Instrumentelle Besamung von Königinnen 2013

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Moderator: Johannes

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Gast4

Re: Instrumentelle Besamung von Königinnen 2013

Beitrag von Gast4 » Dienstag 11. September 2012, 23:04

Den Ball mit der Zeppelinhalle als Beispiel habe ich ja in den Raum gestellt. Weder Kosten noch Dimensionen haben da im Raum gestanden.


Finde es nur mal lustig wenn dann so was kommt:
Jaja, da gibt es immer mal wieder Leute, die keine Ahnung von Bienen haben, die solche Sachen überlegen und ausprobieren wollen.
Da ist wohl jemand sehr von sich überzeugt, oder hat eine qualitativ schlechte Kristallkugel.
Drohnenstraßen und D- Sammelplätze sind für mich mit Sicherheit keine Fremdworte, oder unbekannte Begriffe.
Wäre wohl man an der Zeit das man dies mal genauer erforscht.
Nur Geld hat dazu wohl keiner übrig, ist ja bequemer es so zu lassen, die Bienen sind ja leider nicht so wichtig, das Geld ist besser in Waffen und anderen gewinnbringenden Werten angelegt.
Wird wohl an der Überheblichkeit vieler Menschen liegen denen es mehr liegt zu meinen sie wären was besseres.
Aus der Geschichte will man halt nicht lernen.

Man könnte ja bei der NASA einen Antrag stellen das die AMM bei der Nutzbarmachung des Mars eingesetzt wird, ausschließlich. Bild

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Nigra

Re: Instrumentelle Besamung von Königinnen 2013

Beitrag von Nigra » Mittwoch 12. September 2012, 00:21

Heiko hat geschrieben:Aber wenn eben nur der gegebene Platz zur Verfügung steht - was passiert dann? "Geht nicht" rufen zählt nicht. Worauf berufst du dich?
Die Begattungsergebnisse dürften nicht all zu toll ausfallen, sonst gäbe es längst Indoor-Belegstellen im Angebot und alle Besamer könnten zusammenpacken. An künstlicher Besamung wird in der leistungsorientierten Bienenzucht jedoch so schnell kein Weg vorbeiführen.

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Heiko
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Re: Instrumentelle Besamung von Königinnen 2013

Beitrag von Heiko » Mittwoch 12. September 2012, 08:47

Nigra hat geschrieben:
Heiko hat geschrieben:Aber wenn eben nur der gegebene Platz zur Verfügung steht - was passiert dann? "Geht nicht" rufen zählt nicht. Worauf berufst du dich?
Die Begattungsergebnisse dürften nicht all zu toll ausfallen, sonst gäbe es längst Indoor-Belegstellen im Angebot und alle Besamer könnten zusammenpacken.
Dürften, könnten :| Klingt aber nicht so ganz überzeugend. Nur weil es etwas noch nicht gibt, ist es ja nicht automatisch dummes Zeug!
Das ist so wie mit der Stechlust der Dunklen. man wiederholt es so lange bis es alle glauben...

Die Preisfrage an alle lautet doch: Hat es mal irgentwer versucht und was ist dabei konkret raus gekommen?

Lg Heiko

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Nigra

Re: Instrumentelle Besamung von Königinnen 2013

Beitrag von Nigra » Mittwoch 12. September 2012, 10:12

Heiko hat geschrieben:Die Preisfrage an alle lautet doch: Hat es mal irgentwer versucht und was ist dabei konkret raus gekommen?
Versucht wurde es. Ich war allerdings nicht dabei. Das von den Ergebnissen nichts veröffentlicht wurde, spricht für sich.

Noch vorher würde ich mich mit eigenen Königinnen und Drohnen an Versuchen mit dem köhlerschen Verfahren (Mondscheinbelegstelle) beteiligen.

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Re: Instrumentelle Besamung von Königinnen 2013

Beitrag von Heiko » Mittwoch 12. September 2012, 10:41

Nigra hat geschrieben:Das von den Ergebnissen nichts veröffentlicht wurde, spricht für sich.
Das war dann aber eine wissenschaftlich höchst korrekte Herangehensweise der "Veranstalter" diesen Schluss zu ziehen... :|

Also so richtig überzeugt von der Unmöglichkeit bin ich noch nicht.
Nigra hat geschrieben:Noch vorher würde ich mich mit eigenen Königinnen und Drohnen an Versuchen mit dem köhlerschen Verfahren (Mondscheinbelegstelle) beteiligen
Warum auch nicht? Dieses Verfahren wird ja auch von diversen Stellen zumindest erprobt und sicher ist es auch erstmal nicht so aufwändig wie
die "Gebäudelösung." :)

lg Heiko

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Re: Instrumentelle Besamung von Königinnen 2013

Beitrag von Zeidelmeier » Samstag 15. September 2012, 21:27

Haben den Mondscheinbegattungen erfolgreich stattgefunden und kann man schon was über die Reinheit der Nachkommen sagen?

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Re: Instrumentelle Besamung von Königinnen 2013

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Mittwoch 19. September 2012, 20:28

HAllo, dies wüsste ich auch gern. Hat da jemand Erfahrung?
LG
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Re: Instrumentelle Besamung von Königinnen 2013

Beitrag von Zeidelmeier » Samstag 22. September 2012, 20:20

Aso keine Möglichkeit zur Reinzucht?

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Re: Instrumentelle Besamung von Königinnen 2013

Beitrag von elk030 » Samstag 22. September 2012, 20:41

Hierzulande nicht.
LG Elk

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Walli

Re: Instrumentelle Besamung von Königinnen 2013

Beitrag von Walli » Samstag 22. September 2012, 21:25

Hallo Kai und Zeidelmeier,

ich kann auf jahrelange Erfahrung mit dem Köhlerschen Verfahren zurückblicken.
Die Begattungsergebnisse liegen bei 80-90%.
Die Reinheit liegt bei 70-80%, gemessen mit Bee-Wings (Kub.-Hant.-Disk.)
Der einzige Nachteil ist der große Zeitaufwand.

Grüße

Walli

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Re: Instrumentelle Besamung von Königinnen 2013

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Donnerstag 25. Oktober 2012, 22:52

HAllo Walli,

das hört sich ja sehr interessant an! Ich glaube auch an den Erfolg, denn sogar bei normaler Standbegattung habe ich in manchen Jahren recht gute Ergebnisse.

Hast Du Lust, in einem neunen Thread das Verfahren mal zu beschreiben?
LG
Kai
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Re: Instrumentelle Besamung von Königinnen 2013

Beitrag von Zeidelmeier » Sonntag 28. Oktober 2012, 22:52

Bin auch dran interessiert.freundlichen Gruß

pipatsch
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Re: Instrumentelle Besamung von Königinnen 2013

Beitrag von pipatsch » Freitag 16. November 2012, 17:17

Hallo zusammen, ich versuche nun auch meine ersten Diskussionsbeitrag. Künstliche Besamung oder nicht als GRndsatzdiskussion bringt nicht vorwärts. Außerdem ist jede Art der Bewirtschaftung, inklusive Ablegerbildung etc auch ein Eingriff in die Natur. Die Idee einer geschlossenen HAlle ist theoretisch bestimmt interessant, auch ich glaube daß es einen Versuch wert wäre wenn bauliche Gegebenheiten da sind. Sicher ist aber, dass sehr viele alte Haustierrassen, selbst Artenschutzprogramme, ohne KB keine Chancen hätten. So glaube ich, dß jeder verantwortlich UMgang mit dieser Technologie, es ist eben eine, von Vorteil ist, genauso wie es nicht der Weisheit letzer Schluss ist und ganz bestimmt nicht die biologische Vielfalt ersetzen, wie auch die NAtur ausschalten kann. DArum lieber KAi erstmal viel Erfolg, ebenso wie allen denjenigen, die auch ohne KB auskommen. DAnke für Eure Aufmerksamkeit.

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Re: Instrumentelle Besamung von Königinnen 2013

Beitrag von pipatsch » Freitag 16. November 2012, 17:19

Entschuldigung, jetzt erst merke ich, daß man den Beitrag vor dem Abschicken durchlesen sollte um die SChreibfehler zu entdecken. DAs war eben das LAmpenfieber des ersten Beitrages. TRotzdem. danke und allen gutes Gelingen.

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Gast02

Re: Instrumentelle Besamung von Königinnen 2013

Beitrag von Gast02 » Samstag 19. Januar 2013, 11:29

Hallo allerseits,
hab das Thema KB bzw. Reinheit der Zuchtmütter noch mal aufgegriffen. Ich glaube „Künstliche Besamung“ macht an sich nur Sinn wenn die Reinheit der Zuchtmutter feststeht; darüber sind wir uns wohl alle einig.
Genetisch Untersuchungen der mitochondrialen DNA und der nukleraren DNA können Aufschluss darüber geben welcher entwicklungsgeschichtlichen Linie, z.B. M, C oder A angehören und wie groß die Introgression bzw. wie hoch der Verschmutzungsgrad ist (Microsalliten).
Bewegungen der Gene oder Chromosomen von einer Unterart auf die andere (Introgression) können sehr alt sein (mellifera x ligustica –Apeninnenhalbinsel) und sind nicht durch den Menschen gemacht.
Durch die Analyse der Restriktionsprofile, ein Produkt der intergenetischen Zonen konnte bestätigt werden, dass der Haplotyp M= mellifera charakteristisch ist für diese Linie und sich leicht vom Haplotyp C= ligustica, carnica, macedonica etc. trennen lässt (Garnery et al.).
Inwieweit nun morphologische Merkmale mit genetische Profile korrelieren ist noch nicht hinreichend bekannt, jedoch kann man davon ausgehen, dass der Phänotyp eines Individuums durch den Genotyp bestimmt wird.

Der Phänotyp der Unterart mellifera unterscheidet sich deutlich von dem einer carnica, ligustica oder einer Buckfast Biene und ist mit einem geübten Auge schon am Flugloch zu erkennen. Die Chitin-Färbung des Abdomen, das dunkle Haar, die Haarlänge, die Tomentierung der Abdomen-Tergite und das Flügelgeäder sind untrügliche Merkmale der Unterart; –Carnica-Züchter haben es da vergleichbar um einiges schwerer, denn Karpatenbienen, Makedonier oder Anatolier sehen fast alle gleich aus.
Einkreuzungen lassen sich morphometrisch bei einer guten Formenkenntnis schon in der 1. Generation erkennen; wenn, ja wenn man über genügend Referenzwerte verfügt.
Grüße, Host

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