Ablegerbildung - Ablegerkasten oder vollwertige Beute im Standmaß

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marcmo
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Re: Ablegerbildung - Ablegerkasten oder vollwertige Beute im Standmaß

Beitrag von marcmo » Sonntag 7. Januar 2018, 15:51

Anbei mal ein Bild von heute, von der Stärke ein durchschnittlicher Ableger, aber sicherlich ist hier auch eine Frühtracht Ernte zu erwarten!

6waben-stehr.jpg

Grüße,
Marco
Nach der Saison ist vor der Saison!

Sturmimker
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Re: Ablegerbildung - Ablegerkasten oder vollwertige Beute im Standmaß

Beitrag von Sturmimker » Sonntag 7. Januar 2018, 19:54

Grüß euch,
Auch ich habe derzeit ca. 10 Stück 5-Waben-Völker in Überwinterung.
Teilweise Zander-Jumbo, teilweise sogar nur 5 Flachzargen. Die Jumbos machen mir überhaupt keine Sorgen. Einzig die FZ Völker brauchen unbedingt Futterkontrolle. Dafür habe ich Aufsätze mit denen ich notfalls nachfüttern kann. Warum tue ich mir das an?
Ich habe meistens keinen einzigen Boden mehr zur Verfügung. Aus den Apideas und Brutscheunen entstehen noch kleine Völker die mir zu schade zum auflösen sind. Es ist sehr unproblematisch diese kleinen Einheiten bei gutem Wetter in Beuten im Standmaß umzuhängen.
Die Ablegerkistchen haben für mich sehr wohl einen Sinn. Leicht zu transportieren, Kleinstvölker (z.B. Einwabenableger) profitieren von dem kleinen Beutenvolumen. Auch um Königinnen zwischen zu parken erfüllen diese einen guten Zweck wenn kein einziges Apidea mehr frei ist. Ein vollgestopfter Ablegerkasten ist auch bestens als Starter (Anbrüter) für die Königinnenzucht zu gebrauchen.
Ich brauche da nur halb so viele Bienen wie bei 10er/Vollzargen...
lg Michael

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Ape
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Re: Ablegerbildung - Ablegerkasten oder vollwertige Beute im Standmaß

Beitrag von Ape » Montag 8. Januar 2018, 07:00

Hallo zusammen,

erst einmal vielen Dank für die rege Diskussion und den Erfahrungsaustausch.

Herbert hat geschrieben:
Freitag 5. Januar 2018, 18:18

Jetzt mache ich meine Ableger mit dem Ablegerboden von Holtermann für die Segeberger,eine Zarge,mit Schiede
3 Ableger in einer Zarge,jeweils eine FW und 2 BW,nach der Begattung werden die Ableger Separiert.
@Herbert:
Für mein Verständnis sehe ich das genauso. Der 3er-Boden hat ja auch in 3 verschiedene Flugrichtungen die Öffnung. Die kleinen Einheiten a 3 Waben sind für die Begattung recht gut geeignet. Man kann im Standmaß arbeiten und nach erfolgreicher Begattung umhängen in eine vollwertige Beute. Sollte die Begattung nicht funktioniert haben, einfach Schied gezogen, fertig. Der Boden hat durchaus seine Berechtigung. Günstig dabei ist eben, wenn das Ganze nicht am Heimatstand passiert, sonst fliegen die Mädels immer am Anfang ans falsche Löchlein (wobei sich das bei der geringen Anzahl an Flugbienen in Grenzen halten sollte).

marcmo hat geschrieben:
Samstag 6. Januar 2018, 10:50

Die Völker in den "großen" Beuten sitzen in der Regel nach dem einengen bei mir auch nur auf 6-8 Rähmchen.

Dies gilt für Dadant, wobei ich denke man kann dies auch sicherlich auf Zander oder DN adaptieren mit entsprechenden Anpassungen, um auf die benötigte Bienenmasse zu kommen.
@Marcmo:
Wenn der Ableger früh genug gebildet wurde, wir er denke ich eine Zarge DNM ganz gut füllen können bis zur Einwinterung. Zumindest konnte ich das bei dem einen beobachten. Aber auch die Aussage 6-8 Waben und analoger Sichtweise zu Dadant kann ich nachvollziehen. Der andere Ableger hat am Ende nur 9 Waben geschafft, wurde aber auch gut 3 Wochen später gebildet.

marcmo hat geschrieben:
Sonntag 7. Januar 2018, 15:51
Anbei mal ein Bild von heute, von der Stärke ein durchschnittlicher Ableger, aber sicherlich ist hier auch eine Frühtracht Ernte zu erwarten!
6waben-stehr.jpg
Ja Marcmo, so ungefähr sieht der eine Ableger bei mir auch aus. Allerdings in einer vollwertigen Beute lebend. Der Zweite ist stärker unterwegs. Ich bin gespannt wie sich jetzt der Januar und Februar darstellen. Im März kann man mehr sagen denke ich.



Für mich konnte ich bis jetzt folgendes festhalten und habe das mal einfach unten aufgeschrieben. Bitte korrigiert mich, wenn ich etwas falsch verstanden habe.

Ablegerkasten:

Pro
- kleineres Raumvolumen
-vergleichsweise geringe Bienenmasse notwendig
-wenn aus Styropor, zur Überwinterung geeignet (gerade wenn mit aufsetzbarer Zarge im gleichen Maß nutzbar, z.B. Taunusmagazin für Seip)
-geringes Gewicht pro Kasten (Transport)
-geringer Platzbedarf pro Kasten
-Verkauf im Ablegerkasten besser möglich

Kontra
-vollständige Nutzung nur im Zeitraum der Ablegerbildung
-Umhängen in vollwertige Beute, wenn Volk gewachsen
-zusätzliche Kästen „im Lager“
-extra Futtermöglichkeit (Zarge oben auf, Futtertrog, Futterraum) notwendig


Normale Beute:

Pro
-Ablegerbildung gleich im dafür vor gesehener Beute
-Nutzung des 3er (bei Zander ggf. 4er-Bodens).
*3 (4) Ableger in einer Beute
*für Begattung gut nutzbar
*Völker profitieren von gegenseitiger Wärme
*geringere Bienenmaße notwendig
-keine zusätzlichen Kästen „im Lager“, man nutzt universales Material
-für kleine Imkerei geeignet
-genügend Platz für Fütterung des Ablegers innerhalb der Zarge (bis zur vollständigen Ausfüllung mit Rähmchen natürlich). Keine Futterzarge/kein Futtertrog muss oben aufgesetzt werden.

Kontra
-bei Nutzung 3er (bei Zander ggf. 4er-Bodens) umhängen nach erfolgreicher Begattung in vollwertige Beute. Ggf. Verflug da Fluglöcher in unterschiedliche Flugrichtungen.
-großes Raumvolumen, ggf. verlangsamte Entwicklung (in Styroporbeute, z.B. Segeberger, tritt dieser Fall nicht/kaum auf)
-Transport zu anderem Standort ggf. beschwerlicher, da mehr Gewicht und mehr Platz benötigt wird


Alles hat Vor- und Nachteile. Man muss wahrscheinlich wie eingangs erwähnt immer abwägen, was für die eigene Betriebsweise/Gegebenheiten am sinnvollsten erscheint.

So recht 100%ig sicher bin ich mir immer noch nicht…ich tendiere, für meine Gegebenheiten, zur Nutzung einer vollwertigen Beute. Damit habe ich, da ich die Ableger vorerst am Heimatstand bilden muss, kein Transportthema. Hinzu kommt, dass die Anzahl der Völker noch überschaubar ist und ich aktuell auch keine Ableger verkaufen werde. Mich stört nur die Aussage der verlangsamten Entwicklung. Ich denke jedoch, dass die Immen das gut aufholen können und im Folgejahr dann so richtig durchstarten können. Vielleicht kann Ole was beisteuern, er hatte ja Ableger auch in den großen 10er DN-Beuten gebildet?!


LG
Steve

Silas
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Re: Ablegerbildung - Ablegerkasten oder vollwertige Beute im Standmaß

Beitrag von Silas » Montag 8. Januar 2018, 08:50

Hallo zusammen!

Ich spreche jetzt nur von mir, ich habe drei Außenstände an jedem Außenstand ist ein Ableger Boden, mit 3 bzw 4 Ausgängen überall steht eine Zarge mit Rähmchen und Deckel, wenn ich die fertigen Ableger transportieren möchte ,dann nehme ich meinen Feglings Kasten der so konstruiert ist,dass ich 7 Rähmchen reinpacken kann und ich mache es immer wenn ich drei Völker transportieren möchte, packe ich zwei absperr Trennungen hinein und habe eine Kiste die nicht viel wiegt dich von A nach B hin und her schleppen kann. Und ich habe meine Ableger Böden so konstruiert dass ich sie auf eine vollwertige Zarge drauf packen kann und eventuell ein Deckel für 6 oder 8 Völker brauche.Siehe Bilder aus Seite 1. Und wenn ich weiß dass ich mehr transportieren muss nehme ich meinen PKW Anhänger und fahre bis zu den Beuten hin. Gruß Marcus

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