Krampfhaftes Ignorieren der Schweizer Melifera

Alles, was mit der einzigen in Mitteleuropa heimischen Biene zu tun hat

Moderator: Johannes

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Rheinschlucht
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Krampfhaftes Ignorieren der Schweizer Melifera

Beitrag von Rheinschlucht » Freitag 5. Mai 2017, 09:15

Johannes hat geschrieben:
Freitag 5. Mai 2017, 06:20
Die Seite www.dunkle-bienen.eu wächst und gewinnt an Informationsgehalt. Das hätte ich mir in dem Ausmaß vor 2 Jahren nie träumen lassen ;)

LG Johannes
Schöne Website, Kompliment. Aber das krampfhafte Ignorieren der Schweizer Mellifera auf dieser Website (und hier im Forum) trägt nicht zur Glaubwürdigkeit bei. Zum Beispiel (in www.dunkle-bienen.eu):
Die Dunkle Biene ist in ihrer ursprünglichen bzw. unvermischten Form nur noch in wenigen Schutzgebieten folgender Länder zu finden:

Schweden, Norwegen, Frankreich, Dänemark, Russland, Irland, (Deutschland)
Bei allem Respekt, aber in Deutschland gibt es keine einzige überlebensfähige Mellifera-Population. Und in Schweden, Norwegen und Dänemark jeweils nur kleine Populationen mit ein paar Handvoll Züchter.

In der Schweiz hingegen werden rund 15'000 reinrassige Mellifera-Völker gehalten, oft in gesetzlichen Schutzgebieten (total 1000 Quadratkilometer). Die Reinrassigkeit wird durch flächendeckende DNA-Analysen belegt, die weltweit wissenschaftlich akzeptiert sind – ausser in der kleinen Gruppe der deutschen Mellifera-Interessierten. Die Schweizer Mellifera-Imker haben u.a.:

5 Linien-Belegstationen und 27 Rassen-Belegstationen für qualitativ hochwertige Mellifera-Königinnen
23 Prüfstände mit ausgebildeten Prüfstandsleitern
35 zertifizierte Reinzüchter​ für reinrassige Mellifera-Königinnen
Honigverkauf in über 200 Verkaufsstellen des Grossverteilers Coop in der ganzen Schweiz

Mehr Infos: www.mellifera.ch/cms/ueber-uns

Vielleicht überdenkt Ihr mal Eure «Allergie» gegen die Schweizer Mellifera und macht auch in der SICAMM mit? Die Gemeinschaft der europäischen Mellifera-Züchter und -Imker würde sich freuen, mit den deutschen Kollegen zusammenzuarbeiten.
Herzliche Grüsse aus der Rheinschlucht

Jürg

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Re: Krampfhaftes Ignorieren der Schweizer Melifera

Beitrag von Didi » Freitag 5. Mai 2017, 10:27

Moin Jürg,
ich glaube nicht das ihr ignoriert werdet sondern es dringt nicht viel über die Mellifera bei euch nach draußen. Ich habe erst so richtig über die schweizer "Dunkle" im Bienenforum der Österreicher erfahren. Macht doch einfach mehr Werbung (auch über Königinverkauf).
LG Dieter

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Re: Krampfhaftes Ignorieren der Schweizer Melifera

Beitrag von Rene » Freitag 5. Mai 2017, 11:29

krampfhaft wirkt auf mich nur das ständige Hervorheben, das schon einem "Zur Schau Stellen" gleicht.
Es wurde von vielen Seiten hier großes Interesse gezeigt, auch in praktischer Form, dem Wunsch Weiseln zu erwerben und somit die Schweizer Zuchtergebnisse direkt zu erleben.
Jedoch sind die Ergebnisse dieser Bemühungen allesamt negativ verlaufen.
Oftmals bekam man nicht einmal eine Antwort auf die Anfragen. Was also willst du noch Jürg? Das man permanent dir Honig um den Mund schmiert?
Die Informationen aus der Schweiz sind gut und sehr interessant und die Arbeit dort sicher sehr zielstrebig. Das wurde hinlänglich erwähnt. Aber wenn ich eine eigene Hompage erstelle, muss ich nicht zwingend alle deine Postings integrieren. Ich verstehe hier den Beitrag ehrlich gesagt nicht wirklich....

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Rheinschlucht
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Re: Krampfhaftes Ignorieren der Schweizer Melifera

Beitrag von Rheinschlucht » Freitag 5. Mai 2017, 15:39

Rene hat geschrieben:
Freitag 5. Mai 2017, 11:29
Es wurde von vielen Seiten hier großes Interesse gezeigt, auch in praktischer Form, dem Wunsch Weiseln zu erwerben und somit die Schweizer Zuchtergebnisse direkt zu erleben. Jedoch sind die Ergebnisse dieser Bemühungen allesamt negativ verlaufen. Oftmals bekam man nicht einmal eine Antwort auf die Anfragen.
Dass die Schweizer Mellifera-Züchter ihre Jung-Königinnen nicht gerne ins Ausland liefern, hat drei gute Gründe (die ich regelmässig kommuniziere, auch hier im Forum):

1. Bei jährlich 5000 Jung-Königinnen von den Schweizer Mellifera-Belegstellen ist das Angebot an Jung-Königinnen in der Schweiz knapp. Um die einheimische Population zu stärken, setzen die Schweizer Reinzüchter verständlicherweise die Priorität auf Mellifera-Imker, die in den vorhandenen Schweizer Mellifera-Gebieten imkern. Zwei, drei reine Mellifera-Königinnen in einem weit entfernten Carnica-Gebiet machen wenig Sinn für die Erhaltung der seltenen Unterart – als Ersatz für Hybrid-Königinnen in einem Mellifera-Gebiet sind eine langfristige Investition in den Arterhalt.

2. Der Versand von Bienenköniginnen von der Schweiz ins Ausland erfordert aus veterinärmedizinischen Gründen einen mittleren «Papierkrieg» – die Schweiz ist bekanntlich nicht in der EU.

3. Die Schweizer Mellifera-Züchter wollen ihre wertvollen Königinnen dem Imker gesund übergeben. Bei einer Autofahrt vom Züchter zum künftigen Volk der Königin in den kühleren Abendstunden ist dies gesichert. Temperaturschwankungen während dem Versand haben dagegen gravierenden Einfluss auf die Lebensfähigkeit der Spermien in Leib der Königin. Bei einem Test wurden Express(!)-Postsendungen von Königinnen Temperaturmessgeräte beigelegt: 20 Prozent der Sendungen waren während mehr als zwei Stunden Temperaturen von über 40°C oder unter 5°C ausgesetzt. Die resultierende Lebensfähigkeit der Spermien sank dabei um 50 Prozent. Solche Königinnen ohne Legeleistung wollen wir nicht an die Imker weitergeben.

Aus diesen Gründen senden Schweizer Mellifera-Züchter unsere Königinnen nicht gerne ins Ausland. Verantwortungsvoller Imker haben dafür sicher Verständnis.
Rene hat geschrieben:
Freitag 5. Mai 2017, 11:29
Was also willst du noch Jürg? Das man permanent dir Honig um den Mund schmiert?
Die Informationen aus der Schweiz sind gut und sehr interessant und die Arbeit dort sicher sehr zielstrebig. Das wurde hinlänglich erwähnt. Aber wenn ich eine eigene Hompage erstelle, muss ich nicht zwingend alle deine Postings integrieren. Ich verstehe hier den Beitrag ehrlich gesagt nicht wirklich....
Du musst mir keinen Honig um den Mund schmieren, als Imker habe ich selbst genug Honig ;-)

Aber man muss sich wirklich viel Mühe geben, mein Eingangs-Posting falsch zu verstehen. Selbstverständlich erwarte ich nicht, dass andere Websites «alle meine Postings integrieren». Unsere Website www.mellifera.ch/cms/news hat genug Leser. Aber es mutet wirklich krampfhaft an, wenn es auf der Website www.dunkle-bienen.eu (und hier im Forum) heisst:
Die Dunkle Biene ist in ihrer ursprünglichen bzw. unvermischten Form nur noch in wenigen Schutzgebieten folgender Länder zu finden: Schweden, Norwegen, Frankreich, Dänemark, Russland, Irland, (Deutschland).
Schweden, Norwegen und Dänemark haben nur je wenige Hundert Mellifera-Völker, in Deutschland gibt es insgesamt vielleicht 100 Mellifera-Völker. In der Schweiz wird mit 15'000 reinrassigen Mellifera-Völkern geimkert und gezüchtet und es gibt gesetzliche Schutzgebiete. Wenn diese grössten Populationen in Mittel- sowie Nordeuropa totgeschwiegen werden, ist das das wissenschaftlich einfach nicht korrekt.
Herzliche Grüsse aus der Rheinschlucht

Jürg

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Re: Krampfhaftes Ignorieren der Schweizer Melifera

Beitrag von Ole86 » Freitag 5. Mai 2017, 15:44

Rheinschlucht hat geschrieben:
Freitag 5. Mai 2017, 09:15
Die Dunkle Biene ist in ihrer ursprünglichen bzw. unvermischten Form nur noch in wenigen Schutzgebieten folgender Länder zu finden:

Schweden, Norwegen, Frankreich, Dänemark, Russland, Irland, (Deutschland)
Bei allem Respekt, aber in Deutschland gibt es keine einzige überlebensfähige Mellifera-Population.
Hi, genau aus diesem Grund steht Deutschland auch in Klammern. Den Text hatte ich damals verfasst, da kann man übrigens Johannes erstmal garkeinen Vorwurf machen :D

Eigentlich sollte es in dem Abschnitt vor allem um Reinzuchtmöglichkeiten gehen und die Schweiz hat nach wie vor wenige Inseln und wenig Küste :D

Ich möchte allerdings auf keinen Fall die Schweizer Zuchtarbeit beleidigen oder abwerten und auch nicht die Schweiz kategorisch ausschließen. Wenn dieser Eindruck entstanden ist, tut es mir wirklich sehr Leid. Unterm Strich arbeiten wir ja alle für die selbe gute Sache.

Ich habe aus diesem Grund die Seite soeben aktualisiert. In dem Abschnitt werden nun auch die Niederlande, Belgien, Österreich und natürlich auch die Schweiz erwähnt. Evtl. füge ich bei gelegenheit noch ein paar zusätzliche Informationen hinzu.

Beste Grüße, Ole!

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Re: Krampfhaftes Ignorieren der Schweizer Melifera

Beitrag von Rheinschlucht » Freitag 5. Mai 2017, 16:02

Ole86 hat geschrieben:
Freitag 5. Mai 2017, 15:44
Eigentlich sollte es in dem Abschnitt vor allem um Reinzuchtmöglichkeiten gehen und die Schweiz hat nach wie vor wenige Inseln und wenig Küste :D
Beste Grüße, Ole!
Keine Inseln? Die Schweiz zählt gemäss Wikipedia 70 Inseln https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von ... zer_Inseln ;-) An der Küste arbeiten wir noch.

Aber wir haben 32 Belegstationen, die meist in abgelegenen Bergtälern liegen. Insbesondere bei den Linienbelegstationen stellen ein bienenfreier Schutzgürtel um die Belegstation und ausgewählte Drohnenvölker sicher (und das wird mit DNA-Analysen geprüft), dass die Begattung der jungen Königinnen nur durch reinrassige Drohnen erfolgt.

Noch einmal: Es geht nicht um Honig ums Maul schmieren, sondern schlicht um wissenschaftliche Fakten. So wie es jetzt auf der Website steht, ist es (fast) korrekt:
Die Dunkle Biene ist in ihrer ursprünglichen bzw. unvermischten Form nur noch in wenigen Schutzgebieten folgender Länder zu finden: Schweden, Norwegen, Frankreich, Dänemark, Russland, Irland, Niederlande, Deutschland, Belgien, Schweiz, Österreich.
(überlebensfähige Mellifera-Populationen leben auch ausserhalb von Schutzgebieten)
Herzliche Grüsse aus der Rheinschlucht

Jürg

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Re: Krampfhaftes Ignorieren der Schweizer Melifera

Beitrag von Johannes » Freitag 5. Mai 2017, 16:36

Na da hat Ole ja sehr versöhnliche Worte gefunden. Ich hoffe, damit ist der internationale Frieden wieder hergestellt.
Hallo Freunde,

aufgrund des schlechten Wetters und damit einhergehender Verzögerungen nehme ich vorerst keine Bestellungen mehr an. Vielleicht gibt es im Juli noch Nachschub. :)

Vielen Dank für das große Interesse. Ich bin überwältigt!

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Re: Krampfhaftes Ignorieren der Schweizer Melifera

Beitrag von Rene » Freitag 5. Mai 2017, 16:46

....in Deutschland.....ABER IN DER SCHWEIZ..... Ja. Ihr seit die Besten. Alle anderen haben ja nur oder sind ja nur oder haben Garnichts. Fällt dir nicht selbe langsam was auf? Und ja. Trotzdem in Skandinavien "nur"....kann man von dort gute Königinnin beziehen.
Und niemand jammert da herum er würde ev. nicht genug öffentlich gewürdigt...
Und nun kannst du mir wieder deine Zahlenbatterie um die Ohren hauen...

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Re: Krampfhaftes Ignorieren der Schweizer Melifera

Beitrag von Ole86 » Freitag 5. Mai 2017, 16:49

Rheinschlucht hat geschrieben:
Freitag 5. Mai 2017, 16:02
Keine Inseln? Die Schweiz zählt gemäss Wikipedia 70 Inseln https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von ... zer_Inseln ;-) An der Küste arbeiten wir noch.
Ich hatte auch "wenige" und nicht "keine" Inseln geschrieben. Das hast du doch selber zitiert :D

Aber ich denke das soll jetzt nicht die Diskusionsgrundlage sein. Ich habe den Text jetzt noch einmal überarbeitet und hoffe, dass mit dieser Formulierung alle einverstanden sind. Da zu diesem Thema unterschiedliche Meinungen herrschen, weise ich auf diesen Zustand hin, so dass sich jeder Interessierte seine eigene Meinung bilden darf. Denke das ist für alle fair, da ich auch keine Thesen verbreiten mag, von denen ich nicht überzeugt bin.

Beste Grüße, Ole!

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Re: Krampfhaftes Ignorieren der Schweizer Melifera

Beitrag von Rheinschlucht » Freitag 5. Mai 2017, 17:49

Rene hat geschrieben:
Freitag 5. Mai 2017, 16:46
....in Deutschland.....ABER IN DER SCHWEIZ..... Ja. Ihr seit die Besten. Alle anderen haben ja nur oder sind ja nur oder haben Garnichts. Fällt dir nicht selbe langsam was auf?
Es gibt Fakten, die wissenschaftlich belegt und international anerkannt sind. Und es gibt Befindlichkeiten.

Die Fakten, in welchen Ländern es überlebensfähige Mellifera-Populationen gibt, hat Ole freundlicherweise korrigiert. Für die Befindlichkeiten sind weder Ole noch ich zuständig
Herzliche Grüsse aus der Rheinschlucht

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Re: Krampfhaftes Ignorieren der Schweizer Melifera

Beitrag von Heidjer » Samstag 6. Mai 2017, 02:39

Hallo Jürg,
ein Sand- oder Steinhaufen in einem Fluß ist noch keine Insel, hinsichtlich der sicheren begattung von Kö. Drohnen fliegen bekanntlich sogar mehrere Km über See. Ein Fluß und meistens auch ein stiller See sind keine Hindernisse und deshalb sind die Inselchen darin auch nicht als Belegstellen geignet. Du kannst Deine genannten70 deshalb auch gleich null setzen. Und über die Bienenzucht in Norwegen scheinst Du auch nicht besonders informiert zu sein mit Deiner pauschalen abwertenden Meinung. Da unterscheidest Du nicht von Kai hinsichtlich der Schweiz. Ich schätze Deine regelmäßigen Informtionen hinsichtlich der Situation in der Schweiz shcon sehr und lese sie auch gerne. Jedoch gibst Du Dich häufig auch etwas mimosenhaft. Weiter viel Erfolg mit der A.m.m. Wolfgang, der Heidjer aus dessen Heimat die A.m.m. lehzeni stammt.

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Re: Krampfhaftes Ignorieren der Schweizer Melifera

Beitrag von Rheinschlucht » Samstag 6. Mai 2017, 07:19

... das mit den 70 Inseln war ein Witz.

Die Schweizer Belegstellen liegen meist in abgelegenen Bergtälern, umgeben von 3000er-Gipfeln und mit einem bienenfreien Schutzgürtel um die Belegstation.

Und über die Situation in Norwegen bin ich durchaus informiert. Ich treffe mich im Rahmen der SICAMM regelmässig mit den europäischen Kollegen, von Irland bis Russland, und tausche mich mit Ihnen aus.
Herzliche Grüsse aus der Rheinschlucht

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Re: Krampfhaftes Ignorieren der Schweizer Melifera

Beitrag von dirk2210 » Samstag 6. Mai 2017, 07:35

Heeee !!!!!

Was geht den hier ab.
Das hört sich ja an wie bei prahlenden Jugendlichen,
He,meiner ist größer..meiner hat mehr PS.meiner hat breitere Reifen.
Wahnsinn.

Ich hab das Gefühl,hier hat jeder etwas Recht.
Meiner Meinung nach sind uns die Schweizer in der Zucht der Mellifera weit voraus.

Ich Denke krampfhaftes Ignorieren ist etwas zu hart formuliert.
Die Schweizer sind da aber auch nicht unschuldig daran. :(

Mir ist es so,als will man sich bei den Eidgenossen nicht gerne in die Karten schauen lassen.
Ich habe bestimmt schon mit einen Dutzend Reinzüchtern versucht Kontakt herzustellen......
Ein ,,1"" Züchter hat geantwortet.
Allen anderen war ich noch nicht einmal eine Antwort wert.
Das ist Ignoriert.
Die Königinen nicht verschicken zu wollen...Ok
Aber,wenn man überhaupt nicht ins Gespräch kommt Hmmm :?:
Bestimmt sind Leute gewillt eine Fahrt in die schöne Schweiz auf sich zu nehmen,um Königinen bei
richtiger Temperatur ! bei einem Züchter persönlich abzuholen.
Aber ohne Kontakt wird das schwierig.

Zu Abschluss sagte ich zu beiden Parteien.Überdenkt eure Aussagen und redet auf Augenhöhe offen und ehrlich miteinander.
Hier sollte es um die Bienen gehen und nicht darum wer der schnellste größte oder beste ist.

Nichts für Ungut
Ein Interessierter Mitleser
LG. Dirk

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Re: Krampfhaftes Ignorieren der Schweizer Melifera

Beitrag von Ole86 » Samstag 6. Mai 2017, 13:47

Hi Dirk,

evtl. ist die Diskusion hier ein wenig aus dem Ruder gelaufen, aber letztendlich konnten ja alle Parteien einen gemeinsamen Nenner finden.

Ich finde es gut von Jürg, dass er auch gerne mal den Finger in die Wunde legt und auch kein Blatt vor den Mund nimmt. Soetwas belebt die Diskussionen und ist sicherlich besser als sich garnicht auszutauschen, auch wenn man mal nicht der selben Meinung ist.

Ich bin eh kein Freund davon, irgendwelche Aussagen auf ein ganzes Land runterzubrechen, denn die Imker in der Schweiz und auch nahezu alle anderen Imker der Welt arbeiten letztendlich autark und treffen ihre Entscheidungen individuell.

Beste Grüße, Ole!

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Re: Krampfhaftes Ignorieren der Schweizer Mellifera

Beitrag von Rheinschlucht » Samstag 6. Mai 2017, 14:57

Ich muss Dirk leider Recht geben, was die nicht erfolgten Rückmeldungen der Schweizer Züchter auf Anfragen nach Königinnen aus dem Ausland betrifft. Keine Antwort zu geben, ist nicht korrekt. Seit diesem Jahr haben die Schweizer Züchter aber eine «Vorlage», die ich weiter oben in der Diskussion schon gepostet habe:
Rheinschlucht hat geschrieben:
Freitag 5. Mai 2017, 15:39
Dass die Schweizer Mellifera-Züchter ihre Jung-Königinnen nicht gerne ins Ausland liefern, hat drei gute Gründe ...
Diese Begründung wird in den nächsten Tagen auch auf der offiziellen Website http://www.mellifera.ch publiziert.

Verantwortungsvolle Imker haben sicher Verständnis, dass Schweizer Mellifera-Reinzüchter ihre für die einheimische Population wertvollen Königinnen nicht gerne an ausländische Imker abgeben, die mitten in einem Carnica/Buckfast-Land zwei, drei Mellifera-Völker halten wollen.

Aber noch einmal: Auf Anfragen nicht zu antworten, ist keine Art, mit Imker-Kollegen aus anderen Ländern umzugehen.
Herzliche Grüsse aus der Rheinschlucht

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