Offener oder geschlossener Boden?

Moderator: Johannes

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Boden offen oder geschlossen?

Die Umfrage läuft bis Mittwoch 15. August 2018, 22:36.

Offen
5
38%
Geschlossen
6
46%
Weiß nicht
2
15%
 
Abstimmungen insgesamt: 13

ck1
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Offener oder geschlossener Boden?

Beitrag von ck1 » Dienstag 15. August 2017, 22:36

Hallo Zusammen, es gibt ja wieder mehr und mehr Imker die mit geschlossenen Böden Imkern. Die Empfehlung der Institute ist ja immer noch der offene Gitterboden.

Kai hat z.B. in einem anderen Thread geschrieben, dass er alle Böden mit einem passenden Styropor-Stück verschlossen hat.

Was ist nun besser? Warum?
Gibt es Gebiete, wo geschlossene Böden besser sind?
Was ist mit der Feuchtigkeit und damit verbunden Schimmel?

Wofür habt ihr euch entschieden und warum?

VG Christian

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Johannes
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Re: Offener oder geschlossener Boden?

Beitrag von Johannes » Mittwoch 16. August 2017, 06:57

Hallo Christian,

was "besser" ist, lässt sich vermutlich so leicht nicht sagen. Zumal sich die Frage stellt, ob "besser" für Bienen oder Imker?

Für den Imker ist ein offener Boden deutlich besser! Der Milbenfall kann leicht kontrolliert werden und bei der Wanderung bracht man keine Gaze statt Deckel. Alles sehr gute Gründe für einen offenen Boden.

Wenn wir uns die Frage stellen, was natürlicher ist, dann kommt ganz klar der geschlossene Boden besser bei weg. Denn Spechthöhlen sind doch eigentlich nach unten geschlossen. ;) Nun spinne ich die Geschichte weiter. ... Die Korbimkerei und auch Bienenwagen / -häuser mit Hinterbehandlungsbeuten kamen immer mit geschlossenen Böden aus und damals war die Bienen- & Imkerdichte weit höher als heute. Somit kann der offene Boden gar nicht "besser" sein.


Wofür habe ich mich entschieden und warum?
Ich habe beide Systeme im Benutzung. Offene Böden finde ich auch imkerfreundlicher. Aber ich stelle sie auf Bretter, sodass nur 5 cm Luft zwischen Gitter und Brett sind. Das dürfte keine störenden Turbulenzen erzeugen. Ein Teil meiner Beuten steht noch auf 30 cm hoch gelegenen Dachbalken. Da habe ich das Gitter auch offen gelassen, aber als Bausperre ein Stück Sperrholz eingelegt, welches nur einen ca. 3 cm großen Spalt zulässt. Dadurch habe ich quasi einen geschlossenen Flachboden in einem offenen Hochboden. ;)

M+ bilden eine Ausnahme. Hier halte ich geschlossene Böden für fatal! Der Querschnitt der Beute ist so gering, dass kaum störende Turbulenzen entstehen werden und Ablauf für Kondenswasser erscheint mir hier sehr wichtig!

LG Johannes
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Re: Offener oder geschlossener Boden?

Beitrag von Stormarner » Mittwoch 16. August 2017, 10:28

Moin,
ich imkere mit offenem Boden (Segeberger Beute) wegen besserer Durchlüftung-keine Schimmelwaben und
im Winter kein durchbrüten.
Ausnahme: zur Krokusblüte schließe ich alle Böden. Damit möchte ich den Brutansatz unterstützen und den futterverbrauch reduzieren.
zur Raps/Kirschblüte öffne ich die Böden dann wieder.

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Re: Offener oder geschlossener Boden?

Beitrag von lutz » Mittwoch 16. August 2017, 15:01

Hallo,
ich arbeite im Sommer mit offenen und im Winter mit geschlossenen Böden. Im Winter wird die letzte Wabe rausgenommen um eine bessere Luftzirkulation zu erreichen.
LG Lutz

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Re: Offener oder geschlossener Boden?

Beitrag von elk030 » Mittwoch 16. August 2017, 22:20

Moin Lutz
Womit schliesst du die Böden?
Elk

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