Oxalsäure

Moderator: Johannes

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Marion
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Oxalsäure

Beitrag von Marion » Montag 30. November 2015, 13:11

Hallo.

Wo bekomme ich 50ml Oxalsäure zur Winterbehandlung für mein Volk her?

Habe schon bei Tierarzt und Apotheke nachgefragt die sagen es gibt nur noch 2 x 500ml zu kaufen, alle anderen Größen wären vom Markt genommen... :(

Ach ja schon mal vorweg: Ich kenne keine anderen Imker hier vor Ort und bin in keinem Imkerverein Mitglied.

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Re: Oxalsäure

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Montag 30. November 2015, 14:21

Hallo Marion,

also ich habe bislang immer die Einzelpackung 500 ml in der Apotheke gekauft und eventuell überschüssige Lösung tiefgefroren. Das hält bei minus 20 Grad C.

Es gibt auch noch die Möglichkeit des Selber-Anrührens, siehe: viewtopic.php?f=11&t=2271

Hilft Dir das weiter?
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Re: Oxalsäure

Beitrag von Marion » Montag 30. November 2015, 14:28

Hi Kai.
Einzelpackungen von 500 ml gibt's nicht mehr laut Aussage Tierarzt und Apotheke.
Ich wusste gar nicht das man die einfrieren kann. Wie lange hält das denn maximal im Eisfach?

Selbsthergestellte Oxalsäure? Hm, ich dachte das geht gar nicht.

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Re: Oxalsäure

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Montag 30. November 2015, 14:54

Hallo Marion,

hm, diese Info wäre mir neu. Also laut Webshop gibt es die 500 ml Einheiten noch unverändert: http://www.andermatt-biovet.de/de_bvi/j ... uvarr.html

Ich habe jetzt OS im Gefrierschrank bei -20 Grad seit 2 Jahren liegen. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, in diesem Zustand wird die Lösung nicht schlecht. Knackpunkt wäre ja die Gärung des Zuckers, aber bei diesen Temperaturen...? :wink:

Selber Anrühren habe ich auch noch nicht gemacht, es soll aber funktionieren. Warum auch nicht. Oxalsäuredihydrat in Wasser gelöst, und dann zur Behandlung mit Saccharose versehen. Ich glaube, Johannes kann mehr dazu sagen.

LG
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Re: Oxalsäure

Beitrag von Johannes » Montag 30. November 2015, 16:30

Hallo ihr beiden :)
imkerforum-nordbiene hat geschrieben:...Ich habe jetzt OS im Gefrierschrank bei -20 Grad seit 2 Jahren liegen. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, in diesem Zustand wird die Lösung nicht schlecht. Knackpunkt wäre ja die Gärung des Zuckers...
Ähm ... Nein! :P
Also die Gärung des Zuckers sollte kein Problem sein. Ist sicher zu sauer für Hefen. Die säurekatalysierte Entstehung von HMF ist viel wahrscheinlicher. Dadurch verbraucht sich die OS und die Lösung wird wegen HMF giftig für Bienen.
[Das hab ich jetzt nirgends so nachgelesen. Ist nur eine Schlussfolgerung meines chemischen Wissens. Also bitte nicht mich festnageln!]
Selber Anrühren habe ich auch noch nicht gemacht, es soll aber funktionieren. Warum auch nicht. Oxalsäuredihydrat in Wasser gelöst, und dann zur Behandlung mit Saccharose versehen. Ich glaube, Johannes kann mehr dazu sagen.
Ja, ich mache das dauernd. Ich müsste das in dem verlinkten Thema schon ausführlich beschrieben haben. Sonst bitte nachfragen! :D

viewtopic.php?p=18403#p18403

LG Johannes

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Re: Oxalsäure

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Montag 30. November 2015, 17:38

Johannes hat geschrieben: Ähm ... Nein! :P
Also die Gärung des Zuckers sollte kein Problem sein. Ist sicher zu sauer für Hefen. Die säurekatalysierte Entstehung von HMF ist viel wahrscheinlicher. Dadurch verbraucht sich die OS und die Lösung wird wegen HMF giftig für Bienen. ....LG Johannes
Hallo Johannes,

danke schön für die wichtige Erläuterung.

Darf ich aber davon ausgehen, dass dies bei -15 bis -20 Grad C nicht passiert? 8)
LG
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Re: Oxalsäure

Beitrag von Johannes » Montag 30. November 2015, 17:46

Hallo Kai,

ja, du darfst davon ausgehen, dass im eingefrorenen Zustand nichts gären wird. :mrgreen: Aber die Entstehung von HMF ist temperaturabhängig. Ich würde sagen, dass diese Reaktion bei -15 bis -20 °C für paar Jahre zu vernachlässigen ist. Völlig zum Erliegen wird sie dennoch nicht kommen. Wenn du lange genug wartest, wirst du auch bei eingefrorener OS-Lösung irgendwann schädigende Mengen an HMF finden.

LG Johannes

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Re: Oxalsäure

Beitrag von Marion » Dienstag 1. Dezember 2015, 15:29

Hi,

also geht jetzt einfrieren oder lieber nicht?

Ich dachte selbst hergestellte Oxalsäure am Bienenvolk anzuwenden ist verboten?!

VG Marion
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Re: Oxalsäure

Beitrag von Johannes » Dienstag 1. Dezember 2015, 16:11

Hallo Marion,

das Einfrieren geht sicher für einige Jahre ohne (signifikante) Beeinträchtigung der Qualität! Trotzdem gibt es vonseiten des Herstellers (soweit ich weiß) keine Daten und ich hab auch keine Studie durchgeführt. :P Aber bedenke, dass Honig auch nur eine Laufzeit von 2 Jahren bekommen darf. ... Was wird wohl nach 3 Jahren im Honig anders sein? :P Sicher, der HMF erhöht sich auch im Honig, aber was soll´s.


Wo steht, dass ich die Lösung nicht selbst herstellen darf?

LG Johannes

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Re: Oxalsäure

Beitrag von Didi » Dienstag 1. Dezember 2015, 17:07

Moin zusammen,
bei selbsthergestellter OX-Lösung den Rest noch einfrieren????Geiz soll ja angeblich geil sein, aber so doll? :D
Selbst hergestellte Lösung ist als Behandlungsmittel nicht zugelassen. Genau wie das Bedampfen. Nicht zugelassen und verboten sind 2 paar Schuhe.
Liebe Grüße vom Dieter, der zwar sehr sparsam ist aber nicht alles in die Truhe packen darf.

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Re: Oxalsäure

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 1. Dezember 2015, 17:12

Hallo,

im Bundesgesetzblatt 2006 Nr. 48 ist ab Seite 2291 die Zulassung genau geregelt. Wiedergegeben werden hier u. a. das Mischungsverhältnis der Bestandteile der Oxalsäuredihydratlösung, die Anwendung, der Vertrieb, die Kennzeichnung, etc. etc.

Hersteller hat der Bundesrat nicht bezeichnet. Von daher ist es niemandem verboten, Oxalsäuredihydratlösung selber herzustellen :P Und Dieter hat Recht: die Ausgangsstoffe sind so billig, da würde ich Reste auch nicht einfrieren (dies tat ich lediglich beim Originalprodukt). :P

LG
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Re: Oxalsäure

Beitrag von Johannes » Dienstag 1. Dezember 2015, 17:16

Didi hat geschrieben:Moin zusammen,
bei selbsthergestellter OX-Lösung den Rest noch einfrieren????Geiz soll ja angeblich geil sein, aber so doll? :D
Selbst hergestellte Lösung ist als Behandlungsmittel nicht zugelassen. Genau wie das Bedampfen. Nicht zugelassen und verboten sind 2 paar Schuhe.
Liebe Grüße vom Dieter, der zwar sehr sparsam ist aber nicht alles in die Truhe packen darf.
Hallo Dieter,

das mit den 2 Paar Schuhen leuchtet mir ein, aber der Rest! :mrgreen: Spaß beiseite, bezüglich Verdampfung hast du wohl Recht. Wie es mit dem Herstellen der Lösung aussieht, weiß ich nicht.

Hier wird aber was durcheinander geworfen! Selbst hergestellte Lösung friere ich nie ein. Ich hab noch nie OS eingefroren. Das war nur eine Antwort auf Kai´s Frage bezüglich der im Handel erhältlichen Packungsgröße.

Ich stelle immer etwas mehr her, als ich berauche und schütte den Rest sofort weg! :!:
Um mein Gewissen zu beruhigen und die Wogen zu glätten sei gesagt, dass ich guten Kontakt zu zwei Apotheken habe und selbst Pharmazie studiere. Ich unterstelle daher einfach, dass ich mir die Lösung im Apothekenlabor herstellen darf! Schließlich stelle ich dort auch viel kompliziertere Rezepturen zur Anwendung am Menschen her. Und bevor Anfragen kommen: Ich stelle die OS ausschließlich für den Eigenbedarf her!

Hier im Forum wollte ich eigentlich nur klar stellen, dass die eigene Herstellung geht! Es gibt einiges zu beachten und die Ausgangsstoffe sollten der geforderten Qualität entsprechen und man muss es auch richtig machen. Wer sich das nicht zutraut, oder aufgrund seines Gewissens (könnte ja illegal sein :o ) nicht möchte, kann ja ohne Probleme das Fertigpräparat kaufen. :)

LG Johannes

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Re: Oxalsäure

Beitrag von Didi » Dienstag 1. Dezember 2015, 18:40

Hallo Johannes,
die OX-Lösung ist als Arzneimittel deklariert, daher bin ich mir nicht so sicher ob ich die selbst herstellen und anwenden darf. Ich muß die Behandlung meiner Bienen ja auch im Bestandsbuch? dokumentieren. Das sie verhältnismäßig leicht hergestellt werden kann steht außer Frage.
Im Bundesgesetzblatt steht auch, daß die Behandlung im Spätherbst stattfinden muß, wenn ich im nächsten Frühjahr Honig ernten will. Die übliche Träufelbehandlung wird aber erst um die Weihnachtszeit gemacht. Ist das schon Winter oder?
Fragen über Fragen. Wer sich gesetzeskonform verhalten will und kein schlechtes Gewissen haben will, hat wohl nur die Möglichkeit die offiziell zugelassenen Mittel anzuwenden. Das sollte jeder für sich entscheiden.
LG Dieter

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Re: Oxalsäure

Beitrag von Johannes » Dienstag 1. Dezember 2015, 18:58

Didi hat geschrieben:...
Fragen über Fragen. Wer sich gesetzeskonform verhalten will und kein schlechtes Gewissen haben will, hat wohl nur die Möglichkeit die offiziell zugelassenen Mittel anzuwenden. Das sollte jeder für sich entscheiden.
LG Dieter
Sehr richtig, Dieter! Das ist ein perfekter Schlusssatz!

Ich denke hier und im verlinktenThema vom letzten Jahr ist nun alles gesagt.
Deshalb werde ich versuchen, mich zusammen zu reißen und dazu nichts mehr zu schreiben!
:D

Zu deiner Frage nach dem gesetzeskonformen Zeitpunkt habe ich im Imkerforum.de mal gelesen, dass der 31.12. gilt. Ab dem 1.1. ist es verboten, weil dann der Honig ganz schlimm belastet wird.

... So, jetzt halte ich meine Klappe. Es gibt schönere Themen! :lol:

LG Johannes

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Re: Oxalsäure

Beitrag von Didi » Dienstag 1. Dezember 2015, 19:08

Moin,
das war das Wort zum DIenstag.
Bessere Themen z.B."Imitierte Klotzbeute"
Schluß für heute.
Lg Dieter

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