Preisverfall der Carnica???

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Johannes
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Preisverfall der Carnica???

Beitrag von Johannes » Mittwoch 31. Mai 2017, 09:02

Hallo zusammen,

ich lese ja fast täglich die Imkerkleinanzeigen und es zeichnet sich in meinen Augen ein beunruhigender oder zumindest verwirrender Trend ab. :shock: Carnicazüchter bieten unbegattete Königinnen ab 5 € an und Königinnen von der Belegstelle für 20 €. Wie soll das gehen? So billig kann man doch kaum "produzieren"! Ich verstehe das nicht. Entweder wird da alles über die Masse geregelt, oder es gibt schlicht zu viel Angebot und zu wenig Nachfrage und deshalb wird alles verramscht.

Kann da jemand was zu sagen? Mich würde mal die Kalkulation interessieren. Denn mich kostet die Zucht recht viel. Massenhaft Bienen für die SBA und zum Füllen der BGK stehen nicht mehr zum Honigsammeln zur Verfügung. Außerdem kann man Drohnenvolker mit bis zu 4 Drohnenwaben von der Honigernte ebenfalls ausschließen. Denn Drohnen verbrauchen unheimlich viel Honig, wenn sie gut genährt sein sollen. ... Keines Beispiel: Meine Drohnenvölker schaffen es gerade so, einen HR voll zu bekommen, während meine Ertragsvölker in der selben Zeit 4 HR voll bekommen.

Selbst meine im Vergleich "hohen" Preise decken gerade so die Materialkosten. Von den unzähligen Arbeitsstunden will ich beim Hobby ja gar nicht anfangen!

LG Johannes

Der Großteil Vorbestellungen ist nun erfüllt. Die letzten Königinnen gehen bis Mitte Juli raus. Den Rest der Saison möchte ich nutzen, um das Zuchtprogramm des Landesverbandes Dunkle Biene Sachsen e.V. zu unterstützen. Daher kann ich leider keine umfangreichen Anfragen mehr annehmen. In dringenden Fällen bitte einfach eine Anfrage per Mail schicken und ich werde sehen, was ich tun kann!

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Rene

Re: Preisverfall der Carnica???

Beitrag von Rene » Mittwoch 31. Mai 2017, 10:37

Hallo Johannes,

ich kann mir vorstellen, dass alles zusammen zutrifft. Dazu kommt vielleicht ein Stück Politikum....sozusagen. Viele werden doch schnell eine solche Königin kaufen und somit der Carnica bei der Verbreitung helfen. Andersrum kaufen die Leute dann nicht im Ausland und schleppen keine Krankheiten und Parasiten ein....

Aus finanziellen Gesichtspunkten ergibt das wenig Sinn...5€...

l.G. Rene

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Abramis
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Re: Preisverfall der Carnica???

Beitrag von Abramis » Mittwoch 31. Mai 2017, 12:13

Hallo zusammen,

ich denke, es kann sich in dieser Art nur ein Königinnenzüchter solche Preise leisten.
Also jemand, bei dem die Königinnen das Hauptprodukt sind und der Honig, etc. die Nebenprodukte darstellen.
Die aktuelle Marktentwicklung stelle ich mir dafür nicht so günstig vor. Ein Winter mit vielen Völkerverlusten und eine stockende Frühjahrsentwicklung, die das Ersetzen der Verluste erschwert. Da bleibt der Königinnenzüchter schnell auf seinen Kös hängen. Ergo werden die Preise gesenkt, um den Markt anzusprechen.

Also so stelle ich mir das laienhaft vor.

VG
Heiko
Und erstens machen sie es anders, als es zweitens im Lehrbuch steht :!: :!: :!:

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Ole86
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Re: Preisverfall der Carnica???

Beitrag von Ole86 » Mittwoch 31. Mai 2017, 15:41

Hi zusammen,

ich vermute, es ist wirklich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Viele Imker haben bei der Zucht für den Eigenbedarf einen Überschuss oder sind einfach auf Grund der Herausforderung an der Zucht interessiert. Hinzu kommt auch eine größere Anzahl professioneller Züchter, die natürlich auch interessiert sind, eine größere Anzahl Königinnen zu verkaufen.

Ich sehe bei den Preisen allerdings auch eine Gafahr für die Dunkle Biene. Das geschilderte Problem bringt findige Verkäufer auf die Suche nach Möglichkeiten sich auf dem Markt durch ein größeres Angebot besser zu positionieren. Die Dunkle Biene ist somit auch ein wunderbares Marketinginstrument, welches schwarze Schafe auch zunehmend anlocken wird.

Gleichzeitig bietet die Situation natürlich auch Chancen. Wenn evtl. der eine oder andere Euro mit der Dunklen Biene gemacht werden kann, wächst natürlich auch das Interesse.

In diesem Sinne kommt der Preisverfall evtl. ja wirklich der Dunklen zu Gute :D

Beste Grüße, Ole!

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Stefan
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Re: Preisverfall der Carnica???

Beitrag von Stefan » Mittwoch 31. Mai 2017, 17:04

Hallo Zusammen,

denke, da ist keine tiefere wirtschaftliche Kalkulation dabei. Sondern das sind Königinnen, die Überschuss sind ... Und ist nicht nur auf Carnica beschränkt.

Ansonsten machen solche Preise für eine kleine Imkerei keinen Sinn, oder anders gesagt - so ein Angebot muss ich nicht machen oder mich darüber positionieren. Dann lieber mehr auf Qualität und Angebot von Ablegern, Völkern setzen oder Angebot von Königinnen, die z.B. in MiniPlus schon einige Brutwaben erfolgreich gestiftet haben und deren Qualität auch beurteilbar ist.

Schöne Grüße, Stefan
Bei Interesse an Königinnen oder Völkern der Dunklen Biene bitte eMail an stefan@bienentraum.de - Linie über Belegstelle Salzburger Alpenland nachgezogen.

robirot
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Re: Preisverfall der Carnica???

Beitrag von robirot » Mittwoch 31. Mai 2017, 17:44

Ich sehe das Problem leider wo ganz anders.
Die Sache ist viel mehr, das viele Personen gesehen haben das sich mit Königinnen durchaus Geld verdienen lässt. Aufgrund des Booms in den letzten Jahren vor allem bei jungen Imkern, den jegliche Grundlage zur Vermehrung fehlt, ist die Nachfrage sehr hoch gewesen. Leider musste man aber auch oft hören, das viele den Unterscheid zwischen Zucht und keiner Zucht nicht kennen.

Viele der Anbieter die Königinnen verkaufen, haben leider absolut nichts mit Zucht zu tun. Entweder reden wir hier über reine Vermehrer oder aber teilweise sogar über reine Händler.
Ich bin jetzt nicht sicher ob es in diesem Forum oder im IF war, wo Hr. H(xxx) schrieb das er erst seit kurzem dabei ist, von Zucht allerdings wenig Ahnung hat, aber viele Zuchtstoff zukauft. So etwas von einem der größten "Züchter/Vermehrer/Händler" zeigt auch leider die Haltung sowohl der Käufer als auch der Verkäufer.
So wenig ich vom Körsystem des DIB's (bzw. genauer vom Varroaindex und der Gewichtung und der Begrenztheit auf Carnica und neuer auch Buckfast) halte, sehe ich es trotzdem so das es uns auf jeden Fall einen riesen Vorsprung in Zucht Weltweit eingebracht hat. Aber da tut sich zum Glück etwas.

Allerdings verstehen viele Personen auch nicht das man nicht einfach eine Inselkönigin kaufen kann und mit den Nachkommen ein Garant für eine gute Nachzucht hat, sondern nur eine höhere Chance darauf und das eine Inselkönigin nicht besser ist als eine Standbegattete. Heterosie gibt es auf der Insel nicht, allerdings auch nicht auf dauer durch Kreuzung zur super Biene.

Also bitte vor allem drauf achten wer ist ein Züchter wer ist reiner Vermehrer. Aus den USA kennen wir den Unterschied, und wir wissen wie es dort um die Biene steht. Echte Zuchtarbeit ist dort noch (wieder) neu.

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Re: Preisverfall der Carnica???

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Mittwoch 31. Mai 2017, 21:13

HAllo robirot,

ich sehe es wie Du. Hast es bestens auf den Punkt gebracht. Ich glaube auch, dass manche Preise so zu erklären sind. Von daher würde ich bei Billiganbietern wohl nicht kaufen. :P

LG
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Re: Preisverfall der Carnica???

Beitrag von robirot » Mittwoch 31. Mai 2017, 23:04

Ja, das Thema ist durch, das letzte von so einem Anbieter war für mich eine Caucasia. Mitlerweile habe ich zum Glück auch einen seriösen Anbieter für spezialitäten abseits von Carnica und Buckfast gefunden.

Für die Ligustica bin ich z.Z. noch recht viel am Sammeln von Genmaterial, welches ich durch Künstliche Besamung weitrer führen will. Leider nicht ganz so einfach, das richtige zu finden.
Das ist z.Z. aber auch ein reines Hobbyprojekt.

Sonst Züchte ich noch Carnica in der Helgoland Linie.

Bei allen anderen Rassen muss ich mich auf die Zuchtarbeit anderer anderer Verlassen, was bedeutet das ich mehrere Königin kaufen und die beste Auswählen muss. Warum überhaupt diese Anzahl an Rassen? Einzig und alleine zur Kreuzung und Ausnutzung von heterosie Effekten. Grund? Finde ich viel interessanter als die reine Zucht und Imkerei.

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Re: Preisverfall der Carnica???

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Donnerstag 1. Juni 2017, 08:55

robirot hat geschrieben:
Mittwoch 31. Mai 2017, 23:04
Sonst Züchte ich noch Carnica in der Helgoland Linie.
HAllo, das ist ja interessant. Ist das die Linie "Balkan", damals noch geführt von Helmut Warnholz, Christian S. Jansen, Irma Striewski und anderen? In den 1980er Jahren habe ich mit meinem Vater oft Irma Striewski in Jevenstedter Teich bei Rendsburg besucht, um Königinnen zu holen. Begattet auf der Landbelegstelle Schwabe, abgegeben im Lockenwickler. Es waren gute Bienen, in einer damals noch varroafreien Zeit. Zu der Zeit kostete eine landbelegstellenbegattete Königin 30,00 DM. :P

Ja, die Linie Balkan der Carnica werde ich nie vergessen. Gibt es die heute noch?

LG
Kai
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Re: Preisverfall der Carnica???

Beitrag von Sommerbiene » Freitag 2. Juni 2017, 09:43

Hallo Kai,
da weckst du ja Erinnerungen an die gute alte Zeit! Mich hatten die Bienen dieser Linie von der Landbelegstelle auch sehr beeindruckt! Ein Freund hatte diese so wunderbar ruhigen und schwarmträgen Bienenköniginnen bei sich eingeweiselt. Der hatte sie in Segeberger auf zwei Zargen mit Absperrgitter, knallvoll mit Brut und Honig, aber keinerlei Schwarmstimmung!!! Meine Wilden (auch schon längst mehr oder weniger Carnica) hingegen waren da trotz reichlich mehr Platz schon längst in vollster Schwarmstimmung - und wer brauchte damals schon ständig neue Völker oder Königinnen? ;)

LG Thomas

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Re: Preisverfall der Carnica???

Beitrag von Sommerbiene » Freitag 2. Juni 2017, 10:03

Hallo zusammen,

da die Anzeigen schon über mehrere Jahre laufen, wird sich dass schon rechnen. Für den Nebenerwerb schon allemal. Mein Imkervater, der hatte damals auch Carnica Königinnen gezüchtet, meinte immer, dass er so jedes Jahr seine Urlaubskasse mit seinem Hobby bestreiten kann.
Die großen Züchter scheinen es über die Masse zu regeln und verkaufen ja die Unbegatteten beispielsweise mit Mindestmengen.
Wie ist eure Erfahrung mit solchen Versandköniginnen? Ich habe den Eindruck, dass die bei mir eine geringe "Haltbarkeit" hatten und kaum den ersten Winter schafften. Wogegen eigene Nachzuchten auch bei Umweiselungen/Einweiselungen in andere Völker problemlos über die Jahre kommen.

LG Thomas

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Re: Preisverfall der Carnica???

Beitrag von robirot » Mittwoch 7. Juni 2017, 00:42

imkerforum-nordbiene hat geschrieben:
Donnerstag 1. Juni 2017, 08:55
robirot hat geschrieben:
Mittwoch 31. Mai 2017, 23:04
Sonst Züchte ich noch Carnica in der Helgoland Linie.
HAllo, das ist ja interessant. Ist das die Linie "Balkan", damals noch geführt von Helmut Warnholz, Christian S. Jansen, Irma Striewski und anderen? In den 1980er Jahren habe ich mit meinem Vater oft Irma Striewski in Jevenstedter Teich bei Rendsburg besucht, um Königinnen zu holen. Begattet auf der Landbelegstelle Schwabe, abgegeben im Lockenwickler. Es waren gute Bienen, in einer damals noch varroafreien Zeit. Zu der Zeit kostete eine landbelegstellenbegattete Königin 30,00 DM. :P

Ja, die Linie Balkan der Carnica werde ich nie vergessen. Gibt es die heute noch?


Kai
Ja die Balkan gibt es noch. Übermorgen schlüpft endlich Nummer 80 der Linie, und demnächst gehts nach Helgoland. Die ersten (und bisher einzigen) Carnicas die ich als gut Bewerten würde. Es ist doch immer wieder verwunderlich wie aggressiv und Leistungsschwach die Carnica in Generation F2+ wird.
Leider macht bei die Begattung einen riesen Unterschied, alle Königinnen von der Landbelegstelle Glashütte und vom Außenstand liegen bei gut 50 kg im Raps, die Standbegattete aus Kiel, ist mit 10 kg dabei.

Aber die ersten Ligusticas sind endlich seit einer Woche in Eilage.

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Re: Preisverfall der Carnica???

Beitrag von robirot » Mittwoch 7. Juni 2017, 00:49

Sommerbiene hat geschrieben:
Freitag 2. Juni 2017, 10:03
Hallo zusammen,

da die Anzeigen schon über mehrere Jahre laufen, wird sich dass schon rechnen. Für den Nebenerwerb schon allemal. Mein Imkervater, der hatte damals auch Carnica Königinnen gezüchtet, meinte immer, dass er so jedes Jahr seine Urlaubskasse mit seinem Hobby bestreiten kann.
Die großen Züchter scheinen es über die Masse zu regeln und verkaufen ja die Unbegatteten beispielsweise mit Mindestmengen.
Wie ist eure Erfahrung mit solchen Versandköniginnen? Ich habe den Eindruck, dass die bei mir eine geringe "Haltbarkeit" hatten und kaum den ersten Winter schafften. Wogegen eigene Nachzuchten auch bei Umweiselungen/Einweiselungen in andere Völker problemlos über die Jahre kommen.

LG Thomas
Meine Erfahrung ist ganz eindeutig, Finger weg von den Billigangeboten. Da sind zu, die in keinem viele Königinnen dabei ordentlichen Zustand sind. Bei teureren Königinnen hatte ich noch keine Probleme, meist waren die Königinnen aber auch äußerlich deutlich besser.

Wenn möglich sollte man jedoch versuchen die Königin auf Wabe zu bekommen (meist MWK oder EWK) kostet zwar mehr ist es aber Wert. Dann mit auslaufenden Brutwaben verstärken.
Wenn es Inselköniginnen aus der Nähe sind, ist der Kauf im Ableger zu empfehlen.

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