Völkerverluste Winter 2014/2015

Moderator: Johannes

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Johannes
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Re: Völkerverluste Winter 2014/2015

Beitrag von Johannes » Dienstag 30. Dezember 2014, 12:46

Hallo Kai,

bezüglich der M+Verluste hab ich mittlerweile eine einfache, aber mein Gewissen belastende Vermutung:
Ich habe aus 30 einzargigen Begattungseinheiten 10 dreizargige Überwinterungseinheiten zusammengestellt. Ohne zu bedenken, dass jetzt jedes Volk plötzlich die 3-fache Menge an Varroen enthielt wie vorher.
Dann war höchstwahrscheinlich auch die Thymovarbehandlung im M+ nicht so effektiv wie in den Zandermagazinen. Das schiebe ich auf die Bauweise und meine nicht Vorhandene Erfahrung mit Thymovar.

Im vergangenen Jahr (2013) habe ich meine ersten M+ aus Kunstschwärmen aufgebaut und nichts vereinigt. Auch arbeitete ich da noch mit der mir vertrauten AS. Die Verluste waren da nicht weiter dramatisch. (1 totes von 6 Völkern)
Daher war ich dieses Jahr nicht sensibel genug auf die neuen Gegebenheiten zu reagieren.

Ich bin davon überzeugt, dass es Varroaschäden sind. Aber ich bin daran wohl selber schuld. Hätte vorher länger darüber nachdenken müssen. Aber solch einen Fehler macht man nur ein mal im Leben. ...Hoffe ich zumindest. :|

LG Johannes

Der Großteil Vorbestellungen ist nun erfüllt. Die letzten Königinnen gehen bis Mitte Juli raus. Den Rest der Saison möchte ich nutzen, um das Zuchtprogramm des Landesverbandes Dunkle Biene Sachsen e.V. zu unterstützen. Daher kann ich leider keine umfangreichen Anfragen mehr annehmen. In dringenden Fällen bitte einfach eine Anfrage per Mail schicken und ich werde sehen, was ich tun kann!

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Marakain

Re: Völkerverluste Winter 2014/2015

Beitrag von Marakain » Dienstag 30. Dezember 2014, 16:46

Hallo Leute,

bei mir kommt es im Moment ganz dick. Nachdem auf der Arbeit Anfang Oktober gleich zwei Kollegen von einen Tag auf den anderen gegangen sind (bei insgesamt 12 Leuten) war die Arbeitsbelastung in den letzten 3 Monaten echt enorm (eigentlich jede Woche Mo-Sa gearbeitet und jeweils von 6-19 Uhr außer Haus). In der Weihnachtswoche habe ich so z.B. auch nur den ersten Weihnachtstag nicht gearbeitet aber dafür dann den Sonntag.
Das das alles seine Spuren zeigt und wenn man quasi nur noch zum schlafen zu Hause ist auch nicht viel Zeit für anderes bleibt ist dann das übrige. Im Januar soll dann endlich schon mal wenigstens ein neuer anfangen und jemand anderes hat von 20 auf 30 Wochenstunden erhöht. Tja was erzähl ich euch das jetzt.
Nachdem ich ja schon berichtet habe das eines meiner beiden Völker, ein Ableger von meiner Patin von diesem Jahr, verschwunden war blieb mir nur noch ein Wirtschaftsvolk. Das hat mir ja wirklich Sorgen gemacht da wie oben beschrieben meine Zeit echt knapp war, ich beim eigenverantwortlichen imkern ja das erste Mal in den Winter gegangen bin und die Berichte das es dieses Jahr mit den Winterverlusten arg werden wird nicht wenig waren.
Gestern nun (ich bin diese Woche komplett krank geschrieben da irgendwann alles seine Spuren zeigt und ich nu ne Lungenentzündung hab) wollte ich die wichtige OS Behandlung durchführen. Bei uns hier im Bremerland waren die klimatischen Bedingungen ja mMn halbwegs passend. Anfang Dezember gab es mal ein paar Tage mit Frost weshalb die Bienen doch aus der Brut gegangen sein sollten. Bis vor 2 Tagen war es dann zwar wieder recht warm, vereinzelt sogar 10 Grad tagsüber, ich hatte aber die Hoffnung das die Damen nicht wieder anfangen zu brüten. Seit 2 Tagen war es nun auch hier knackig kalt mit zweistelligen Minusgraden. Die Damen sollten also schön eng sitze. Ich fuhr also an meinen Stand bereitete vorschriftsmäßig die OS vor, öffnete die Kiste und......nix
:cry:

Wie schon beim ersten Volk keine Biene mehr zu sehen.... einziger Unterschied war das bei der ersten Kiste gar keine einzige Biene mehr im Volk war. Hier waren jetzt wenigstens einige tote auf dem Bodenbrett unter den Rähmchen zu sehen.... zugegeben ein sehr schwacher Trost.


Soweit die Lage bei mir. Ich hoffe bei euch geht es besser aus diesen Winter und ich muss nächstes Jahr von vorne anfangen.... :(



P.S. Edit sagt bei allem Gejammer hab ich noch meinen konstruktiven Teil des Beitrages vergessen der sich primär an Johannes richtet. Wegen deiner M+ Problematik. Schon gesehen das es z.B. bei Holtermann auch extra Überwinterungsmagazine für M+ gibt?
http://www.holtermann-shop.de/index.php/cPath/262_322
bzw.
http://www.holtermann-shop.de/index.php/cPath/262_227

Bei dem Boden und Deckel sollten die dieses mal auftretenden Probleme doch nicht da sein oder?

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Johannes
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Re: Völkerverluste Winter 2014/2015

Beitrag von Johannes » Dienstag 30. Dezember 2014, 17:11

Hallo Kalli,

erst mal mein vollstes Mitgefühl mit deiner Situation. Das einzige Volk zu verlieren ist schon echt hart!!!
Auch hier klingt alles nach einem Varroaschaden.

Deine persönliche Situation ist ja auch nicht wirklich beneidenswert. Ich wünsche dir für´s neue Jahr, dass du dich erholst und mehr Zeit für dich und den Neuanfang mit der Imkerei bekommst!

LG Johannes

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Marakain

Re: Völkerverluste Winter 2014/2015

Beitrag von Marakain » Dienstag 30. Dezember 2014, 17:26

Danke Johannes,

ja ich denke das kann ich niemand anderen als mir selber und der Varroa in die Schuhe schieben :(

Danke für die Wünsche und ich hoffe ja auf Besserung. Jetzt bin ich ja erst einmal die ganze Woche krank geschrieben und kann wieder etwas Kraft schöpfen. Noch vor einem halben Jahr hab ich, nach 14 Jahren Bundeswehr und quasi Behördenleben, noch gesagt nie wieder. Inzwischen sehne ich mich zurück in die alte Nine to Five Welt ....

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Debora
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Re: Völkerverluste Winter 2014/2015

Beitrag von Debora » Freitag 9. Januar 2015, 00:57

Huhu in die Runde,
die leeren Beuten sind meistens auf die Nosema Ceranae zu führen. Letztes Jahr habe ich so zwei Völker verloren. Dieses Jahr war sehr günstig für die Entwicklung von Viren, dazu kam miserable Tracht im Spätsommer und Herbst. Auch das Herbstfütterung unterstütze die Vermehrung von Viren. Meine Biene überwintern immer auf Honig. Verloren habe ich bis jetzt die Nachswärme, die nicht mehr genügend Tracht finden konnten.
Ich wünsche Euch allem gute Überwinterung
herzlichst Debora
liebe Grüße
Debora

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Re: Völkerverluste Winter 2014/2015

Beitrag von Hainlaeufer » Samstag 10. Januar 2015, 16:27

Hallo Debora!

Darf ich dich fragen, wie du genau auf Nosema gekommen bist? Mich würde das bloß interessen, weil doch normalerweise, bienenleere Beuten (mit noch einiges an Futtervorräten) meistens immer als Varroaschadbild erklärt wird. Hast du das im Labor untersuchen lassen? Oder selber (bloß könnte ich da jetzt nicht zwischen den Nosematypen unterscheiden, unter'm Mikroskop)?

Ein typisches Nosemaschadbild ist doch stark verkotete, stinkende Waben bzw. verkotete (helle bzw. weiße Farbe) Fluglöcher oder in der Umgebung. Auch viele klumpe, schwer bewegende Bienen müsste man sehen.

Versteh mich nicht falsch Debora, ich will da jetzt nicht irgendwas korrektieren, nur hätte ich gerne mehr von deiner Analyse erfahren :wink: :)

LG
Michi

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Re: Völkerverluste Winter 2014/2015

Beitrag von Debora » Samstag 10. Januar 2015, 18:29

Hallo Michi,
wir haben es in Tschechien untersucht. Es ist eine Kombination von Viren und Nosema Apis und Ceranae. Das Problem liegt darin, dass wir gewöhnt sind alles nur auf die Varroa zurückführen und als Varroaschaden betrachten. Klar begünstigt Varroa jede Erkrankung, jedoch ist sie nicht nur als Verursacher, sonder viel mehr als Indikator des Gesundheitszustands des Bienenvolks, zu betrachten. Nosema Sporen sind in jedem Bienenvolk und unter normalen Umständen kommt das Bienenvolk damit klar. Sie verbreitet sich schnell im Frühjahr und Sommer, dann kann man die Typischen Merkmale beobachten. Kritisch wird es erst bei Trachtmangel, im Herbst, oder nach Herbstfütterung in Kombination mit Viren. Erkrankte Bienen fliegen raus und kommen oft nicht mehr zurück. Wenn es Imker bemerkt, ist es meistens zu spät und dann ist es nur Frage von ein paar Stunden, bis die Bienenbeute vollkommen leer ist. Bei Ausbruch Nosema Ceranae kollabiert ein Bienenvolk innerhalb von 3 Wochen nach einem Herbstfütterung, womöglich wird er noch vorher ausgeraubt und so verbreitet sich die Erkrankung weiter. Für Diagnose Nosema reicht ein Schülermikroskop mit einem 750x Vergrößerung aus.
Inzwischen planen Imker bis zu 4 Varroabehandlungen im Laufe des Jahres ein. Das ist zu viel Stress für die Bienen. So ist der Nährboden für die Verbreitung von Viren und Nosema gelegt, zumal wird auch Krankheit sensitive Varroa und Bienenvölker vermehrt. Wir sollten wieder lernen nur gezielt und punktuell Behandeln.
Schöne Grüße
Debora
liebe Grüße
Debora

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Re: Völkerverluste Winter 2014/2015

Beitrag von Hainlaeufer » Samstag 10. Januar 2015, 20:45

Hallo Debora!

Lieben Dank für deine rasche Antwort.
Ja, da hast du natürlich Recht, man schiebt gerne vieles auf die Varroa. Vor allem das Unsichtbare kann man meistens als Mensch nicht einschätzen, wie Nosema in diesem Falle, aber an dieser Stelle muss man wohl auch die Umweltgifte und Pestizide allgemein auch erwähnen, meiner Meinung nach ist das der Hauptgrund warum es so schlimme Winterausfälle, und zwar jeden Winter, gibt. Den Rest machen die Milben, oder all die Bienenkrankheiten, die immer in einem Bienenstock vorkommen, nun aber plötzlich Überhand gewinnen können.

Mein Beileid bzgl. deiner Verluste!

LG
Michi

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Re: Völkerverluste Winter 2014/2015

Beitrag von Debora » Samstag 10. Januar 2015, 21:39

Hallo Michi,
danke für Dein Mitgefühl, aber so ist die Natur. Im April 2014 hatte ich aus dem Bienenkorb Notschwärme, dass heißt DWV und Nosema. Mein Bienenvolk hat versucht das Problem ähnlich der Apis Cerana durch Schwärmen zu lösen. Sie hat zwei Schwärme geworfen (1. und 16.4.). Ich habe dann versucht den restlichen Volk im Bienenkorb noch durch Abtrommeln in einen neue Bienenkorb zu rehabilitieren, aber das ist wahrscheinlich mangels Drohnen und Brut misslungen. Nun konnte ich nur den Vorschwarm einwintern.
Schöne Grüße
Debora
liebe Grüße
Debora

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Re: Völkerverluste Winter 2014/2015

Beitrag von Heiko » Mittwoch 18. Februar 2015, 11:24

Hallo zusammen,

im Dezember schon Völkerverluste zu ermitteln war mir etwas zu früh. Was aber jetzt noch lebt und auf ausreichend Futter sitzt,
sollte ganz gute Karten haben.

Also mein Zwischenstand lautet von 12 eingewinterten Völker sind 2 eingegangen. Davon eines wegen einer leider ungenügenden Mäusesicherung :evil: .
(Die Beweislage ist leider eindeutig...)

Alle haben viel Kondenswasser. Sind also entsprechend beschäftigt und verbrauchen viel Futter. Darauf legen ich jetzt mein regelmäßiges
Augenmerk, damit nicht noch eins verhungert. Waben ziehe ich aber noch nicht - ich hebe die Kästen nur leicht an und nehme die Folie
kurz ab und schaue. Futterwaben stehen in Bereitschaft.

Gruß Heiko

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Re: Völkerverluste Winter 2014/2015

Beitrag von Johannes » Mittwoch 18. Februar 2015, 13:35

Heiko hat geschrieben:Hallo zusammen,

im Dezember schon Völkerverluste zu ermitteln war mir etwas zu früh. ...
Hallo Heiko,

da hast du natürlich recht. Die endgültigen Verluste ließen sich im Dezember noch nicht abschätzen.
Aber das Thema bezieht sich ja laut Titel auch auf den gesamten Winter 14/15.

Bei mir war und ist der Stand so, dass meine Verluste (bis auf einen) schon zur OS-Behandlung im Dezember feststanden. Alle dort noch lebenden und starken Völker sind auch jetzt noch gut dabei. Die werden es sicher schaffen. Lediglich eines ist seitdem noch auf der Strecke geblieben. Das besetzte im Dezember aber auch nur noch 3 Wabengassen auf vielleicht 12 cm Länge.

Ende letzter Woche (als bei mir der Reinigungsflug stattfand) hab ich auch bei allen Völkern den Futterstand überprüft. Lediglich mein einziges einzargiges Volk hatte quasi nichts mehr, war aber irre stark. Da es in der Zarge ganz oben saß und die Temperaturen ein Überlaufen in eine neue Zarge erlaubten, habe ich einfach eine Zarge mit aufgewärmten Honigwaben vom letzten Jahr aufgesetzt. Am nächsten Tag waren alle Bienen oben und sind von allen Völkern am besten geflogen. Sorgen mache ich mir da nun auch nicht mehr.

LG Johannes

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Re: Völkerverluste Winter 2014/2015

Beitrag von joerg » Samstag 28. Februar 2015, 21:10

Ein herzliches Hallo an Alle,

habe heute bei schönstem Sonnenschein alle Völker schnell durchgesehen.
Mein Ertragstärkstes ist eingegangen. Nur leere Waben und tote Bienen.

Vorsorglich haben alle Anderen je ein umgestülptes Glas Honig auf Teller mit Hölzchen aufgesetzt bekommen.
Nach einer Stunde waren alle behutsam am Ernten - 5 bis 20 Bienen.
Hatten also noch Vorräte.
Bei zwei Völkern war das Honigglas von einer Traube umlagert.
Das wären sicherlich die nächsten Todeskandidaten gewesen.

Nächstes Jahr werde ich wohl 14 Tage eher nachsehen.

Ich wünsche allen ein erfolgreiches Frühlingserwachen
Jörg

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Re: Völkerverluste Winter 2014/2015

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 10. März 2015, 19:15

Hallo allerseits,

nun auch von mir ein kurzes Resümee, nachdem ich heute meine Völker erstmalig nach dem Winter begutachten konnte. Ich mache es kurz:

Alle Hauptvölker und alle Ableger, die der Dunklen Biene zugehörig sind, haben überlebt. Auch alle eingewinterten Korbvölker, das Klotzbeutenvolk und der 2014 wiederbesiedelte Beobachtungsstock. Ein herrlicher Anblick. Auch die Völker, von denen ich es nicht vermutet hatte, sind am Leben. Selbst der Ableger, der im Herbst kein Futter annahm und den ich über Winter mit Futterteig gefüttert hatte, erfreut sich bester Gesundheit. Lediglich von meinen 5 eingewinterten Sicula-Völkern haben es bislang zwei nicht geschafft. Grund: Die Erbrütung der Winterbienen erfolgte zu spät.

Ich bin mehr als erfreut! Alle Zuchtmütter sind am Leben. Besonders freue ich mich auch über meine Norwegerin im Melporit-Kasten. :P

LG
Kai

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Re: Völkerverluste Winter 2014/2015

Beitrag von Johannes » Dienstag 10. März 2015, 19:29

Hey Kai,

das sind ja wirklich gute Nachrichten!
So viel Erfolg bei der Überwinterung ist sicher nicht selbstverständlich. Ich hatte da ja deutlich mehr Verluste. Aber ich denke, ich weiß, was ich für Fehler gemacht habe. Das passiert hoffentlich nicht wieder.

Meinen Plänen für die Nachzucht steht zum Glück aus heutiger Sicht nichts im Wege. :D

LG Johannes

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Re: Völkerverluste Winter 2014/2015

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Freitag 13. März 2015, 15:46

HAllo Johannes,

ja, Fehleranalyse ist immer das wichtigste, um daraus zu lernen und solche künftig zu vermeiden. Doch: Fehler macht man immer wieder, da die Imkerei so vielfältig ist. Das macht das ganze ja auch interessant. Es gibt immer etwas neues zu entdecken. Kein Imker lernt je aus!

LG
Kai
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