Schieden? Einengen? Angepasster Brutraum? Umfrage:

Formen der Bienenhaltung, Erfahrungen mit altbewährten und neuen Systemen, z. B. in Magazinen, Lagerbeuten, Hinterbehandlungsbeuten usw.

Moderator: Johannes

Wie schiedest Du jetzt im März Deine Bruträume?

Meine Dadant schiede ich streng auf den Bereich der Brutwaben.
2
10%
Ja, ich schiede auch andere Maße (z. B. DN, DN 1,5 oder Zander) streng auf die Brutwaben.
6
29%
Nein, ich schiede nicht, enge aber auf eine Brutzarge ein.
2
10%
Ich enge gar nicht ein, sondern lasse den Bienen ihren Lauf.
11
52%
Ich habe gar keine Bienen.
0
Keine Stimmen
 
Abstimmungen insgesamt: 21

Olli G.
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Re: Schieden? Einengen? Angepasster Brutraum? Umfrage:

Beitrag von Olli G. » Dienstag 7. März 2017, 22:06

Herbert hat geschrieben:
Tolle Rechnung,aber in Anbetracht das die Bienen auch jede Menge Pollen,Wasser und auch Nektar zwischen
lagern,solange sie noch keinen Honigraum haben,scheint es doch eine Fehlkalkulation zu sein.
Bei meiner Betriebsweise muss ich ja auch noch pro Zarge 2 Drohnenrähmchen davon abziehen,womit
die 3 Wochen berechnung nicht hinhaut.

Theorie ist gut,aber...........

LG Herbert
Hallo,
der "Platz" soll ja vorerst hinterm Schied verfügbar bleiben. Nur die Königen soll vor dem Schied bleiben und ihr Nest dort anlegen.
Futterwaben bleiben noch hinterm Schied. Raum und Platzgabe dann durch Honigräume.

Die Theorie der Schwarmverhinderung leuchtet mir ein. Aber die ältere in Hinterbehandlern hatten doch auch nur ein Raum. Warum sind sie dort regelmäßig geschwärmt? Mangelnder Platz wegen nur einem Honigraum?

Beste Grüße
Olli

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Rene

Re: Schieden? Einengen? Angepasster Brutraum? Umfrage:

Beitrag von Rene » Dienstag 7. März 2017, 23:02

Hallo allerseits,
Bei der Armbruster Imkerschule gibt es seit Kurzem ein Forum. Da wird der Sinn des Ganzen gut erklärt. HIER
L.G. Rene

robirot
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Re: Schieden? Einengen? Angepasster Brutraum? Umfrage:

Beitrag von robirot » Mittwoch 8. März 2017, 09:01

Bei den Hinterbahndler von damals darfst du auch nicht vergessen, sie Bienen waren damals züchterisch noch nicht so stark bearbeitet wie heute. Noch dazu kommt natürlich das nur 2 Räume vorhanden waren, nix mit erweitern.

Angepasster Brutraum sollte auch nicht mit dem exhten Pressing verwechselt werden. Beim Pressing wird das Volk noch enger gehalten, damit kein Honig ins Brutnest kommt. Dabei muss viel an den Völkern gearbeitet werden, typischerweise wird der Brutraum auf etwa 6 Waben eingeengt. D.h. müssen auch wöchentlich Waben entnommen werden. Die werden dann in den HR umgehanegen, das Volk aoll ja stark bleiben. Ausserrdem wird hinter dem Schied auch meist mit Styrodur aufgefüllt oder mit einem Bienendichten Schied gearbeitet.

Der angepsste Brutraum ist wesentlich größer und hat typischerweise auch 1-2 Futterwaben und Platz hinter dem Schied. Die Futterkränze liegen im zumindest teilweise Honigraum.

Pressing ist eher die extremform des angepassten Brutraums.

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Rene

Re: Schieden? Einengen? Angepasster Brutraum? Umfrage:

Beitrag von Rene » Mittwoch 8. März 2017, 10:14

Hallo,
also bei Hinterbehandlungsbeuten hat man schon zu DDR Zeiten im Frühjahr den BR eingeengt und mit dem Wachstum des Volkes wieder Raum gegeben. So kenne ich das jedenfalls. Ein Auffüllen des leeren Raumes gab es da nur mit einem Kissen / Filz. Das Ganze ist ja auch eine Art angepasster Brutraum. Und zur Zucht, mein Vater schickte damals auch die EWKs auf die Inselbelegstelle (eine war damals auf Ruden, kann ich mich erinnern)... von daher wurde da auch züchterisch gearbeitet. Was jetzt nun gut oder besser ist als die Bienen damals, das kann ich nicht vergleichen.

Die Futterwaben kommen ja bei Trachtbeginn auch raus...
L.G. Rene

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Didi
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Re: Schieden? Einengen? Angepasster Brutraum? Umfrage:

Beitrag von Didi » Mittwoch 8. März 2017, 11:38

Moin Herbert,
wer lesen kann ist klar im Vorteil. :wink:
Natürlich kannst du den Brutraum nur einschränken wenn du den Bienen Gelegenheit zum bauen an anderer Stelle bietest.
HoR müssen großzügig und früh angeboten werden. Zur Hälfte min. mit MW oder Anfangstreifen. DNM schieden halte ich auch für kontraproduktiv. Aber wenn du nur eine Zarge als Brutraum hast ist das ja fast wie schieden. Vielleicht funktioniert das Ganze auch nicht mit allen Bienen?
LG Dieter

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Re: Schieden? Einengen? Angepasster Brutraum? Umfrage:

Beitrag von Herbert » Mittwoch 8. März 2017, 11:59

Moin Didi,
jeder wie er es für richtig hält,grundsätzlich arbeite ich mit 2 Bruträumen,auch bei der Mellifera,
wie schonmal gesagt drücke ich nach dem Auswintern nur Schwächlinge vorläufig auf 1 Zarge runter.

LG Herbert

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Re: Schieden? Einengen? Angepasster Brutraum? Umfrage:

Beitrag von isartaler44 » Mittwoch 8. März 2017, 15:01

Ich schiede nicht ein. Allerdings imkere ich nach Warré. Grundsätzlich bin ich aber auch kein Freund davon, die Kästen in einer doch eher kühlen Jahreszeit zu öffnen, um Trennschiede einzubringen.-

Die Warré-Beuten haben ja einen Querschnit von 30 x 30 cm (innen) und die Zargen sind 21 cm hoch. Der quadratische Querschnitt minimert die Wärmeverluste der kugelförmigen Wintertraube und des ebenfalls etwa kugelförmigen Brutnestes. Außerdem ermöglicht er, die Zargen in Winterstellung zu drehen, was die Wärmeverluste nochmals vermindert. Diese Winterstellung behalte ich - je nach Witterung - etwa bis zum 20. März bei (Frühlingsanfang). So kommen meine Bienen mit ungefähr 11 - 12 kg Futter durch den Winter. Dabei hilft sicher auch die gute Wärmeisolation nach oben mit der 10 cm dicken Heukissen-Zarge.

Das Einschieden bei Warré ist m.E. schon deshalb nicht sinnvoll (und auch schwierig), weil die Völker zum Überwintern immer auf zwei (evt. auch drei) Zargen sitzen sollten. In der obersten ist dabei im wesentlichen das Futter (eine Zarge enthält rund 10 kg), auch bei größter Kälte bestens zugänglich weil es oben warm ist.

Noch was: Hoher Futterverbrauch heißt für die Bienen viel Arbeit. Insofern halte ich den den Futterverbrauch für einen ganz guten "Stressparameter".

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