In welchen Beuten lasst ihr eure Bienen wohnen

Formen der Bienenhaltung, Erfahrungen mit altbewährten und neuen Systemen, z. B. in Magazinen, Lagerbeuten, Hinterbehandlungsbeuten usw.

Moderator: Johannes

welches Beutenmaterial Holz oder Kunststoff

Kunstsoff
3
7%
Holz
43
93%
 
Abstimmungen insgesamt: 46

Hobbyimker
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In welchen Beuten lasst ihr eure Bienen wohnen

Beitrag von Hobbyimker » Sonntag 30. Dezember 2007, 10:13

Hallo liebe dunkle Bienenfreunde
Währ doch mal intressant nee kleine Übersicht zu bekommen was für'n
Beutenwerkstoff so in Gebrauch is.Meistens für Anfänger nee recht schwierige Entscheidung die ich auch selber vor über 10 Jahren treffen musste und denke die ich bisher nicht bereut habe obwohl es da jede Menge Argumente des für und wieder gibt.
an jedem Leser b.z.w. dunkle Bienen Imker der Teil nimmt und somit zur Umfrage beiträgt
imkerlichen Dank
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kleffmann
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Beitrag von kleffmann » Sonntag 30. Dezember 2007, 11:42

Guten Tag Herbert,
ich imkerte zunächst mit Seegebergern Beuten. Da es hier wegen der Höhenlage länger kalt ist, hatte ich mit meinen dünnen Holzbeuten, die ich aus Schwaben mitgebracht hatte, Schwierigkeiten. Es ging nur, wenn ich sie zusätzlich durch Strohballen isolierte. Seit einigen Jahren ersetze ich meine Seegeberger Kunststoffzargen allmählich durch kompatible Holzzargen. Das geht, da sie dickwandiger sind. Im nächsten Frühjahr will ich erstmals einen Stroh/Lehmkorb (Stülper) einsetzen, den ich mal geschenkt bekam.

Eine Frage noch (s. Fred "Dunkle Biene"): wärst Du gegebenfalls bereit, bei einer Belegstelle im Harz mitzuhelfen?
Gruß, Tom

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Beitrag von kleffmann » Sonntag 30. Dezember 2007, 11:43

P.S.: Auch eine Warre-Beute will ich nächtes Jahr ausprobieren.

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Beitrag von Gast » Samstag 2. Februar 2008, 13:14

Und was ist mit Stroh? :lol:

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Beitrag von kleffmann » Samstag 2. Februar 2008, 14:38

Guten Tag, Herbert!
Du meinst Strohkörbe? Wie gesagt will ich dieses Jahr einen schönen Lüneburger Stülper, den ich mal geschenkt bekam, in Betrieb nehmen. Versuchsweise. Im Grunde ist es ja eine ganz andere Betriebsweise (Pressen des Honigs, viele Schwärme usw.). Ein Problem habe ich: zum Abtrommeln bräuchte ich einen zweiten Korb. Weiß jemand, wo man gute Körbe (d.h. wirklich mit Fichtenwurzel geflochten) bekommt?
Gruß, Tom

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Beitrag von Gast » Sonntag 3. Februar 2008, 09:45

Hallo,

ich bin der Bernhard, habe vergessen mit meinem Namen zu unterschreiben :oops:

Ja, ich meine Strohkörbe. Ich habe mal mit einem alten Imker aus Niedersachsen telefoniert, der wollte gleich 500 Strohkörbe loswerden. Die Dinger halten bis zu 100 Jahren bei ordentlicher Pflege. Von den alten Heideimkern kannst Du bestimmt welche bekommen. Ich würde mir direkt zeigen lassen, wie man selbst einen herstellt. Siehe auch hier (wenn nicht schon gesehen):
http://forumprofi4.de/forum12383/videos ... i-t43.html



Wieso Abtrommeln?

Viele Grüße,

Bernhard

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Strohkorb ist nicht mehr Bien gerecht zum imkern,oder doch??

Beitrag von Hobbyimker » Sonntag 10. Februar 2008, 14:07

Hallo Bernhard
Und was ist mit Stroh?
wenn man sich die Mühe macht und ein wenig informiert stellt sich bei mir die Frage welche Vorteile sollten b.z.w. könnten da zum tragen kommen diesen Weg zu wählen.Ist dies nach heutigen Umwelt-und Trachtbedingungen überhaupt noch bienendienlich??? Das überleben im Strohkorb bringt nach meinen bisherigen Erkenntnissen bestimmt ein Lotteriespiel des Überlebens in der heutigen Umwelt mit sich.Jedenfalls in Bezug des erforderlichen Futtervorrats ist die Größe eines Strohkorbs bei meinen Völkern nicht mehr ausreichend und zur Honigernte viel zu klein, wenn der Bien sein Leben naturgemäß frei entfalten will und soll eigentlich ungeeignet,oder???seh ich das falsch
Bin gespannt auf weitere Erfahrungsdarstellungen bei deinen geplanten Strohkorbversuchen.
imkerliche Grüße
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Beitrag von Gast » Montag 11. Februar 2008, 17:59

Hallo Hobbyimker,

ich sehe da weniger Probleme, ich habe es bereits ausprobiert und es geht gut. Nur die Spechte müssen abgehalten werden, die Körbe sind anscheinend interessanter als Holzbeuten.

Bezüglich Größe und anderer Überlegungen: Es gibt die Möglichkeit, Magazine aus Stroh herzustellen. Dazu kann eine sogenannte Strohpresse verwendet werden. Wenn Du dir das mal ansehen möchtest, es gibt ein altes Buch im Internet, das diese Strohpresstechnik zeigt:

http://edocs.ub.uni-frankfurt.de/frontd ... 3571&la=de

Dort im 2.ten Teil des Buches. Hier mal ein paar Bilder:

Bild

Bild

Bild


Auch in der Moderne werden solche Beuten gebaut, allerdings in rechteckiger Form und in Entwicklungsländern:

http://web.utanet.at/huttinge/projekte/ ... #strawhive

Das Material Stroh empfinde ich als recht geeignet für Beuten. Weitaus besser als Styropor oder andere moderne Materialien!

Das Problem liegt in der Beschaffung von ungebrochenem Stroh für das Flechten. Ich werde mal ausprobieren, ob für das Pressen regulär gedroschenes Stroh ausreichend ist.

Viele Grüße,

Bernhard

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Beitrag von Gast » Mittwoch 13. Februar 2008, 22:10

Soeben in einem anderen Imkerforum gefunden ~ eine Beute aus gepresstem Stroh!

Bild

Bild

Bild

Bild

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Bild

Hobbyimker
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Beitrag von Hobbyimker » Freitag 4. April 2008, 15:10

Hallo liebe Forumsleser
Warum ist die Beteiligung so mies es tut doch nicht weh und kostet mit Sicherheit kein Geld man muss doch nur einfach mit der Maus ein wenig klicken
schade das nur rund ein viertel der an gemeldeten Benutzer sich bisher bemühten an der Umfrage teil zunehmen.
Gibts auch jemand unter uns der Holz und Kunststoffbeuten gemeinsam in Betrieb hat???Sind da irgendwelche Unterschiede fest zustellen???

imkerliche Grüße
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Beitrag von HImker » Freitag 4. April 2008, 19:57

...gerade für den Anfänger in unsere Region ist´s relativ einsichtig, in was für Kisten er imkern soll:
Es gibt in beiden Imkereibedarfsläden in der Nähe zu 98% nur Styroporteile...mag sein, dass sich hinter ´nem Berg Styropor mal eine Holzzarge versteckt, aber die muß man suchen...

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manne

Beitrag von manne » Freitag 4. April 2008, 20:28

Man kann nie alles richtig machen und ein Anfänger schon gar nicht.
Ich begann 1963 zu imkern, in Blätterstöcken. Um 2000 herum stellte ich komplett auf 12-er Dadant um. Beide Varianten waren/sind in meiner Gegend nicht üblich. Ich habe sie aber nie bereut.
Benutzt euren eigenen Verstand und entscheidet aus dem heraus, was ihr gesehen und gehört habt, was ihr wisst und fühlt, was nach eurer Meinung richtig ist. Eine derartige Entscheidung ist auch die geeignetste Grundlage dafür, spätere Erfahrungen richtig zu verarbeiten und zu bewerten, weil man sich selber dafür verantwortlich fühlt. Sonst kommt es zu oft vor, dass man für Erfolge selber zuständig ist und an Misserfolgen die Beratung Schuld ist.

Manne

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bernd

Beitrag von bernd » Samstag 5. April 2008, 09:39

Den "Bien" interessiert weder Material noch Form der Behausung, er kommt mit jeder in ihrer Größe geeigneten "Höhle" zurecht. In der Schwedischen Bienenzeitung (ich meine es war imJahre 2005) war nachzulesen, daß bei der Reparatur der kupfernen Helmkugel eines Kirchturmes im Smålandischen Hochland ein sehr vitales Volk entdeckt wurde, welches nach der Wabenbeschaffenheit dort zumindest einen Winter verbracht haben musste. Ebenso fand man in einem nach unten völlig offenen, kastenförmigen Tritt der Außentreppe eines nicht bewohnten Hauses in Mittelschweden (jenseits der Haselnußgrenze!) ein riesiges Volk.
Alleine der Mensch hat so seine (berechtigten) Vorstellungen, wie denn der "Bien" unterzubringen sei.

Gruss
Bernd

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Beitrag von kleffmann » Samstag 5. April 2008, 10:16

Das denke ich auch. Den Bienen (und dem Honig) ist es egal, ob sie in Holz oder Kunststoff wohnen, wenn Wärmedämmung und Lüftung stimmen. Ich selber steige auf Holz um, aber im Grunde deshalb, weil ich es selber sympathischer finde. Man ist selbständiger: Holz wächst in der Umgebung, man kann die Beuten selber bauen und reparieren usw. Ein Grund dafür, daß ich in diesem Jahr einen Lüneburger Stülper ausprobieren will, ist die Schönheit des Korbes und des Wabenbaus. Und man sieht das Volk im Ganzen. Die Lebensbedingungen in solch einem Korb sind denen wildlebender Völker ähnlicher. Aber natürlich gibt es weniger Ertrag.
Schöne Grüße!

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bernd

Beitrag von bernd » Samstag 5. April 2008, 11:12

kleffmann hat geschrieben:Das denke ich auch. Den Bienen (und dem Honig) ist es egal, ob sie in Holz oder Kunststoff wohnen, wenn Wärmedämmung und Lüftung stimmen. Ich selber steige auf Holz um, aber im Grunde deshalb, weil ich es selber sympathischer finde. Man ist selbständiger: Holz wächst in der Umgebung, man kann die Beuten selber bauen und reparieren usw. Ein Grund dafür, daß ich in diesem Jahr einen Lüneburger Stülper ausprobieren will, ist die Schönheit des Korbes und des Wabenbaus. Und man sieht das Volk im Ganzen. Die Lebensbedingungen in solch einem Korb sind denen wildlebender Völker ähnlicher. Aber natürlich gibt es weniger Ertrag.
Schöne Grüße!
Wenn Du auf Holz umstellen möchtest, so empfehle ich Dir, den von mir entwickelten Boden nachzubauen. Dieser Boden ist konkurrenzlos praktisch...und dennoch einfach zu bauen. Du wirst wissen, wo der Boden beschrieben ist (Technisches).
In Schweden stelle ich ganz auf S. Kunststoff um, weil ich damit keine Schimmelprobleme habe. Eventuell vorkommende Feuchtigkeit tropft einfach ab... Holz indessen nimmt Feuchtigkeit auf, welche in der äußeren Schicht friert, eine Transpiration ist dadurch nicht möglich. So sättigen sich die Wände (innen) mit Wasser (erst danach tropft überschüssiges Wasser ab), was zu Schimmelproblemen führt, selbst auf offenen Böden. Das Holz ist einfach feucht. In D gehe ich auf Holz zurück, allerdings werde ich meine Beuten trocken aufstellen. (In den letzen Wochen baute ich einen wunderschönen Bienenstand für 7 Völker - demnächst auf "Seite 1" zu sehen, ein kleinerer wird folgen). Denn die ewige Winternässe in Verbindung mit der Innenraumfeuchte ist den Bienen eben nicht zuträglich. Und da richtet eine Imprägnierung, welche ich vermeiden möchte, auch nicht viel aus. Wasser zieht über jeden Ritz ein!

Gruss, Bernd

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