Enwicklung der reinen Schweden 2016

Alles, was mit der einzigen in Mitteleuropa heimischen Biene zu tun hat

Moderator: Johannes

Herbert
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Re: Enwicklung der reinen Schweden 2016

Beitrag von Herbert » Sonntag 30. Oktober 2016, 12:30

Hallo Christian,

wenn ich eine Kö.durchs Umweiseln verliere, kann ich wohl schlecht den Erzeuger dafür haftbar machen.

Allerdings sehe ich es auch so wie Johannes,das Ingvars Kö.im Verhältnis sehr günstig sind.

Sollte ich mal Ausfall haben,welches ich nicht verschulde,melde ich es Ingvar bei der Neubestellung,
fordere aber keinen Ersatz.

LG Herbert

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Johannes
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Re: Enwicklung der reinen Schweden 2016

Beitrag von Johannes » Sonntag 30. Oktober 2016, 12:48

ck1 hat geschrieben:Hallo Johannes,

Danke ... Also das Risiko liegt dann beim Käufer und rund 50% sind ja erst mal eine Hausnummer. ...
Das mit dem "Risiko beim Käufer" habe ich so nicht gesagt. Wer gerne fordert, der soll es doch machen. Wahrscheinlich lässt Ingvar sogar mit sich reden. Ich hab es noch nie versucht und fände es moralisch auch nicht okay!

Sicher hätte ich dieses Jahr die eine drohnenbrütige Königin melden können. Aber Schwund ist immer einkalkuliert. :wink: Und wie Herbert völlig richtig schreibt, sind Verluste durch Nicht-Annahme oder Umweiselung nicht auf den Verkäufer abwälzbar!
Wenn mir ein Kunde nach 2 Wochen schreibt, dass meine gelieferte Königin abgestochen wurde und er sein Geld zurück will, dann bekommt der von mir auch keine Antwort! :mrgreen:

Der Verkäufer kann letztlich nur den Istzustand direkt vor dem Versand prüfen und beurteilen. Was nach dem Versand mit der Königin passiert, kann kein Verkäufer prüfen oder gewährleisten!


Man muss als Käufer auch einfach Respekt und Anerkennung für die Arbeit und Mühe des Züchters haben.

LG Johannes

Das Bestellformular auf meiner Webseite wird vorübergehend noch geschlossen bleiben. Ich möchte die Zucht erst mal anlaufen lassen und ein paar Verpflichtungen erfüllen.
Je nach Kapazität werde ich im Juli aber bestimmt noch Königinnen anbieten können. Ich bin bei der Planung aber lieber bescheiden, um niemanden zu enttäuschen!

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Re: Enwicklung der reinen Schweden 2016

Beitrag von ck1 » Sonntag 30. Oktober 2016, 14:08

Hallo Johannes,

bitte nichts falsch verstehen.

Ich wollte nur wissen, wie es gehandhabt wird. Und nur für mich, welches Risiko in der Praxis besteht.

Und ich hatte ja geschrieben:
(die Kö könnte ja auf dem Transport, beim einweisen etc. beschädigt worden sein).
das ich so etwas dem Züchter nicht anlasten kann, ist mir klar. 8)

VG Christian

Herbert
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Re: Enwicklung der reinen Schweden 2016

Beitrag von Herbert » Montag 31. Oktober 2016, 16:20

Moin Christian,
Johannes hat geschrieben: Aber ich rechne damit, dass nur 50 % der Königinnen letztlich zur Zucht genutzt werden.
der Ausschuss ist so gesehen ja noch wenig,im Vergleich,wenn Du mit Leistungsprüfstand arbeitest,und
nur von der Elite nachzüchtest.

Wenn es sich aber" nur um Wirtschaftsköniginnen" handeln würde,die bei ankunft nicht in Ordnung
sind oder auch drohnenbrütig in der Art sind mit 50%,würde ich den Verkäufer schon in die Pflicht
nehmen.

Du siehst, es sind immer 2 paar Schuhe,das ich nicht von jeder Reinzuchtkönigin auch nachziehen kann,
oder sollte.


LG Herbert

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Re: Enwicklung der reinen Schweden 2016

Beitrag von ck1 » Montag 31. Oktober 2016, 16:40

Ich danke euch!! Da ich in der nächsten Saison sowohl mit dem Nachziehen eigener Königinnen als auch dem gezielten Einkauf von Königinnen beginnen möchte, werde ich noch viele Fragen haben ... :mrgreen:

VG Christian

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Re: Enwicklung der reinen Schweden 2016

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Montag 31. Oktober 2016, 17:02

ck1 hat geschrieben:Wie ist das bei Reinzuchtköniginnen - insbesondere aus dem Ausland?

Habt ihr dann Regressansprüche oder liegt das Risiko ganz bei euch (die Kö könnte ja auf dem Transport, beim einweisen etc. beschädigt worden sein).
Hallo,

von Regressansprüche mag ich nicht sprechen, denn wir beziehen Königinnen aus dem Ausland, und da sehe ich es so, liegt das Risiko immer beim Käufer, es sei denn, es wurde etwas anderes vereinbart. Auch ich erhielt diesjährig eine tote Königin aus Schweden, aber ich habe keinen Anspruch geltend gemacht, denn ich will ja weiter Königinnen von Ingvar beziehen. Habe also selbstverständlich bezahlt.

Bei Königinnen aus dem Inland würde ich vorher nachfragen, was passiert, wenn die Königin auf der Reise umkommt. Verluste durch unsachgemäße Lagerung oder fehlerhaftes Zusetzen gehen auch immer zu Lasten des Käufers.

Ein Risiko besteht beim Königinnenkauf immer und muss hingenommen werden; z. B. unzureichende Begattung, Fremdeinkreuzung in geringem Maße, etc.

LG
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Re: Enwicklung der reinen Schweden 2016

Beitrag von Herbert » Montag 31. Oktober 2016, 18:53

Moin Kai,
imkerforum-nordbiene hat geschrieben:von Regressansprüche mag ich nicht sprechen, denn wir beziehen Königinnen aus dem Ausland, und da sehe ich es so, liegt das Risiko immer beim Käufer, es sei denn, es wurde etwas anderes vereinbart.
sehe ich erstmal grundsätzlich nicht so,aber bei einem guten Erzeuger wie Ingvar,und dennoch sehr günstig,
nehme ich einige Risiken auf mich.Bezahle auch komplett,ohne Abzüge.
imkerforum-nordbiene hat geschrieben:Ein Risiko besteht beim Königinnenkauf immer und muss hingenommen werden; z. B. unzureichende Begattung, Fremdeinkreuzung in geringem Maße, etc.
jo Kai,wenn sich das auf eine Standbegattung bezieht,denn ja. Aber wenn ich eine Reinzuchtkönigin
kaufe,sei es Dunkle oder Carnika,dann muss ich keine gelben Ringe in Kauf nehmen.

LG Herbert

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Re: Enwicklung der reinen Schweden 2016

Beitrag von Rheinschlucht » Montag 31. Oktober 2016, 20:17

imkerforum-nordbiene hat geschrieben:Bei Königinnen aus dem Inland würde ich vorher nachfragen, was passiert, wenn die Königin auf der Reise umkommt. Verluste durch unsachgemäße Lagerung oder fehlerhaftes Zusetzen gehen auch immer zu Lasten des Käufers.

Ein Risiko besteht beim Königinnenkauf immer und muss hingenommen werden; z. B. unzureichende Begattung, Fremdeinkreuzung in geringem Maße, etc.

LG
Kai
Gemäss einer neuen Studie sind unzureichende Begattung oder Fremdeinkreuzung nur ein Problem bei «Brief-Königinnen». Grössere Temperaturschwankungen während dem Versand haben gravierenden Einfluss auf die Lebensfähigkeit der Spermien in Leib der Königin. Dies zeigten Temperaturmessgeräte, die Express(!)-Testsendungen von Königinnen beigelegt wurden:

20 Prozent der Sendungen waren während mehr als zwei Stunden Temperaturen von über 40°C oder unter 5°C ausgesetzt. Die resultierende Lebensfähigkeit der Spermien sank dabei um 50 Prozent.

Es hat also gute Gründe, wenn Reinzüchter ihre wertvollen Königinnen nicht per Post senden – und schon gar nicht ins Ausland.

Quelle: «Mellifera Magazin» 1/2016, S. 24 (PDF, kostenloser Download)
http://www.mellifera.ch/cms/magazin/89-magazin-1-16
Herzliche Grüsse aus der Rheinschlucht

Jürg

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Re: Enwicklung der reinen Schweden 2016

Beitrag von Rene » Montag 31. Oktober 2016, 23:58

Hallo Jürg,

auch wenn es mir überhaupt nicht passt :oops: , vielen Dank für die Info!

l.G. Rene

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Re: Enwicklung der reinen Schweden 2016

Beitrag von Johannes » Dienstag 1. November 2016, 07:16

Rene hat geschrieben:Hallo Jürg,

auch wenn es mir überhaupt nicht passt :oops: ,...
Gut ausgedrückt! ... Man könnte auch schreiben: "Auch wenn es HIER überhaupt nicht passt" ...

Wenn skandinavische Züchter die gleiche Einstellung hätten wie die Schweizer Kollegen, hätten wir in Deutschland immer noch keinen Zugang zu reinem Zuchtmaterial! Sowohl Verkäufer als auch Käufer müssen hier kompromissfähig sein!

LG Johannes

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Re: Enwicklung der reinen Schweden 2016

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 1. November 2016, 09:35

Johannes hat geschrieben: Wenn skandinavische Züchter die gleiche Einstellung hätten wie die Schweizer Kollegen, hätten wir in Deutschland immer noch keinen Zugang zu reinem Zuchtmaterial! Sowohl Verkäufer als auch Käufer müssen hier kompromissfähig sein!

LG Johannes
Hallo,

dem möchte ich mich eigentlich anschließen, und etwas modulieren:

Hätten wir hier die Einstellung der GEDB, dann dürften wir gar keine reinen Dunklen Bienen (aus Skandinavien) einführen. Denn nach denen (GEDB) herrscht immer noch die Theorie der "Ökotypen" der Dunklen Biene vor.

Meine Ansicht, fußend auf älteren und jüngeren Untersuchungen von wissenschaftlicher Seite, widerspricht aber der Ökotypentheorie, sondern unterstützt nur die Reinheitstheorie und auch die Berücksichtigung des Vorhandensein von bestimmten Haplotypen. Diese waren in Skandinavien, in Deutschland und im nördlichen Alpenraum allesamt die selben, alle identisch.

Es gab und gibt somit keine Unterschiede (oder fast keine) zwischen reinen Dunklen Bienen aus Tirol, Deutschland oder Schweden. Unterschiede, wie sie heute vorhanden sind, rühren von Einkreuzungen her.

LG
Kai
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