Jetzt: Varroabehandlung und Reizfütterung (?)

Moderator: Johannes

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Jetzt: Varroabehandlung und Reizfütterung (?)

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Montag 1. Juli 2013, 23:16

Hallo allerseits,

ja, wir haben schon Juli ..... es ist einfach Wahnsinn.

Höchste Zeit für die Varroabehandlung. Wie macht Ihr es? Thymovar? Ameisensäure? ...?

Und: der trachtarme Juli hat seine Risiken: schwache Wintervölker mangels Julibienen aufgrund von mangelnder Brut.
Was tut Ihr dagegen? Reizfüttern? Überbrückungsfütterung? Trachtwanderung?

Wie bringt Ihr beides in Einklang? Auf Antworten bin ich gespannt.

LG
Kai
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lutz
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Re: Jetzt: Varroabehandlung und Reizfütterung (?)

Beitrag von lutz » Dienstag 2. Juli 2013, 20:46

Hallo Kai,
in Berlin ist die Lindenblüte in den östlichen Bezirken vorbei.
Ich bin am 27.Juni. in meinen Lieblings Urlaubsort Teterow gefahren, natürlich mit meinen Bienen (5 Völker!).
Hier beginnt gerade die Lindenblüte, sodass die Bienen viel zu tun haben.
Sie stehen auf einer Pferdekoppel, neben der sich eine ca. 6 ha große Brachfläche mit viel Steinklee, Weißklee, Goldraute und anderen Wiesenblumen befindet.
So haben die Bienen bis mindestens Mitte August mehr als ausreichend Nektar und Pollen zur Verfügung!
Ich hoffe das tut der Winterbienenbildung sehr gut.

Die Varoabehandlung mache ich nach dem Abschleudern der Lindenblüte in ca. 2-3 Wochen mit Ameisensäure.
Je nach Milbenfall wird diese nach 10 Tagen wiederholt.
Erst ende November folgt eine Oxalsäurebehandlung.
Das ist meine Taktik, und ich hoffe, sie geht gut auf ! :)
Lg, Lutz

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Gast02

Re: Jetzt: Varroabehandlung und Reizfütterung (?)

Beitrag von Gast02 » Mittwoch 3. Juli 2013, 07:21

Hi,
irgendetwas stimmt da nicht bei euch schaut euch doch mal die Linden genauer denn ich kann mir nicht vorstellen, dass es in Norddeutschland nur Sommerlinden gibt und die sind durchwegs abgeblüht. Die Mittlere Linde, eine Kreuzung aus Sommer und Winterlinde steht bei uns in voller Blüte und die Winterlinde öffnet seit Gestern seine ersten Blüten. Wir sind in diesem Jahr um mindestens 14 Tage zurück, kann sich alles durch hohe Temperaturen schnell ändern, z.Z. aber honigt es und meine Bienen fliegen von 3 Uhr Morgens bis 22 Uhr Abends massig -schaute gerade mal nach ein Strom von Bienen kommt nach Hause; wer will da Reizfüttern?
Horst

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Re: Jetzt: Varroabehandlung und Reizfütterung (?)

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Mittwoch 3. Juli 2013, 09:03

Hallo Horst,

ich weiß nicht, wie es in Restnorddeutschland aussieht, aber in meiner Gegend kenne ich nur die 5 Winterlinden, die ich selber vor 20 Jahren gesetzt habe. Alles andere sind Sommerlinden, die jetzt gerade erst anfangen zu blühen.

Doch: die Anzahl der Linden insgesamt ist zumindest im ländlichen Raum außerhalb Kiels äußerst gering. Das ist schon in Pommern ganz anders. In Stettin zum Beispiel sind die Sommerlinden vor 2 Wochen schon am beginnendenen Verblühen gewesen; hier beginnt erst die Blüte.

Bei Tracht würde ich nicht reizen, das ist klar. Aber wenn wieder wie im letzten Jahr wegen Trachtmangels und schlechten Wetters nichts hereinkommt, dann wird Ambrosius Teig gegeben. :P

LG
Kai
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Re: Jetzt: Varroabehandlung und Reizfütterung (?)

Beitrag von Didi » Mittwoch 3. Juli 2013, 17:57

P1040324.JPG
Hallo Kai,
hier in Quickborn ist das Trachtangebot, für mich als Anfänger, noch in Ordnung, die Linde blüht, Weiß- und Rotklee, Borretsch wird von allen Insekten wie verückt angeflogen. Was mich wundert ist, daß trotz Tracht der Honigeintrag nicht so berauschend ist. Liegt das eventuell daran, dass sehr viel Brut in den Völkern ist? Oder an den vielen Drohnen? Ich habe Drohnenwaben in einem Volk, aber nicht ausgeschnitten. Anbei ein Bild vom Borretzsch.
Gruß Dieter

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Re: Jetzt: Varroabehandlung und Reizfütterung (?)

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Mittwoch 3. Juli 2013, 21:53

HAllo Dieter,

danke für das schöne Foto.

Ja, Du hast Recht, es blüht derzeit recht viel: Linden, Weißklee, Brombeere, Liguster, Borretsch, Salbei, Lavendel etc etc.

Nur glaube ich, zumindest ist dies bei mir der Fall, überschätzen wir hier die Trachtmöglichkeit im Verhältnis zur Anzahl der Völker.

Ich persönlich hier in Mielkendorf kann von vielleicht 10 größeren Linden und 20 Völkern keine große Tracht erwarten. Anders ist es im Garten meiner Mutter: 1 Volk und ca. 60 alte Linden - hier ist natürlich Bombentracht.

Hinzu kommt, dass die Völker (jetzt erst) volksstark sind und auch ziemlich viel verbrauchen.

LG
Kai
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Re: Jetzt: Varroabehandlung und Reizfütterung (?)

Beitrag von Gast02 » Donnerstag 4. Juli 2013, 07:39

Klar Kai, viele Völker an einem Standort reduzieren das Angebot an Nektar/Volk. Linden an sich sind sowieso eine unzuverlässige Nektarquelle, beflogen werden sie gut aber es kommt häufig nicht viel rein. Nicht zu unterschätzen ist neben Brombeere jetzt bei 25°C der Weißklee der sicherlich auch bei dir massenhaft blüht, bei mir unglaublich viel auf Weideflächen; kurz gefressen bilden die Blüten kurze Röhren wo auch eine Honigbiene an den Nektar kommt.
Bei den anderen genannten Blütenpflanzen handelt es sich meist um Läppertracht und Rotkee kann man vergessen.

Ich habe gestern einem meiner "Schwatten" den Brutraum auf 11 Dadantbrutwaben (1MW + 1 leere BW)erhöht denn alles war verhonigt, das Volk bereitet sich wohl auf die Heide vor, die ich nicht habe -schade. Zwei F2 dunkle allerdings haben einen Honigraum voll, es sind Jungvölker vom Mai und besetzen den ganzen Brutraum und entsprechen der Regel und das alles ohne Reizfütterung.
Bei meinen Promis bin ich allerdings auf bis zu 4 HR-Zargen.
Grüße, Horst

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Re: Jetzt: Varroabehandlung und Reizfütterung (?)

Beitrag von Pozo » Sonntag 7. Juli 2013, 16:18

Hat vielleicht schon jemand über HopGuard gehört -beetime.eu/varroa-mite-treatment-with-hop-compounds/ ???


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Re: Jetzt: Varroabehandlung und Reizfütterung (?)

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Sonntag 7. Juli 2013, 20:37

HAllo allerseits,

ja, für die Varroabehandlung im Sommer habe ich mich wieder für Thymovar entschieden, das die nächsten Tage eintreffen dürfte. Bei der heutigen Kontrolle aller Völker auf Weiselrichtigkeit fiel mir folgendes auf:
  • Wenig Futtervorrat (teils fast gar nichts mehr - alles aufgefressen)
  • gerade die früh abgeschwärmten Völker sind nicht mehr in Brut gegangen (fehlendes Begattungswetter)
  • die Zuchtserie dagegen zeigt ein prima Ergebnis; die erste junge Königin durfte ich heute bereits verwenden.
LG
Kai
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Re: Jetzt: Varroabehandlung und Reizfütterung (?)

Beitrag von Johannes » Sonntag 7. Juli 2013, 21:20

Hallo Kai,

dann Glückwunsch zu deinem positiven Ergebnis bei deiner Königinnenzucht!

Ja, das mit dem Futtermangel kann ich leider auch bestätigen. Zwar muss bei mir noch kein Volk hungern, aber es reicht gerade nur zum Überleben. Aufgefallen ist mir, dass meine DB-F1 nur noch in einer Zarge (Zander) brütet, während alle anderen Völker auf 2-3 Zargen brüten. Dies ist mir noch nie so aufgefallen wie an diesem Wochenende. Hat das was mit der Anpassung der DB an die Trachtsituation zu tun oder stimmt was mit der Königin nicht mehr?

LG Johannes

Der Großteil Vorbestellungen ist nun erfüllt. Die letzten Königinnen gehen bis Mitte Juli raus. Den Rest der Saison möchte ich nutzen, um das Zuchtprogramm des Landesverbandes Dunkle Biene Sachsen e.V. zu unterstützen. Daher kann ich leider keine umfangreichen Anfragen mehr annehmen. In dringenden Fällen bitte einfach eine Anfrage per Mail schicken und ich werde sehen, was ich tun kann!

Andreas T.
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Re: Jetzt: Varroabehandlung und Reizfütterung (?)

Beitrag von Andreas T. » Sonntag 7. Juli 2013, 22:09

Moin,

ich hatte vor 14 Tagen die Frühtracht geschleudert und mußte heute feststellen: Die Schleuder muß nochmal ran. :D Keine Ahnung woher die Damen den Honig holen, aber sie holen und zwar tüchtig. Auch die Ableger tragen kräftig ein, so das ich den Karton mit dem Futterteig zuzrück in den Keller bringen konnte.

Allerdings ist es hier kein Kö-Jahr...einige Ableger brauchte drei Versuche um eine Kö nachzuziehen...meine eigene Zuchtreihe ging zweimal baden...im wahrsten Sinn des Wortes. :(

Da es auch dieses Jahr nix geworden ist mit der DB....werde ich davon jetzt auch Abstand halten und meine Dorfbiene behalten. Ich habe einfach keinen Bock mehr. Ich habe sanftmütige Völker, sie tragen Honig ein...was will ich mehr?

Euch anderen wünsche ich viel Erfolg mit der DB und das eure Arbeit Früchte tragen wird. :)

Noch ein erfolgreiches Bienenjahr wünscht
Lieben Gruß

Andreas, der dieses Jahr auf Dadant umstellen wird

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Re: Jetzt: Varroabehandlung und Reizfütterung (?)

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Montag 8. Juli 2013, 08:46

Andreas T. hat geschrieben:Moin,
...
Da es auch dieses Jahr nix geworden ist mit der DB....werde ich davon jetzt auch Abstand halten und meine Dorfbiene behalten. ...
Hallo Andreas,

das kann ich nachvollziehen. Es ist icht nur schwierig, die Dunkle Biene zu bekommen, sondern sie dann auch weiterhin zu erhalten. Oder aber eben von einer reinen Zuchtmutter nachzuziehen. Von daher sehe ich es so: lieber die "Dorfbiene" der Umgebung, als gar keine Biene.

Ich persönlich finde sowieso JEDE Biene liebens- und erhaltenswert.

Du sagst, auch dieses Jahr hat es nicht mit der DB funktioniert. Der Königinnenverkauf beginnt ja gerade erst. Bei wem hattest Du Dich um Kö. beworben bzw. bemüht? gab es schon Absagen?

In ca. 3-4 Wochen werde ich sicher die eine oder andere Königin abgeben können; allerdings nur an Forumsmitglieder, fals dann noch Bedarf besteht. :P Schau'n wir mal.
LG
Kai
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Re: Jetzt: Varroabehandlung und Reizfütterung (?)

Beitrag von Andreas T. » Montag 8. Juli 2013, 12:30

imkerforum-nordbiene hat geschrieben:Von daher sehe ich es so: lieber die "Dorfbiene" der Umgebung, als gar keine Biene.
Genau....andere Imker hatten dieses Jahr so derbe Verluste, die wären froh um jede "Dorfbiene". :wink:
imkerforum-nordbiene hat geschrieben: Ich persönlich finde sowieso JEDE Biene liebens- und erhaltenswert.

Kai
Absolute Zustimmung!!! Gibt eh viel zu wenig Bienen/Hummeln/Wespen/Hornissen. :(

BTT: Ich laß den Zufall Zufall spielen...evtl. ergibt sich irgendwann die Möglichkeit mit der DB zu imkern. Ich habe auch momentan keine Lust mehr da wirklich hinterher zu sein...gebe ich zu. Ich bin momentan zufrieden.....habe ausreichend Bienen/Völker, werde noch 4 starke Ableger bilden nach der Sommertracht, zwei eigene begattete Kö kann ich zusetzen, die anderen zwei werden sich selber bemühen müssen...aber das wird.

Muß ja aufstocken.....Frau will mehr Völker für nächstes Jahr. :mrgreen:
Lieben Gruß

Andreas, der dieses Jahr auf Dadant umstellen wird

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Re: Jetzt: Varroabehandlung und Reizfütterung (?)

Beitrag von Heidjer » Dienstag 9. Juli 2013, 01:41

Nachdem im letzten Jahr kein Begattungswetter war und auch dieses Jahr zu wünschen übrig lässt, bin ich seit März dabei Völker zu retten. Viele 'gelben' Königinnen haben ab März bis jetzt das Legen ganz oder das Legen begatteter Eier eingestellt. Und das Nachziehen von Kö über die Weiselprobe war in diesem Jahr auch nicht der Hit.
In der letzten Woche habe ich alle Völker Wabe für Wabe durchgesehen. Ergebnis: Auf dem Hausstand, hier stehen die Beutensorgenkinder, die versuchten Ableger und die Körbe, sind alle Reinzuchtkö vom letzten Jahr umgeweiselt worden und diese Kö jetzt überwiegend auch erledigt. Drei Völker, zwei Ableger weisellos. Aus den Körben nur vier Schwärme. Kein Frühjahrs- und Rapshonig. Dort stehen noch elf Völker, von denen drei, wie es aussieht, auch weisellos sind. Ob sie noch nachschaffen, wenn sie die Brutwaben bekommen haben? Abwarten und sehen.
Ich befürchte, dass ich nach der Heide, hoffentlicht honigt sie wenigstens, weniger Völker einwintere als ich im Frühjahr ausgewinter habe. Am Rapsstandort fand ich vor fünf Tagen ein Volk vor, das nichts, rein weg gar nichts mehr an Futter oder Tracht hatte. Also Halbzarage drauf und ein Päckchen Futterteig hinein und oben darüber eine Zarge mit sechs Waben aus drei aufgelösten Honigräumen. (Also die Tarcht von vier Völkern!) Das war am nächsten Tag schwarzer als ein Schwarm. Wie viele Pakete Futterteig ich schon an Sorgenkinder verfüttert habe, weiß ich nicht.
Im letzten Jahr hatte ich reichlich Ableger gezogen, die mir aber schon im Herbst nicht gefielen. Deshalb habe ich weder Ableger noch Völker verkauft oder verschenkt. Darüber bin ich jetzt richtig froh; denn was hätten andere Imker gesagt, wenn die 'gelben' Kö nach dem Winter eine nach der anderen den Dienst quittiert? Jetzt habe ich noch sechs 'gelbe' Völker. Meine Rettung sind die 'weißen' Völker.
Viel Arbeit und reichlich Kosten. Gut das in den nächsten Wochen noch einige Kartons Heidepresshonig aus 2012 an die Touris verkauft werden.
Es bleibt nur die Hoffnung auf erfolgreiches Einweiseln der irgendwann kommenden neuen Reinzuchtköniginnen und besseres Wetter im nächsten Frühjahr. Und natürlich eine glückliche Hand meinerseits.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Wolfgang, der Heidjer

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