Krampfhaftes Ignorieren der Schweizer Melifera

Alles, was mit der einzigen in Mitteleuropa heimischen Biene zu tun hat

Moderator: Johannes

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Rheinschlucht
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Re: Krampfhaftes Ignorieren der Schweizer Mellifera

Beitrag von Rheinschlucht » Samstag 6. Mai 2017, 15:24

Weil einige der hier Mit-Diskutierenden den Unterschied zwischen Fakten und Befindlichkeiten immer noch nicht verstanden haben, erkläre ich es gerne anhand von einem Beispiel. Angenommen, eine Website oder ein Forum schreiben:
Eine Automobilindustrie ist nur in folgenden europäischen Ländern zu finden: Grossbritannien, Frankreich, Schweden, Russland und Schweiz
Jeder Leser würde sich bei dieser Aussage an den Kopf greifen: In der Schweiz wurden seit Jahrzehnten keine Autos mehr gebaut und die Automobilindustrie in Schweden ist heute marginal – während die erfolgreiche Automobilindustrie in Deutschland mit Volkswagen, Mercedes, BMW und Porsche einfach totgeschwiegen wird.

Das sind Fakten, nicht Befindlichkeiten.

Das Ganze jetzt für die Mellifera: Dass es in der Schweiz (ausserhalb von Irland und Russland) mit Abstand die grössten reinrassigen Mellifera-Populationen gibt, sind Fakten. Und ich würde auch freundlich darauf hinweisen, dass diese Fakten auf einer Website oder in einem Forum fehlen, wenn ich Österreicher oder Deutscher wäre. Denn es geht mir nicht ums Jammern oder gar um einen Vergleich, wer den Grössten hat. Sondern einzig und alleine um die Fakten.
Herzliche Grüsse aus der Rheinschlucht

Jürg

badenimker
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Re: Krampfhaftes Ignorieren der Schweizer Melifera

Beitrag von badenimker » Samstag 6. Mai 2017, 20:55

Hallo,
also ich war im letzten Jahr als Deutscher beim Familientag bei der Imkerei Soland. Also ich habe die fast 300 km lange Fahrt auf mich genommen, weil es gerade diese Imkerei war!
Also es ist schon beeindruckend, was die Schweizer Mellifera Züchter besonders in den letzten 15 Jahren alles unternehmen, um diese Bienenunterart in der Schweiz weiter zu etablieren und rein zu halten.
Die Schweizer sind interessiert, was sich in D. mit der Mellifera so tut. Insbesondere ist es dort nicht nachvollziebar, dass es in D. Kreise gibt, die die Morphometrie über die moderne Erkenntnisse aus der Genanalyse bezüglich der Reinheit der Unterart Mellifera stellen.
Ich habe dort Bienen gesehen,die optisch (nur das konnte ich beurteilen) sehr nach der Dunklen Biene aussahen.
Sie waren auch sehr friedlich!
Wenn der Gründer von "Nordbiene" zur Sicula (ja das ist ja in D. eine besonders einheimische Biene!), dann schüttelen die "Schweizer" darüber nur den Kopf.
Waren die "Skandinavier" doch nicht so befriedigend?
Also die Schweizer arbeiten weiter mit Akribie an der weiteren Etablierung an der Dunklen und Erhöhung an deren Leistungen.
Übriges in D. gibt es schon ein Nord/ Süd gefälle hinsichtlich der Beurteilung der Schweizer Bienenzucht.
Ein Rat von mir: Wenn ihr eine Kö. von dort haben wollt, geht dort mal persöhnlich hin zu einer Veranstaltung, redet mit den Leuten, dann bekommt ihr sicher eine Königin oder zumindest Zuchtstoff.
So anrufen oder Mailen.....das kann ja irgendjemand sein.

Viele Grüsse in die Schweiz!!!!

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Katrin
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Re: Krampfhaftes Ignorieren der Schweizer Melifera

Beitrag von Katrin » Sonntag 7. Mai 2017, 07:02

Hallo badenimker
badenimker hat geschrieben:
Samstag 6. Mai 2017, 20:55
Wenn der Gründer von "Nordbiene" zur Sicula (ja das ist ja in D. eine besonders einheimische Biene!), dann schüttelen die "Schweizer" darüber nur den Kopf.
Waren die "Skandinavier" doch nicht so befriedigend?
Ayeee... Weißt du was Kai sagen würde: Es ist nicht die Dunkle Biene! :P

Ehrlich gesagt kann man es wohl niemandem Recht machen, auf der einen Seite beschweren sich die Leute wenn dieser Satz fällt, auf der anderen wenn sich Kai mal andere Bienen ansieht oder ansehen will. Nigra mal als Beispiel.

Aber das hat nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun und sich geeinigt wurde auch schon, von daher war das mein Kommentar zum Sonntag. :)

LG Katrin

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Re: Krampfhaftes Ignorieren der Schweizer Melifera

Beitrag von dirk2210 » Sonntag 7. Mai 2017, 08:36

Hallo badenimker
Was du da schreibst kann ich verstehen.

Aber was ist schlimm daran einen Kontakt,,nichts weiter" mit der Züchtern in der Schweiz über
Telefon oder eMail herzustellen.

Dann bekommt man bei Interesse vielleicht Adressen und Termine für Veranstaltungen.
Einfach hinfahren....Na Ja
Ob das immer so gewünscht ist

Du wohnst bei Ettlingen.Richtig ? Da ist die Schweiz in vertretbarer Entfernung für einen Wochenend Ausflug.

Was macht zb. der Imker aus Bremen ??
Einfach mal 800 km in die Schweiz fahren, um dann vielleicht riesig Enttäuscht wieder zurück zu fahren.
Würdest du Samstags so aufs gerade Wohl nach Dänemark fahren und nach einem Imker suchen...
Ich denke Nein !!
Weißt du nun was ich meine .
Ich will bestimmt nicht irgend etwas über das Internet abwickeln.
Eine eMail ist nur der erste Schritt,dann kann man bei einem für beide Seiten passenden Termin sich
persönlich treffen.

Aber: Ohne Kontakt...kein Termin...ohne Termin ...kein persönliches Treffen
Oder wie schrieb Jürg.....Ignoriert

Das ist meine persönliche Meinung
Gruss ins schöne Ettlingen Dirk

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Rheinschlucht
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Re: Krampfhaftes Ignorieren der Schweizer Melifera

Beitrag von Rheinschlucht » Sonntag 7. Mai 2017, 20:04

Lieber Dirk,

Leider vermischst Du immer wieder Fakten und Befindlichkeiten. Aber ich zeige Dir gerne die Fakten auf:

1. Es ist wissenschaftlich unhaltbar, wenn auf einer Website Deutschland (ohne eine einzige Mellifera-Population) zu den Mellifera-Ländern gezählt wird, während die Schweiz und Österreich mit den grössten Mellifera-Populationen ausserhalb von Irland und Russland einfach weggelassen werden. Ole hat das auch sofort verstanden und diese Fakten verdankenswerterweise korrigiert.

2. Die Schweizer Mellifera-Züchter haben in der Vergangenheit tatsächlich oft Anfragen von deutschen Imkern nach Königinnen nicht beantwortet. Das ist keine Art, mit Imker-Kollegen aus anderen Ländern umzugehen. Aber es hat mit den Fakten von Punkt 1 überhaupt keinen Zusammenhang (genausowenig wie die Punkte 3 bis 7). Im übrigen hat der Vorstand von mellifera.ch eine Muster-Mail erstellt, welche die Züchter bei der abschlägigen Antworten zeitnah den deutschen Interessenten senden sollen. Der Verein mellifera.ch hat also reagiert und bemüht sich um eine offene und vor allem zeitnahe Kommunikation.

3. Die Argumentation, weshalb die Schweizer Mellifera-Züchter nur selten ihre Reinzucht-Königinnen ins Ausland verkaufen, findet man deshalb neu auch an prominenter Stelle auf der Website http://www.mellifera.ch/cms/news/schwei ... nd-verkauf.

4. Die Antwort wird allerdings in den meisten Fällen negativ bleiben, denn:
Dass die Schweizer Mellifera-Züchter ihre Jung-Königinnen nicht gerne ins Ausland liefern, hat gute Gründe ...

... unter anderem ist das Angebot an Jung-Königinnen in der Schweiz knapp. Um die einheimische Population zu stärken, setzen die zertifizierten Schweizer Reinzüchter deshalb verständlicherweise die Priorität auf Mellifera-Imker, die in den vorhandenen Schweizer Mellifera-Gebieten imkern. Zwei, drei reine Mellifera-Königinnen in einem weit entfernten Carnica-Gebiet machen wenig Sinn für die Erhaltung der seltenen Unterart.
Es muss also kein deutscher Imker mehr «ein Dutzend Schweizer Mellifera-Züchter anschreiben, ohne eine Antwort zu bekommen.»

5. Und es muss auch kein deutscher Imker «einfach mal 800 km in die Schweiz fahren und nach einem Imker suchen, um dann vielleicht riesig Enttäuscht wieder zurück zu fahren.» Jeder interessierte Imker kann sich auf der Website von mellifera.ch informieren und findet dort schon auf der Startseite die offizielle Einladung zum jährlichen Mellifera-Familientag, bei dem jeweils eine beispielhafte Imkerei wie jene der Familie Soland oder eine Belegstelle präsentiert wird: http://www.mellifera.ch/cms/.

6. Wir freuen uns über jeden Teilnehmer, so wie übrigens auch beim jährlichen Züchtertag, der ebenfalls auf der Startseite öffentlich ausgeschrieben wird: http://www.mellifera.ch/cms/news/zuecht ... nkle-biene (Bericht von 2016). Und damit ausländische Teilnehmer nicht an den Schweizer Hotel- und Restaurant-Preisen verzweifeln, stellen wir ihnen am Züchtertag sogar günstige Zimmer und erstklassige Mahlzeiten (alles Bio und auf Wunsch auch Vegi) direkt im Tagungszentrum zur Verfügung.

7. Wir machen allerdings eine interessante Beobachtung: An die SICAMM-Konferenzen reisen jeweils mindestens ein halbes Dutzend Schweizer an (2014 in Wales = 1400 km, 2016 in den Niederlanden = 800 km, 2017 in Finnland = 2400 km). Umgekehrt reisen zum Beispiel Mellifera-Imker aus den Niederlanden und aus dem Südtirol an den Züchtertag in der Schweiz. Nur deutsche Mellifera-Imker sieht man (mit Ausnahmen wie dem Badenimker) weder hüben wie drüben. Die internationale Zusammenarbeit funktioniert über alle (Sprach-)grenzen hinweg – nur um Deutschland macht sie (mit den erwähnten Ausnahmen) einen grossen Bogen.

Vielleicht sollte sich der eine oder andere deutsche Imker mal an die eigene Nase fassen ?!?
Herzliche Grüsse aus der Rheinschlucht

Jürg

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Re: Krampfhaftes Ignorieren der Schweizer Melifera

Beitrag von Bschein » Montag 8. Mai 2017, 20:21

Hallo zusammen,

endlich mal Klartext. Danke an Jürg. Und danke auch an Ole für das schnelle Update der Seite.

Viele Grüße aus Oberbayern
Philipp

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Re: Krampfhaftes Ignorieren der Schweizer Melifera

Beitrag von Richthofen » Dienstag 9. Mai 2017, 07:58

Hallo zusammen

Ich kann die offensichtliche Abneigung oder auch geringe bis nicht vorhandene Wertschätzung gegenüber den Schweizer Bemühungen zum Erhalt der Dunklen Biene hier in diesem Forum von einigen wenigen nicht nachvollziehen .
Freunde und die Basis für Zusammenarbeit schaft man sich so nicht .
Wir können jedoch bestens weiterhin über Dinge um die Biene herum diskutieren , das hat sich auch bewährt - Danke !
Verstehen kann ich hingegen die Frustration über die offenbar nicht leicht möglichen Import von Schweizer Mellifera-königinnen nach Deutschland .
Selber fühle ich mich im Melliferahimmel , zufälligerweise mal sehr privilegiert .
Demnächst werde ich unter Anleitung einen Zuchtversuch wagen , Zuchtstoff DNA und morphologisch geprüft - ebenso die Drohnenvölker der Belegstation in einer Stunde Fahrzeit entfernt . Was will man als Neuling mehr ? :D Habe ich eigentlich gar nicht verdient .
Für uns passt das so .

LG Markus

Rene
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Re: Krampfhaftes Ignorieren der Schweizer Melifera

Beitrag von Rene » Dienstag 9. Mai 2017, 08:25

Hallo Marcus

Wo siehst du denn eine Abneigung gegen die schweizerische Arbeit?
Sehe ich nicht! Im Gegenteil, wäre dem tatsächlich so, dann bestünde ja auch kein Interesse an Königinnin. Wie man an einigen enttäuschten Kommentaren aber sieht, ist das Interesse groß.

Eine ganz andere Frage ist doch manche Verhaltensweise. Und damit kommen wir zum Eingangsbeitrag zurück. Das ist alles.
Über die zielstrebige und sicher auch gute Arbeit der Züchter in der Schweiz hat niemand ein schlechte Wort verloren.
L.G. Rene

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Re: Krampfhaftes Ignorieren der Schweizer Melifera

Beitrag von Richthofen » Dienstag 9. Mai 2017, 09:18

Hallo Rene
Ja bin ich denn hier im falschen Forum - nein .
Ich will das alles nicht wieder aufrollen - ist alles nachzulesen , ich habe meinen Schuh rausgezogen ...
Häme , Kritik, Unterstellungen und Besserwisserei und das wurde von verschiedenen Mitschreibern konsterniert festgestellt -
abgehakt vergessen wir`s .
Wie sagt man so schön : ich bin nicht nachtragend aber ich vergesse nichts .
LG Markus

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Katrin
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Re: Krampfhaftes Ignorieren der Schweizer Melifera

Beitrag von Katrin » Mittwoch 10. Mai 2017, 07:16

Hallo Richthofen
Richthofen hat geschrieben:
Dienstag 9. Mai 2017, 09:18

Häme , Kritik, Unterstellungen und Besserwisserei und das wurde von verschiedenen Mitschreibern konsterniert festgestellt -
abgehakt vergessen wir`s .
Schätze ich hab ein Fettnäpfchen erwischt und es ist falsch rüber gekommen?
Katrin hat geschrieben:
Sonntag 7. Mai 2017, 07:02
Nigra mal als Beispiel.
Meinte es so wie ich es gesagt hab "Nigra" (Hybridbienen) und nicht die reinrassigen Schweizer Dunklen. Oder denk ich grade wieder falsch?

LG Katrin

Rene
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Re: Krampfhaftes Ignorieren der Schweizer Melifera

Beitrag von Rene » Mittwoch 10. Mai 2017, 07:56

So wie ich die bisherigen Flügeluntersuchungen verstanden habe, ist es wie du sagst Katrin. Also was bisher untersucht wurde.

Auf der Seite der österreichischen Imker wird empfohlen alle paar Jahre zusätzlich eine Gentest zu machen....(Zucht, Reinheit usw...).
So soll sich beides gegenseitig ergänzen. Das klingt vernünftig.
L.G. Rene

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Re: Krampfhaftes Ignorieren der Schweizer Melifera

Beitrag von Richthofen » Donnerstag 11. Mai 2017, 15:18

Hallo Katrin

Im Unterforum Messergebnisse ist eine Analyse einer als Schweizer Nigra bezeichnete Biene als reinrassig klassiert (!) .
Die Bilder zeigen auch ein nahezu schwarzes Geäder der Flügel . Spannend , auch die wirkliche Herkunft .... :lol: Schweden ist es nicht !
Nigra ist schlicht nicht der Schweizer Name der Dunklen , der Apis mellifera mellifera .
Der Name wird daher am ehesten fälschlicherweise meist von Imkern verwendet die weder Dunkle noch Nigras halten .
Obwohl sich dieses Forum als Kompetenzzentrum für Dunkle nennt hat es für mich keine schlüssige Antwort geliefert was die Nigra ist oder gegebenenfalls war .
Besonders Dunkel bis schwarz sehe ich jedoch als Anpassung generell im Alpenraum auch bei anderen Tieren . Zum Beispiel Alpensalamander und Kreuzotter , somit sehe ich es als " Ökotyp " der Dunklen , Anpassung im alpinen Raum am ehesten bezeichnet .
Fettnäpfchen sehe ich keines : :)

LG Markus

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Re: Krampfhaftes Ignorieren der Schweizer Melifera

Beitrag von dirk2210 » Freitag 12. Mai 2017, 06:49

Hallo
Ich möchte mich hier noch einmal zu verschiedenen Nachrichten äußern.

Zu der Nachricht von Richthofen vom 9 Mai
Ich finde es toll,und bin auch etwa neidisch, das du eine so gute Möglichkeit hast an guten Zuchtstoff zu gelangen.
Nutze das Markus
Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Zucht.

Zur Antwort von Rheinschlucht vom 7 Mai
Hallo Jürg
Zu Punkt 1 Ich glaube das haben jetzt viele Menschen gelesen.Meiner Meinung nach wird das in nächster Zeit geändert,
und die guten Schweizer Bienenzüchter bekommen ihre verdiente Aufmerksamkeit.
Zu Punkt 2 Ich hoffe das die Kommunikation sich verbessert
Zu Punkt 3 Darüber wurde genug geschrieben.Ist OK so.
Zu Punkt 4 Da bin ich nicht mit einverstanden.Du hast auf mellifera .ch geschrieben.
-und zwei,drei Königinen isoliert in einem Carnica-/ Buckfast Gebiet sind für die Erhaltung der Unterart wertlos.
Zu Punkt 5 und 6 Danke für die Info
Zu Punkt 7 Gebe ich dir Recht.Dort sollen Bienenhalter hin die professionel an der Zucht der Dunklen Biene arbeiten.
Vielleicht Einladen ! Diese Leute sind doch bestimmt bekannt
Keine Hobby Imker mit wenig Erfahrung,,zu den ich auch gehöre"

Zur Antwort von Bschein 8 Mai
Kein Kommentar.Das ist mir zu wenig.

Zur Nachricht von Rene vom 9.Mai
Hallo Rene
Den ersten Abschnitt deines Textes sehe ich genauso.
Ich konnte in diesem Betrag ,,Krampfhaftes Ignorieren der Schweizer Mellifera "
keine Abneigung gegen die Schweizer Zucht lesen.
In anderen Beiträgen des Forums sieht das womöglich anders aus.Entzieht sich aber meiner Kenntnis.

Zur Nachricht von Katrin 10 Mai
Respekt ....

So das war es von mir
Danke für die Beiträge
L.G Dirk

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Re: Krampfhaftes Ignorieren der Schweizer Melifera

Beitrag von Rheinschlucht » Freitag 12. Mai 2017, 08:19

dirk2210 hat geschrieben:
Freitag 12. Mai 2017, 06:49
Danke für die Info.
Gern geschehen ;-)
Rheinschlucht hat geschrieben:
Sonntag 7. Mai 2017, 20:04
7. Wir machen allerdings eine interessante Beobachtung: An die SICAMM-Konferenzen reisen jeweils mindestens ein halbes Dutzend Schweizer an (2014 in Wales = 1400 km, 2016 in den Niederlanden = 800 km, 2017 in Finnland = 2400 km). Umgekehrt reisen zum Beispiel Mellifera-Imker aus den Niederlanden und aus dem Südtirol an den Züchtertag in der Schweiz. Nur deutsche Mellifera-Imker sieht man (mit einzelnen Ausnahmen) weder hüben wie drüben. Die internationale Zusammenarbeit funktioniert über alle (Sprach-)grenzen hinweg – nur um Deutschland macht sie (mit den erwähnten Ausnahmen) einen grossen Bogen.

Vielleicht sollte sich der eine oder andere deutsche Imker mal an die eigene Nase fassen ?!?
dirk2210 hat geschrieben:
Freitag 12. Mai 2017, 06:49
Zu Punkt 7 Gebe ich dir Recht. Dort sollen Bienenhalter hin die professionel an der Zucht der Dunklen Biene arbeiten. Vielleicht Einladen ! Diese Leute sind doch bestimmt bekannt.
Hallo Dirk,

Wenn es sogar russische Imker mit minimalen Englisch- und Deutsch-Kenntnissen und sehr beschränkten finanziellen Ressourcen schaffen, die offiziellen Einladungen auf der SICAMM-Website http://sicamm.org/NextConf.html zu lesen und zum Beispiel in die Niederlande zu reisen – dann müsste das für einen deutschen Imker auch ohne zusätzliche persönliche Einladung zu schaffen sein ;-) Von Bremen nach Lunteren NL sind es nicht einmal 300 Kilometer ...
Herzliche Grüsse aus der Rheinschlucht

Jürg

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Re: Krampfhaftes Ignorieren der Schweizer Melifera

Beitrag von dirk2210 » Freitag 12. Mai 2017, 08:40

Hallo Jürg

Da muss ich dir ja doch zustimmen.
Ja.300 km ist vertretbar

Und ich denke ,dass der Vorsitzende des Zuchtverbandes Dunkle Biene Deutschland e V. Ralf Ullrich auch zum wiederholten male dabei sein wird....Und hoffentlich noch andere !!

Eventuell gute Aussichten

L.G.
Dirk

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