GEDB Standpunkt zum Thema Ökotypen

Alles, was mit der einzigen in Mitteleuropa heimischen Biene zu tun hat

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Melliferaman

GEDB Standpunkt zum Thema Ökotypen

Beitrag von Melliferaman » Samstag 25. Oktober 2014, 09:33

Hallo Kai,

von dem "Wir haben gelernt" möchten wir uns klar abgrenzen. Natürlich fragt man dann warum?

Kai war Vorsitzender der GEDB zu Beschluss siehe 1, Thema Unterrassen. Der RB liegt schon seit 2 Jahren auf unserer HP zur Ansicht.
Aufgrund von welchem fachlich und sachlich begründeten Umstand kommt die revidierte Erkenntniss von Kai, es gäbe in Deutschland nur einen Ökotyp?
Siehe dazu auch 2 (bei 2 war er nicht mehr Vorstand) und 3 (da war er es "fast" noch).

1. GEDB RB7 1997 Seite 3 in Konsenz mit den SICAMM Teilnehmern http://www.dunklebienen.de/wp-content/u ... 7_1996.pdf
2. GEDB RB 1 neue Ausführung Seite 18 http://www.dunklebienen.de/?attachment_id=1826
3. GEDB RB10 Seite 1http://www.dunklebienen.de/wp-content/uploads/ ... 0-1996.pdf
4. GEDB Schaubild http://www.dunklebienen.de/wp-content/u ... .10.14.pdf

Dabei zitieren wir den Vortrag (Begrüßung und Einleitung) auf der 2. Internationalen Konferenz zur Erhaltung der Dunklen Biene (da hies es noch nicht SICAMM) von Fr. Dr. Kohlich vom 27.-31.8.1997

Zitat Anfang:
Seite 1 Absatz 3
"Unsere Institut für Bienenkunde feiert in 2 Jahren nunmehr sein 50 jähriges Bestehen. Die Außenstelle für Bienenzüchtung in Lunz am See, die ebenfalls zu unserem Institut gehört, ist Ihnen vermutlich als Hochburg der Carnicazucht bekannt. Lunz war auch die Heimat von Prof. Ruttner. "

Seite 1 Absatz 4
"Die heutigen Rassen der europäischen Honigbienen (Apis Mellifera) sind auf dem Weg zur eigenständigen Art. Dies ist belegt durch eine Reihe von wissenschaftlichen Arbeiten. Die Rassen oder besser Unterarten (Subspecies) der europäische Honigbiene haben sich nicht nur morphologisch in ihrem Körperbau, erkenn- und messbar auseinanderentwickelt, sondern was von uns vom Effekt her sehr viel wichtiger ist, auch in ihrer Anpassung an ihre spezifische Umwelt und in ihrem Verhalten dieser Umwelt gegenüber."

Vorletzter Absatz auf Seite 4
Dies gilt im Sinne der Konvention von Rio - selbstverständlich nicht nur für die Erhaltung der Duklen Biene - sinnvolle Vergleiche der spezifischen Leistungen von Bienenrassen und -populationen betreffend ihrer Anpassungsfähigkeit müssen ausschließen, dass genetisches Material wahl- und skrupellos gemischt wird."

Zitate Ende

Anmerkung GEDB: Unseres Wissens nach ist Fr. Dr. Kohlich die Nachfolgerin von Prof. Ruttner

Und mal grundsätzlich Ole, wir zitieren hier Quellen mit Rang und Namen und haben auch die Nachweise dass das stimmt. Darf jeder bei uns einsehen.

Ein Buch lesen reicht nicht, der damalige Institutsleiter hat dies aus der Sicht zur ehemaligen Carnicahochburg Lunz am See in Österreich geschrieben. Die Ziele von dort waren damals konträr zu den Zielen der Erhaltung der Dunklen Bienen.

Und zu 4, unserer publizierten Systematik ist damit nicht wiederlegt!

Und wer aufgepasst hat hätte bemerkt, dass die Anatolica und Lingustica ein M zu viel haben, aber das ändert am Kern der Aussage nichts!
Es wird ein Update geben.

Gruss
Gerhard und Thomas

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Ole86
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Re: GEDB Standpunkt zum Thema Ökotypen

Beitrag von Ole86 » Samstag 25. Oktober 2014, 15:53

Hallo Thomas,

danke für deinen bzw. den Standpunkt der GEDB. Ich kann leider immernoch keine echten Quellen finden, die deine Behauptung belegen. Die Rundbriefe des GEDB können ja wohl kaum als Quelle angesehen werden. Ich kann auch keine taxonomischen Untersuchungen finden, die deine Behauptungen beweisen, also da müsstest du schon konkreter werden.

Letztendlich muss sich jeder selber sein Bild machen, ich vertrete allerdings nach wie vor die Aussagen von Ruttner, da dieser nicht nur Theorien aufgestellt hat, sondern auch wissenschaftlich anerkannte Untersuchungen zu diesem Thema durchführte.

Offtopic:
Ich habe übrigens mehrere Quellen herrangezogen, zitiere jedoch gerne Ruttner. Mir persönlich erscheint der Vorwurf, dass ich nur ein Buch gelesen habe auch sehr plump und unseriös. Das selbe gilt natürlich auch für die wilden Theorien des GEDB. In einem Fachforum sollte man sich dann doch lieber etwas qualifizierter ausdrücken und dafür ernstzunehmende Beweise liefern, ansonsten macht man sich für meine Begriffe eher lächerlich.

Besten Gruß, Ole!

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Melliferaman

Re: GEDB Standpunkt zum Thema Ökotypen

Beitrag von Melliferaman » Montag 27. Oktober 2014, 07:05

Hallo Ole,

dann berücksichtige bitte ,dass man in einem Fachforum argumentiert
und nicht mit haltlosen Unterstellungen zur Seriösität um sich wirft.

Gruss
Thomas

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Ole86
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Re: GEDB Standpunkt zum Thema Ökotypen

Beitrag von Ole86 » Dienstag 28. Oktober 2014, 22:20

Melliferaman hat geschrieben:dann berücksichtige bitte ,dass man in einem Fachforum argumentiert und nicht mit haltlosen Unterstellungen zur Seriösität um sich wirft.
Hallo Thomas,

das Argument war, dass ich nach wie vor keine Hinweise auf Passagen in den von Dir genannten Quellen finden kann, die deinen Standpunkt belegen. Den Vorwurf ich würde nich argumentieren, lasse ich also nicht gelten :wink:

Alles andere hatte ich deswegen auch als "Offtopic" (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Off-Topic) gekennzeichnen.

Ich lasse mich im Zweifel auch gerne von deiner Theorie überzeugen, hierfür müsstest du allerdings taxonomische Untersuchungen vorlegen, die dieses auch beweisen. Nach meinem Wissensstand stoßen allerdings die Taxonomieverfahren hier an ihre Grenzen, in so fern würde es mich wundern, wenn du entsprechende Untersuchungen vorlegen kannst. Ich gehe auch nicht davon aus, dass sich in Zukunft noch andere Ergebnisse als die bisher bekannten herauskristallisieren werden und teile aus diesem Grunde die Auffassung von Ruttner (siehe viewtopic.php?f=2&t=2245).

Besten Gruß, Ole!

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