Elgon-Königinnen - möchte jemand welche?

Hierfür steht auch unser Imkermarkt zur Verfügung.

Moderator: Johannes

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melissa

Elgon-Königinnen - möchte jemand welche?

Beitrag von melissa » Donnerstag 11. August 2011, 14:44

Hallo,

ich habe mit Erik Österlund gemailt und er schrieb mir, er hääte noch 7 Elgon-Königinnen zu verkaufen. Eine Königin inkl. Porto kostet € 54,-, es kommen aber noch Kosten für das Gesundheitszeugnis dazu, ca. € 80 - 90. Das würde sich natürlich nur dann lohnen, wenn man sich die KOsten dafür teilt, es wären dann also pro Königin inkl. Port und Zeugnis knapp € 67,-.

Hätte von Euch jemand Interesse?

Viele Grüße,
melli

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melissa

Re: Elgon-Königinnen - möchte jemand welche?

Beitrag von melissa » Freitag 12. August 2011, 12:38

Hallo frankfurter,

ja, das mag natürlich sein. Ich habe sie wegen der kleinerern Zellen und der wohl geringeren Varroaanfälligkeit ins Auge gefasst. Außerdem interssiere ich mich immer für Neues, das auch noch viel versprechend aussieht.

LG,
melli

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melissa

Re: Elgon-Königinnen - möchte jemand welche?

Beitrag von melissa » Freitag 12. August 2011, 17:53

Danke, Frankfurter!

Das mache ich sehr gerne, je mehr ich weiß, umso besser.

Ich habe grundsätzlich ja Buckfast (wobei da 2 Völker sich in Richtung Landbiene entwickeln) und ein Volk Braunelle. Die reinen halte ich rein, und die anderen dürfen, wie sie wollen.

LG,
melli

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manne

Re: Elgon-Königinnen - möchte jemand welche?

Beitrag von manne » Samstag 13. August 2011, 09:55

Frankfurter hat geschrieben:Hallo,

Die Sache mit der Reinheit fängt schon meistens damit an, was man als rein bezeichnet. Manche wollen nur
einem DNA Test glauben, andere schauen nach der Farbe und wieder andere nach Verhaltensmustern...
Aber gut, es ist sehr müßig, wenn man sich allen diesen Diskussionen hingeben soll.
David Lutz hat so schön gesagt:
Sucht Euch eine Biene aus, mit der Ihr arbeiten könnt und die örtlich angepasst ist.
Mehr sollte man nicht schreiben, denke ich.
Frankfurter
Danke Frankfurter,

du sagst, was auch ich in meiner inzwischen nicht mehr so kurzen Praxis erfahren habe/durfte/musste.
Daher möchte ich diese deine Worte hiermit gern und ausdrücklich unterstützen.

Manne

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melissa

Re: Elgon-Königinnen - möchte jemand welche?

Beitrag von melissa » Samstag 13. August 2011, 11:41

Hallo nochmal,

ich habe gestern noch sehr viel gelesen und mir so einige Gedanken gemacht und mein Bauchgefühl sagt mir recht eindeutig, dass eine Landbiene das Klügste wäre. Mein Kopf sagt mir aber noch, dass es nicht schlecht wäre, zumindest ein dunkles Volk zu haben, um wenigstens ab und zu ein paar dunkle Gene in die Gegend zu verstreuen. Sicher, dieses Volk rein zu halten macht auf Dauer wohl wirklich nicht viel Sinn, solange hier flächendeckend mit Carnica gearbeitet wird, aber wenn man eine oder zwei Königinnen ihre Lebensdauer lang dunkle Bienen und Drohnen hervor bringen lässt, dann hätte man zumindest für einige Jahre lang dunkles Material, das mitmischen kann. Oder sehe ich das zu naiv?

Dann: der Klimawandel hat ja längst eingesetzt. Hätte das nicht in jedem Fall, wäre die Dunkle noch ansässig, Folgen für die mellifera mellifera? Könnte sie auf Dauer hier weiter bestehen oder würde sie sich verändern? Oder würde evtl. die Ligustica hier mehr Einzug halten?

Noch eine Frage:iIch wohne in der Nähe von Passau, also ziemlich weit unten, im Osten, nahe an Österreich und Italien. Meine in der Entwicklung stehenden Landbienen zeigen jetzt in erster Generation vermehrt die grauen Filzbinden, haben aber noch die braunen Haare der Buckfast. In welche Richtung werden sie sich langfristig entwickeln? Carnica? Ligustica? Kann ich überhaupt eine Rückentwicklung in Richtung Dunkle erwarten (also einen erhöhten Anteil Dunkler Gene)?

Danke für Eure Meinung,
melli

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Horst

Re: Elgon-Königinnen - möchte jemand welche?

Beitrag von Horst » Samstag 13. August 2011, 13:26

Hi Melissa, ich halte die Elgon seid 3 Jahren und wollte sie eigentlich auslöschen, denn es gab im Frühjahr bei sehr starker Entwicklung so viele Krabbeler, dass das Volk schrupfte, jetzt ist es nach Umweiselunng (F3) sehr gut, z.Zt. kaum Milben.
Aber wenig Milben habe ich auch bei einigen meiner Promis, die Nordbiene hat allerdings ein Problem.
Kümmere dich nicht um Farbe oder Filsbinden, sondern um gesundheitliche Anzeichen.
Grüße, Horst

Luxnigra
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Re: Elgon-Königinnen - möchte jemand welche?

Beitrag von Luxnigra » Samstag 13. August 2011, 16:38

Ich stelle das Ggenteil fest (schwedische). Wesentlich weniger Milben als den Rest der Truppe. Welche Dunkle hast du?
Bleib auf deinem Land und wehr dich redlich

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melissa

Re: Elgon-Königinnen - möchte jemand welche?

Beitrag von melissa » Samstag 13. August 2011, 17:21

Hallo,

ich nochmal.

Ja, ich weiß, die Rasse sollte keine Rolle spielen, aber interessieren würde mich das alles doch, also, es wäre lieb, wenn mir jemand noch meine Fragen beantworten könnte.

Ja, bei Golz steht sowas, dass sich die Dunkle wieder durchsetzen würde. Wie lange das dauert, weiß ich auch nicht. Drum schließe ich mich der Frage von frankfurter an: kommt die Dunkle schon wieder durch bei Deinen Prominenten?

Danke,
melli

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melissa

Re: Elgon-Königinnen - möchte jemand welche?

Beitrag von melissa » Samstag 13. August 2011, 21:02

Hallo,

nein, ich bin auch nicht von einer Trachtnot ausgegangen, das wird sich einfach in gewissem Maße ändern und ebenso anpassen. Neue Trachtmöglichkeiten werden sich auftun, andere wegfallen.
(Ich breche hier sicher keine Diskussion vom Zaun und möchte Dir in keinster Weise zu nahe treten, frankfurter, aber wer heute noch den Klimawechsel abstreitet, der träumt von nackerten Weißwürsten. Da kann man auch gar nicht werbewirksam genug sein. Soviel dazu. Jetzt zurück.).

Sicherlich würde die Dunkle, wäre sie hier noch überwiegend vorherrschend, sich anpassen, irgendwie. Ob sie es schnell genug könnte, wage ich aber zu bezweifeln. Ich denke schon, dass sich Carnia und auch Ligustica weiter nach Norden verbreiten würden, wenn es die Carnica nicht eh schon getan hätte. Vielleicht entsteht auch ein neuer Ökotyp (und ja, da wären wir wieder bei der Landbiene). Es führt so oder so wohl eh kein Weg dran vorbei, und praktisch ist er auch noch. Warum also noch weiter überlegen?

Macht es überhaupt Sinn, sich Dunkle zu halten zwecks Verbreitung deren Gene? Herr Glock z.B. verkauft gar keine Königinnen, wenn man nicht eh schon Dunkle hat, weil er sagt, dass das Erbgut zu 98% verloren geht, wenn man einkreuzt. Wenn sich also nicht der Großteil der Imker umstellt auf die Dunkle, dann ist das alles doch verlorene Liebesmüh.

Versteht mich nicht falsch, ich habe schon immer gerne Dinge anders gemacht als alle anderen und das auch bewusst, gerade weil dieses "Das haben wir schon immer so gemacht und dabei bleibt es auch!" Krätze bei mir verursacht, und auch, weil ich mich von etwas nicht abhalten lasse, nur weil die Chancen nicht sehr gut stehen. Deshalb halte ich weiter die Dunkle, so es so sein soll, aber ich denke, wir müssen sehr lange durchhalten und noch mehr Geduld haben, wenn sich hier etwas ändern soll.

Aber gut, das weiß hier eh jeder und ich referiere hier über wahrlich nichts Neues. Also, ich werde wieder einmal meinen Bauch entscheiden lassen und der sagt mir mittlerweile, dass ich Dunkle und Landbiene halten soll (das mit der Dunklen ist heute quasi vom Kopf in den Bauch übergegangen.).

LG,
melli

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manne

Re: Elgon-Königinnen - möchte jemand welche?

Beitrag von manne » Samstag 13. August 2011, 21:20

melissa hat geschrieben:Ja, bei Golz steht sowas, dass sich die Dunkle wieder durchsetzen würde. Wie lange das dauert, weiß ich auch nicht. Drum schließe ich mich der Frage von frankfurter an...
Hallo,

zumindest in der Oder-Region war die Dunkle noch nie ganz weg.
Untersuchungen dazu, in Hohen Neuendorf durchgeführt, ließen die dortigen Carnicaexperten und -verteiler um 1999 herum erstaunt aus der Wäsche schauen. So lagen die Merkmale der drei von mir dazu eingeschickten Proben zwischen Mellifera und Buckfast. Von Carnica keine Spur, obwohl wir meinten diese zu haben. Und viele andere Proben wiesen ähnlich carnica-ferne (mellifera-nahe) Merkmale auf.
Dennoch bin auch ich der Meinung, "Pelz und Raster" sind nachrangig. Es kommt darauf an, dass die "Biester" mit der Varroose selber umgehen können, umgänglich und nicht unberechenbar sind, Honig liefern und ...

Ergänzen möchte ich noch, dass in der Dunklen das Potenzial steckte, mit dem Rückgang des Festlandeises der letzten Eiszeit unterschiedlichste europäische Klimate zu besiedeln. Wohl daher aüßerte sich einmal ein Fachmann, dass genetische Unterschiede innerhalb der Melliferagruppe größer seien als die zwischen der Carnica und der Ligustica.

Gruß
Manne

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Horst

Re: Elgon-Königinnen - möchte jemand welche?

Beitrag von Horst » Samstag 13. August 2011, 23:23

Hi Freunde,
ich befinde mich wohl auf dem gleichen Weg wie Golz und stelle fest, dass meine Biene (ehem. Buckfast B387) nach 13 Generationen dunkel wurde, wie eine graue Maus, ähnlich einer typischen Carnica aber nicht vom Verhalten. In diesem Jahr sind einige Völker mit braunen Ringen dabei wie ehemals, ist kein Wunder denn die Zahl der Buckfast Völker nimmt zu.

Nach genetischen Untersuchungen an der südfranzösischen mellifera ( über 80% haben mütterliches mellifera Erbgut) ist das Erbgut von einer geringeren Variabilität als der C-Komplex. Das erklärt, so glaube ich, die weite Expansion der C-Gruppe.
Selbst die Biene der iberischen Halbinsel ( M/A- Komplex) konnte sich in Südamerika nicht behaupten.
Grüße, Horst

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molle

Re: Elgon-Königinnen - möchte jemand welche?

Beitrag von molle » Montag 15. August 2011, 11:38

Horst hat geschrieben:...
Nach genetischen Untersuchungen an der südfranzösischen mellifera ( über 80% haben mütterliches mellifera Erbgut) ist das Erbgut von einer geringeren Variabilität als der C-Komplex. ...
Manne meinte wohl auch die Variabilität innerhalb des ganzen M-Komplexes von Südfrankreich bis Baschkirien...

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manne

Re: Elgon-Königinnen - möchte jemand welche?

Beitrag von manne » Montag 15. August 2011, 13:41

Molle, so ist es.

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Horst

Re: Elgon-Königinnen - möchte jemand welche?

Beitrag von Horst » Montag 15. August 2011, 22:32

Richtig, so ist es wohl auch, denn untersucht wurden nur westeuropäische m. mellifera Populationen wenn ich mich recht erinnere von l. Garnrey et al., (Laboratoire Populations, Genetik).
Grüße, Horst

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molle

Re: Elgon-Königinnen - möchte jemand welche?

Beitrag von molle » Donnerstag 18. August 2011, 10:33

Horst hat geschrieben:...Selbst die Biene der iberischen Halbinsel ( M/A- Komplex) konnte sich in Südamerika nicht behaupten.
...
Und das es zu keiner Anpassung kam von mediterran zu tropisch/subtropisch, über einen Zeitraum von wahrscheinlich 100 Jahren, bestätigt ja auch die Golzsche These von der genotypischen Anpassung (Ökotyp usw.) an Klima-/Trachtverhältnisse.



Apropos Elgon: Josef Koller, der Bucki/Primorski/Elgonzüchter der auf Varroatoleranz ausliest, hat in sein neues Zuchtvorhaben auch Mellifica aus Polen und Carpatica aus der Ukraine (ja, genau die die Golz beschreibt) einbezogen:
http://www.josefkoller.de/neues_zuchtvorhaben.html

Der Mann betreibt wie Kefuss eine Genansammlung zur Ausbildung von VT, doch mehr für mitteleuropäische Verhältnisse, falls jemand seine Kö´s testet, dann würde ich mich sehr über Erfahrungsmitteilungen freuen.

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