Mäusegitter

Moderator: Johannes

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Johannes
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Mäusegitter

Beitrag von Johannes » Montag 12. Oktober 2015, 17:05

Hallo zusammen,

so langsam wird das Thema "Mäusegitter" wieder aktuell. :)

Ich möchte deshalb mal darauf hinweisen, dass es 2 Machenweiten gibt. (Zumindest bei Holtermann) http://www.holtermann-shop.de/index.php ... -gaze.html

Ich verwende die 6,3 mm - Variante, da nur hier auch gewährleistet ist, dass keine Spitzmäuse eindringen. Wobei mir ehrlich gesagt meine Bienen immer sehr leid tun. :? Viel Pollen wird an diesem Gitter abgestreift und der Totenfall kann nur unter großer Anstrengung herausgeräumt werden.
Wer also meint, keine Spitzmäuse am Bienenstand zu haben, der kann gerne auch die 8 mm - Variante nehmen und tut den Bienen so sicherlich einen Gefallen. ... Ich hab "leider" auch Spitzmäuse und muss meine Bienen schützen.

LG Johannes

PS: Nicht dass das jetzt falsch rüber kommt. Mir ist der Nutzen von Spitzmäusen für das Ökosystem bekannt und ich würde sie nie töten. Aber für die Bienen stellen sie leider ein Risiko dar.

Der Großteil Vorbestellungen ist nun erfüllt. Die letzten Königinnen gehen bis Mitte Juli raus. Den Rest der Saison möchte ich nutzen, um das Zuchtprogramm des Landesverbandes Dunkle Biene Sachsen e.V. zu unterstützen. Daher kann ich leider keine umfangreichen Anfragen mehr annehmen. In dringenden Fällen bitte einfach eine Anfrage per Mail schicken und ich werde sehen, was ich tun kann!

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Ole86
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Re: Mäusegitter

Beitrag von Ole86 » Montag 12. Oktober 2015, 19:20

Hallo Johannes,

danke für den Hinweis. Dieser Sachverhalt war mir in Zusammenhang mit der Spitzmaus garnicht bewusst. Ich rette des Öfteren mal eine Spitzmaus aus unserem Kellereingang, da werde ich wohl in Zukunft auch zu der 6,3 mm Variante greifen... LG

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Joerg878

Re: Mäusegitter

Beitrag von Joerg878 » Montag 12. Oktober 2015, 20:54

Hallo Johannes,
ist es bei dir wirklich schon vorgekommen das Spitzmäuse durch ein intaktes Mäusegitter mit 8 mm Maschenweite gekommen sind? Das kann ich mir kaum vorstellen. Es gibt ja auch noch andere Möglichkeiten zum Mäuseschutz, z.B. die Fluglochschieber mit "Torbögen" (http://www.holtermann-shop.de/popup_ima ... 95&imgID=1). Da haben die Bienen zumindest in der Höhe etwas mehr Platz. Und desweiteren habe ich auch gelesen, dass einfach Fluglochkeile in beliebiger Breite eingesetzt werden können wenn die Höhe genau 5 bis 6 mm beträgt. Das erscheint mir vom Prinzip her am bienenfreundlichsten, weil dann zumindest in der Breite ausreichend Platz vorhanden ist und somit der Polleneintrag und das Ausräumen von Totenfall gut möglich sein sollte und einfach herzustellen wären die auch. Ich würde die sicherheitshalber dann wohl aus Hartholz herstellen damit die auch nicht durchgenagt werden können. Gibt es Erfahrungen mit diesen Alternativen? Ich möchte meine nur drei Völker keinem unnötigen Risiko aussetzen, muss jetzt aber auch einen Mäuseschutz anbringen. Ich musste heute morgen das erste mal kratzen und hier gibt es definitiv Spitzmäuse.
Gruß Jörg
noch ganz ungĺäubig

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Johannes
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Re: Mäusegitter

Beitrag von Johannes » Montag 12. Oktober 2015, 21:17

Hallo Jörg,

Ja, mit Spitzmäusen hatte ich schon Probleme. Man glaubt gar nicht durch welch kleine Öffnung die noch durchpassen. :shock:

Der Vorschlag mit dem Fluglochschieber ist okay. Bei meinen großen Magazinen benutze ich den auch teilweise. Die echte Herausforderung ist die Sicherung der M+Beuten. Da kommt man nur mit Gitter weiter.

Deine erwähnten Hartholzkeile sind auch nicht schlecht, aber auch nicht sicher! Spitzmäuse passen auch bei 6 mm durch, wenn sie in der Breite Platz haben. Und Feldmäuse zernagen bei mir im Hühnerstall sogar Beton. Am Wochenende kann ich mal Fotos machen. Da ist Hartholz ein Witz für die.

Diese Erkenntnis zeigt aber auch, dass eigentlich keine Beute wirklich sicher ist. Aber Mäuse suchen sich zumeist nur Öffnungen, die sie auf ihre Größe erweitern können. Durch intakte Beutenwände werden sie sich kaum nagen. ... Hoffentlich!

LG Johannes

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Re: Mäusegitter

Beitrag von Hainlaeufer » Donnerstag 15. Oktober 2015, 11:00

Die besonders gefährdete Zwergspitzmaus schafft es angeblich durch jedes Mäusegitter.
Die üblichen Spitzmausarten sollten aber mit der von Johannes angegebene Maschenweite zurück gehalten werden.
Und es stimmt, wenn mal eine Spitzmaus in die Beute kommt, dann ist das Volk garantiert todgeweiht.
Ansonsten gab es noch nie Probleme mit Mäusen egal welche Arten es da noch so gibt, solange das Mausgitter funktioniert und die Beuten keine Schäden oder Löcher haben.

Frohes Mausgitter setzen wünscht euch,
Hainläufer

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Re: Mäusegitter

Beitrag von elk030 » Sonntag 18. Oktober 2015, 05:17

Guten Morgen
Ich habe gestern dazu ein interessantes Detail gelesen.
Man setzt im Winter den Fluglochkeil andersherum mit der Öffnung nach oben ein.
Das verhindert, daß im Winter der Eingang durch Totenfall verstopft wird.
Allerdings muß der Keil dann vor dem Reinigungsflug wieder gedreht werden.
Spitzmäuse, derer es bei mir viele gibt, haben sich bei mir bis heute noch nie durch den Fluglochkeil genagt.
Elk

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Re: Mäusegitter

Beitrag von Heidjer » Montag 19. Oktober 2015, 01:18

"Spitzmäuse" sind ja auch keine Mäuse und nagen sich nicht durch Holz. Sie sind Fleischfresser, weshalb man sie auch schlecht locken und fangen kann.
MbG
Wolfgang, der solch schon mal im Lebensmittelkeller hatte.

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Re: Mäusegitter

Beitrag von Johannes » Dienstag 20. Oktober 2015, 16:58

Johannes hat geschrieben:...Und Feldmäuse zernagen bei mir im Hühnerstall sogar Beton. Am Wochenende kann ich mal Fotos machen. Da ist Hartholz ein Witz für die. ...
Ich wollte ja mal paar Fotos nachreichen.
Die Schäden an Holzbalken, Estrich und Putz stammen alle von Feldmäusen. Da sieht man mal, was die Tierchen für eine Kraft haben. Wenn die irgendwo rein wollen, sind auch Holzkeile vor dem Flugloch ein Witz. Mich erstaunt angesichts der Schäden sogar, dass ich bei meinen M+Beuten aus Styropor noch nie Probleme hatte. ... Aber etwas Glück gehört wohl auch dazu! :P


Bild

Bild

Bild


Das letzte Bild zeigt für mich den erstaunlichsten Schaden! Hier haben sich die Mäuse wirklich einen Tunnel durch Wand und Fußboden genagt. Das ist alles Estrich und Putz. An manchen Tagen sind regelrecht kleine Häufchen von Betonstaub vor dem Loch. Ist das nicht erstaunlich?

LG Johannes
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Re: Mäusegitter

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Montag 2. November 2015, 10:57

Wahnsinn. Da finde ich es verwunderlich, dass doch relativ selten sich Mäuse direkt an den Beuten zu schaffen machen.
Bei mir sind es vor allem Rötelmäuse, die bei mir im Garten herumwühlen, und im Bienenschuppen eher Waldmäuse. Bislang Gott sei DAnk ohne größere Schäden. Gefährlich finde ich für Bienen direkt natürlich die kleinen Spitzmäuse, die in der Lage sein sollen, eine Biene nach der anderen zu fressen.

Also Vorsicht: Jetzt Mäusegitter 6mm einlegen!

Bei der Hälfte der Völker tat ich dies schon vor zwei Wochen. Der Rest kommt jetzt demnächst.

LG
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Re: Mäusegitter

Beitrag von elk030 » Montag 2. November 2015, 11:19

und nicht vergessen:
Das Wabenlager muß auch gegen Mäuse gesichert sein.
Elk

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Re: Mäusegitter

Beitrag von Silas » Freitag 22. Dezember 2017, 20:28

Hallo miteinander!
Zum Thema Mäusegitter ich mache meine immer nach der letzten Honig Ernte rein bestehen aus 7mm stanzgitter Va Abfall.
Vieleicht gelingt mir das ja mit dem Foto so das mann was drauf sieht..
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2017-12-22 20.12.09.jpg

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Re: Mäusegitter

Beitrag von Silas » Freitag 22. Dezember 2017, 20:28

Gruß Marcus

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