Registriert: Montag 3. Mai 2010, 21:51
Postleitzahl: 24111
Ort: Kiel
Land: Deutschland
Telefon: 0178 - 7287019
Imker seit: 1. Jun 2010
Völkerzahl ca.: maximal 18
Bienen"rasse": Mellifera/Landbienen
Zuchtlinie/n:
Wohnort: Kiel

Re: Kieler-BGK überwintern

Beitrag von Heiko » Mittwoch 9. September 2015, 22:31

tinafalke hat geschrieben:Hallo!
Schwärme sind in.
Da fast Varroa frei.
Und dann der neu Aufbau bis zur Brut.
Gruß Fooke

Bild
P7120067.JPG
Hallo Fooke,

von aus der Mode befindlichen Schwärmen hab ich nichts gesagt. "Alle" Jungimker wollen heute mit Schwärmen beginnen.

Zur Größe: "Alle Welt" imkert in Dadant und schaut euch mal die Einraumbeutehttp://www.mellifera.de/einraumbeute aus der wesensgemäßen Bienenhaltung von Melifera e.V. an. Ich finde, das ist in der Tat groß.
tinafalke hat geschrieben:Auch sind unsere Beuten gegenüber früher viel zu groß.
womit kleine Beuten wohl (auch bei dir?) aus der Mode gekommen waren - so besser?

Das mit "fast Varroafrei" halte ich für ein Gerücht. Da sollte man sich nicht drauf verlassen.

Die Bautätigkeit begeistert auch mich dagegen sehr. Ich lasse alle Brutwaben frei ausbauen und gebe lediglich Anfangsstreifen.

Was mich dann aber nicht mehr begeistert, ist: wenn alles schwärmt, es danach so gar keinen Honig gibt, alle, wirklich alle Kisten belegt sind oder sich zur Abwechslung eine wertvolle Kö absetzt.


In Maßen nehme ich auch gerne Schwärme. Aber es gibt schon Gründe auch mal über Schwarmverhinderung nachzudenken. Ich bin kein Heidjer, der bis zur Heidetracht seinen Bestand verdreifachen
möchte/muss.

LG Heiko

Benutzeravatar
Johannes
Beiträge: 3921
Registriert: Freitag 30. März 2012, 08:34
Postleitzahl: 06122
Ort: Halle
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 0- 0-1998
Völkerzahl ca.: 20 Völker & M+
Homepage: www.dunkle-bienen.eu
Bienen"rasse": Mellifera und Ligustica
Zuchtlinie/n: Krokvag, Stavershult, Flekkefjord u.a.

Re: Kieler-BGK überwintern

Beitrag von Johannes » Donnerstag 10. September 2015, 07:25

Heiko hat geschrieben:...Was mich dann aber nicht mehr begeistert, ist: wenn alles schwärmt, es danach so gar keinen Honig gibt, alle, wirklich alle Kisten belegt sind oder sich zur Abwechslung eine wertvolle Kö absetzt....
Ich denke, Heiko und ich sind da voll einer Meinung!
Schwärme sind von der Dynamik und Energie her etwas tolles. Aber sie passen nicht in das aktuelle Zeitgeschehen. Denn zum Glück "verjüngt" sich die Imkergesellschaft allmählich. Das bedeutet aber auch, dass zunehmend berufstätige Leute die Imkerei betreiben. Damit entfällt die Zeit um permanent den ausfliegenden Schwarm in Empfang nehmen zu können.
Außerdem habe ich schon mal an anderer Stelle geschrieben, dass ich die Schwarmerzeugung als höchst kritisch bis sogar unverantwortlich einstufe. Denn wie viele Schwärme fängt man denn nicht??? Mal abgesehen vom eigenen Verlust an Bienen, (wertvoller) Königin und Honig. Wenn der Schwarm von keinem anderen Imker gefangen wird, wird er kaum eine geeignete Bleibe finden!

Nein, die Schwarmimkerei passt LEIDER nicht mehr in unsere heutige Landschaft und auch nicht in die Zeitpläne eines jungen Imkers! Traurig aber wahr!


Um mal wieder zum Thema zu kommen. "Kleine" Beuten (ich sehe hier das M+ vor Augen) sind optimal für einen der Bienenmasse angepassten Raum. Denn man darf nicht vergessen, dass sie erweitert werden können! Ich finde ganz ehrlich die Magazine mit 10 Zanderwaben zu groß im Querschnitt. 7 Waben würden auch reichen. Dann muss aber natürlich mit 3 Bruträumen gearbeitet werden. Für den Imker wieder unpraktikabel, da er höhere Türme zu bearbeiten hat. Aber den Bienen würde es sicher gut tun!

LG Johannes
Aktuell vom 13.09.2017
Habe noch ein paar begattete, ungezeichnete F2 in Eilage. Diese müssen in den nächsten Tagen raus. ... Nur so lange der Vorrat reicht!

Benutzeravatar
tinafalke
Beiträge: 252
Registriert: Mittwoch 15. Dezember 2010, 09:08
Postleitzahl: 26452
Ort: Sande
Land: Deutschland
Telefon: 04422/1031
Imker seit: 26. Dez 1954
Völkerzahl ca.: Mal mehr mal weniger
Bienen"rasse": Mellifera Sicula Carnica
Zuchtlinie/n:

Re: Kieler-BGK überwintern

Beitrag von tinafalke » Sonntag 13. September 2015, 11:00

Hallo !
Wer sich nicht vermehrt, kann
sich auch nicht den neuen Um-
welt einflüssen anpassen.
Die Biene konnte das.
Aber als wir das für sie übernahmen,
ist sie nur noch hilfbedürftig.
Wir müssen uns mehr den Bedürfnissen
der Biene widmen.
Gruß Fooke

RobertM
Beiträge: 38
Registriert: Samstag 8. November 2014, 00:03
Postleitzahl: 85221
Ort: Dachau
Land: Deutschland
Telefon: 017631888888
Imker seit: 10. Sep 2014
Völkerzahl ca.: 25
Bienen"rasse": Apis mellifera mellifera negra
Zuchtlinie/n: Salzburger Nigra, Schweizer Nigra, Bjurholm, Flekkeljord, Kravrnhult
Wohnort: Dachau, Bayern

Re: Kieler-BGK überwintern

Beitrag von RobertM » Sonntag 13. September 2015, 22:07

Türme Türme und abermals Türme :)

Ich habe 4 Reserveeinheiten mit Königin natürlich in MiniPlusTürmen ( 4 bis 5 MiniPlus). Somit habe ich für den Winter Einheiten die ich aufsetzen kann um Verluste zu kompensieren aber das wird hoffentlich nicht nötig sein. Ansonsten werden die Türme im Frühling zu Schwärmen gemacht und die F1 Mellifera darf gleich in eine Bienenkugel einziehen!

Ich habe aus dem Grund genau 4 Einheiten, da ich diese wie eine große Säule (Würfel) zusammenstellen kann und somit die Bienen nur zwei Seiten an der kalten Luft haben und die anderen Seiten sich Gegenseitig wärmen können. Die Kälte ist zwar kein Problem für Bienen aber je mehr sie heizen, desto mehr Futterverbrauch haben sie.

Hier ein kleines Video

https://www.dropbox.com/s/y48zk0de340af ... 0.mp4?dl=0

von meiner Beute als versucht wurde diese zu räubern, denn ich habe eine Blende vorne angebracht die das Flugloch verkleinert aber für den Herbst muss man diese noch kleiner machen bzw. es darf nur eine Biene oder sicherheitshalber ein Drohn durchkommen. Wer sich solch riesen Einfluglöcher ausgedacht hat für eine Begattungseinheit sollte sich mal Gedanken machen!!!!!! Da meine anderen Muttervölker immer 10 bis 15 cm Einlugsröhren haben (rund) gibt es dort keine Räuberei oder besser gesagt, es funktioniert nicht diese zu plündern! Da muss ein Volk schon am Ende sein das sie solch Einfluggang nicht bewachen können.

Auch zu den Vespen die ich im Garten teils füttere, denn sie tun mir sehr Leid, stellen kein Problem für Begattungseinheiten oder Muttervölker da und sollten nicht mit Fallen getötet werden.

Grüße euer Robert

Benutzeravatar
Johannes
Beiträge: 3921
Registriert: Freitag 30. März 2012, 08:34
Postleitzahl: 06122
Ort: Halle
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 0- 0-1998
Völkerzahl ca.: 20 Völker & M+
Homepage: www.dunkle-bienen.eu
Bienen"rasse": Mellifera und Ligustica
Zuchtlinie/n: Krokvag, Stavershult, Flekkefjord u.a.

Re: Kieler-BGK überwintern

Beitrag von Johannes » Montag 14. September 2015, 09:49

RobertM hat geschrieben:Türme Türme und abermals Türme :)

Ich habe 4 Reserveeinheiten mit Königin natürlich in MiniPlusTürmen ( 4 bis 5 MiniPlus). ... Wer sich solch riesen Einfluglöcher ausgedacht hat für eine Begattungseinheit sollte sich mal Gedanken machen!!!!!! ...
Hallo Robert,

also bei den Kunststoffbeuten ist das Flugloch zwar für den Imker ungeschickt angebracht. So am Boden (halb von unten) lässt es sich zur Wanderung nämlich nur schwer verschließen. Aber verkleinern musste ich noch nie ein Flugloch bei den M+. Weder Holz- noch Kunststoffvariante. Räuberei gibt es nicht, wenn die Völker eine gute Fluglochwache haben.

Sicher spielen zum Entstehen einer Räuberei viele Faktoren zusammen und ein kleines Flugloch kann Probleme vermeiden. In meinen Augen schafft es aber auch keine Probleme, wenn das Flugloch größer ist. Ausschlaggebend ist die "Stimmigkeit" bzw. Harmonie im Bienenvolk. Wenn im Volk etwas nicht stimmt, dann entsteht Räuberei, die mit keinem Flugloch abgewendet werden kann. (Das muss aber nicht klappen!) Solche Unstimmigkeiten können vielschichtig und sicher auch für den Imker völlig unersichtlich sein. Dinge wie Pheromonspiegel im Volk, Zusammensetzung der Bienenmasse, Verteidigungsbereitschaft, Krankheiten, Standort, Störungen durch den Imker und und und, spielen eine Rolle.

LG Johannes
Aktuell vom 13.09.2017
Habe noch ein paar begattete, ungezeichnete F2 in Eilage. Diese müssen in den nächsten Tagen raus. ... Nur so lange der Vorrat reicht!

Antworten

Zurück zu „Beutensysteme“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast