Beuten frittieren? Aber wie und mit was?

Formen der Bienenhaltung, Erfahrungen mit altbewährten und neuen Systemen, z. B. in Magazinen, Lagerbeuten, Hinterbehandlungsbeuten usw.

Moderator: Johannes

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TA78
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Beuten frittieren? Aber wie und mit was?

Beitrag von TA78 » Samstag 26. Februar 2011, 19:42

Hallo Bienenfreunde,
nun habe ich mich für die Dadant Beute entschieden.

Ich habe gehört, dass man Beuten auch frittieren kann.
Diese sollen dann schlecht aussehen,
aber man hat wohl ca 10 Jahre Ruhe.
Soll viel von Berufsimkern genutzt werden.

Wie wird denn frittiert?
Welches Mittel? Wachs?
Und wie lange lässt man die Zarge im Kessel?

Vielen Dank im Voraus.

Thomas

El-Tommy
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Beitrag von El-Tommy » Freitag 11. März 2011, 20:31

Hallo Thomas,

also von frittierten Beuten hab ich sooo noch nichts gehört. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass es eine "etwas merkwürdige" Umschreibung für die Verwendung von siedendem Leinöl bzw. Leinölfirnis ist.

Ich glaube, dass dafür Leinöl auf dem Herd erhitzt, und direkt kochend auf die Holzbeute aufgetragen wird. Das Öl zieht wohl recht schnell ins Holz ein und nach 1-2 Tagen sind die Beuten auch ganz "trocken". Leinölfirnis würde ich persönlich allerdings nicht nutzen, da darin soweit ich weiß Terpentin enthalten ist/ sein kann. Außerdem würde ich auch nur von außen anstreichen, da die Bienen von innen den Besten Schutz durch Propolis selbst anfertigen!

Mir fällt gerade noch ein, dass das siedende Öl eine Zeit lang auf dem Herd belassen werden sollte, da es beim kochen "verestert", also längere Molekülketten bildet, somit dickflüssiger und noch wetterbelastbarer wird.

Ich selbst habe die Methode noch nicht angewendet, sie wurde mir jedoch von einem meiner Kollegen einmal empfohlen. In wie weit diese Methode bienenfreundlich/ unschädlich ist kann ich nicht beurteilen, vielleicht mag sich dazu jemand anderes noch äußern. Bitte sei, falls Du es ausprobierst äußerst vorsichtig mit dem siedenden Öl, die Verbrennungsgefahr ist sicher immens hoch(!). Du experimentierst also völlig auf eigene Gefahr, ich übernehme keinerlei Haftung.

Also viel Erfolg,
Thomas

Edit: Sehr heißes Bienenwachs könnte u.U. auch funktionieren, wobei es einfach hässlich grau wird, mit der Zeit!

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molle

Beitrag von molle » Montag 14. März 2011, 11:34

Moin liebe Frittenschmiede,

ihr habt richtig gehört ganze Beuten und andere hölzerne Teile sind in Bienenwachs frittierbar. Durch die Hitze soll das Wasser im Holz verdampfen und Wachs in die Poren dringen.


Bei Michael Bush findet sich eine Möglichkeit mit Bildern in Angelsächsisch: http://www.bushfarms.com/beesdipping.htm
So schlecht sehen die Beutes frites nicht aus.
Ganze Beuten oder vorgebohrte Einzelteile frittieren, da sonst in den Löchern Wasser eindringen und Pilz ansetzen kann.

Er erwärmt 2 Teile Bienenwachs und 1 Teil Kollophonium (ohne Zusätze, kein technisches K. zum Löten !) auf ca. 100 bis 120 Grad und frittiert 10 bis 15 min.
ACHTUNG!: Feuerlöscher parat haben und immer dabeibleiben ! Flüssiges Wachs und Feuer sind zusammen die Hölle. :twisted:

Raymond Zimmer frittiert in Paraffin, doch ich denke für Honighygiene und Bienen ist ihr eigenes Wachs das Beste.


Übrigens mit Leinöl von aussen gestrichen, bewahrt die Beute auch vor Feuchtigkeit.

be carefull, Molle
Zuletzt geändert von molle am Freitag 18. März 2011, 23:46, insgesamt 1-mal geändert.

El-Tommy
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... interessant!

Beitrag von El-Tommy » Montag 14. März 2011, 16:36

Hey Molle,

das war neu für mich, wirklich interessant! Ich bin gespannt auf Erfahrungsberichte... Also wer es ausprobiert, oder es schon gemacht hat, der möge doch bitte ein wenig berichten.

Thomas

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