Offener oder geschlossener Gitterboden?

Moderator: Johannes

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Rene
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Offener oder geschlossener Gitterboden?

Beitrag von Rene » Donnerstag 17. November 2016, 19:37

Guten Abend,
Wie handhabt ihr das im Winter?
Ich habe schon verschiedene Meinungen gehört. Der eine lässt den Gitterboden offen, ein anderer überwintert mit Varroaeinschub... Ebenso lässt der eine Imker das Flogloch völlig offen und ein anderer lässt es eingeengt.
Beim Gitterboden bei Hinterbehandlungsbeuten, in einem Wanderwagen z.B., gibt es ja auch keinen offenen Gitterboden. Auch im Sommer nicht.
Was ist die beste Variante?

L.G. Rene

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Johannes
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Re: Offener oder geschlossener Gitterboden?

Beitrag von Johannes » Donnerstag 17. November 2016, 20:49

Rene hat geschrieben:...Was ist die beste Variante?...
Ähm ... ja ... :lol:
Wenn das jemand wüsste, gäbe es nicht so viel Spielerei! :wink:
Mir ist das mittlerweile alles ziemlich egal. Ein Teil hat offene Böden und ein Teil geschlossene. Bei den Wirtschaftsvölkern weiß ich es gerade gar nicht, da ich seit Monaten nicht mehr in den Boden geschaut habe. Der Großteil wird wohl ein Brett drinne liegen haben.
Nur beim M+ lasse ich die Böden meist offen, wegen Schwitzwasser. Aber dann habe ich die Kästen auf Brettern stehen, damit unten keine zu große Luftverwirbelung stattfinden kann.

Hilft dir sicher nicht weiter, macht aber deutlich, dass die Frage so nicht beantwortet werden kann. :wink:

LG Johannes
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Re: Offener oder geschlossener Gitterboden?

Beitrag von Herbert » Freitag 18. November 2016, 09:50

Hallo Rene,
wieviele Jahre haben Imker mit geschl.Boden erfolgreich gearbeitet,bei mir sitzen alle Jungvölker von
diesem Jahr auf geschl.Boden,die anderen fast alle auf offenen Boden,die Fluglöcher sind voll geöffnet,
bei allen.Im Frühjahr,wenn die Völker nicht geschützt stehen,haben die mit o-Boden ca.2-3 Wochen Entwicklungsrückstand den anderen gegenüber,aber Grundsätzlich ist der O-Boden schon zu empfehlen im Bezug auf Varoa und Feuchtigkeit im Stock.Meine geschl.Böden sind noch Altbestände,die ich nicht aufschneiden möchte und überwiegend bei der Völkervermehrung nutze.

LG Herbert

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Re: Offener oder geschlossener Gitterboden?

Beitrag von Rene » Freitag 18. November 2016, 10:51

Moin moin,

Danke euch für die Antworten.
Spielt die Temperatur da keine Rolle?
Bei Minus 20 Grad z.B. ....
Kommt ja vor ab und zu.
L.G. Rene

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Re: Offener oder geschlossener Gitterboden?

Beitrag von Herbert » Freitag 18. November 2016, 11:27

Hallo Rene,
Rene hat geschrieben:Spielt die Temperatur da keine Rolle?
Bei Minus 20 Grad z.B. ....
Kommt ja vor ab und zu.
Da kann ich dir ganz klar nein sagen,bei einem mikrigen Volk vielleicht,mir ist in meiner Zeit als Imker
noch kein Volk erfroren.

LG Herbert

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Re: Offener oder geschlossener Gitterboden?

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Freitag 18. November 2016, 16:53

Rene hat geschrieben:Der eine lässt den Gitterboden offen, ein anderer überwintert mit Varroaeinschub... Ebenso lässt der eine Imker das Flogloch völlig offen und ein anderer lässt es eingeengt.

Was ist die beste Variante?

L.G. Rene
Hallo Rene,

bei mir sind alle Böden immer geschlossen. Grund: Es ist hier im Norden recht windig, und meine Völker stehen ca 30-40 cm oberhalb des Bodens auf rahmenähnlichen Bänken. Da würde der kalte Ostseewind nur so hineinpfeifen. Für mich eine schaurige Vorstellung.

Fluglöcher: Bei Kunststoffbeuten vollständig offen, bei den Holzbeuten ist der bekannte Fluglochkeil drin.

LG
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Re: Offener oder geschlossener Gitterboden?

Beitrag von Ole86 » Samstag 19. November 2016, 13:55

Hi zusammen,

ich habe ein ähnliches Problem mit dem Ostwind und auch recht hoch stehende Beuten. Ich kann mich allerdings nicht damit anfreunden, den Boden komplett zu verschließen. Ich überlege eine Lösung in Richtung 2/3 zu suchen.

Hatte erst überlegt die Varroa-Kontroll-Einschübe zu verwenden, allerdings sind diese ähnlich wie ein Tablett aufgebaut und ich habe Sorge, dass diese sich mit Wasser füllen, wenn 1/3 aus der Beute ragt.

Deswegen war meine Überlegung entsprechende Einschubbretter aus Holz zu fertigen.

In den nächsten Tagen kommt noch einmal ein Wärmeschub hier oben, so lange wollte ich noch abwarten und mich auf die Fertigung konzentrieren.

Hat schonmal jemand etwas in Richtung zum Teil geschlossener Boden getestet?

Beste Grüße, Ole!

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Re: Offener oder geschlossener Gitterboden?

Beitrag von Johannes » Samstag 19. November 2016, 13:59

Hallo Ole,

schieb in die Führung ein passendes Stück Pappkarton, wie ich es dir bei den M+Kästen gezeigt habe.

Eine nur teilweise Schließung löst dein Problem nicht. Bei der Höhe würde ich komplett schließen!

LG Johannes
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Re: Offener oder geschlossener Gitterboden?

Beitrag von Ole86 » Samstag 19. November 2016, 14:16

Johannes hat geschrieben:...schieb in die Führung ein passendes Stück Pappkarton, wie ich es dir bei den M+Kästen gezeigt habe.

Eine nur teilweise Schließung löst dein Problem nicht. Bei der Höhe würde ich komplett schließen!
Hast du eigentlich recht. Macht die Sache deutlich einfacher. Was hältst du von 2 cm offen zur Belüftung?

Beste Grüße, Ole!

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Re: Offener oder geschlossener Gitterboden?

Beitrag von Johannes » Samstag 19. November 2016, 14:19

Ja, mit den 2 cm kannst du wohl weder Nutzen noch Schaden verursachen. Ich gehe aber mal davon aus, dass die Pappe nicht luftdicht unter der Beute abschließt. Ich würde sie passend zuschneiden. Der Spalt ergibt sich von selbst. Durch Feuchtigkeit wellt sich die Pappe eh etwas.

LG Johannes
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Re: Offener oder geschlossener Gitterboden?

Beitrag von Herbert » Samstag 19. November 2016, 22:28

Moin zusammen,
Ole86 hat geschrieben:ich habe ein ähnliches Problem mit dem Ostwind und auch recht hoch stehende Beuten. Ich kann mich allerdings nicht damit anfreunden, den Boden komplett zu verschließen. Ich überlege eine Lösung in Richtung 2/3 zu suchen.
da muss ich aber starke Bedenken äussern,denn physikalisch würde ich den Luftstrom,den ich eigentlich
nicht haben will verstärken,indem ich die Wege verenge :!: :?: Denn lieber ganz zu,und Fluglöcher voll auf.

LG Herbert

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Re: Offener oder geschlossener Gitterboden?

Beitrag von lutz » Sonntag 20. November 2016, 07:50

Hallo Rene,
ich halte seit 2 Jahren meine Böden geschlossen, so kann ich bei der Oxalsäurebehandlung gut sehen wo die Wintertraube sitzt wenn sie nicht gerade oben ist. Die Völker kommen im Frühjahr auch etwas schneller in gang. Man muß dann nur auf die Futterversorgung eher achten.
Die Fluglöcher lasse ich offen da es mir schon mal passiert ist das sie durch Totefall verstopft waren, ging aber noch mal gut.


Gruß Lutz

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Re: Offener oder geschlossener Gitterboden?

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Sonntag 20. November 2016, 10:57

Ole86 hat geschrieben:Hi zusammen,

.... Ich kann mich allerdings nicht damit anfreunden, den Boden komplett zu verschließen.....
Beste Grüße, Ole!
Hallo,

also vor Varroazeiten gab es gar keine Gitterböden. Alles war komplett verschlossen. Ging bestens. :P

Zu Miniplus: Diese überwintern auf "offenem" Drahtboden, ABER stehen bei mir auf einer ebenen Holzunterlage. Ergo ist der Boden also doch verschlossen bis auf den Spalt vorne und hinten. 8)

LG
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Re: Offener oder geschlossener Gitterboden?

Beitrag von Herbert » Sonntag 20. November 2016, 12:15

Hallo zusammen,
imkerforum-nordbiene hat geschrieben:also vor Varroazeiten gab es gar keine Gitterböden. Alles war komplett verschlossen. Ging bestens.
ja Kai,wir kennen das noch so.In Hinsicht auf Varoa wollte man mit dem o.Boden erreichen,das die Völker
insgesamt weniger Brüten in der Herbst-und Frühjahrszeit und somit weniger Varoen erzeugt werden.

LG Herbert

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Re: Offener oder geschlossener Gitterboden?

Beitrag von elk030 » Sonntag 20. November 2016, 15:50

Meine Böden sind in der Regel offen.
Bei Styroporbeuten durfte ich beobachten, das sich bei geschlossenem Boden die Wachsmotten im Bodenbereich einnisten.
Elk

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