Video: Naturbau - möglich und sinnvoll?

Formen der Bienenhaltung, Erfahrungen mit altbewährten und neuen Systemen, z. B. in Magazinen, Lagerbeuten, Hinterbehandlungsbeuten usw.

Moderator: Johannes

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imkerforum-nordbiene
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Video: Naturbau - möglich und sinnvoll?

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Mittwoch 3. Mai 2017, 17:26

HAllo allerseits,

bislang verwendete ich zum Ausbau von neuen Rähmchen ausschließlich ganze Mittelwände. Dies erscheint mir aber nicht mehr unbedingt sinnvoll (Wachsskandal, Wachskreislauf) und auch nicht sehr ökonomisch. Ist es aber notwendig?

Unten eingestelltes Video zeigt das Imkern mit Naturbau durch Einlöten von Anfangsstreifen. Hat hiermit jemand Erfahrung? Vor allem würden mich die Nachteile interessieren; die Vorteile liegen ja auf der Hand. Funktioniert das so?

LG
Kai

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Re: Video: Naturbau - möglich und sinnvoll?

Beitrag von Abramis » Mittwoch 3. Mai 2017, 18:14

Moin Kai,

ich habe im letzten Jahr aus der Not heraus mit Naturbau im Zandermaß angefangen.
Die Bienen haben das anstandslos akzeptiert. Fluglochnah Arbeiterinnenbau, im hinteren Drittel Drohnenbau. Wenn ich meine Rähmchen senkrecht drahten würde, könnte ich sogar Drohnenschneiden praktizieren.

Randwaben 1 und 10 wurden immer ganz ohne Drohnenbau ausgebaut. Im HR genauso. Theoretisch kann man mit Wabenhygiene (Reihenfolge HR - 2.BR - 1.BR) also immer ohne Drohnenbau arbeiten, da der "Neubau" immer im HR stattfindet. Dann kann man auch wie bisher mit dem Drohnenrahmen arbeiten.
Ich habe aber noch nicht untersucht, welche Wabenmaße die Bienen wo genau bauen.
Angeblich sind Honigzellen größer als Arbeiterinnenzellen, aber kleiner als Drohnenzellen. Dann würde das so wie oben beschrieben nicht funktionieren.

Im Übrigen kann der Anfangsstreifen auch nur aus der Rille im Oberträger mit reingestecktem Wachs bestehen. Ein Wabenmuster ist völlig überflüssig, das machen die Damen komplett selber. Housel-Anordnung ist kompletter Unfug, ich habe schon bis zu drei "Richtungsänderungen" der Zellen auf einem Rähmchen gehabt. I.d.R. fangen die Bienen an zwei Stellen mit dem Ausziehen der Wabenzungen an. Diese können völlig willkürlich von der Ausrichtung sein. Und irgendwie Stricken sie das später trotzdem zusammen, ohne dass es auffällt. :shock:

Als Nachteil wird immer genannt, dass Naturbau beim Schleudern kaputt geht.
Da bin ich schon gespannt drauf. Ich bin sicher, dass die Bienen selbst so beschädigte Waben problemlos reparieren können, wenn man sie Ihnen nach als neuen BR aufsetzt.

Viele Grüße,
Heiko
Und erstens machen sie es anders, als es zweitens im Lehrbuch steht :!: :!: :!:

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Re: Video: Naturbau - möglich und sinnvoll?

Beitrag von robirot » Mittwoch 3. Mai 2017, 19:14

Ja, ich habe ein Volk in DN 1.5 komplett (bis zur Futterentnahme) und kann nur sagen nie wieder!

Anfangsstreifen/Wachslinie (da reicht einfach ein bischen Wachs aufzutragen) ist schön und gut, aber nie wieder ohne Mittelwände/Fertige Waben aussen. Sonst werden die äusseren Waben doch sehr gerne mal mit den Wänden verbaut (also Grundsätzlich) und die Nebenwaben sehen nicht besser aus, erst so ab der 3-4 Wabe wirds besser. Des Weiteren ist die 100% Lotrecht aufstellung der Beute wichtig, sonst wird nicht im Rähmchen sondern aus dem Rähmchen heraus gebaut.
Abgesehen davon werde ich nicht wieder ohne MW arbeiten, einfach weil ich Drohnen schneiden können will (rein zu Zuchtzwecken nicht wegen der Varroa). Ich habe wenig Lust auf Stecher, Schwächlinge oder Varroahochburgen die mir diese Merkmale in der Standbegattung weiter geben.

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Heiko
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Re: Video: Naturbau - möglich und sinnvoll?

Beitrag von Heiko » Donnerstag 4. Mai 2017, 09:51

Moin,

die Erfahrungen scheinen sehr verschieden zu sein. Ich praktiziere es seit Beginn (2010) so, dass ich im BR (1,5 DNM) Anfangsstreifen gebe und im HR (0,5 DNM) Mittelwände.

Beim 100 % Lotrecht hilft eine Wasserwaage. Einmal den Bock ordentlich ausrichten und dann war es das. Die Kisten selber sind ja gerade. Was mir aber leider schon öfter mal passiert ist, ist dass sich Anfangsstreifen vom Oberträger gelöst haben. Dann kommt es zu Wildbau, den man möglichst schnell beseitigen muss. Für solche Fälle ist übrigens ein Korbmesser (das ich sonst für die Stülper benutze) das ideale Werkzeug.

Das "Anlöten" mit Wachs sollte also sorgfältig passieren! Mit nur Wachslinien habe ich keine gute Erfahrungen. Die werden auch gerne - insbesondere von Schwärmen - überbaut.

Das ich im HR Mittelwände verwende hat einfach den Grund, dass ich den Eindruck habe, dass die Annahme und der Ausbau schneller erfolgt und damit auch eher Honig dort eingetragen wird. Ich habe auch mal HR- Rähmchen mit Anfangsstreifen probiert. Das Schleudern ist bei 0,5 DNM ungefährlich. Da bricht nichts. Die HR Waben werden immer bis an den Unterträger angebaut und sind damit stabil.

Das Waben nicht komplett ans Holz Angebaut werden und seitlich und unten Lücken bleiben, kenne ich nur aus dem BR. Ich glaube bei Tautz habe ich gelesen, dass dies mit der Kommunikationsfunktion der Waben zu tun haben soll. Was "frei schwingt" "überträgt" besser. Auf jeden Fall ist bei 1,5 DNM in Naturbau dann doch manchmal eher Vorsicht bei der Durchsicht angesagt.

Mittelwände sind Einstellungssache. Ich gebe jedes Jahr viel Geld nicht für Wachs aus. Ich trage viel weniger zigfach verschnittenes Altwachs in meine Völker. Die Bienen ordnen ihr Brutnest so, wie es Ihrer Natur entspricht und ich ernte trotzdem Honig. Ich bin soweit zufrieden.

Gruß Heiko

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Re: Video: Naturbau - möglich und sinnvoll?

Beitrag von Hexagon » Montag 8. Mai 2017, 23:29

Hallo Zusammen!
Als Neu-Hobby-Imker kann ich noch nicht viel beisteuern, aber zum Thema Naturbau habe ich diese Woche aus der Not folgende Erfahrung gemacht: Bei meinen 2 Völkern konnte ich aus Mangel an Zeit leider nicht alle Rahmen mit Mittelwänden bestücken, daher habe ich mich zu einem Experiment verleiten lassen. Dem einen Volk habe ich eine Zarge mit einer ausgebauten Wabe, 5 Mittelwänden und 3 Anfangsstreifen aufgesetzt, dem anderen Volk nur eine ausgebaute und 8 Rahmen mit in Wachs getauchter Keilleiste (die hatte ich schon)
Meine Idee war, dann im Laufe der Woche weitere Rahmen mit Mittelwänden vorzubereiten und auszutauschen. Zur Sicherheit Zuckerwasser 1:1 im Vakuumschlauch (die Teile für den Gefrierschrank) angepiekst und in unten in die Beute.
Nun kam ich letzte Woche zu meinen Damen, wollte tauschen, da haben die anstandslos 6 der 8 Rahmen komplett ausgebaut, bis an die Ränder der rahmen, und die übrigen 2 zur Hälfte!
Im Volk mit den Mittelwänden das gleiche Bild.
Die Waben waren voll mit Nektar, die Randwaben teilweise mit Pollen. Die mittleren Waben waren im unteren Drittel bestiftet.
Keine Drohnenwaben, alles kleine Zellen. Ein wunderschöner Anblick mit fast schneeweißem Wachs.
Daraufhin habe ich nun im HR auch nur Leerrahmen mit Wachs-Keilleiste eingehangen. Heute nachgeschaut: fleißig am Ausbau!
Ich werde das weiter beobachten und überlege, komplett auf Mittelwände zu verzichten.
Liebe Grüße,
Hex

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Re: Video: Naturbau - möglich und sinnvoll?

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 9. Mai 2017, 08:41

HAllo allerseits,

danke für die interessanten, unterschiedlichen Erfahrungen. Ich werde mal das eine wie das andere ausprobieren. Im Moment bauen sie aber leider überhaupt nicht; weder Mittelwände noch Naturbau.

LG
Kai
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Re: Video: Naturbau - möglich und sinnvoll?

Beitrag von Didi » Dienstag 9. Mai 2017, 17:28

Moin Kai,
wieso ist das bei dir so anders als hier in Quickborn? Ich habe HoR drauf, sie bauen aus und tragen auch gut ein. Machen 80 Km wirklich so viel aus?
LG Dieter

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Re: Video: Naturbau - möglich und sinnvoll?

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 9. Mai 2017, 18:00

HAllo Didi,

hm, offensichtlich ja. Sie konnten am Sonntag etwas eintragen, da war auch etwas (wenig) Bauaktivität festzustellen, aber die Honigräume sind eigentlich praktisch noch leer. Gebaut wird da gar nix.

Ich vermute mal, dass es an der Ostsee liegt. Bei Nordwind kommt die Luft direkt von der See. Das ist bei Dir etwas anders. Hamburg ist deutlich milder als Kiel. Nicht von ungefähr liegt nördlich von Hamburg das größte Baumschulgebiet. In Kiel wäre das völlig undenkbar. :|

LG
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Re: Video: Naturbau - möglich und sinnvoll?

Beitrag von Herbert » Dienstag 9. Mai 2017, 19:01

Moin Kai und Didi,
imkerforum-nordbiene hat geschrieben:
Dienstag 9. Mai 2017, 08:41

danke für die interessanten, unterschiedlichen Erfahrungen. Ich werde mal das eine wie das andere ausprobieren. Im Moment bauen sie aber leider überhaupt nicht; weder Mittelwände noch Naturbau.
natürlich sind nicht alle Völker gleich,aber auch bei mir in Nordfriesland,ich habe
kein Naturbau,bauen die Bienen wunderbar im Honigraum die Mittelwände,nicht nur am letzten Wochenende,und sehr erstaunlich die Dunklen F1 mit eigentlich weniger Bienenmasse schon voll im HR,scheinbar heizen sie auch besser als die Carnica.

LG Herbert

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Re: Video: Naturbau - möglich und sinnvoll?

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 9. Mai 2017, 21:51

Herbert hat geschrieben:
Dienstag 9. Mai 2017, 19:01
Moin Kai und Didi,
...natürlich sind nicht alle Völker gleich,aber auch bei mir in Nordfriesland,ich habe
kein Naturbau,bauen die Bienen wunderbar im Honigraum die Mittelwände,nicht nur am letzten Wochenende,und sehr erstaunlich die Dunklen F1 mit eigentlich weniger Bienenmasse schon voll im HR,scheinbar heizen sie auch besser als die Carnica.

LG Herbert
HAllo Herbert,

auch das freut mich sehr. Ja, es liegt hier am kalten Nordostwind. Aber: seit Sonntag wird hier etwas gebaut, wie ich eben am Blätterstock-Baurahmen sehen konnte. 4 Wochen lang tat sich da nichts.

LG
Kai
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Re: Video: Naturbau - möglich und sinnvoll?

Beitrag von Katrin » Mittwoch 10. Mai 2017, 07:50

Huhu ihr,
imkerforum-nordbiene hat geschrieben:
Dienstag 9. Mai 2017, 21:51
Aber: seit Sonntag wird hier etwas gebaut, wie ich eben am Blätterstock-Baurahmen sehen konnte. 4 Wochen lang tat sich da nichts.
im Blätterstock war die Sicula F3 wenn ich mich recht erinner, oder?
robirot hat geschrieben:
Mittwoch 3. Mai 2017, 19:14
Anfangsstreifen/Wachslinie (da reicht einfach ein bischen Wachs aufzutragen) ist schön und gut, aber nie wieder ohne Mittelwände/Fertige Waben aussen. Sonst werden die äusseren Waben doch sehr gerne mal mit den Wänden verbaut (also Grundsätzlich) und die Nebenwaben sehen nicht besser aus, erst so ab der 3-4 Wabe wirds besser. Des Weiteren ist die 100% Lotrecht aufstellung der Beute wichtig, sonst wird nicht im Rähmchen sondern aus dem Rähmchen heraus gebaut.
Wollte eigentlich auch "nur" Wachslinien vorgeben, hängt wohl davon ab wie sehr es stört wenn sie tatsächlich die Waben mit den Wänden verbauen, mal sehn. :)

LG Katrin

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Re: Video: Naturbau - möglich und sinnvoll?

Beitrag von Johannes » Mittwoch 10. Mai 2017, 08:15

Hallo zusammen,

Naturbau geht und ist auch sinnvoll. Man muss als Imker aber aufpassen!

Mein Warrévolk hat ja auch nur Anfangsstreifen gekommen und diese ganz tadellos ausgebaut. Letztes Jahr beim Einschlagen und auch dieses Frühjahr in der untersten Zarge. Auch mein Volk im Fass beherrscht das tadellos.
Für den Imker gibt es aber einiges zu beachten. Zunächst einmal erschrickt man vielleicht über den vielen Drohnenbau. Aber das Volk findet auch von selbst wieder zum Arbeiterbau zurück. Ein größeres imkerliches Problem könnte sein, dass die Austauschbarkeit der Waben bezüglich ihrer Position im Volk eingeschränkt ist. Die Völker konzipieren ihr Brutnest ganz akribisch, wenn sie denn dürfen. Da ist jede Wabe individuell und nicht wahllos austauschbar. So fällt eine Wabe mal etwas dicker aus und die Nachbarwaben entsprechend dünner. Das gilt es dann mMn zu beachten.

Angestrebt ist bei meinen DN 1,5 reiner Naturbau im Brutraum mit ca. 5 cm hohen Anfangsstreifen. Ich werde berichten.

LG Johannes
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Re: Video: Naturbau - möglich und sinnvoll?

Beitrag von Rene » Mittwoch 10. Mai 2017, 08:55

Hallo Johannes,

Ich freue mich auf den Bericht.
Hast du die Schiffsrumpfleisten auch schon verwendet? (wären ja durchaus auch Dreiecksleisten denkbar, am Rähmchenoberträger befestigt).
Ich werde mal eure Erfahrungen abwarten und dann im nächsten Jahr vielleicht auch probieren.
L.G. Rene

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Re: Video: Naturbau - möglich und sinnvoll?

Beitrag von Johannes » Mittwoch 10. Mai 2017, 09:02

Hallo Rene,

vorerst wird es bei mir nur Anfangsstreifen geben.

Die Dreiecksleisten sind gar nicht so einfach gemacht. Denn der Winkel des Dreiecks muss eine spezielle Größe haben. Da kann (sollte) man nicht einfach irgend eine dreieckige Leiste nehmen und hoffen.

Bernhard Heuvel hat in seinem Warréforum dazu irgendwo was geschrieben.

LG Johannes
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Re: Video: Naturbau - möglich und sinnvoll?

Beitrag von Johannes » Mittwoch 10. Mai 2017, 09:05

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