Backhonig

Ernte, Aufbewahrung, Abfüllung, Behandlung, Pflege, Aufbereitung und Verkauf von Honig; Honigsorten, Wachs, Propolis, Pollen

Moderator: Johannes

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Johannes
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Backhonig

Beitrag von Johannes » Donnerstag 15. Dezember 2016, 16:21

Hallo zusammen,

heute habe ich mal eine vielleicht dumme Frage. :oops:

Es gibt recht häufig Kleinanzeigen mit "Backhonig" und "Honig für Met". Ich verstehe unter beidem das gleiche. Nämlich Honig mit zu hohem Wassergehalt, der vermutlich auch schon gärig ist.

Nun ist meine Frage: Gibt es dafür einen Markt? :?

Ich würde keinen solchen Honig kaufen wollen. Die paar Gramm zum Backen dürfen ruhig guter Honig sein und Met in solchen Mengen, dass ich einen Eimer gärigen Honig verbrauche, setze ich nicht an.

Da ich aber selbst 2 Eimer mit solchem "Problemhonig" vom letzten Jahr im Lager habe, interessiert mich eure Meinung und Erfahrung!

LG Johannes

Das Bestellformular auf meiner Webseite wird vorübergehend noch geschlossen bleiben. Ich möchte die Zucht erst mal anlaufen lassen und ein paar Verpflichtungen erfüllen.
Je nach Kapazität werde ich im Juli aber bestimmt noch Königinnen anbieten können. Ich bin bei der Planung aber lieber bescheiden, um niemanden zu enttäuschen!

Herbert
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Re: Backhonig

Beitrag von Herbert » Donnerstag 15. Dezember 2016, 16:39

Moin Johannes,
Johannes hat geschrieben:Da ich aber selbst 2 Eimer mit solchem "Problemhonig" vom letzten Jahr im Lager habe, interessiert mich eure Meinung und Erfahrung!
Johannes hat geschrieben:Gibt es dafür einen Markt?
in der heutigen Wegwerfgesellschaft,gibt es meiner Meinung nach keinen Markt dafür!
es werden völlig intakte Lebensmittel,die über das mdh sind völlig Grundlos entsorgt.
hätte ich solchen Problemhonig,würde ich ihn selbst verwerten,sprich in Bärenfang oder Met.

LG Herbert

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Didi
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Re: Backhonig

Beitrag von Didi » Donnerstag 15. Dezember 2016, 16:52

Moin Johannes,
doch es gibt einen Markt dafür. Nämlich die professionellen und halbprof. Met und Branntweinhersteller.
LG Dieter
PS. Es gibt keine dummen Fragen, sondern nur dumme Antworten.

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Didi
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Re: Backhonig

Beitrag von Didi » Donnerstag 15. Dezember 2016, 16:55

Pps.
ich würde solchen Honig auch selbst verarbeiten. Habe vor 50 Tagen einen Met angesetzt, der jetzt langsam mit der Gärung aufhört.
Dafür habe ich aber meinen guten Frühtracht genommen.

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Re: Backhonig

Beitrag von robirot » Donnerstag 15. Dezember 2016, 20:30

Ja der Markt ist da, Backhonig ist ja jeder normale Honig mit über 20% Wassergehalt (Kein Heide u. a. spezielle Honige).

Die Frage ist dann jedoch in welchem Zustand der Honig ist. Nur zu hoher Wassergehalt dann wirst du denn schon noch los, aber erwarte keinen guten Preis. Ist er aber schon in Gärung erwartte nicht mehr als .5-1 € pro Kilo. Wenn die Gärung schon zu weit Fortgeschritten ist, ist er auch kaum noch für Met zu verwenden. Wenn er erst mit dem Gären beginnt, mach lieber selber Met draus, geht schnell und einfach.

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Re: Backhonig

Beitrag von Hainlaeufer » Samstag 17. Dezember 2016, 11:13

Ich habe das immer so verstanden:

Geernteter Honig mit zu hohem Wassergehalt wird meist gleich wieder an die Bienen verfüttert bzw. in Met und Schnaps umgearbeitet.

Honig mit zu hohem HMF-Wert geht in der Regel als Backhonig durch, da er ja sowieso dann erhitzt wird usw.

Meist sind das große Firmen die nur große Mengen annehmen.
Von daher, würde ich als Hobbyimker eher den Eigenverbrauch anstreben.

Bärenfang kann ja soooooo gut sein! :P :D

LG

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