Endlich Frühling!

Moderator: Johannes

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Endlich Frühling!

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Samstag 6. April 2013, 15:40

Hallo allerseits,

endlich hat der Frühling 2013 seinen zweiten Anlauf genommen, hoffentlich nun dauerhaft. Bei schönstem Sonnenschein konnten / können heute alle Völker fliegen, Pollen und sogar der erste Nektar von früh blühenden Weiden konnte eingetragen werden. Ich nutzte die schöne Zeit, um mich mit den Bienen zu sonnen. Einige Völker habe ich kurz geöffnet; es ist alles in Ordnung.

Immer wieder bin ich positiv verwundert, was die Biene alles so aushält. Selbst den Endlos-Winter 2013. Insbesondere unserer Dunklen Biene scheint das gar nichts auszumachen.

Wie siehts bei Euch aus?

Bei zwei kleineren Völkern habe ich mit Schaumstoff das Flugloch auf 2-Finger-Breite eingeengt. Wir müssen demnächst mit einer erhöhten Räubergefahr rechnen; dies würde dann gerade schwächliche Völker gefährden. Mit Einengung kann man die Fluglochwache unterstützen.

Foto: Dunkle Biene mit dichtem langem Pelz nutzt die warmen Sonnenstrahlen für eine kurze Pause.

LG
Kai

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Gast02

Re: Endlich Frühling!

Beitrag von Gast02 » Samstag 6. April 2013, 17:36

Schöne Dunkle-Biene, so sollte sie aussehen. Flugloch im Frühjahr einengen mach ich nicht, einige haben eine Öffnung von 20 cm.
Frage: was tust du aber zur Erhaltung eines guten Volkes oder anders ausgedrückt, welches ist deine Strategie?
Grüße

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Re: Endlich Frühling!

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Samstag 6. April 2013, 18:39

Hallo Horst,

danke schön.

Flugloch-Einengen mache ich auch tatsächlich nur bei Völkern, die außergewöhnlich schwach sind, d. h. wirklich nur wenige Wabengassen füllen. Bei allen anderen bleibt das Flugloch auf Winterstellung, d. h. ca. 0,8 x 30 cm.

Gute Völker benötigen jetzt eigentlich noch gar keine Maßnahme, da kann ich auch nicht viel machen. Futter muss drin sein. 3 sehr starke Völker gingen ja 2-zargig in den Winter, die unterste wollte ich schon längst entnommen haben, aber das Wetter.

Ansonsten kann ich noch gar nicht viel machen. Das beste ist m. E., die Völker noch in Ruhe zu lassen. Erhaltungsmaßnahmen können da nur schaden. Vor 2 Jahren hatte ich mal ein kleines Volk aber mit Originalkönigin. Die wurden im März beräubert. Glücklicherweise hatte ich dies rasch bemerkt. Leider half da dann das Einengen des Flugloches auch nichts mehr, dass Volk musste ich vom Stand nehmen; es steht seitdem bei meiner lieben Mutter, die sich seitdem über eine reiche Apfelernte freut. :P

LG
Kai
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steffen
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Re: Endlich Frühling!

Beitrag von steffen » Montag 8. April 2013, 10:35

Hallo Moin allerseits
Ich war gestern bei schönen Sonnenschein und bei 7 grad+ am Bienenstand.Leider hat sich da noch keine Biene sehn lassen.Es ist woll noch zu Kalt.Am Wochenende werde ich woll die untere Zarge wegnehmen.Da die Woll leer sind.Es wird nun langsam zeit der Frühling richtig startet gruss steffen

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Gast02

Re: Endlich Frühling!

Beitrag von Gast02 » Montag 8. April 2013, 12:50

Hallo Kai,
das freut mich für deine Mutter, aber das mit der Räuberei ist eine Eselei des Imkers sagte vor 60 Jahren mir mein Meister, ein sehr aufgeschlossener alter Sklenar-Imker, denn zu Fragen zur damaligen Buckfast-Biene war er immer offen.
Nun zu meiner Frage und da glaube ich da hast du mich falsch verstanden denn ich meinte wie du eine so "schöne" dunkle Biene wie auf dem Foto (sicherlich ein Schwedin :) ) sicherst. Oder tust du nichts und lässt anderen die Arbeit machen? Ist sicherlich der bequemste Weg aber wenn ich so sehe wie du dich für "reine dunkle" einsetzt müsste auch von dir etwas kommen, oder?
Schöne sonnige Grüße, Horst

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Re: Endlich Frühling!

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Montag 8. April 2013, 18:26

HAllo Horst,

oh, da habe ich die Frage, zum Thema passend, völlig falsch verstanden.

Nun aber die adäquate Antwort zur richtigen und interessanten Frage:

Wie man mich kennt, ist bekannt, dass ich nicht wie manch Externe groß über "Vorhaben" berichte, sondern über Erreichtes. Zur Reinerhaltung der Dunklen Biene am eigenen Stand sehe ich für mich ausschließlich die Möglichkeit der instrumentellen Besamung. Hier bin ich am Ball, 2011 durfte ich das erste Mal Hand anlegen. :wink: Die Schwierigkeit war hier aber das Finden von geschlechtsreifen Drohnen, wie mir vorher auch schon andere Kollegen berichteten. Scheinbar tritt die Reife bei M-Drohnen deutlich später ein als bei C-Drohnen.

Hierüber will ich aber berichten, sobald mein Verfahren ausgereift und vorzeigbar ist, dann auch mit Beispielsfotos und konkret nachweisbaren guten Ergebnissen. Hier muss 150-ig prozentig gearbeitet werden, sonst geht das schief, wie ja ein Kollege aus der Uckermark letztes Jahr zeigte.

Eine andere Möglichkeit der garantierten Reinerhaltung der Dunklen Biene in Deutschland, über Belegstellen, sehe ich bei der Bienendichte und der Gesetzeslage nicht. Man kann nur durch eine eigene Drohnendichte dafür sorgen, so gut begattete wie möglich Königinnen zu erhalten. Je höher die eigene Völkerzahl und je gringer die der "Konkurrenz", desto besser.

Es gibt Jahre bei mir, da sind viele Königinnen bis zu 80% von Dunklen Drohnen begattet worden. Dann gab es aber auch Jahre wie 2012, da wurden fast alle Königinnen zu fast 100% fremdbegattet, schon äußerlich erkennbar an den plötzlich breiten Filzbinden und gelben Ringen der Arbeiterinnen.

LG
Kai
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Re: Endlich Frühling!

Beitrag von Gast02 » Dienstag 9. April 2013, 08:28

Danke Kai,
das hatte ich gemeint.
Ich mache keine künstliche Besamung, aber evtl. haben wir bald ein oder zwei junge Leute in unserer IG die damit klar kommen, Geräte sind da; das ist nun mal der Vorteil einer IG und du profitierst ja auch davon, denn soweit ich das sehe sind so einige der Schreiber hier in´den so gescholtenen´ IG´s vertreten.
Da ich keine Insermination durchführe mache ich den langen Weg zur Belegstelle im Schutzgebiet Chimay, aber mit einer von mir selektierten kleinen Serie und so prüfe die Reinheit der Belegstelle als auch die Qualität der Zuchtmütter bei mir am Stand. Standbegattung am meinem Stand bei etwa 200 Bienenvölker im Umkreis von 2 km würde nur Kreuzungen hervorbringen darüber bin ich mir im klaren; wie sich diese F1, F2 usw. verhalten ist aber von Interesse, eine schwedische F1, F2 und F3 die ich mal hatte zeigte kaum eine erhöhte Abwehrbereitschaft.
Wir werden sehen was die Zeit bringt, jetzt kehrt erst einmal der Frühling ins Land der Westfälischen-Bucht ein, mit der Blüte der Weidenarten aber auch Wildpflaume etc.,
PICT6142.JPG
Gestern geknipst!
Grüße, Horst

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Re: Endlich Frühling!

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 9. April 2013, 23:43

Host hat geschrieben:Danke Kai,
...
Da ich keine Insermination durchführe mache ich den langen Weg zur Belegstelle im Schutzgebiet Chimay, aber mit einer von mir selektierten kleinen Serie und so prüfe die Reinheit der Belegstelle als auch die Qualität der Zuchtmütter bei mir am Stand.
...
Grüße, Horst
Hallo Horst,

das finde ich gut und vorbildlich, und Du bist ja in der glücklichen Lage, doch nicht allzuweit von dieser belgischen Belegstelle entfernt zu wohnen.

Diese Möglichkeiten habe ich leider gar nicht. Meine Zeit und meine finanziellen Möglichkeiten sind dann auch irgendwann begrenzt, leider. Von daher bleibt mir nur die IB, um eine gewisse Zeit lang eine bestimmte Linie hier zu erhalten. Ggfs. kann ich dann auch Linien aus Schweden miteinander kombinieren, auch mit den reinen aus Norwegen, Dänemark und Finnland.

Dies ist aber erstmal noch Zukunftsmusik, da ich nicht damit prahlen will, was ich noch nicht erreicht habe.

Da kommt mir wieder mal folgender Gedanke: wie leicht haben es hier Carnica-Vermehrer. :P

LG
Kai
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