Isolation

Alles, was mit der einzigen in Mitteleuropa heimischen Biene zu tun hat

Moderator: Johannes

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Ole86
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Isolation

Beitrag von Ole86 » Montag 11. September 2017, 19:05

Hi zusammen,

der Winter steht leider schon wieder vor der Tür und ich überdenke auf Grund von vielen relativ schwachen Völkern gerade mein Isolationskonzept.

Zum einen werde ich dieses Jahr alle Böden vollständig verschließen. Dieses hat mehrere Gründe: Zum einen möchte ich die kleinen Trauben vor dem miesen Ostwind hier im Norden schützen. Desweiteren halte ich einen langen Winter, was Totalverlust angeht, für gefährlicher als die zusätzliche Varroabelastung bei geschlossenem Boden.

Ich mache mir aber auch über Außenisolationen Gedanken. Hat da schon mal jemand mit experimentiert. Ihr könnt ja erstmal eure Ideen und Gedanken schildern. Da würde ich mich auf jeden Fall sehr freuen.

Beste Grüße, Ole!

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Re: Isolation

Beitrag von Sturmimker » Montag 11. September 2017, 19:32

Ole86 hat geschrieben:
Montag 11. September 2017, 19:05
...die zusätzliche Varroabelastung bei geschlossenem Boden.

Darf ich fragen, wie Du zu dieser Erkenntnis gekommen bist?
lg Michael

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Ole86
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Re: Isolation

Beitrag von Ole86 » Montag 11. September 2017, 19:57

Sturmimker hat geschrieben:
Montag 11. September 2017, 19:32
Ole86 hat geschrieben:
Montag 11. September 2017, 19:05
...die zusätzliche Varroabelastung bei geschlossenem Boden.

Darf ich fragen, wie Du zu dieser Erkenntnis gekommen bist?
lg Michael

Durch die Kälte sterben einfach mehr Milben ab. Ein Volk, dass mit offenem Boden durch den Winter kommt, hat höchstwahrscheinlich eine geringere Varroabelastung als mit geschlossenem Boden. LG, Ole!

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Re: Isolation

Beitrag von Sturmimker » Montag 11. September 2017, 20:32

Danke für die rasche Antwort,
Leider sterben die Milben nicht durch die Kälte! Ein wesentlicher Vorteil ist es jedoch, die Völker etwas früher in eine Brutpause zu bringen. Denn dann haben wir gute Karten um mit einer Restentmilbung die ansitzenden Milben zu erwischen.
Ich glaube da verhält sich die Dunkle nicht viel anders als meine Carnicas.
Etwa die hälfte meiner Beuten haben Gitterböden die anderen sind geschlossen. Alles ist aus einfachen Brettern zusammen gezimmert. Ich kann keine Unterschiede bezüglich Milbenbelastung/Überwinterungserfolg feststellen.
Über Außenisolation würde ich mir keine Gedanken machen. Die Bienen heizen nur die Traube und nicht die Beute. Milbenfrei und mit ausreichend Futter versorgt können sie die strengsten Winter problemlos überstehen. Meine Carnicas sind da sehr gut aber soweit ich weiß können das eure Dunklen noch besser...
lg Michael

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Ole86
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Re: Isolation

Beitrag von Ole86 » Montag 11. September 2017, 21:05

Ole86 hat geschrieben:
Montag 11. September 2017, 19:05
Ich mache mir aber auch über Außenisolationen Gedanken
Geht da mehr um die M+ Völker...

Lg, Ole!

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Re: Isolation

Beitrag von Sturmimker » Montag 11. September 2017, 21:22

OK,
M+ im Styropor oder im Holz, und wie viele Zargen?
lg Michael

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Re: Isolation

Beitrag von Ole86 » Montag 11. September 2017, 21:34

Derzeit 12er Holz (Wagner). Ein Volk muss evtl. einzargig überwintern oder ich wechsel noch das System. LG, Ole!

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Re: Isolation

Beitrag von Ole86 » Montag 11. September 2017, 21:35

Bin mir halt nicht sicher ob sich die Traube optimal in der Form entwickelt. Tendiere schon zu 2-zargig 6er... LG

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Re: Isolation

Beitrag von Johannes » Dienstag 12. September 2017, 05:55

Hallo Ole,

in dem Fall definitiv 2-zargig im 6er Styropor!
Ich würde das jetzt bald machen, damit sich die Bienen noch häuslich einrichten können.

LG Johannes
Derzeit sind keine Königinnen mehr verfügbar.
Im nächsten Jahr wird es wieder Nachzuchten von Mellifera und Ligustica geben.
Bestellungen nehme ich aber erst nach der Auswinterung entgegen.

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Re: Isolation

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 12. September 2017, 09:33

Ole86 hat geschrieben:
Montag 11. September 2017, 19:05
Hi zusammen,

der Winter steht leider schon wieder vor der Tür und ich überdenke auf Grund von vielen relativ schwachen Völkern gerade mein Isolationskonzept.

Zum einen werde ich dieses Jahr alle Böden vollständig verschließen. Dieses hat mehrere Gründe: Zum einen möchte ich die kleinen Trauben vor dem miesen Ostwind hier im Norden schützen. Desweiteren halte ich einen langen Winter, was Totalverlust angeht, für gefährlicher als die zusätzliche Varroabelastung bei geschlossenem Boden.

Ich mache mir aber auch über Außenisolationen Gedanken. Hat da schon mal jemand mit experimentiert. Ihr könnt ja erstmal eure Ideen und Gedanken schildern. Da würde ich mich auf jeden Fall sehr freuen.

Beste Grüße, Ole!
HAllo Ole,

endlich mal wieder eine schöne Praxisfrage, bzw ein Praxisthema. :P DAnke Dir dafür.

Ich bin ja froh, dass ich wieder komplett auf Segeberger geschwenkt bin, mit den dicken Styro-Wänden, was eine optimale Isolierung ergibt. Ich finde dies nur vorteilhaft. Nicht nur hier im kalten Norden.

Ein Freund von offenen Böden war ich bekanntermaßen nie. Von daher würde ich immer zu kleinen Fluglöchern bei geschlossenem Boden tendieren. Ich habe im Kopf, dass eine Fluglochgröße bei Vollvölkern von 15 quadtratcentimetern bienenoptimal sein soll. Meine Segeberger 2-Zarger sitzen alle auf geschlossenen Böden mit einem bis auf nur 7 cm breiten, eingeengtem Flugloch (2 cm hoch). DAs reicht vollkommen.

LG
Kai
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Re: Isolation

Beitrag von Didi » Dienstag 12. September 2017, 11:33

Moin Kai,
hast du die Zargen voll bestückt oder eine Randwabe fehlen lassen? Bei mir sind die Fluglöcher auch nur 5-7 cm breit und 1 cm hoch, reicht völlig. Der Boden ist zu 2/3 geschlossen. Meine Beuten sind allerdings doppelwandig aus Holz. Oben auf die Scheibe lege ich im Winter mehrlagig Zeitungspapier, wegen event. Wasser von oben. Hat sich in den letzten Jahren sehr bewährt.
LG Dieter

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Re: Isolation

Beitrag von robirot » Dienstag 12. September 2017, 12:05

imkerforum-nordbiene hat geschrieben:
Dienstag 12. September 2017, 09:33
HAllo Ole,

endlich mal wieder eine schöne Praxisfrage, bzw ein Praxisthema. :P DAnke Dir dafür.

Ich bin ja froh, dass ich wieder komplett auf Segeberger geschwenkt bin, mit den dicken Styro-Wänden, was eine optimale Isolierung ergibt. Ich finde dies nur vorteilhaft. Nicht nur hier im kalten Norden.

Ein Freund von offenen Böden war ich bekanntermaßen nie. Von daher würde ich immer zu kleinen Fluglöchern bei geschlossenem Boden tendieren. Ich habe im Kopf, dass eine Fluglochgröße bei Vollvölkern von 15 quadtratcentimetern bienenoptimal sein soll. Meine Segeberger 2-Zarger sitzen alle auf geschlossenen Böden mit einem bis auf nur 7 cm breiten, eingeengtem Flugloch (2 cm hoch). DAs reicht vollkommen.

LG
Kai
Bei mir sitzen alle Völker jetzt auf Segeberer 1 Zarge (70% auf DN 30 DN 1.5) mit fast ausschlich offenen Böden. Nur an einem Stand werde ich die hälfte der Böden noch schließen, wegen der Hanglage.

Offener Böden einfach weil die Segeberger im Frühjahr extrem schwitzt und sich auf der Windel massiv Schimmel bildet. Ein geschlossener Altboden mag da besser sein, weil die Bienen ihn selber Reinigen können.

Flugloch vollständig geöffnet bei den Wanderböden, sonst ca. 5-10 cm bei den Holzböden, Universaalböden werden gekeielt.

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Re: Isolation

Beitrag von Ole86 » Dienstag 12. September 2017, 20:16

Erstmal danke für die vielen Beiträge. Ich werde mich morgen noch einmal detailliert äußern. Ihr dürft natürlich gerne weiter diskutieren. LG, Ole!

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Re: Isolation

Beitrag von elk030 » Dienstag 12. September 2017, 21:33

Hallo Ole
Wie kommt es, das du jetzt schwache Völker hast?
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Re: Isolation

Beitrag von Ole86 » Mittwoch 13. September 2017, 13:26

Hi Elk,

ich bin mit wenigen Völkern aus dem letzten Winter gegangen, von dem ich relativ viele Ableger gebildet habe. Leider haben sich viele Völker nicht so entwickelt, wie ich es mir erhofft habe. Deswegen muss ich relativ viele verhältnismäßig schwache Völker einwintern.

LG, Ole!

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