Dampfwachsschmelzer bauen

Ernte, Aufbewahrung, Abfüllung, Behandlung, Pflege, Aufbereitung und Verkauf von Honig; Honigsorten, Wachs, Propolis, Pollen

Moderator: Johannes

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Ole86
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Re: Dampfwachsschmelzer bauen

Beitrag von Ole86 » Sonntag 25. September 2016, 19:45

Hi zusammen,

das sind ja tolle Konstruktionen. Da ich mir nächstes Wochenende ebenfalls einen Dampfwachsschmelzer bauen möchte, habe ich dieses Thema wieder rausgesucht. An sich ist die Konstruktion ja selbsterklärend. Ich überlege noch wie hochwertig das Dampfgerät sein muss. Mal sehen was der Baumarkt so zu bieten hat, sonst schaue ich noch einmal online. Kann jemand da etwas empfehlen?

Beste Grüße, Ole!

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Johannes
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Re: Dampfwachsschmelzer bauen

Beitrag von Johannes » Sonntag 25. September 2016, 19:59

Hallo Ole,

beim Dampferzeuger wären mir die 5 Liter Fassungsvermögen und 2200 Watt wichtig. Beides möchte ich nicht missen. Mit weniger Leistung geht es aber sicher auch.

Bei mir ist eher die Kiste für die Waben der Schwachpunkt. Die könnte besser isoliert sein. Letzte Woche habe ich mir durch Auflegen einer Dämmplatte beholfen.

Meiner Erfahrung nach sollte man mit der "Dampfzeit" nicht geizen. Ich lasse das Gerät pro Durchgang 45-50 Minuten an. Maximal aber eine Stunde, damit der Wasserstand im Dampferzeuger nicht zu knapp wird.

LG Johannes


Hier mal ein Foto von letzter Woche:

Bild
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Re: Dampfwachsschmelzer bauen

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Mittwoch 28. September 2016, 12:40

HAllo allerseits,

eine wirklich tolle Konstruktion! Hammer!!! :P :P :P :P

So etwas möchte ich mir auch bauen. Ich möchte hier mal auflisten, was ich so kaufen muss (?):

1 Tapetenablöser: http://amzn.to/2k0bh6G

1 Sunware Q-Line Box: https://www.amazon.de/SUNWARE-Q-Line-Bo ... CZ079WVYN3

Und habe ich es richtig verstanden: ein Loch oben für den Schlauch, und ein Loch unten für den Abfluss? Ist noch ein weiteres Loch ob notwendig für den Austritt der Druckluft? Sollte man die Box außen mit Styroporplatten bekleben?

Wie heiß wird es im Inneren der Box?

LG
Kai
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Re: Dampfwachsschmelzer bauen

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Mittwoch 28. September 2016, 15:58

Zusatzfrage:

Wäre es nicht besser, statt des gemächlich arbeitenden Tapetenlösers eine

Steinel-Heißluftpistole https://www.amazon.de/gp/product/B00LFP ... _i=Desktop

zu verwenden? Diese lässt sich immerhin auf bis zu 600 Grad C hochfahren, hat trotzdem aber genauso viel Watt und ist nur wenig teurer als der Tapetenlöser, dazu noch für andere Dinge zu verwenden, z. B. Ausflammen, Desinfizieren und Reinigen von Holz- und Metallteilen.

Was meint Ihr?

LG
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Re: Dampfwachsschmelzer bauen

Beitrag von Herbert » Mittwoch 28. September 2016, 16:09

Hallo Kai,
imkerforum-nordbiene hat geschrieben:Wäre es nicht besser, statt des gemächlich arbeitenden Tapetenlösers eine

Steinel-Heißluftpistole
ich denke der Fön wird dir die Kunststoffwanne schmelzen

aber zum entdeckeln der vollen Honigwaben wunderbar.

Nutze 2 Sonnenwachsschmelzer,die Altwaben bringe ich nach Dänemark zum Schmelzen und waschen,
sehen fast aus wie neu und müssen meistens nicht neu gedrahtet werden.

LG Herbert

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Johannes
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Re: Dampfwachsschmelzer bauen

Beitrag von Johannes » Mittwoch 28. September 2016, 19:05

Hallo Kai,

deine verlinkte Box und der Tapetenlöser wären schon mal okay. Es ist durchaus sinnvoll, die Box zu isolieren. Dann geht alles schneller. Ich lege lediglich eine Dämmplatte auf den Deckel.
Du brauchst nur 2 Löcher. Einmal Dampf rein und einmal Wachs, Wasser, Restdampf raus. Ein weiteres Loch würde den Prozess wieder verlangsamen, da benötigter Dampf ausströmt. Der Deckel schließt außerdem eh nicht völlig dicht. :wink:

Wie du auf einem meiner Fotos sehen kannst, habe ich einen erhöhten Gitterboden eingefügt. Der hält den Trester zurück. Der Auslauf verstopft nicht und das Wachs kommt sauberer unten an.

Bei der Heißluftpistole habe ich die selben Bedenken wie Herbert. Außerdem ist das kondensierende Wasser aus dem Dampfgerät auch nützlich zur Trennung von Wachs und Schmutz.


Wie ich dich kenne, wird dich das ganze Verfahren aber nicht zufrieden stellen. :P Du willst es ja immer schnell und zeitsparend haben. Das kannst du wahrscheinlich vergessen. :mrgreen: Es macht schon Arbeit. Keine Frage!

Meine Kosten-Nutzen-Rechnung sieht wie folgt aus:
  • Gerät, Gitter und Kiste kosten einmalig ca. 70 €
  • Gerät verbraucht pro Stunde etwas über 2000 Watt. Das sind 2 kWh zu je 0,35 € ... Macht bei 20 Stunden Betrieb pro Jahr 14 €
  • Du "rettest" viele viele Rähmchen, die nach Putzen und Draht spannen wieder verwertet werden können :arrow: spart Geld
  • Du erhältst Wachs, was du gegen MW tauschen kannst :arrow: spart Geld
Für mich sind das einige gute Argumente, um die Rähmchen und das Wachs zu recyceln!

Verbrennen ist natürlich die schnellere Methode. Aber es käme mir falsch vor.

LG Johannes
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Re: Dampfwachsschmelzer bauen

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Mittwoch 28. September 2016, 19:45

HAllo Johannes,

ganz ganz herzlichen Dank für die ausführlichen Erklärungen. Toll.

Ja, Du hast Recht, es hakt bei mir mit der Zeit. Bislang habe ich Altwaben samt Rähmchen stets verbrannt und mir immer neue Rähmchen geholt. Das ist zwar teuer, spart aber unheimlich Zeit.

Ich muss nochmal in mich gehen, ob sich das für mich wirklich lohnt, zumal ich ja nächstes Jahr alles, was mit dadant zu tun hat, abstoßen will. Die Rähmchen brauche ich dann eh nicht mehr.

Danke.

LG
Kai
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Re: Dampfwachsschmelzer bauen

Beitrag von Katrin » Donnerstag 29. September 2016, 06:39

imkerforum-nordbiene hat geschrieben: Bislang habe ich Altwaben samt Rähmchen stets verbrannt und mir immer neue Rähmchen geholt.
Hallo Kai,
ab wann sind es denn bei dir Altwaben?

LG Katrin

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Re: Dampfwachsschmelzer bauen

Beitrag von Rene » Donnerstag 29. September 2016, 07:48

Guten Morgen,
Wo kauft man denn Rähmchen preiswert?
Wie ich so auf die Schnelle mal überflogen habe, nimmt sich das nicht so viel bei gedrahteten Rähmchen...
Aber wenn man immer neu kauft, muss man schon bissl schauen...
L.G. Rene

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Re: Dampfwachsschmelzer bauen

Beitrag von Herbert » Donnerstag 29. September 2016, 08:18

Moin Rene,
ich kaufe bei Bienenweber aber nur meine Rähmchen gute Qualität und günstig,kaufe einzelteile zum
selbst nageln und drahten für eine VE von 100 ohne Versandkosten.

LG Herbert

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Re: Dampfwachsschmelzer bauen

Beitrag von Johannes » Donnerstag 29. September 2016, 08:27

Ich kaufe bei Imkertechnik Wagner. Ich nehme die fertigen. Seitenteile sind aus Hartholz und Geöst. Preis ist sehr gut in meinen Augen.

LG Johannes
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Re: Dampfwachsschmelzer bauen

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Donnerstag 29. September 2016, 09:41

Blue hat geschrieben:
imkerforum-nordbiene hat geschrieben: Bislang habe ich Altwaben samt Rähmchen stets verbrannt und mir immer neue Rähmchen geholt.
Hallo Kai,
ab wann sind es denn bei dir Altwaben?

LG Katrin
Hallo Katrin,

gute Frage. :P Knappe Antwort: wenn die Wabe einheitlich braun ist und aus dem Volk kommt. :P

LG
Kai
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Re: Dampfwachsschmelzer bauen

Beitrag von Katrin » Donnerstag 29. September 2016, 09:54

imkerforum-nordbiene hat geschrieben:
gute Frage. :P Knappe Antwort: wenn die Wabe einheitlich braun ist und aus dem Volk kommt. :P
Okay, Danke dir. :)

LG Katrin

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Re: Dampfwachsschmelzer bauen

Beitrag von Didi » Donnerstag 29. September 2016, 15:59

Moin zusammen,
also mit der Leerzarge und dem Dampfgerät geht das ausschmelzen super,( gegenüber der alten Methode auskochen,)sauber, schnell, kein rumkleckern auf dem Boden und vor allem im Kochgerät.
So schnell kann Kai garnicht die Pistole anschließen. :lol:
LG Dieter

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Re: Dampfwachsschmelzer bauen

Beitrag von Abramis » Sonntag 2. April 2017, 22:28

Moin zusammen,

bei schönstem Frühlingswetter habe ich am Samstag den Bienenstand aufgeklart. Dabei habe ich alles, was Schimmel angesetzt hat oder zu alt war verpackt und in einer Zarge nach Hause gekarrt.
Aus einem kaputten Dadant-Wanderboden von meinem Vereinskollegen hatte ich schon vor Wochen ein Wachssieb gebastelt.
Auf der Bauwanne eine Leerzarge, der Siebboden mit Dampfanschluss und obendrauf die Zargen mit den auszuschmelzenden Waben.
In der Zukunft werde ich mich auf eine Zarge beschränken. Der Tapetenlöser braucht für zwei Zargen zu lange. Außerdem bleiben die Oberträger wachsfrei.

Viele Grüße,
Heiko
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Und erstens machen sie es anders, als es zweitens im Lehrbuch steht :!: :!: :!:

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